Graupapagei oder Gelbbrustara?

Diskutiere Graupapagei oder Gelbbrustara? im Aras Forum im Bereich Papageien; Hallo, Als mein Kupel bei mir zu Besuch war, war er von meinen beiden Nymphensittichen sofort begeistert. Er hat beschlossen sich einen größeren...

  1. HannesXD

    HannesXD Mitglied

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    Hallo,
    Als mein Kupel bei mir zu Besuch war, war er von meinen beiden Nymphensittichen sofort begeistert. Er hat beschlossen sich einen größeren Papageien anzuschaffen. Er weiß, dass ein Papagei sehr viel "dreck" macht und Zeitaufwendig ist. Da er zur Zeit kein Internet hat, stelle ich mal ein paar Fragen.

    Er kann sich nicht zwischen einen Gelbbrustara und einem Graupapagei entscheiden. Welchen würdet ihr meinem Kumpel empfehlen?
    Was ist der "normale" Preis für einen Gelbbrustara bzw. Graupapagei?
    Sind sie sehr laut?

    Lg HannesXD
     
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  3. #2 charly18blue, 10. Februar 2014
    Zuletzt bearbeitet: 10. Februar 2014
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
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    Hallo Hannes,

    ich empfehle Deinem Kumpel sich erstmal schlau zu machen was er sich da anschaffen möchte. Zum einen sollten es immer zwei Papageien sein, gegengeschlechtlich und blutsfremd - Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen, da nicht artgerecht, Papageien sind Schwarmtiere -, zum anderen sind Aras auf keinen Fall für eine Wohnungshaltung geeignet. Das grenzt an Tierquälerei sich so ein Tier anschaffen zu wollen und in einer Wohnung halten zu wollen und dann noch in Einzelhaltung. Lies mal bitte hier KLICK und hier sind noch mehr Themen zu finden, die wichtig sind KLICK.

    So nur mal angenommen Dein Freund entscheidet sich für 2 Graupapageien (von den Aras wollten wir jetzt mal gar nicht reden) dann muß er einen Preis zwischen 1800 und 2700 Euro rechnen, der letztere wäre dann der Zoofachhandel. Dazu kommt eine ausreichend große Voliere, mit den Mindestmaßen 2 x 2 x 1 m, da kann er locker auch nochmal ca. 700-800 Euro rechnen. So dann kommt eine Ankaufsuntersuchung beim vogelkundigen Tierarzt, schau mal hier KLICK, darauf sollte ein Papagei getestet sein. Das macht nochmal ca. 600 Euro. Dazu kommt das tägliche frische Obst und Gemüse (mehrere Sorten, nicht nur 1 Stück Apfel, das geht nicht), gutes Körnerfutter, Spielzeug. Dann muß man die jährliche Kontrolluntersuchung beider Vögel rechnen, sollte man mit Großpapageien machen und was ist wenn ein Vogel mal krank wird, das kann schnell in vierstellige Bereiche gehen.

    So nun frag Deinen Kumpel mal ob er sich das leisten kann, ob er den Platz hat - mindestens 1 Vogelzimmer für 2 Papageien, noch besser eine Außenvoliere dazu. Was macht er wenn er in den Urlaub fährt, wer versorgt die Vögel?

    Fazit: Man kauft sich nicht mal eben so auf die Schnelle einen Papagei. Viel zuviele dieser wunderbaren Tiere werden schnell zum Wanderpokal, weil man merkt, dass es Arbeit ist, viel Geld kostet....
     
  4. HannesXD

    HannesXD Mitglied

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    Hallo,
    Er weiß das es viel arbeit macht, Papageien zu halten und das Geld hat er auch.
    Ich kann ihn ja mal Fragen, wie er sich das mit dem Papagei vorstellt, wenn ich ihn am Mittwoch wieder treffe.

    Lg Hannes
     
  5. #4 charly18blue, 10. Februar 2014
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
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    Wenn er das weiß, müßte er aber mehr Details wissen, ich gehe mal davon aus, dass er total ahnungslos ist was die artgerechte Haltung usw. angeht.

