Buchenholz oder Sand als Einstreu ?

Diskutiere Buchenholz oder Sand als Einstreu ? im Vogelzubehör Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Leute, ich selber bin Halter von Kanarien, Zebrafinken, Gouldamadinen und Wellensittichen. Früher habe ich als Einstreu nur Sand benutzt,...

  1. #1 Vogelfreund, 11. Februar 2000
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    Hallo Leute,

    ich selber bin Halter von Kanarien, Zebrafinken, Gouldamadinen und Wellensittichen.

    Früher habe ich als Einstreu nur Sand benutzt, was mich schon ein wenig störte, da Sand doch recht leicht davon fliegt und sich in der ganzen Wohnung verteilt. [​IMG]

    Durch das Internet bin ich dann irgendwann mal auf Buchenholzgranulat gestoßen.

    Seit ich Buchenholzgranulat kenne, nutze ich nix anderes mehr.

    Buchenholzgranular hat meiner Meinung nach viele Vorteile.
    -staubt nicht so wie Sand.
    -bietet Beschäftigung für die Vögel (unsere Wellensittiche tragen die großen Stücke gerne mal durch die Gegend :-)
    - Sand kann ich einer extra Schale angeboten werden, damit die Vögel nicht soviel Ihres eigenen Kotes aufnehmen
    - Hält den Käfig länger sauber (Bei Sand als EInstreu sieht der Boden meistens nach 2-3 Tagen unschön und schmutzig aus. Da sich gerade die großeren Buchenholzstücke umdrehen, sobald Kot auf Sie trifft, sehen die Käfige auch nach 3 Tagen noch aus wie frisch gesäubert. (Natürlich reinigen wir die Käfige trotzdem 1 mal pro Woche, aber es sieht halt einfach besser aus :-)

    Jetzt wollte ich euch mal fragen, was ihr so an Einstreu benutzt ? Wer benutzt Sand, wer Buchenholzgranulat und wer nutzt etwas anderes ?



    ------------------
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Patrick!

    Ich benutze auch Buchenhlzgranulat, daß ich als Räucherspäne von Fleischereibedarfshandel auch preiswert beziehen kann (25 kg 12,50) und das es in drei verschiedenen Körnungen gibt.
    Die von Dir beschriebenen Vorteile sehe ich genauso.
    Lediglich einen möglichen Nachteil gibt es eventuell:
    Gerade das Sand nach wenigen Tagen bereits unschön aussieht, Buchenholzgranulat jedoch nicht, kann im Einzelfall dazu verführen, vielleicht den Käfig/ die Voliere seltener
    zu reinigen.
    Und, obwohl mir inzwischen von vielen Seiten aufgrund längerer Erfahrungen mit dem Granulat das Gegenteil vermittelt wurde,
    habe ich dennoch den Verdacht, daß, wenn das Granulat feucht wird (nicht nur durch Vogelkot, sondern ebenso bspw. durch Obststücke oder verspritztes Badewasser) sich leichter Schimmel ausbreiten kann, wenn das Granulat nicht regelmäßig komplett ausgetauscht wird (auch in der neuen Papageien-Ausgabe wird eine ähnliche Kritik an den zweifellos für Pilzbefall noch anfälligeren Hobelspänen als Einstreu geübt (2/2000, Bauen wir unseren Papageien einen goldenen Käfig!" von h.-J.Künne, S.57).
    Insgesamt überwiegen aber die Vorteile bei regelmäßiger Reinigung die die Vorteile und auch ich kann Buchenholzgranulat nur empfehlen.
    Überraschenderweise hatte keine meiner Vögel ein Problem mit der Umstellung von ihren Sand- auf den Holzboden.

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  4. Silke

    Silke Guest

    Ich benutze auch Buchenholz, die Vorteile sehe ich genauso. Man muß natürlich die Pflege den örtlichen Bedingungen anpassen. Ich wechsele öfter bestimmte Bereiche der Einstreu, die besonders belastet sind (unter Schlafschaukeln etc.), seltener wechsele ich dann komplett.

