Neuigkeiten zum Thema Hauskatzen und Freigang

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joerg

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Ein ganz klare Empfehlung, die EU Mitgliedsstaaten sind aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Freigang für Hauskatzen verboten wird:
"Regarding pet and farm cats, the Nature Directives require EU Member States to ensure that letting them roam free is forbidden and effectively prevented."

Der ganze Artikel vom 27.11.2019: Domestic Cats ( Felis catus ) and European Nature Conservation Law—Applying the EU Birds and Habitats Directives to a Significant but Neglected Threat to Wildlife


Gruß
Jörg
 
Gestern in den Nachrichten hieß es aber daß dies abgelehnt wurde. Entgegen eindeutiger gesetzlicher Regelungen.
 
Wird wohl auch von Belgien und Holland nicht umgesetzt. Letztlich existiert damit aber erneut eine eindeutige wissenschaftliche Aussage. Aber die gibt es ja zu anderen Themen, die die Welt gerne ignoriert auch ....
 
So über den Daumen haben 20% aller Deutschen eine Katze zu Hause. Das sind leide ganz schön viele Wählerstimmen...

Ich fände es schon fantastisch, wenn einfach vorgeschrieben würde, dass Katzen das Grundstück ihres Halters nicht verlassen dürfen. Dann müsste ein Halter einfach mal selbst seinen Garten sichern, statt dass andere sich vor fremden Katzen schützen müssen.
 
Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht über den Rückgang der Wildvögel oder die Bedrohung der Reptilien und Amphibien berichtet wird.
Doch nur darüber zu schreiben ist nicht genug, es muss gehandelt werden, auch wenn es vielen Katzenhaltern nicht gefällt. Mit den Autofahrern resp. Dieselfahrern wird nicht so schonend umgegangen. Wenn unsere Frühlinge erst mal stumm sind, dann ist das Geheule gross...... obwohl, manche Dumpfbacken nehmen das vielleicht gar nicht wahr. Auch die Zulassungsverlängerung von Glyphosat ärgert mich sehr.

Unsere Artenvielfalt (die allerdings schon grösser war) ist ein Reichtum... man sollte das nur rechtzeitig erkennen bevor es zu spät ist.

Aber ich schrieb ja schon ein paar mal: die Katzen sind hierzulande heiliger als die Kühe in Indien.
Ein Freigangverbot würde ich sehr begrüssen, denn auch ich beobachte dass die Vögel bei uns im Garten immer weniger werden. Obwohl wir diverse Vogelschutz- und Vogelnährgehölze im Garten haben. Pestizide kamen in den 35 Jahren in denen ich hier wohne nie zum Einsatz.

Dann das Geschrei, obwohl ich nur erwähnt habe, dass ich mit dem Gartenschlauch die Katzen nass spritze - sofern ich sie erwische - das wäre Tierquälerei. Was ist es dann, wenn man wissentlich seine Katze Vögel und andere Tiere töten lässt, oftmals werden sie sogar halb tot liegen gelassen, und erleiden einen schmerzhaften und qualvollen Tod. Katzenhalter nehmen das billigend in Kauf. Als Antwort bekommt man nicht selten zu hören oder zu lesen, der Mensch wäre das schlimmste Raubtier auf der Erde. Das mag ja stimmen, nur brauchen wir dann nicht noch mehr die Schaden in der Natur anrichten. Beispiel: wenn Bankräuber einen Riesenraub in einer Grossbank ausüben, darf ich dann unsere Sparkasse ausrauben mit der Bemerkung: die anderen Räuber sind doch viel schlimmer ?
 
So über den Daumen haben 20% aller Deutschen eine Katze zu Hause. Das sind leide ganz schön viele Wählerstimmen...
Und, hat das bei den Bestimmungen für Hunde geschadet, obwohl die von vielen einfach ignoriert wird? Es müsste für alle Tiere ein Nachweis vorgelegt werden in dem auch die Haltungsbedingungen erfasst werden. Wenn ich einen Hund mit Jagdtrieb einfach laufen lassen gibt es empfindliche Strafen, auch Frettchen bekommen keinen Freilauf. Es heißt Haustier und nicht Freilauftier.

