Sittich wird krank!

Diskutiere Sittich wird krank! im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Rosi, Kann denn so eine Teflonvergiftung so plötzlich auftreten? Es sprach ja alles für eine Kropfentzündung, aber die Ursache kenne wir...

  1. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Rosi,
    Es spricht wirklich alles für eine Teflonvergiftung.
    Eine Teflonvergiftung tritt sehr plötzlich auf und ist ein akuter Notfall. Ich weiß auch nicht, was "alles für eine Kropfentzündung" sprach. Bei Kropfentzündung gibt es keine Erstickungsanfälle. Du hattest aber geschrieben, er habe so extrem gequietscht, daß Du meintest, er müsse ersticken. Genau sowas ähnliches ist jetzt wohl passiert. Teflondämpfe verursachen ein Lungenödem (nicht: Lungenblutung!), und das wars dann meist, wenn nicht sehr schnell notfallmedizinische Maßnahmen, u.a. Sauerstoff-Flash eingesetzt werden.
    @Susanne: Ein Kropfabstrich hätte hier nicht das Geringste gebracht. Damit kann man Pilze, Bakterien und Parasiten diagnostizieren, aber keine Atemwegsvergiftungen. Aber der Arzt hätte natürlich eine vernünftige Anamnese erheben müssen und wäre bei der Erwähnung der Küche, wenn er auch nur durchschnittlich schlau ist, sofort auf Teflon abfahren müssen.
    Facit: Ich kann mich Alfred nur anschließen. Vögel in der Küche zu halten, ist grob fahrlässig. Auch abgesehen von der Teflonproblematik: Heiße Herdplatten, offene Bratpfannen, heiße Kochtöpfe, kochendes Wasser, heiße Toaster, Reinigungsmittel, fettige Küchendämpfe, Zug beim ständig notwendigen Lüften etc. sind ebenfalls erhebliche Risikofaktoren. Die Küche ist wirklich der ungeeignetste Ort für Vögel in der ganzen Wohnung, vom Klo vielleicht mal abgesehen. Und vom Schlafzimmer, das aber wegen der menschlichen Gesundheit, nicht wegen der Vögel.
    Also den nächsten Vogel bzw. die nächsten Vögel bitte ins Wohnzimmer oder Arbeitszimmer oder ein spezielles Vogelzimmer. Der wärmste Raum im Haus muß es nicht sein, warum? Oder habt Ihr im Wohnzimmer Frost? Und daß ein Vogel andere, freifliegende Vögel sehen kann, ist nur gut, es ist ein Umweltreiz, der Abstumpfung entgegenwirkt. Das Geschrei hätte sich mit Sicherheit durch Gewöhnung gegeben. Wenn das ein ernsthaftes Thema wäre, könnte man Vögel nicht in Außenvolieren halten.
    LG
    Thomas
     
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  3. nagus

    nagus Guest

    Hallo Thomas,

    vielen Dank für die Infos. Merkwürdig ist nur, das Nicki seit 1995 bei uns war und immer in der Küche, auch vorher schon bei meiner Mutter. Und immer war er bei auf der Schulter oder über mir auf den Schränken, um alles unter Kontrolle zu halten.... Die ersten Krankheitssymptome waren ja, das er die Körner rauswürgte, kaum das er sie gefressen hatte, und das sein Kot eine andere Farbe bekam, für einige Tage sogar leicht gelblich. Aber er hatte nie Atemnot oder so, nur den einen Abend, als er vorher wie ein verhungerter Piepmatz plötzlich 10 Minuten lagen Hirsekörner frass und danach postwendend anfing zu wwürgen - und dann wieder frass und danach so heftig durch das Zimmer schoß und würgte und quietschte. Da war er auch bei Daniel im Zimmer, es war ja Abends und ich war für 2 Stunden fort. Und das Erwürgte war schleimig und durch heftiges Kopfschütteln klebte es an ihm und seiner Umgebung.
    Er war ja am 1.12. wieder besser drauf, frass, behielt es bei sich, trank wieder und flog mir entgegen und sang sein Begrüßungslied. Aber wir wollten das Risiko nicht eingehen, das es Abends wieder zum Rauswürgen käme. Der TA hat ihn abgetastet, in den Schnabel geleuchtet, sein Kot betrachtet. UNd dann die Spritze gegeben. Und schon im Auto auf der Rückfahrt fauchte NIcki im Käfig, dabei hat er AUtofahrten bislang ganz gut verkraftet. Er machte plötzlich einen riesigen Satz auf den Boden und da fiepte er dann auch. Ich weiß nicht, ob er sich sogar dabei was getan hat, er saß nur noch auf dem Boden, bzw. lag sogar mehr mit der Brust auf dem Boden. Und seine AUgen waren so anders....