    Durchfeuchtung ist bei mir eigentlich nicht - die Vögel baden nicht im Wasser, sondern nur in feuchten Kräutern und unter der Sprühflasche, diese Spritzer trocknen schnell rückstandslos ab.

    Wer aber Badeschalen anbietet, könnte unter diesen zusätzlich noch große Wachstuchdecken legen.

    Gruß, Silke.
     
  5. #4 Vogelfreund, 11. Februar 2000
    Vogelfreund

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    Hallo Rüdiger,

    <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">quote:</font><HR>Original erstellt von Rüdiger:
    Ich benutze auch Buchenhlzgranulat, daß ich als Räucherspäne von Fleischereibedarfshandel auch preiswert beziehen kann (25 kg 12,50) und das es in drei verschiedenen Körnungen gibt.<HR></BLOCKQUOTE>
    Jepp, ich hole mein Buchenholzgranulat unter dem Namen *Räuchergold* auch beim Fleichereifachbedarf, zahle allerdings 24 DM für 25 KG [​IMG]

    <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">quote:</font><HR>Gerade das Sand nach wenigen Tagen bereits unschön aussieht, Buchenholzgranulat jedoch nicht, kann im Einzelfall dazu verführen, vielleicht den Käfig/ die Voliere seltener zu reinigen.<HR></BLOCKQUOTE>
    Das ist wohl war. Wir haben hier einen festen Plan. Die Käfige und Volieren werden jeden Sammstag gereinigt. Da kann also nix passieren. Bei Vogelhaltern die nur sauber machen, wenn es schmutzig aussieht, könnte ich mir das Problem gut vorstellen.

    <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">quote:</font><HR>habe ich dennoch den Verdacht, daß, wenn das Granulat feucht wird (nicht nur durch Vogelkot, sondern ebenso bspw. durch Obststücke oder verspritztes Badewasser)<HR></BLOCKQUOTE>
    Hmm, die Probleme habe ich bis jetzt noch nicht gehabt.
    Die Badewannen der Vögel sind außen an den Käfigen angebracht, so das nur ein wenig spritzwasser an das Buchenholzgranulat gelangt, was dann ja sehr schnell wieder trocknet.

    Mal sehen was die anderen noch so schreiben :-)



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  6. #5 Vogelfreund, 18. Februar 2000
    Vogelfreund

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    Hallo Rüdiger,

    das mit verschiedenem Einstreu ist wirklich nicht verkehrt, aber man braucht keine große Voliere.

    Ich habe Kistenkäfige mit 1 m länge. Diese haben 2 Schubladen, so das ich meistens auf der einen Seite das grobe und auf der anderen Seite das mittlere Buchenholzgranulat streue.

    Sand gibt es für meine Wellis in einer kleinen Schale, die man auch leicht mal wechseln kann, wenn der Sand verschmutzt ist.



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  7. #6 Wolfgang Pflästerer, 18. Februar 2000
    Wolfgang Pflästerer

    Wolfgang Pflästerer Guest

    Hallo,
    ich benutze seit längerer Zeit schon einen Maiseinstreu, das sind geschrädderte, gehächselte Maiskolben. Dieser Einstreu hat ähnliche Eingenschaften wie Buchenholzgranulat; neigt weniger zur Schimmelbildung als das Buchenholz.
    Die Kosten liegen bei ca. 30DM für 60 Liter.
    Ausprobiert habe ich noch:
    Katzenstreu mineralisch - staubt zu sehr, in vielen Gemeinden als Sondermüll!
    Katzenstreu pflanzlich - sehr gut, wie Buchenholz- und Maisgranulat, kompostierbar, zu teuer
    Katzenstreu aus Papier - die Saugfähigkeit läßt zu Wünschen übrig
    Hobelspäne (wie für Pferdeboxen/Hamsterkäfige) - saugfähig, geruchsbindent, kompostierbar, preisgünstig.
    Die Hobelspäne haben allerdings einen großen Nachteil: sie fliegen gerne und man trägt sie durch die ganze Wohnung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang
     
  8. Silke

    Silke Guest

    Lieber Wolfgang,

    Katzenstreu ist gefährlich, denn einige Steppenvögel neigen sehr dazu, diese Streu versuchsweise zu fressen und gehen dann jämmerlich ein, weil die Masse im Magen quillt.

