Die Geschichte unserer Lotte ( mit Paramyxo infiziert)

Dieses Thema im Forum "Graupapageien" wurde erstellt von Margaretha Suck, 13. April 2009.

  1. Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Hallo Margaretha,

    DU allein kennst deine Lotte am allerbesten.

    Die bisherige Nahrungszusammenstellung und Fütterung (und natürlich die Medikation) haben ihr immerhin bisher das Leben erhalten und verlängert - ich persönlich würde da schon mal überhaupt nichts umstellen (warum auch, wenn es ihr bisher gut bekommen ist ?).

    Du hast schon oft berichtet, wie sehr Lotte gestresst ist, wenn sich irgendetwas in ihrem Umfeld verändert. Ich würde es nicht darauf ankommen lassen, dass es ihr dank einiger "Umstellungen" schlechter geht. Lotte ist ein schwerkrankes Tier und wer weiss, wie lange du sie noch hast. Mach einfach weiter wie bisher - dann hat sie Lebensqualität und Freude. Und die Anfälle wirst du auch mit "Verhaltenstraining" oder Futterumstellung nicht vermeiden können. Also wozu???

    Es ist natürlich DEINE Entscheidung, ich will mich da nicht einmischen. Aber bei einem so schwerkranken Vogel (der bisher mit Fütterung und Pflege gut zurechtkam) Veränderungen herbeizuführen, die nicht unabdingbar notwendig sind, halte ich für bedenklich.
     
  2. AdMan

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  3. Tueddel

    Tueddel Stammmitglied

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    Ich auch! :zustimm:
     
  4. #1863 Margaretha Suck, 10. April 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. April 2010
    Margaretha Suck

    Margaretha Suck Foren-Guru

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    Hallo alle zusammen,

    vorab möchte ich mich bei ALLEN ganz herzlich für die Kommentare, Hinweise, Bemerkungen, Tipps und Ratschläge bedanken.

    Mittlerweile sind nunmehr zwei Tage vergangen und ich hatte Zeit, über das Gespräch nachzudenken, was für einen Nutzen hat es mir für mein Zusammenleben mit Lottchen gebracht und was habe ich gelernt?

    Die wichtigste Erkenntnis, die ich daraus erhalten habe ist die, dass auch qualifizierte Fachleute, die von sich behaupten alles über Papageien zu wissen, sich gewaltig irren können, das hat die Fehleinschätzung von Lottis Verhalten mir eindeutig bewiesen.

    Ich fange noch mal mit dem Fressen von Lotti an. In dem ständigen Verändern der Fütterungsstelle sehe ich keinen Sinn und ich werde es nicht praktizieren, denn sie lässt sich an jedem anderen Ort in der Wohnung mühelos füttern, wenn es erforderlich ist. Wenn es ihr nicht so gut geht, auch in ihrem Käfig. Weshalb soll ich dann mit ihrem Wasserspeicher durch die Gegend ziehen?

    Die Möbel habe ich wieder an ihren vorherigen Standort zurückgestellt. Seit ich den Freisitz direkt neben den PC gerückt habe, benutzt sie ihn nicht mehr. Sie versucht nun mit aller Macht, auf dem PC zu sitzen. Setzt ich sie auf ihren Freisitz zurück, fliegt sie weg und versucht nur, auf dem PC zu sitzen. Auch Holzspatel, die ich aus der Apotheke gekauft habe, werden ignoriert. Ausserdem sitzt sie am liebsten neben mir auf der Fensterbank, weil sie dort dichter bei mir ist. Auch wenn sie da durch Spielzeug abgelenkt ist, erfolgen doch plötzlich und unerwartet die Angriffe. Ich werde es wie bisher praktizieren, mit Schal, Halskrause und Staubwedel.

    Nun zum Telefonieren. Wenn das Telefon klingelt und ich mich dorthin bewege, erfolgt schon der Angriff von hinten weil sie bereits weiß, dass ich mich nunmehr etwas Anderem zuwende. Auch wenn ich sie während des Telefonats ständig ansehe und ihr Spielzeug reiche, lässt sie sich nicht ablenken, schmeisst das Spielzeug weg, beobachtet mich ununterbrochen und wenn es ihr zu lange dauert, werde ich attackiert. Es bleibt mir also nur, wie bisher, meine Abwehrhaltung einzunehmen und Kissen, Stöckchen und Staubwedel parat zu halten.

    Gestern bin ich von Lotti 3 x ganz gewaltig in Kopf und Arm gebissen worden. Jedesmal waren Gäste um mich herum, ich war beim Zubereiten von Speisen und Getränken und hatte nicht die Möglichkeit, ihr meinen Blick zuzuwenden. Sie weiss ganz genau, was sie gemacht hat, entfernt sich auf den nächst höheren Platz und schaut mich ganz gespannt an. Fazit, ohne böse Worte schliesse ich die Tür, erledige meine Arbeit und kann sie dann wieder zu mir lassen. Sie ist dann sofort wieder bei mir, schaut mich an und kommentiert die Angelegenheit mit "bist du ganz böse, hast du aua, aua gemacht. Musst du ganz lieb sein".

