Sind LIANEN giftig?

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Mari66

Mari66
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Hallo,
sind Lianen aus der Au giftig? Habe schon im VF und bei Wikipedia geschaut, aber keine Antwort gefunden. Ich würde die (morschen) Lianen gerne ins IV und AV für meine beiden GRAUPAPAGEIEN hängen. (Gemeint sind diese "Tarzan"-Lianen).Kennt sich wer aus?
 
Zuletzt bearbeitet:
Morsch

Ich würde überhaupt kein morsches Zeug zu meinen Papageien hängen.
 
Warum nicht morsch?

Morsches Zeug ist doch gut zum zerschreddern und als Nistmaterial, oder?
 
Man bekommt schon frische Obstzweige oder Weidenzweige. Die mögen das Mark unter der Rinde. Als Nistmaterial würde ich sauberes Bucheneinstreu geben. Ansonsten nur frische Äste.
 
Danke, Angie 1912.
Trotzdem bleibe ich hartnäckig bei den Lianen: ich hätte sie auch als Ersatz für Seile in die Volieren gehängt. Giftig oder erlaubt? Frisches Zeug haben sie natürlich auch. Momentan: Holler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!

Also ich kenne nur die getrockneten gedrehten Lianen, wie z.B. aus dem Biofuttershop.
Die sind sehr beliebt als Sitzstangen, werden aber auch angeknabbert.

Conny
 
Ich kenne auch Lianen aus dem Zoohandel. Meine Kakadus kriegen die immer, weil sie länger halten als andere Sitzstangen. Wenn es die sind, sind sie bestimmt nicht giftig. Trotzdem ist zum knabbern frisches besser :-) Ich werde mal sehen, ob ich etwas finde in Büchern
 
Ich würde überhaupt kein morsches Zeug zu meinen Papageien hängen.


Ich würde überhaupt kein morsches Zeug zu meinen Papageien hängen.

Sprechen wie hier von "miorschem Zeug" ;) im Originalzustand oder getrocknet?

Getrocknet und gut gewaschen und wieder getrocknet könnte ich mir "morsches (ungiftiges) Zeug" als Nagegelegenheit für Papageien vorstellen. (?)

Im Originalzustand, also feucht, sind glaube ich viele Bakterien und evtl. Pilze daran, oder?
 
Die Liane sieht aus, wie Conny sie beschreibt: getrocknet und gedreht. Durchmesser ist.4cm. Das Teil ist ca. 2m lang. So, wie`s ausschaut ist sie wohl nicht giftig, wenn es soetwas auch im Zoohandel zu kaufen gibt. Wie gesagt: es soll ja auch nur als Sitzstange (Seil) dienen. Zum knabbern gibt´s natürlich frische Äste.
 
Sucht mal nach Clematis (Waldrebe).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, Detlev!
Clematis (=Waldrebe) ist giftig. Efeu auch. Weinrebe nicht. Gehört alles lt. Wikipedia zu Lianengewächsen.
 
Hallo Marie66,

also wenn Detlev Dir einen Wink mit dem Zaupfahl schickt und Du ihm sagst, dass das laut Wikipedia giftig ist, dann hör mal auf ihn (gut gemeinter Rat!!!!!!!!!)
 
Hallo,

unsere Vögel hatten früher Lianen, alte aber noch nicht morsch, kreuz und quer in der Voliere. Es wurde auch (mäßig) dran geknabbert.
War alles bestens.
Geschrubbt habe ich die nie, wie auch alle anderen Zweige, die ich in die Voliere hänge.
 
Das Wort "Liane" bezeichnet lediglich einen Phänotyp und keine verwandschaftliche Gruppe.
Es gibt Lianen aus allen möglichen Pflanzenfamilien und in allen möglichen Giftigkeitsstufen von harmlos bis extrem giftig.
Du müsstest also schon wissen, von welcher Pflanzenart Du redest.
 
Hallo, an alle!
Speziell an Ingo: Ich weiß ja leider nicht, zu welcher Pflanzenart diese Liane gehört, sonst könnte ich das Problem ja lösen!
Was Herbert schreibt, beruhigt mich.
Nochmal genauer zu dieser Liane: es ist so eine "Tarzanliane", die aussieht wie ein Seil. Sie wachsen in den Salzach-Auen.
 
Der Wahrschêinlichkeit nach sollte es sich um Clematis vitalba handeln. Alte, lange tote holzige Teile sind weitgehend harmlos.

Aber:
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Waldrebe enthält das Gift Protoanemonin.
Wie die vielen anderen Hahnenfußarten, die dieses Gift enthalten, bewirkt der Waldrebensaft Entzündungen auf der Haut. Bei innerer Aufnahme erfolgen Entzündungen im Mund- Rachenbereich, es kommt zu Erbrechen und Durchfällen sowie zu Störungen des Nervensystems. Der Patient leidet an Krämpfen und an Reizungen der Verdauungswege und der Nieren.