    Gruß, Silke.
     
  9. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin!

    Da fällt mir ein, daß einige auch gute Erfahrungen mit einer Hanfeinstreu gemacht haben.
    Im übrigen finde ich die Claudias Idee mit den verschiedenen Bodenbelägen sehr empfehlenswert, ist aber leider nur in größeren Volieren zu verwirklichen.
    Ich habe immer zusätzlich eine große Schale mit Sand und Grit und etwas Futter in den Käfig gestellt.

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  10. #9 Astrid Zacharias, 11. März 2000
    Astrid Zacharias

    Astrid Zacharias Guest

    Hallo,

    ich bin seit längerer Zeit auch Buchenholzfanatiker, nur mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich bei mir in der Gegend die Preise sehe (35,- DM/25kg)
    Wo bekommt ihr denn euer Buchenholzgranulat (Räuchergold) her?
    Ich habe die besten Erfahrungen mit den feinen Granulat gemacht (2-3mm)
    Das läßt sich auch prima mit einem Nudeldurchschlag aussieben?
    Ich bin für Kontaktadressen dankbar.

    Astrid
     
  11. #10 Ines Noltze, 16. März 2000
    Ines Noltze

    Ines Noltze Guest

    Hallo,

    ich muß ganz ehrlich sagen, da ich vor 3 Wochen auf Buchenholzgranulat umgestiegen bin, das ich mit dem Buchenholz sehr zufrieden bin.
    Auch kann ich mich den anderen Vorrednern über die Vorteile von Buchenholz nur anschließen.
    Voraussetzung ist natürlich, das man den Federbällchen eine Schale mit Vogelsand- oder grit anbietet.
    Meine Vögel haben auch immer ihren Sand kilometerweit durch die Wohnung getragen, bis ich es bei einem befreundeten Züchter gesehen habe und nichts anderes mehr wollte.

    Schöne Grüße von
    Ines und der Vogelmanschaft
     
  12. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Astrid!

    Ich kaufe das Buchenhiolzgranulat beim
    Fleischerei-(Metzgerei-, Schlachterei-)bedarfshandel für 12,50 DM / 25kg (bislang
    lag ich mit diesem Preis am niedrigsten in Deutschland [​IMG]).

    Der Vollständigkeit halber muß ich aber darauf hinweisen, das in den Wochen eine Diskussion darüber entstanden ist, das das Buchenholzgranulat derzeit stark pilzbelastet sein soll (aufgrund der Stürme ist viel Holz angefallen, das nicht mehr ausreichend getrocknet wurde), so das viele im Augenblick kein Buchenholzgranulat für ihre Papageien verwenden.

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  13. Bernhard

    Bernhard Guest

    Hallo Ihrs
    Also ich bin der befreundete Züchter den Ines erwähnte und benutze seit bestimmt einem Jahr schon Buchenholzgranulat mittel Körnung und bin total zufrieden.
    Natürlich wird Sand und Grit extra gereicht.
    Mit der Schimmel bildung bei Badehäuschen muß man sehr aufpassen ja das stimmt wohl.

    Sägespäne nehme ich auch in Volieren die von unten geschloßen sind so das die Späne nicht allzu schnell raus fliegen können.
    Oder in großen Volieren mit kleinen leichten Vögeln.Weil es ist billiger.

    ------------------
    Liebe Grüße aus Berlin sendet B E R N H A R D
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  14. Oli

    Oli Shake A Tail Feather

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    Hallo zusammen !!