    Danke, das Du hilftst, eine Ursache zu finden.
    Die nächsten Piepmätze sind nicht mehr in der Küche, versprochen, aber Nicki war ja auf mich fixiert, der schrie, wenn ich daheim war und er nicht zu mir durfte....

    LG
    Rosi
     
  4. #43 charly18blue, 4. Dezember 2004
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
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    Hallo Thomas,

    die Info, daß Teflonvergiftung Lungenblutungen hervorruft, habe ich schon vor längerer Zeit von dieser Seite http://www.papegaai.org/nieuws/dunb0115.htm . Da wurde nach Sektion festgestellt, daß Blutungen aufgetreten sind.

    Und daß ein Kropfabstrich gemacht werden sollte, bezog ich lediglich darauf, daß die TÄ eine Kropfentzündung diagnostizierte. Sowas ohne Abstrich zu behandeln halte ich für grob fahrlässig. Klar ist natürlich, daß wenn es sich um diese Teflonvergiftung gehandelt hat, auch ein Abstrich nichts gebracht hätte.

    Liebe Grüße Susanne
     
  5. Dresdner

    Dresdner seltener online

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    Allgemeines zum Teflon - Problem

    Ist eigentlich nicht merkwürdig, oder wurde in kurzen Abständen regelmäßig in der Küche neu gekauftes beschichtetes Material „eingekocht" ? ..... ich denke eher sehr selten...... Soweit ich weiß steht auf neuen Teflon-Pfannen das sie vor dem ersten Gebrauch mehrmals einige Minuten mit Wasser auszukochen sind (offensichtlich um das Oberflächenmaterial ausgasen zu lassen).

    Das nicht sofort der schlimmste Fall eingetreten ist, liegt vielleicht auch am richtigen Lüften beim Kochen und
    das (aufgrund häufigen Gebrauchs) nur noch geringste Mengen schädlicher Substanzen aus dem Material abgegeben
    werden... die sich auch unsichtbar am augenscheinlich „sauberen" Käfiggitter absetzen können (Kondensation)

    Am Käfiggitter könnten sich mit der Zeit die Konzentration von möglichen Schadstoffen so erhöht haben,
    daß es für den ansonsten zutraulichen Vogel einfach zuwieder war, da rein zu müßen. Wir schmeißen doch
    auch einen Suppenlöffel weg, wenn der beim Essen plötzlich einen „Eigengeschmack" entwickeln würde.

    Bei meinen Nymphensittichen sehe ich das sie zum klettern im Käfig auch den Schnabel benutzen und die Zunge dabei zwangsläufig ständig mit dem Gitter in Berührung kommt.

    Kleintier-Futter wird (erst recht ) im Küchenklima sehr schnell schimmlig.... ohne das sofort mit blosem Auge etwas zu erkennen ist. Apfel- oder Obststücke lasse ich deshalb auch nur so kurz im Käfig „hängen", bis meine beiden mit dem zusätzlichen Imbiss fertig sind

    Da ist doch auch bei jeden anderen Käfig-Tieren die Gefahr, daß sie ständig vorhandene Mikroorganismen wie z. Bsp. Hefe-Pilze bzw. Sporen ungewollt aufnehmen und wenn es zuviel wird „kippt" das empfindlichste Immunsystem eben um....

    Übrigens wird bei mir auch nur einmal im Jahr der Käfig gründlichst mit heißem Wasser abgeschrubbt.
    Die glücklicherweise selten an das Käfiggitter „gesetzten" Köttel wische ich natürlich am selben Tag weg.

    (Die Neugier und das „Topfguckerproblem" kenne ich selbst von meinen Nymphen und den Vögeln von Bekannten.)

    Wer kann sicher behaupten, daß es nur eine Ursache war und nicht vielleicht sogar mehrere Umstände die gleichzeitig eintraten?

    Augenzwinkernd bemerkt:

    Bei uns Menschen ist z. Bsp. Übelkeit und Erbrechen auch ein Symptom was auf alles mögliche „passt"
    ...... wie bei ..... Schwangerschaft.....Reisekrankheit......"Alkoholgenuss" u.s.w.

    Alfred Klein meinte schon einmal ( sinngemäß ) an anderer Stelle des Forums: „orakeln" nützt nichts.

    Und ich meine das ein Tierarztwechsel auch nicht viel mehr bringen kann, wenn ich als Tierhalter meine Vögel
    nicht aufmerksam beobachte und nicht auch eigene Fehler in den Haltungsbedingungen in Erwägung ziehe.
    Woher soll der den gleich die Ursachen herausfinden, ...... der sieht doch zuerst „nur" den Vogel...

    Das schließt doch keinen aus? Oder? :s
     
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