Und ich habe manchmal das Gefühl das zwar Katzenhalter dahinter Stecken aber im Background durch die entsprechende Industrie getriggert werden. Auch die Medien sind an dieser Misere nicht unschuldig, siehe Tiere suchen ein zu Hause und Tierheime legen bei der Vermittlung Wert auf Freigang.

Freigänger Katzen sind bequemer, den Dreck und Ärger haben Andere. Ich weine keiner Katze nach die überfahren wird. In anderen Ländern steht sie auf der Speisekarte.
Was ist der Unterschied zwischen Katze, Kaninchen, Gans oder Ente, alles sind Haustiere und Kaninchen, Gänse und Enten landen in der Pfanne so wie in Peru die Meerschweinchen?

Es ist eine verdammte Doppelmoral.
 
Überall erfolgt eine "Regulierung" des Bestandes. Waldschnepfe darf gejagt werden obwohl ein Listenvogel nur diese verdammten verwilderten Hauskatzen nicht und dann werden sie auch noch gefüttert, dabei gäben sie doch einen schönen Weihnachtsbraten ab.
 
Sehr gut...das wäre doch mal etwas Neues...im Ernst..
Haben wir nicht einen Koch unter uns, der da mal ein kleines Rezept für ein Katzenragout hervor zaubert und öffentlich macht? Testesser könnten dann auch gesucht werden?
Meerschweinchen werden in Südamerika ja auch als essbare Haustiere gehalten, da bietet eine Katze ja eine Menge mehr an Nahrung.
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Katze schmeckt genau wie Kaninchen. Daher müssen Kaninchen auch immer mit Kopf verkauft werden, damit man sehen kann, dass es eben keine Katze ist. Da gab es mal in grauer Vorzeit Fälle, wo aus Frankreich Katzen als Kaninchen verkauft wurden.
 
Sehr gut...das wäre doch mal etwas Neues...im Ernst..
Haben wir nicht einen Koch unter uns, der da mal ein kleines Rezept für ein Katzenragout hervor zaubert und öffentlich macht? Testesser könnten dann auch gesucht werden?

Ganz neutral aus fleischhygienischer Sicht:
Ich glaube, die Medikamentbelastung ist bei Hauskatzen so hoch, dass ihr Fleisch nicht als unbedenklich eingestuft werden kann.
Vor dem Verzehr müsste man es außerdem auf Trichinen untersuchen lassen, bei der Verarbeitung muss auf Schutz vor Bandwurmeiern geachtet werden und das Fleisch müsste unbedingt durchgegart werden.

Davon ab:

Es fasziniert und erschüttert mich bis heute: Es gibt Tiere zum Essen und zum Liebhaben. Tiere zum Liebhaben müssen bestens gepflegt werden, Tiere zum Essen müssen nur überleben, dass sie gerade eben nicht verrecken, bevor man sie Essen kann.

Huhn als Ziervogel, aus: Mindestanforderungen an die Haltung von Hühnervögeln: [...] 3. für mittelgroße bis große Hühner pro Paar 18qm Grundfläche × 2,5m Höhe.
Huhn als Nutztier, aus: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft / Legehennen: Bodenhaltung: 0,11qm Stallfläche pro Legehenne, kein Auslauf.

Es erschüttert mich.

Ergo: Esst mehr Katzen!
 
Hallo!
Zu post 1
Wünschenswert, würde die Forderung auch in die Tat umgesetzt werden, aber diese " Art Mühlen" mahlen leider noch viel zu langsam.
Im wesentlichen aus dem Text für nicht engl. lesende User.
Streunende und wilde Katzen sind zu entfernen oder zu kontrollieren, wenn sie eine Bedrohung für geschützte Arten und / oder Standorte darstellen.
In Bezug auf Heim- und Nutzkatzen schreiben die Naturschutzrichtlinien vor, dass die EU-Mitgliedstaaten dafür sorgen müssen, dass das freie Durchstreifen verboten und wirksam verhindert wird.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo,
es ist schon erstaunlich wie unbelehrbar Katzenhalter sind. Mein verlotterter Nachbar hat dieses Jahr ca. 20 Katzen produziert. Interessiert niemanden.
Vor Wut habe ich einen über 2m hohen Zaun errichtet, was die Katzenmenge, auf meinem Grundstück, zumindest verringert.
Für unseren winzigkleinen Hund muss ich Versicherung + Steuern zahlen und ihn chipen lassen. Der Kleine kann niemanden etwas tun.
Die Schäden durch die Katzen, auf meinem Grundstück, ersetzt einen niemanden. Mein Sohn hat 4 Katzen ( bäh ), sind alles Wohnungskatzen und wirken
sehr zufrieden.
Über Jahre habe ich Wildvögel gefüttert, habe es jetzt allerdings eingestellt, da ich vermutlich die Katzen gefüttert habe und den Wildvögeln wohl eher geschadet habe.
 