    Sicherlich ist die Art des gewählten Bodenbelages immer eine Diskussion wert.
    Wir sollten uns aber auch vor Augen führen worum es hierbei im eigentlichen Sinne geht.
    Für mich zählt in erster Linie die Feuchtigkeitsaufnahme des Produktes und somit einer möglichst schnellen Abtrocknung des Kotes, wodurch eventuellen Krankheitskeimen die Grundlage entzogen wird. Bei anorganischen Bodenbelägen(und hierzu zählt nunmal weder Buchenholz noch Holzspäne) wird durch die Bindung der Feuchtigkeit zudem eine Pilzbildung vorgebeugt. Für mich kommt daher nur Vogelsand oder vorzugsweise Porilan in Frage.
    Wobei ich es natürlich auch von der Menge der gehaltenen Vögel auf einen bestimmten Raum abhängig machen würde.
    Porilan ist ein Produkt welches als Nebenprodukt bei der Herstellung von Ytongsteinen anfällt. Es gibt hierüber bereits wissenschaftliche Untersuchungen bei der Anwendung im Vogelbereich. Hieraus geht folgendes hervor:
    1) Hervorragende Bindung von Feuchtigkeit und damit verbunden, eine schnelle Abtrocknung des Kotes.
    2) Schnelle Abtötung von Bakterien und Viren.
    3) Vorteilhaft bei der Aufnahme durch den Vogelorganismus, durch Calciumergänzung.
    4) Kompostierbar.
    Weitere Fakten kann ich bei Interesse mitteilen !!
    Auch bei Porilan ist die zusätzliche Gabe von Grit unerläßlich. Ich möchte diesbezogen - wie bereits im Kanarienforum geschehen - darauf hinweisen, daß unter dem Begriff "Grit" im eigentlichen Sinne die Versorgung des Vogels mit Magensteinchen gemeint ist. Diese Steinchen zermahlen im Muskelmagen die Nahrung und schliessen sie auf bzw. machen sie für Verdauungsvorgänge zugänglich.(m.E. auch ein Grund warum Pelletsfutter keineswegs eine Alternative darstellt !!) Die Aufnahme erfolgt durch den Vogel instinktiv, wobei unförmige Steinchen bevorzugt werden. Wichtig ist aber, daß dieser Grit in Salzsäure(der Magensäure ähnlich) nicht voll löslich sein darf. Dies kann jeder mit seiner Gritmarke testen. So werden beispielsweise die weissen Körnchen im Vogelsand zwar als Kalkgrit umschrieben, bestehen aber aus Calciumcarbonat, welcher in der beschriebenen Art voll löslich ist und dient somit lediglich der Calciumversorgung. Ähnlich verhält es sich mit Muschelschalen.

    Bei Buchenholzgranulat kommt noch ein wichtiger Aspekt zum Zuge. Bekanntlich steht sowohl Buchenholzstaub als auch die im Buchenholz natürlich enthaltenen Säuren im Verdacht die Gesundheit nicht unerheblich zu gefährden. Wer Interesse daran hat, sollte mal bei seinem Internetanbieter über "Suchen" den Begriff "Buchenholzstaub" eingeben. Dort erscheinen dann mehrere Links zu Gesetztesverordnungen, Untersuchungen, Krebs,- bzw. Tumorforschung usw..

    Auf eine rege Diskussion
    Euer
    Oli
     
  15. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Oli!

    Zu einer umfassenderen Antwort brauche ich noch etwas mehr Zeit (muß leider gleich zur Arbeit), aber spontan fällt mir ein, das die (sichtbare) Staubentwicklung bei Vogelsand ebenfalls beachtlich und nach meiner Erfahrung erheblich größer als bei Buchenholzgranulat ist (das sagt natürlich noch nichts über die Gefährlichkeit des Staubes aus).
    Noch eine Anmerkung zum Grit: hinsichtlich der eigentlichen Bedeutung des Begriffes hast Du sicherlich Recht, aber unter der Bezeichnung "Grit" werden im Zoohandel auch oft nur die löslichen Muschelschalen angeboten. Deshalb sollte man genau die Inhaltsangaben prüfen.


    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  16. hanni195

    hanni195 Guest

    Moin!
    Also ich verstehe das nicht ganz. Ich habe eine Tierhändlerin gefragt ob sie Buchenholzgranulat hat und sie hat mir gleich davon abgeraten. Sie sagte das ist alles anderes als gut, denn wenn die Vögel die Stückchen verschlucken können sie ersticken. Ich weiß ja nicht wie groß die Stückchen bei euch sind, aber die die die Tierhändlerib gehabt hat waren etwas klein.
    Habt ihr schon mal erlebt, dass Vögel die Stückchen fressen wollten?