    Und erzähl ihm gleich, dass es auf jeden Fall Zwei sein müssen.
     
  6. papugi

    papugi Foren-Guru

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    Hallo Hannes,
    gut, dann lade deinen freund mittwoch gleich hier zu uns aufs internet ein damit er seine fragen stellen kann...er wird bestimmt schnell antworten bekommen...direkt austauschen ist besser als undirekt...er konnte ja denken du ubertreibst :))

    geld ist ja nicht alles..platz, zeit, ausdauer, aufopferung muss man schon haben wenn man papageien halten will :))
    auch ein bisschen informiert muss man sein ansonsten ernahrt man sie schlecht und es gibt dramatische folgen.
     
  7. #6 Kosta1982, 10. Februar 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Februar 2014
    Kosta1982

    Kosta1982 Mitglied

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    Ohne Ahnung sollte er sich keine der beiden Arten anschaffen , und allein deine Fragestellung zeigt das null ahnung vorhanden ist . Daher wohl am besten Nen Plüschpapagei
     
  8. alfriedro

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    Mal ne andere Frage:

    Was will der Kupel mit einem Papagei?
     
  9. harpyja

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    Hallo Hannes,

    wie schon einige geschrieben haben, klingt es etwas, als hätte dein Kumpel die Tage mal deine Vögel gesehen und dachte sich dann ziemlich spontan, er will auch welche, nur größere, und Ara und Graupapagei waren die ersten, die ihm eingefallen sind. Auf die Haltung solcher Arten sollte man sich wohl besser über mehrere Monate vorbereiten, und wenn man diese Arten erstmal gut kennt, fällt auch die Entscheidung nicht mehr schwer. Und dabei sollte man auch berücksichtigen, dass man sich von diesem Vogel nicht ein paar Tage, sondern auch schon mal 50 Jahre anschreien lassen muss, denn die werden etwas älter als Nymphen.
    Vor allem sind Graue und Gelbbrustaras einfach mal völlig unterschiedliche Vögel, sowohl von den Ansprüchen als auch der Ernährung, dem Charakter... Da kann man nicht empfehlen, das wäre, als gehst du mit Führerschein mit 17 ins Autohaus und fragst: "Soll ich lieber einen Maserati oder Ferrari nehmen?"
     
  10. CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo Hannes,

    vielleicht wäre es auch ganz gut, dass er sich erst einmal im Internet über die Arten informiert. Hier schreiben so viele Papageienhalter und schildern über Probleme mit Papageien als auch schöne Erlebnisse. Hier werden so viele Fragen gestellt und gerade bei den Graupapageien gibt Tierfreak wichtige Informationen überhaupt zu Graupapageien. Da geht es um Überlegungen, Anschaffungen vor dem Kauf, Ernährung, ..., die mit Sicherheit auch die anderen Moderatoren in ihren Papageienarten geschrieben haben.

    Gerade Susanne ist im Bereich Vogelkrankheiten tätig und wenn man da alles liest, hat man zuminest einen gewissen Eindruck, was für Krankheiten auf einen zukommen können. Gerade die Aspergillose ist so eine Krankheit, die durch Haltungsfehler entstehen kann.

    Vor allem ist es aber auch gut, wenn man sich vor der Anschaffung mal Papageien über Stunden, Tage oder Wochen live anschaut und versorgt.

    Richtige Papageien sind mit Sittiche nicht gerade zu vergleichen.

    Und was die Lautstärke anbelangt, gibt es da auch zwischen den Arten als solches große Unterschied. Kommt auf deren Laune, Haltungsbedingungen, etc. an. Viele denken, je mehr Papageien man hält, desto lauter sind sie. Ich dagegen, halte derzeit 5 Kongos und kann sagen, dass diese ruhig und harmonische Tiere sind. Kommt halt immer drauf an, wie sie sich untereinander verstehen, wie stark sie auf den Mensch fixiert sind.

    Gerade bei Einzelhaltung kommt es zu seelischen Probleme, wenn die Bezugsperson nicht nonstop da ist. Daher auch zu zweit halten oder mehr.
     