    Lotte kann ganz wohl unterscheiden ob etwas böse gemeint ist, oder ob es "Normalität" ist, wenn sie ausgesperrt wird. Meine Tochter und ich frühstücken meist zusammen. Während dieser Zeit bleibt Lottchen in den Zimmern oder auf dem Balkon, was sie widerstandslos akzeptiert. Geschieht das Schliessen der Tür jedoch weil sie frech war, ist ihre Reaktion wie zuvor geschildert, mit Begleitung von entsprechender Kommentierung. Sie ist so intelligent und hier konnte Frau XXX auch keinen weiteren Rat geben.

    Lotte an die Gabe von Power Treats zu gewöhnen halte ich für nicht gut. Ich war schon einmal im Besitz der Treats weil ich versuchen wollte, auch ihr Leckerli schmackhaft zu machen. Da sie nicht bereit war, diese zu akzeptieren, musste ich sie auf Anraten der Frau XXX zerkleinern und als Brei reichen. Und nun soll das Ganze wieder von vorne losgehen. Aber wozu? Ich werde Lotte nicht hungern lassen, denn ich bin glücklich, wenn sie überhaupt genug frisst. Auf meine Nachfrage, warum sie das überhaupt soll, wurde mir erklärt, dass Vögel in der freien Natur ihr Futter suchen müssen und dafür arbeiten. Wenn Lotte die Treats akzeptiert, sollen diese an verschiedenen Stellen deponiert werden und sie soll arbeiten, um diese zu finden. Ich sehe keinen Sinn für Lottchen darin und werde das nicht praktizieren.

    Die Anregung mit dem schrittweise sich Nähern an den Käfig finde ich gut und will auch versuchen, sie dahin zu bekommen, dass sie zu jeder Zeit sich reinsetzen lässt. Sie hat von meiner Seite NIE erfahren müssen, dass der Verbleib im Käfig etwas "BÖSES" ist. Zu keiner Zeit wurde er als Strafe benutzt und trotzdem geht sie nie freiwillig hinein. Oft sitzt sie auf der geöffneten Käfigtür wenn sie ihre Ruhezeit ausübt, aber hinein geht sie nicht. Auch jeder Versuch, sie spielend hineinzusetzen, klappt nicht. Hier wäre ich schon dankbar, wenn das einen Erfolg bringen würde.

    Bis auf das Setzen in den Käfig hat mir die schulmeisterhafte Belehrung nichts gebracht. Das meiste Wissen, das mir vermittelt werden sollte, war mir bereits bekannt, nicht zuletzt durch die vielen Tipps und Hinweise von EUCH und die vielen Bücher die ich studiert habe, und auch aus eigener Erfahrung.

    Es war ein Versuch, den ich nicht wiederholen werde denn da, wo ich die Hoffnung hatte, dass es eine Lösung gibt, konnte man mir nicht weiterhelfen. Und der Satz "egal wie lange Lotte es noch macht, man kann sie immer noch ändern" löst in mir Unbehagen aus und ich frage mich: "WOZU"?

    Was mir bis heute immer noch Rätsel aufgibt ist die Tatsache, dass ich das Verhalten von Lotte nach dem Eintreffen von Frau XXX nicht einordnen kann. Es war nicht das typische Anzeichen des Beginns eines Anfalls, den ich zur genüge kenne, sondern ein unheimliches Verhalten, das mit dem Erbrechen endete. Bei keinem anderen Fremden hat sie sich je so verhalten. Vielleicht tu ich jetzt der Frau XXX Unrecht, aber ich beziehe das auf ihre Person. Und das Überdrehtsein am nächsten Tag ist auch untypisch.

    Lottchen geht es zur Zeit richtig gut und ich hoffe, dass es noch lange so bleibt, mit Frechheiten und Liebenswürdigkeiten.

    Allen ein wunderschönes Wochenende wünschen
    Lottchen und Margaretha
     
  5. #1864 Schnissje, 10. April 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. April 2010
    Schnissje

    Schnissje Guest

    Huhu Ihr Lieben,

    ach was bin ich sooooooooooo froh! Ich habe wirklich auf diese Zeilen gewartet, denn ich glaube jeder von uns kennt Euch 2 ein wenig und ich hätte mir wirklich nicht vorstellen können, dass Ihr Euch derart negativ beeinflussen lasst.

    :trost:





    Es zeigt uns doch wie superklug und weise unser Lottchen ist.

    Und Margaretha ich weiss dass Papageien sehr sensibel sind.
    Schau mal, wir hatten schon öfters Besuch von Thomas Braunsdorf.

    Margaretha wenn er hier ist, das kann sich kein Mensch vorstellen, welches Entzücken und Töne er aus meinen Grauen rausholt. Die sind dann sowas von aufgedreht im Positiven und das zeigen sie Ihm.

    Tiere fühlen eben ob ein selbsternannter oder tatsächlicher Fachmann vor Ihnen steht.