Tiergiftig:

Waldrebe ist giftig für Rinder und Kühe; Vergiftung ist aber nur zu erwarten, falls die Tiere größere Mengen fressen , was praktisch nicht zu erwarten ist. Weiterhin ist die Pflanze auch giftig für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster und für Vögel. Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Störungen des Nervensystems sowie Entzündungen der Mundschleimhäute.
Für Landschildkröten ist die Waldrebe ebenfalls giftig. Das Gift reichert sich zuerst in der Leber an, bis es zu Symptomen kommt

Entnommen aus: http://www.botanikus.de/Gift/waldrebe.html
 
Vielen Dank, Ingo!
Schweren Herzens gebe ich dieses tolle, urige Teil auf den Kompost!! Hätte gut ausgeschaut in der Voliere! Aber: tolle Lianen und dafür tote Vögel in der Voliere ist natürlich auch nicht Sinn der Sache.
Grüße von Mari66
 
:?
Also, jetzt bin ich so schlau wie vorher. Im Botanikus steht: giftig für Vögel - und jetzt sind sie Nahrungspflanzen für Papageien?? Ich hole meine Liane gleich wieder vom Komposthaufen zurück! (ich trenne mich ja nur ungern davon) . Aber bitte, WO kann ich das nachlesen?
Grüße von Mari66;);)
 
Clematis
Zettelkasten zu Clematis

Efeu:
"Efeu als Papageiennahrung

Inhalt: Der Gemeine Efeu (Hedera helix) ist eine Kletterpflanze aus der rund 800 Arten umfassenden Familie der Araliengewächse (Araliaceae), die vorwiegend in den Tropen verbreitet sind.

Die Vertreter der Gattung Hedera sind mit Luftwurzeln kletternde immergrüne Sträucher mit je nach Autor fünf bis zehn Arten in Nordafrika, Europa und Asien. Der Efeu klettert mit Haftwurzeln an Bäumen und Gebäuden, er wird teilweise zur Begrünung von Volieren oder Gehegen auf Vogelschauen genutzt. Für die von mir beobachteten Papageien, wie für eine Reihe einheimischer Vögel, ist Efeu ein reguläres Winterfutter." PAPAGEIEN 11/2008 (November)

Weinrebe
Trauben verfüttert fast jeder. Artenliste zur Freilandernährung mit Vertretern der Gattung müßte ich nachschlagen.

Die ganze Problematik bei den "Giftpflanzen" ist, niemand kann dazu eigentlich was substanzielles sagen. Es gibt keine systematische Darstellung von Vergiftungsfällen durch Pflanzen, zumindest bei Papageienvögeln sind sie so selten, dass man schon sehr lange suchen muß um einen gut belegten Fall zu finden. Bei Papageienvögeln gibt es die meisten belegten Fälle für Wellensittiche, die auch an Pflanzen sterben können die von anderen Papageienarten gern und viel gefressen werden.

Ich vermute Grassamenfresser sind generell empfindlicher, das dürfte so ähnlich wie bei den Grasfressern unter den Säugetieren und Insekten sein. Der Grund liegt vermutlich darin, dass es anders als bei anderen Pflanzengruppen kaum Pflanzengifte bei Gräsern gibt und es auch bei Insekten, die sonst durch Spezialisierung mit vielen giftigen Pflanzenarten umgehen können, folglich keine auf einzelne Grasarten spezialisierte Arten gibt.

Seht mal die Giftpflanzenlisten in Bezug auf die grasfressenden Säugerarten durch: Pferde sind etwa sind besonders empfindlich, danach folgen Kühe. Ziegen oder Schafe sind weit weniger empfindlich.

Eibe, die von Halsbandsittichen, Großen Alexandersittichen und Amazonen schadlos gefressen werden kann hat bei Wellensittichen zu Todesfällen geführt. Für Pferde und den Menschen ist Eibe tötlich giftig, Eichhörnchen wiederum fressen sie problemlos. Und gegen Insekten gibt es einen Fraßschutz durch ein Hormon, dass in Eibenwurzeln um einige Potenzen höher enthalten ist als in Insekten selbst.

Die Frage ist also nicht: ist das giftig, sondern ist das giftig für Tierart XYZ. Und mangels ausreichender Daten kann das bei den meisten Pflanzenarten niemand sagen, Giftpflanzenliste für Tiere beruhen im wesentlichen auf Beobachtungen an den häufigsten Nutztieren und selten an Heimtieren.
 
Thema: Sind LIANEN giftig?

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