    ------------------
    MfG
    Johannes
     
  17. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    So, heute habe ich auf Olis Anregung hin etwas geblättert und gesucht:
    Besonders interessant erscheint mir die Technischen Regel für Gefahrstoffe
    (TRGS), in denen Buchen- und Eichenholzstaub, die bei der Be- und Verarbeitung von Holz entstehen, für Menschen eindeutig krebserregend sind. Anderer Holzstaub ist zumindest krebsverdächtig.
    Diese Technische Regel gilt für Betriebe, in in denen in erhebliche Umfang Buchen- bzw. Eichenholz verarbeitet wird: dann muß bei bei Neuanlagen der Staubanteil der Luft auf 2mg pro Kubikmeter, bei alten Anlagen auf 5mg pro Kubikmeter beschränkt sein ( s. http://www.umwelt-online.de/recht/t_regeln/trgs/trgs900/901/an20.htm ).

    Allerdings können auch andere anorganisch/mineralische Staubarten - darunter auch Kalk (Staublunge)- in größerer Konzentration zur Erkrankung führen.
    Quarzfeinstäube, die m.W. zu einem erheblichen Teil auch im handelsüblichen Vogelsand enthalten sind, werden sogar nach neuerer Einschätzung als ebenfalls krebserzeugend bei Menschen angesehen, wenn sie als kristalline Kieselsäure in der Form von Quarz oder Christoballit aus beruflichen Quellen eingeatmet werden http://www.stbg.de/forsch/sio2/sio2_2.htm ).

    All diese Erkenntnisse und Regeln beziehen sich aber stets auf den Arbeitsplatz und damit auf eine besonders hohe und andauernde Staubbelastung des Menschen.
    Ob und inwieweit auch der Vogelhalter, der Buchenholzgranulat oder Sand als Einstreu als Einstreu verwendet, und/oder seine Vögel, die möglicherweise noch empfindlicher sind, in ihrer Gesundheit gefährdet werden können, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Hinsichtlich der Pilzgefahr bei Verwendung von Buchenholzgranulat oder anderem organischen Einstreumaterialien gebe ich Oli Recht: deshalb bin ich der Ansicht, das, wenn man die bereits genannten Vorteile des Buchenholzgranulates genießen will (übrigens: laut Auskunft unserer Abfallverwertungsfirma (Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schgleswig-Holstein) darf Porilan ebensowenig wie Vogelsand in den Kompost gegeben werden, da es sich um einen anorganischen Stoff handelt - da mag es aber regionale Unterschiede geben), eben ein vielleicht etwas höherer Aufwand bei der täglichen Reinigung in Kauf nehmen muß. Allerdings finde ich, das sich Kot und Obstreste leichter entfernen lassen als bei Vogelsand.

    Hinsichtlich des Verschluckens: ich habe lediglich Erfahrung mit Buchenholzgranulat bei Papageien und einige von denen nutzen es auch als Spielzeug und/oder zernagen die Stücke. Ich halte es aber auch bei anderen Arten für sehr unwahrscheinlich, eher sogar noch unwahrscheinlicher als bei Papas, das die Gefahr des Verschluckens selbst bei kleiner Körnung besteht.

    Na, mal sehen, was andere noch herausgefunden haben!

    Ich wünsche allen ein schönes, hoffentlich nebelfreieres Wochendende als bei uns zur Zeit!

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  18. Oli

    Oli Shake A Tail Feather

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    Hallo zusammen, hallo Rüdiger !!

    Grundsätzlich ist zu sagen, daß Staub und hier speziell Feinstaub, bei starker Aufnahme über die Atemluft zu einer Belastung der Atemwege und deren Schleimhäute führen kann. Die Beeinträchtigung dieser Schleimhäute bis hin zu deren Schädigung ist das eigentliche Problem bei dieser Sache und führt zur Aussage einer Krebsverdächtigung.
    Bei Holzstaub der Buche und Eiche muß jedoch im Gegensatz zu sonstigen Holzstaub, als auch Staub im Allgemeinen, davon ausgegangen werden, daß Inhaltsstoffe in diesen Holzsorten in Verbindung mit der Problematik "Staub" zur Gesundheitsgefährdung beitragen. So wird gerade auf solche noch ausstehenden näher gehenden Untersuchungen verwiesen.