Wenn ich einen Hund mit Jagdtrieb einfach laufen lassen gibt es empfindliche Strafen,
Das wage ich zu bezweifeln. Das mag lokal so sein, überwiegend aber wohl eher nicht.

Überall erfolgt eine "Regulierung" des Bestandes. Waldschnepfe darf gejagt werden obwohl ein Listenvogel
"Listenvogel" oder nicht sagt eigentlich nicht wirklich etwas über die Seltenheit einer Art aus. Diese Roten Listen sind m. E. eher medienwirksame Instrumente der Naturschutzpolitik, aber das ist ein anderes Thema. Die Waldschnepfe ist jedenfalls alles andere als gefährdet und ein generelles Jagdverbot in Deutschland hätte keinerlei positive Auswirkungen für die Art. Gleichwohl kann man sich natürlich fragen, ob die Schnepfe bejagt werden muss, m. E. nicht.

Zum Thema Katzen möchte ich anmerken, dass diese von Natur aus Einzelgänger sind und nicht wie ein Hund eine so intensive Beziehung zu Menschen aufbauen. Sie haben ein Revier, zu dem - wenn man sie artgerecht halten will - auch der Garten gehört. Und der Jagdtrieb ist nunmal da. Wollte man hier wirklich Positives für die heimische Vogelwelt tun, würde man das Abschussverbot im Wald (das die meisten Bundesländer wohl inzwischen haben) in die Tonne treten, wobei phänotypische Wildkatzen zu schonen wären. Die getöteten Kohlmeisen im Hausgarten sind doch nur ein gefühltes, ganz sicher aber kein wirkliches Artenschutzproblem.

VG
Pere ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Freigänger Katzen sind bequemer, den Dreck und Ärger haben Andere. Ich weine keiner Katze nach die überfahren wird. In anderen Ländern steht sie auf der Speisekarte.
...
Es ist eine verdammte Doppelmoral.
Du hattest nie eine Katze, Dich wohl auch nie näher mit ihrem Wesen, Ansprüchen etc. auseinandergesetzt. Du verteufelst sie und weinst keiner überfahrenen Katze nach. Soweit so klar.

Mit Blick auf Dein Profilbildchen, das einen bewusst fehlgeprägten Schwarmvogel zeigt, sollten wir vielleicht doch lieber auf der Sachebene diskutieren. Und da wäre es am sinnvollsten, ein zu weites Eindringen von Hauskatzen in Wald und Feld zu unterbinden sowie herrenlose Katzen in Tierheimen entsprechend zu "behandeln".

VG
Pere ;)
 
Hallo!
Zu post 1
Wünschenswert, würde die Forderung auch in die Tat umgesetzt werden, aber diese " Art Mühlen" mahlen leider noch viel zu langsam.
Im wesentlichen aus dem Text für nicht engl. lesende User.
Streunende und wilde Katzen sind zu entfernen oder zu kontrollieren, wenn sie eine Bedrohung für geschützte Arten und / oder Standorte darstellen.
In Bezug auf Heim- und Nutzkatzen schreiben die Naturschutzrichtlinien vor, dass die EU-Mitgliedstaaten dafür sorgen müssen, dass das freie Durchstreifen verboten und wirksam verhindert wird.

Das war noch etwas strenger formuliert und ging bei der "google" Übersetzung verloren:
In Bezug auf Haus- und Hofkatzen fordert "Nature Directives" die EU-Mitgliedstaaten auf, Freigang zu verbieten und effektiv dafür zu sorgen, dass freies Durchstreifen wirksam verhindert wird.