  11. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    :huh: Was sind denn jetzt "richtige" Papageien? Sind das die, die richtig groß, richtig laut, richtig bissig oder richtig sprachbegabt sind?

    Rein zoologisch sind Wellensittiche "echte" Papageien. Es ist nicht so, dass sie weniger Ansprüche haben, als die Großen, aber sie halten mehr aus. Dann sind die doch die "richtigen" Papageien für Leute, die keine Ahnung haben und auch nicht mehr Ahnung haben wollen. Das wahr natürlich zynisch gemeint. Es gibt wohl immer noch Wellensittiche, die Einzelhaft im Minikäfig haben und nur einen Spiegel als Trost, so wie es Graupapageien und Aras zuhauf gibt, die als Spielzeug und Schmusetier herhalten und "Hallo Arschloch" sagen können müssen. Das ist ja sooooo süüüüüß und auch so lustig. Das sind dann die Kandidaten, die als erste schreien, dass die Ohren wegfliegen, jedem Besucher oder Familienmitglied bis auf den Knochen beißen oder sich selbst die Federn ausreißen. Und weil so einer gar nicht mehr süß ist, kommt er in den Keller. Man kauft ihn als "Baby", weil man ihn dann besser "zähmen" kann. Spätestens nach drei Jahren rächt sich das.

    Wellensittiche siechen vor sich hin und beklagen sich kaum. Die Wüste Australiens hat sie das Leiden gelehrt. Ebenso die Nymphensittiche, die aber schon mehr Nachdruck in ihre Bedürfnisse bringen. Sie werden ebenfalls gerne Schreier und Rupfer. Aber sie sind äußerst friedfertig und deswegen wird so einer nicht in den Keller gebracht.

    Großpapageien gehören nicht in einen Käfig, nicht in ein Wohnzimmer und auch nicht in Einzelhaft. Das halten sie nicht aus. Beziehungsabhängigkeit zu einem Mensch macht sie früher oder später zwangsneurotisch. Falsche Ernährung macht ihnen beizeiten Krankheiten, die nicht selten in Rupferei münden. Schlechte Luft und Bewegungsmangel macht ihnen Krankheiten der Atmungsorgane, die sich auch durch die Knochen ziehen.

    Punkt :whip:
     
  12. CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo Alfriedo,

    sicherlich zählen die Wellensittiche zu den Großpapageien. Mit meinem Satz wollte ich eigentlich nur ausdrücken, dass man die kleineren Arten, die oftmals mit sittich enden, mit den größeren Arten nicht vergleichen kann. Genauso wenig wie man einen Grauen mit einem Ara auf die gleiche Stufe stellen sollte :-).

    Ich hatte selbst mal einen Sonnensittich, der eher zu meinen ruhigeren Arten gehörte. Doch heute, wenn ich mir so Beiträge lese oder eben auch Videos von ihnen anschaue, wird mir immer klarer, meiner war nur einer der ruhigeren Sorte als es üblich ist.

    Ich halte einen kleinen Schwarm von 5 Papageien (2 Nominat, 2 grüne Kongos und einen Timneh (wenn alles klappt, dann bald 2)) und meine leben im Dauerfreiflug bzw. Dauerfreigang. Habe allerdings noch zwei Volieren und einen Spielkäfig, damit ich sie bei gutem Wetter auf den Balkon lassen kann. Wenn es nach mir gehen würde, wäre der Balkon vergittert, nur die Gemeinschaft lehnt es ab.
     
  13. #12 Alfred Klein, 12. Februar 2014
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    alfríedo, wir sind zwar nicht oft einer Meinung aber diesmal gebe ich Dir vollkommen Recht.
     
  14. harpyja

    harpyja Foren-Guru

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    Gut geschrieben :zustimm:
     
  15. #14 Cyano - 1987, 12. Februar 2014
    Cyano - 1987

    Cyano - 1987 Foren-Guru

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    harpyja hat es zwar schon mal geschrieben, aber das war im Text etwas versteckt:

    Wenn man sich für Großpapageien entscheidet, ist dies eine Verpflichtung für mehrere Jahrzehnte, also wahrscheinlich viel mehr als 30 Jahre.
    Schon bei Großsittichen hat man mit 20 bis 30 Jahren zu rechnen.