    Hinsichtlich des Verschluckens als auch des Beknabberns glaube ich dürften Bedenken ausgeräumt werden.

    Bei der Verwendung von Einstreu - gleich ob organischer oder anorganischer Natur - bleibt es mehr als unerheblich, ob bundesweit mittlerweile rein private Unternehmen Bedenken äußern, die nicht gesetztlichen Grundlagen entsprechen. Denn Tatsache ist, daß sehr wohl Sand im allgemeinen zur Bodenauflockerung eingesetzt wird und Porilan wissenschaftlich belegt deutliche Vorteile bei der Kompostierung, Wasserhaushalt und späteren Bodenauflockerung mit sich bringen.
    So daß hier, fern ab von regionalen Meinungen Einzelner, keine gesetztlichen Bedenken bei Sand oder aber Porilan bestehen !

    Die Problematik geht aber darüber hinaus.
    So hast Du Rüdiger geschrieben, daß gerade die Problematik "Pilze" einen erhöhten täglichen Aufwand bei der Reinigung mit sich bringt. Zum einen geht es ja darum, daß die Pilzgefahr schon durch den Bodenbelag von vornherein unterbunden wird und dies gilt gleichermaßen für Krankheitskeime, jedoch kann Buchenholzgranulat diesem Aspekt nicht nachkommen, wobei die tägliche Entfernung des Kotes oder der feuchten Stellen wohl partiell zu einer Verminderung von Keimen führt.
    Desweiteren benutzen die meisten gerade Buchenholz um weniger Aufwand zu haben und dies ist schon mehr als Bedenklich.

    Gruß
    Oli
     
  19. #18 hanni195, 1. Mai 2000
    hanni195

    hanni195 Guest

    Hallo Oli!
    Ich werde es jetzt ausprobieren und werde dir dann berichten.
    Danke für eure Hilfe!



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    MfG
    Johannes
     
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  21. #19 Rüdiger, 2. Mai 2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin zusammen, moin Oli!

    Zitat:
    &gt;&gt;Grundsätzlich ist zu sagen, daß Staub und hier speziell Feinstaub, bei starker Aufnahme über die Atemluft zu einer Belastung der Atemwege und deren Schleimhäute führen kann. Die Beeinträchtigung dieser Schleimhäute bis hin zu deren Schädigung ist das eigentliche Problem bei dieser Sache und führt zur Aussage einer Krebsverdächtigung.
    Bei Holzstaub der Buche und Eiche muß jedoch im Gegensatz zu sonstigen Holzstaub, als auch Staub im Allgemeinen, davon ausgegangen werden, daß Inhaltsstoffe in diesen Holzsorten in Verbindung mit der Problematik "Staub" zur Gesundheitsgefährdung beitragen.&gt;&gt;
    Ist klar. Es geht auch bei allen Aussagen, die ich fand, stets um Holzstaub, der bei der Be- und Verarbeitung von Buchenholz entsteht. Nun ist zwar sicher davon auszugehen, das auch im Granulat eine gewisse Menge Holzstaub ist, doch ob diese hinsichtlich einer Gesundheitsgefähdung relevant ist, kann ich nicht sagen, halte es aber für meinen Teil für eher unwahrscheinlich. Auch ist Buchenholz ja nicht eo ipso krebserregend, da es zum Räuchern von Lebensmitteln zugelassen ist (zumindest das aus dem Fleischereibedarfshandel, das ich verwende).