    Ach ich bin sooo stolz auf Lottchen :trost:

    Euch Beiden ein wunderschönes Wochenende
    Petra
     
  6. Tueddel

    Tueddel Stammmitglied

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    Freue mich über die Erkenntnis von Frau Margaretha, nach eigenem Gutdünken zu entscheiden! :jaaa:
    Die Idee mit den Holzspachteln aus der Apotheke ist nicht schlecht (statt Mobiliar!), werd ich wohl auch machen.

    Aber trotzdem will ich wissen, was die Dame über Aspergillose gesagt hat!!!
    *Fuß aufstampf!* :hammer: :D

    Nachsatz: Dass Lottchen sich anschliessend übergeben hat.............., kein Wunder.........., hätte ich sicherlich auch...... :p
     
  7. #1866 Dorith, 10. April 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. April 2010
    Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Hallo Margaretha,

    Kein Mensch ist unfehlbar, auch eine diplomierte Fachfrau nicht. :zwinker: Und in dem kurzen Zeitfenster, in dem sie Lotte beobachten konnte, ist m.E. ohnehin keine zuverlässige Aussage möglich.

    Würde ich auch nicht tun.

    Genau! Auf der einen Seite kämpfst du für jedes zusätzliche Gramm auf der Waage - und dann sollst du sie hungern lassen wegen eines absolut unwichtigen Leckerlies? So ein Ratschlag ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Liebe Margaretha... wie ich dir weiter oben schon schrieb - bleib einfach bei dem, was du bisher gemacht hast und genieße jeden Tag, den du mit Lotte hast. Du machst ganz bestimmt nichts falsch damit!

    Die Ratschläge der Fachfrau mögen für gesunde Vögel durchaus umsetzbar sein, für die schwerkranke Lotte machen sie für mich jedoch keinen Sinn.
     
  8. #1867 charly18blue, 10. April 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. April 2010
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
    Moderator

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    Hallo Margaretha,

    ich kann Dir nur in allen Punkten zustimmen :zustimm:. Du weißt am Besten was für Lottchen gut ist und ich halte diese vorgeschlagenen Veränderungen nicht für gut.

    Das hat mich am meisten geschockt, wie kann ich denn einen Vogel, der schwerkrank ist und eh schon nicht sein Normalgewicht hat hungern lassen? Das geht ja gar nicht!

    Das einzige was ich auch befürworte ist das Spielzeug mit den Baumwollbändern nicht mehr zu benutzen. Ich habe mit den Spielzeugen auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und wir mußte schon einige Male Papageien aus solchen Sachen rausschneiden, weil sie sich drin verheddert hatten und festhingen.

    Auch wenn ich nicht viel schreibe, bin ich in Gedanken sehr oft bei Euch und bange immer mit, wenn es "unserer Kleinen" mal schlecht geht.

    Ganz liebe Grüße und ein dickes Küßchen an Lottchen.

    Susanne
     
  9. #1868 Flugbegleiter, 10. April 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. April 2010
    Flugbegleiter

    Flugbegleiter Lotte-Fan

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    Liebe Margaretha,
    ich bin sehr froh, dass du dich nun so entschieden hast und nicht alles umsetzt, was dir Frau XXX empfohlen hat :trost:.
    Ich selbst hatte auch kein gutes Gefühl, als ich diese ganzen Änderungen gelesen habe. Habe meinen Kommentar aber bedeckt gehalten, weil ich selbst keine Ahnung von Grauenhaltung habe. Alle Grauenfreunde hier sprechen aus Erfahrung und haben sich gegen die teilweise krassen Änderungen ausgesprochen. Und zuguterletzt hast du selbst sehr lange Papageienerfahrung und kennst Lotte am besten.
    Ich freue mich sehr, dass du zu Lotte's Bestem entscheidest, indem du nicht alles praktizieren wirst, was du von Frau XXX gesagt bekamst.
    Du selbst und die Grauenleute hier kennen Lotte besser als ein Mensch, der noch nie mit ihr zu tun hatte und darum keine optimalen Empfehlungen aussprechen kann.
    Bitte gib Lotte ein Küsschen von ihrem Fanclub und bleibt, wie ihr seid :prima:.
     
  10. barbara

    barbara Banned

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    Hallöli, Ihr LIEBEN-

    auch ich gebe Euch und unserer Margaretha in allen Punkten recht.
    JAN FENELL, eine Hundespezialistin beschreibt übrigens die Reaktionen von Hunden ähnlich, wenn sie dominant das Zuhause von ratsuchenden Menschen betritt.

    Hochintelligente Tiere scheinen ein untrügliches Gefühl dafür zu besitzen,wenn es um sie und
    entscheidende Veränderungen geht...
    Auch die, damit einhergehende Verunsicherung ihrer Bezugsperson nehmen sie deutlich wahr und reagieren entsprechend.

    Liebe Grüße von Eurer barbara-
    uns ALLEN ein schönes Wochenende
     
  11. Schnissje

    Schnissje Guest

    Wieso sind hier Beiträge unter anderem der von Margaretha WEG????


    Gehts noch????
     
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