Ja, ist leider in Englisch und nicht jeder wird es gelesen haben. Aber das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Forderungen in Sinne der Umwelt aufgestellt und von unseren Regierungen ignoriert werden bzw. dass klar gesagt wird, dass solche Forderungen nicht umgesetzt werden.
 
Ärgere mich auch, wenn die Katze meines Nachbarn um die Ecke linst, wenn "meine" Wildvögel am futtern sind, allerdings bezieht sich die Wut auf die Halter und nur auf diese. Ich klatsche nicht in die Hände, wenn ich eine Katze tot auf der Strasse sehe, ganz im Gegenteil, was können die Katzen dafür, wenn ihre Halter nicht für einen Cent denken können bzw. wollen, frech und unverschämt werden, wenn man das Thema anspricht. Selbst wenn ein Freigang Verbot gesetzlich geregelt werden würde, wer soll das kontrollieren, ist ja auch kostspielig Und selbst wenn...es würde nichts ändern, gar nichts.
Sich über tote Katzen freuen zu können, na ja, das muss jeder für sich selbst entscheiden....mir persönlich geht das zu weit.
 
Das sehe ich halt auch so. Ändern wird so ein Verbot vrmtl garnichts. Wer soll es kontrollieren etc? Wem gehört die Katze, die der Ordnungshüter grade gesehen hat? Kein Halsband, kein Chip, keine Steuermarke o.ä
Die Umsetzung dieses Verbote würde den Staat wahrscheinlich Millionen kosten an Gehältern, Verwaltungskosten etc. Es besteht keinerlei wirtschaftliches Interesse daran bzw entsteht dadurch kein Mehrwert, der sich rechnet, also kostet es nur Geld und ist somit staatlich betrachtet uninteressant.
 
Du hattest nie eine Katze, Dich wohl auch nie näher mit ihrem Wesen, Ansprüchen etc. auseinandergesetzt. Du verteufelst sie und weinst keiner überfahrenen Katze nach. Soweit so klar.

Mit Blick auf Dein Profilbildchen, das einen bewusst fehlgeprägten Schwarmvogel zeigt, sollten wir vielleicht doch lieber auf der Sachebene diskutieren. Und da wäre es am sinnvollsten, ein zu weites Eindringen von Hauskatzen in Wald und Feld zu unterbinden sowie herrenlose Katzen in Tierheimen entsprechend zu "behandeln".


Nein ich hatte ich hatte weder Katze, Hund, Hamster oder ähnliches. Ich verteufel die Katzen nicht, sie sind vom Menschen zu dem gemacht worden aber nachweinen tue ich ihr nicht. Ich freue mich über kein totes Tier aber ich bin froh wenn Nachbars Katze nicht mehr die Singvogelpopulation mordet.
Naturschutz: Schaden Katzen unserer Vogelwelt?


Was ich hier in der Umgebung sehe werden Freigänger nur aus Bequemlichkeit herangezogen. Eine Katze die im Haus wohnt muss einen Zweite als Spielgefährtin haben und der Mensch muss auch für Beschäftigung sorgen, genau wie bei Sittichen und Papageien. Aber das wollen die meisten nicht.

Wie kommst Du auf die Idee das mein Profilbild einen fehlgeprägten Vogel zeigt nur weil ich bestimmte Techniken der Bildbearbeitung beherrsche? Aber Danke ich nehme es als Kompliment. Du weist über meine Haltung nichts aber urteilst.

Ich habe alles Abgabevögel hier, die mehr oder minder ihre Macken haben und zum Teil kenne ich die Vorgeschichten nicht. Vorschnelle Urteile führen zu Missverständnissen.

Aber die Doppelmoral bleibt. Es wird zwischen guten und schlechten Tieren unterschieden. Die einen müssen Artgerecht auf Kosten anderer Arten gehalten werden und auch noch mit Fleisch aus Massentierhaltung gefüttert.

Tut mir leid, da fehlt mir jedes Verständnis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach ja,und die Rote Liste sollte ernst genommen werden sonst geht es vielen Arten so wie Riesenalk und allen anderen ausgestorbenen Arten. Wie es aussieht hältst Du weder etwas von Artenschutz noch Naturschutz.
 
Thema: Neuigkeiten zum Thema Hauskatzen und Freigang

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