    Viel wichtiger ist der Aspekt der Pilzbildung:
    Zitat:
    &gt;&gt;So hast Du Rüdiger geschrieben, daß gerade die Problematik "Pilze" einen erhöhten täglichen Aufwand bei der Reinigung mit sich bringt.&gt;&gt;
    Ganz so habe ich es nicht geschrieben, sondern vorsichtig von einem vielleicht höheren Aufwand gesprochen und dies weiter eingeschränkt: denn meine eigene Erfahrung ist, das sich die Kot und vor allem Obst- und Genmüsereste bei einer Buchenholzeinstreu leichter und rückstandsfreier entfernen lassen als bei Sand. Unabhängig von der Art der Einstreu gehört das Entfernen von Obstresten zu der täglichen Reinigungsarbeit: bei der Verwedndung von Sand bleibt aber insbesondere safthaltiges Obst wie Orangen leicht direkt mit dem Sand an der Bodenwanne kleben und kann dann nur mit Wasser entfernt werden. Da Sand ja nicht völlig die Pilzbildung an Obstresten ausschließt, sondern durch die Feuchtigkeitsbindung lediglich einen ungeeigneteren Nährböden bietet, läuft dies auf einen völligen Wechsel der Einstreu nach jeder Obstfütterung hinaus.
    Bei Buchenholzgranulat hingegen lassen sich Obstreste mit einer Schaufel leicht entfernen. (BTW: ich halte ja Papageien und die bekommen täglich recht große Mengen an Obst).

    Zitat:
    &gt;&gt;Desweiteren benutzen die meisten gerade Buchenholz um weniger Aufwand zu haben und dies ist schon mehr als Bedenklich.&lt;&lt;
    Da stimme ich mit Dir völlig überein. Die Gefahr ist um so größer, als das Buchenholzgranulat optisch leicht einen saubereren Eindruck macht und so zur Nachlässigkeit verführen kann.


    Und nocheinmal zur "Nebensache" - Zitat:
    &gt;&gt;Bei der Verwendung von Einstreu - gleich ob organischer oder anorganischer Natur - bleibt es mehr als unerheblich, ob bundesweit mittlerweile rein private Unternehmen Bedenken äußern, die nicht gesetztlichen Grundlagen entsprechen.&gt;&gt;
    Nun, letztlich habe ich mich nicht für Buchenholzgranulat entscheiden, weil es kompostierbar ist - dies ist nur ein Argument von mehreren, allerdings bei der Menge an Einstreu, die bei mir anfällt, auch nicht ganz unerheblich.
    Ich kenne die gesetzlichen Grundlagen nicht genau, ich weiß nur, das die Einzelregelungen und Ausführungsbestimmungen der Abfall- und Kreislaufwirtschaftsgesetze auf Bundesesebene der Ländergesetzgebung obliegen. Insofern mag es hier weniger regionale Unterschiede geben als vielmehr Unterschiede zwischen den Bundesländern.
    Hier müßte ich mich allerdings näher informieren.
    Was mir aber spontan noch dazu einfällt: es macht doch einen Unterschied, ob man eine gewisse Menge anorganische Materialien bspw. zur Bodenauflockerung einsetzt und der fertig kompostierten Erde hinzufügt oder ob man eine unkontrollierbare Menge gleich mit in den Kompostiervorgang gibt. Denn wie soll die Menge der anorganischen Materialien kontrolliert werden, die in die Komposttüten oder -tonnen gegeben wird?
    Und wo ist unter diesem Aspekt der Unterschied zwischen Sand, Porilan oder anderem feinkörnigen Baukies, der dann doch auch mit in die Kompostieranlagen kommen dürfte? Von daher leuchtet es mir nicht ein, wenn es gestattet wäre.


    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  22. Silke

    Silke Guest

    Da hat er recht, der Rüdiger: Eine Rotte muß feuchtkrümelig und gut durchlüftet sein, sonst fault der Kompost. Gebe ich größere Mengen schweren Sand dazu, leidet die Belüftung und die Masse gammelt, statt sich zu zersetzen...

    Da Porilan verrottungsfest ist, belastet es den Kompost eher, als daß es ihn fördert. Daß Sand oder mineralische Zusätze auf manchen Böden als Bodenhilfsstoff eingesetzt werden, ist eine ganz andere Geschichte, hat aber nix mit dem Kompost zu tun.

    Gruß, Silke.
     
Thema: Buchenholz oder Sand als Einstreu ?
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