Umgang mit infektiösen Erkrankungen

Diskutiere Umgang mit infektiösen Erkrankungen im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; @Vogelfreund: Auch und gerade diese "Dinge", so unbequem sie auch sein mögen, sollten in Vogelforen – und erst recht im größten...

  1. #21 mäusemädchen, 10. Dezember 2008
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    @Vogelfreund:
    Auch und gerade diese "Dinge", so unbequem sie auch sein mögen, sollten in Vogelforen – und erst recht im größten deutschsprachigen Vogelforum – jederzeit an- und aussprechbar sein. Natürlich müssen Falschdarstellungen in Bezug auf Haltungen/Personen richtig gestellt werden – was in der Regel ja auch geschieht. Aber aus eindeutigen Eigenangaben (von Forenuser/innen) herleitbare Handhabungen/Geschehnisse, die sich in objektiver und sachorientierter Art und Weise auf eine konkrete und relevante Thematik beziehen, müssen ebenfalls weiterhin angesprochen werden dürfen. Jede/r sich betroffen fühlende User/in hat die Möglichkeit, sich offen und sachlich zu äußern. Alles andere, wie u. a. dies hier, kann nicht im Sinne einer Austauschplattform (wie den VF und deren User/innen) liegen.

    Auch ich bin (und darin haben wir wohl eine Gemeinsamkeit) – vorsichtig formuliert – etwas irritiert über derartige Rundumschläge, die über keinerlei vernünftige, geschweige denn nachvollziehbare, Basis verfügen und bei stetem Einknicken letztlich dazu führen, daß die vielzitierte "Schere im Kopf" das Ansprechen (Posten) im Sinne der Halter/innen und der Gefiederten wesentlicher Sachverhalte nachhaltig verhindert.

    Gruß
    Heidrun
     
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  3. #22 mäusemädchen, 10. Dezember 2008
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    Nochmals zu (in einigen Fällen wirklich bestandsbedrohenden) Erregern bei freilebenden Psittaziden zwei eklatante Beisiele: Bei den Keas hat die Ausbreitung einer bisher noch nicht bekannten Infektionskrankheit (was auf einen "neuen" Erreger hindeuten könnte) in den Gebirgsregionen der Südinsel Neuseelands zu Bestandsrückgängen geführt. Die Population wird auf nur noch 1.500 bis 3.000 Tiere geschätzt. Seuchenhafte Krankheiten gelten auch als mitverursachend für Bestandseinbrüche beim Ziegensittich.

    Gruß
    Heidrun
     
  4. #23 mäusemädchen, 10. Dezember 2008
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    Infektionsstatus bei Agapornis-Beständen in Menschenobhut.

    Gruß
    Heidrun
     

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  5. Kentara

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    PBFD gehört zu den Krankheiten, die nicht 100%ig nachgewiesen werden können. Heute ist ein Vogel positiv (Stress), drei Monate später negativ. Überträger wird er bleiben, doch wie soll das nachgewiesen werden, wenn z.B. kein Stress, als Beispiel auftritt.
    PDD kann eigentlich nur beim toten Vogel nachgewiesen werden oder mit einer aufwendigen Kropfbiopsie beim lebenden Tier auch "teils" nachgewiesen werden.
    Bei Polymia ist es ähnlich wie bei PBFD.
    Bakterielle Sachen können durch Antibiotika "geheilt" werden, Pilzerkrankungen durch die richtigen Medis auch. Eine Pilzbehandlung dauert aber sehr lange, sonst kommt sie wieder.
    Ein Virus kann sich innerhalb kürzester Zeit verändern, somit können auch Tests und Impfungen (bin ich eh dagegen) nicht 100% Sicherheit bringen.
    Zudem denke ich, das durch die Forschungen im Tierbereich in den letzten Jahren sehr viel mehr rausgefunden wurde, als vorher. Somit sind vielleicht auch schon vorher genausoviel Tiere an z.B. PBFD gestorben wie heute. Ähnlich mit dem Erreger der Hühnergrippe, den es seit Ewigkeiten gibt. Der hat sich auch verändert. Es gab immer epidemische Krankheiten, mit denen das Immunsystem nicht umgehen konnte.
    Nun, meine Schlußfolgerung aus den vorherigen Beispielen kann dann nur sein:
    1. Alle Vögel bleiben dort wo sie sind oder gehen an 100% getestete Partnervögel, was nicht möglich ist!
    2. Die Tiere, die negativ getestet werden, gehen an egal wohin, obwohl alle Tests nicht sicher sind!
    3. Der Rest der Vögel geht ins Krematorium, weil es keine Plätze geben wird!
    4. Positiv geteste Tiere werden dann in neuen Auffangstationen abgegeben, weil sie niemand mehr haben will.
    5. Keiner hat eine Auffangstation für eventuelle Träger eines Virus und somit sind wir wieder beim Krematorium.
    6. Könnte man erkrankte Tiere ja auch fliegen lassen.