    Wenn man sich dann auch noch für eine Art entscheidet, die in der Natur selten ist, dann sollte man auch schon über genügend Erfahrung verfügen, um zu züchten.

    Wenn man Anfänger ist und viel Platz hat, dann sollte man lieber einen kleinen Schwarm Wellis, Nymphis, Agaporniden oder kleinerer Großsittiche halten, weil dies deren Sicherheitsbedürfnis mehr entspricht.
    Natürlich haben große Papageien eine enorme faszinierende Wirkung. Wer schon mal Nase an Schnabel mit einem Hyazinth-Ara, Ararauna oder großem Kakadu war, wird das in seinem Leben nicht vergessen und davon träumen, welche zu besitzen.
    Aber schon mit den kleineren Großpapageien geht man eben eine enorme Verpflichtung ein.
     
  16. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Ja, gerade heute traf ich jemanden, der mir erzählte, er habe erst einen (Fund-)Wellensittich gehabt, der fast 20 Jahre alt wurde - alleine mit "seinen" Menschen" - und jetzt noch einen "Rosenpapagei" (der sich am Ende als Rosenköpfchen rausstellte, wie der Halter selbst sage "die gehören zu den Unzertrennlichen").
    Beide Vögel lebten aber nacheinander alleine bei dem Halter.


    Wichtig bei der Anschaffung:

    1. Erst informieren.
    Ruhig über mehrere Arten. In Büchern, auf speziellen Internetseiten über die Art, Videos über die Art schauen (Wildleben und Haltung), Bilder zur Haltung im Netz suchen (Unterbringung, Freiflug/ Beschäftigung, ggf. Naheverhalten usw.).

    2. Bedürfnisse der einzelnen Arten recherchieren: Futter, Platzbedarf, Gemeinschaft (zu zweit, in der Gruppe, Geschlechterverteilung (bei Papageien eigentlich immer: Gegengeschlelchtlich, also Männchen und Weibchen zusammen; keine Geschwister), Flug- und Nageberüfnis, andere Besonderheiten.

    3. Eigene Möglichkeiten überlegen: Wie viel Platz kann und will man anbieten, wo (Freiflug im Wohnzimmer oder im eigenen Flugzimmer oder Außenvoliere mit Schatzhaus oder Innen-/Außenvoliere kombininert, z.B. in ein kleines Flugzimmer als Innenvoliere führend). Lärmempfindlichkeit überlegen, Putzbereitschaft überlegen (bei viel Frischkost muss die größer sein als bei vorwiegenden Körnerfressern; bei denen kommt dann eher der Staubsauger als der Wischmopf zum Einsatz ;)).

    4. Lebenserwartung der Art bedenken: Wie lange kann und will man den Vogel halten; was passiert ggf., wenn man den Vogel nicht mehr halten kann, er aber noch viel Lebenszeit vor sich hat?

    5. Spezielle Probleme, die die Art hat (Krankheitsanfälligkeiten etc.) oder macht (Nagen und dabei ggf. Möbel zerstören oder flüssiger Kot - in Wohnräumen nicht ganz so toll) überlegen und bedenken, ob man damit leben bzw. umgehen kann.

    6. Zeitbedarf pro Tag überlegen. Einige Arten fordern mehr Zeit ein als andere (Beschäftigung, Aufsicht, Pflege/ Säuberung der Umgebung und des Käfigs).

    7. Urlaubsbetreuung: Ist ggf. bei kleinen oder verbreiteten Arten einfacher (zu finden/ organisieren) als bei großen und nicht so häufigen.

    8. Verantwortung: Will ich diese Vögel wirklich die nächsten 10 (Wellensittiche) bis 20 (Nymphensittiche) oder 30 bis 50 Jahre (Graue und Aras) halten?
    Kann ich das und wer macht das nach mir?
    Ändern sich meine Lebensumstände ggf., muss ich berufsbedingt den Wohnort wechseln oder bin ich irgendwann die Woche über unterwegs etc.? Wer kümmert sich dann um die Vögel?

    9. Üben.
    Kann ich die Haltung erst mal üben, z.B. Papageien von Bekannten kennenlernen und ggf. erst mal deren Urlaubsbetreuung übernehmen?

    Hier mal eine Liste der Links zu Graupapageien.

    Irgendwo gab es hier auch noch ein Video von "Tiere suchen ein Zuhause" über eine Graupapageienhalterin, in dem ihre Wohnung einige Einschränkungen aufgrund des Vogels hinnehmen musste (ich weiß jetzt gerade nicht mehr, ob dieser Vogel einen Partner hatte. Hätte er aber haben sollen.:zwinker:

    Das A und O bei allem ist die ehrliche Beantwortung der Frage, "möchte ich diese Vögel wirklich halten, oder habe ich nur eine Idealvorstellung von der Haltung, die sich so gar nicht realisieren lässt und uns beiden (den Vögeln und mir) das Leben recht sauer machen würde?"
     
  17. HannesXD

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    Hallo,

    Ich habe mich (wie bereits geschrieben) mit meinem Kumpel getroffen. Er hat sich die letzten Tage ausgiebig über mehrere Papageienarten informiert. Außerdem war er in einer Tierhandlung, hat sich Papageien angeschaut und Bücher über sie gekauft. Er hat mir gesagt, dass er sich gerne Kongo Graupapageien (1 paar) halten würde, da seine Eltern aber gesagt haben, das er die Papageien kaufen soll und sie den Rest (Tierarzt, Futter, ...) bezahlen würden, ist die Auswahl begrenzt. Da Graupapageien zu teuer für ihn sind, möchte er sich jetzt Mohrenkopfpapageien zulegen. Was ist denn der "normale Preis für ein jungen, Futter festen Mohrenkopfpapagei? Kennt ihr Züchter in mv, die Mohrenkopfpapageien züchten? Und habt ihr Tipps zur Haltung?

    Lg Hannes
     
  18. Stephanie

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    Hier mal eine Infoseite für Deinen Freund.

    Wie oben geschrieben, würde ich mir vor dem Kauf sehr gut überlegen, welche Art es wird und warum gerade diese Art.
    Das soll nicht heißen, dass Dein Freund sich keine Vögel anschaffen soll, nur, dass er es lieber bewusst tun sollte und sicher sein sollte, dass er mit diesen Vögeln ein paar Jahre zusammen leben möchte. Und dabei eben auch weiß, was auf ihn zukommt.

    Es wäre vielleicht interessant, wenn Du hier einen Kontakt zu einem Halter in Eurer Nähe finden könntest, so dass Dein Freund sich vorher mal Mohren in der Haltung ansehen kann, dem Halter Fragen stellen und einfach erfahren kann, ob seine Entscheidung danach noch steht oder ins Wanken gerät.
     
  19. #18 Cyano - 1987, 13. Februar 2014
    Cyano - 1987

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    Und er kann sich auch drüben bei den Langflügelpapageien gründlich informieren.
    Da sind ja sehr intensive und interessante Erfahrungsberichte mit vielen Problemen zu lesen.
     
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  21. #19 Tanygnathus, 13. Februar 2014
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    Oberschwaben
    Genau, über Mohrenkopfpapageien kannst Du da viele Berichte lesen.
    Ich selber habe auch Mohrenkopfpapageien, man darf aber nicht denken, dass sie weniger anspruchsvoll sind, nur weil sie kleiner sind.
    Auch was die Käfiggröße angeht, die fliegen gern und brauchen auch Platz.
    Der Preis ist unterschiedlich geht für eine Naturbrut bei ca. 150 Euro los und endet ca. bei 350 Euro für eine Handaufzucht ( Das sind Züchterpreise ).
    Wobei die Weibchen meistens etwas teurer gehandelt werden als die Männchen.
    Aus welchem PLZ Gebiet kommt Dein Freund denn? Vielleicht gibt es ja hier jemand wo er die Vögel mal anschauen kann.
    Wenn Du konkrete Fragen zu den Mohren hast, kannst Du ja gern bei den Langflügelpapageien schreiben.:)
     
  22. alfriedro

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    Ja Mohrenkopfpapageien sind auch keine einfachen Pfleglinge. Jetzt aber mal wieder eine Frage: Warum eigentlich ganz jung und futterfest?

    Papageien sind hoch soziale Tiere. Sie leben in Familienverbänden und je nach Art in Gruppen unterschiedlicher Größe. Jungtiere bleiben viele Wochen, manchmal bis zur ersten eigenen Brut bei den Eltern. Von ihnen lernen sie alles, was sie zum Leben brauchen.

    Züchter setzen die Jungen zu früh ab, weil entweder die Eltern aggressiv gegen die Jungen werden, was schon mal vorkommen kann, aber auf Fehler in der Haltung zurückzuführen ist, oder weil sie mit Leuten gerne Geschäfte machen, die "gaaaanz jung" haben wollen. So ganz junge Papageien kann man so schön "zähmen". Das ist Geldmacherei. Ich lasse meine Vögel, so weit es geht, bis Vollendung der Jugendmauser bei den Eltern. Dann sind sie "erwachsen". Dennoch lernen sie immer noch soziales Verhalten (Rangfolge) etc. Mit der Jugendmauser werden die größeren Papageien aber noch nicht geschlechtsreif bzw. vermehrungsfähig (was ein Unterschied ist). Mit der Geschlechtsreife verändert sich ihr Verhalten. Viele Papageien suchen in der Jugendzeit den Partner für's Leben. Nach dessen Verlust, was ja auch vorkommen kann, suchen sie einen neuen Partner. In dieser Phase sind sie aggressiv. Und sie sind aggressiv, wenn sie Brutabsichten anstreben. Mohrenkopfpapageien besonders.

    Also was will man mit so jungen Papageien? Ist es nicht viel besser, man sucht nach bereits erwachsenen Tieren und versucht eine harmonische Gruppe aufzubauen? Das ist etwas für erfahrene Papageienhalter, die auch über den nötigen Platz verfügen, denn Streitigkeiten muss man möglichst schnell unterbinden, weil sich in einer Voliere keine Ausweichmöglichkeiten ergeben. wenn sich aus einer Gruppe ein Paar absondert, dann hat man das, was man wollen soll, ein blutsfremdes, harmonierendes Paar, das sich selber genügt und keine weiteren Artgenossen benötigt. Wenn man dann noch mit ihnen Nachwuchs bekommt, kann (muss aber nicht) eine ganz schöne Sache sein. Auf jeden Fall muss man bedenken, dass Papageien keine Tiere zum Spielen sind, obwohl es oft den Anschein macht. Jedenfalls nicht für Unerfahrene. Es sind Vögel. Nicht mehr, nicht weniger. Ihr Verhalten ist zwar spezifisch und besonders interessant, aber ihre Fähigkeiten entsprechen denen anderer Vögel. Man darf da keinerlei andere Erwartungen haben. Das würde sie überfordern.

    Wenn Papagei, dann mit einer ordentlich großen Voliere (wesentlich mehr als "Mindestanforderung"), schön gestaltet auch mit Grünzeug (muss gelegentlich getauscht werden), eine Quarantäne- Krankenstation, ein Transportbehältnis und einfühlsame Beobachtungsgabe. Kontakte knüpfen ist erlaubt, soll aber vom Tier ausgehen. Eine naturgemäße Haltung ist für alle Tiere, auch für Papageien, anderer Haltungsideen vorzuziehen.

    Was man nicht tun sollte, ist, den Tieren irgend etwas aufzwingen, was ihrer Natur widerspricht. Das Einsperren ist schon genug Zwang.

    Uff, ein bisschen lang. :+pfeif:
     
Thema: Graupapagei oder Gelbbrustara?
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