    Ich habe ein sehr langes und ausführliches Gespräch mit Dr. Crosta geführt. Er hat mir ganz klar gesagt und bestätigt, es gibt überhaupt "keine" Sicherheit. Ein negativer Test sagt "nichts" aus! Bei einem positiven Test kann der, wie schon vorher erwähnt drei Monate später negativ ausfallen und mit diesem Attest geht der Vogel zum nächsten Halter und ist immer noch "Träger"!
    Warum ist hier jeder schlauer, als es die Tierärzte sind? Wieso sind Viren auch in Zoos und in Nachtzuchtstationen aufgetreten?
    Es gibt keine Garantie! Wir können uns jetzt verrückt machen und andere Leute anklagen. Schön....Was ist, wenn aber unser eigener Vogel auch krank ist und wir wissen es nur nicht. Wenn der Test statt positiv, negativ ausgefallen ist, weil das Tier grade keinen Stress hatte?
    Irgendwo muß man aufhören! Vielleicht hat es auch Gründe, warum Papageien nicht so alt werden, wie ihnen nachgesagt wird, vielleicht haben sie alle etwas, was bei dem einen oder anderen früher oder später rauskommt und er/sie daran stirbt.
    Ich bin dafür ein schönes Leben mit den Tieren zu haben, wir wissen auch nicht ob wir nicht schon lange irgendetwas in uns tragen und wir wollen auch nicht in eine Krankengruppe. Gott sei Dank hat der Mensch da eine Kranken und Pflegeversicherung, das Tier leider nicht!

    lg
    Anita
     
  6. Freakle

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    Barlt. Wo wir sind ist oben.
    Hi Kentara,

    in gewisser Weise bin ich mit dir einer Meinung. Hier geht es aber um den sorglosen, leichtfüssigen Umgang mit den Infektionskrankheiten, was die muntere Verbreitung zur Folge hat. So mancher Züchter verschließt da die Augen.
    Es geht nichr darum daß es die Krankheiten gibt, sondern daß gegen die Verbreitung nichts unternommen wird.
    Und es ist völlig legitim daß darüber geredet werden darf, gerdet werden muss. Es ist wohl unumstritten, daß hier Aufklärungs- und Handlungsbedarf besteht.
    Oder wie kann es sein daß Besucher von Vogelschauen oder Vogelbörsen Psittacose mit nach Hause schleppen, sich selbst und die eigenen Tiere infizieren?
    Solche Fälle häufen sich sogar bei uns in der ländlichen Gegend.

    Gruß Frank
     
  7. Kentara

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    Hallo Frank,
    okay, dies würde sich ja durch duschen und Kleiderwechsel auf ein Minimum an Übertragungsgefahr verringern lassen.
    Vielleicht sollte man schriftlich (Aushänge) darauf hinweisen, das Besucher mit eigenen Vögeln dies für sich beachten.

    lg
    Anita
     
  8. #27 mäusemädchen, 11. Dezember 2008
    mäusemädchen

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    Nein – hier will niemand (so Deine Meinung) "schlauer als die Tierärzte" sein. Daß einige der bei Papageien auftretenden infektiösen Erkrankungen schwierig zu diagnostizieren sind, ändert nichts an der Tatsache, daß erkrankte Exemplare und/oder Exemplare mit Infektionsverdacht sinnvoller Weise von klinisch unauffälligen Tieren zu separieren sind. Das ist eine bei menschlichen und tierischen Infektionserkrankungen schon seit ziemlich langer Zeit bekannte, bewährte und praktizierte Methode, um die Verbreitung von Infektionen zu limitieren. Diese Methode ist weltweit (zumindest in allen sogenannten "entwickelten Ländern") Standard und wird sowohl von Humanmediziner/innen als auch von Tierärztinnen/Tierärzten unisono angeraten. Insofern: Man muß und soll sich nicht "schlauer fühlen als Tierärzte", aber und nicht zuletzt gerade deswegen sinnvolle und nachvollziehbare Ratschläge derselben befolgen. Neben den Empfehlungen zum Handling in Fällen aufgetretener Infektionen gibt es eine Reihe sinnvoller Präventionsmaßregeln (vgl. verschiedene Beiträge in diesem Thread), welche das Risiko des Einschleppens infektiöser Erkrankungen in augenscheinlich infektionsfreie Bestände reduzieren.

    Papageienhaltung nach dem etwas überspitzt formulierten Motto "Machen wir uns ein schönes Leben mit den Vögeln - es gibt keine Sicherheit - das Leben ist eben lebensgefährlich – vielleicht werden sie ja sowieso nicht sehr alt" ignoriert die Realitäten und wird unserer Verantwortung gegenüber den Gefiederten in keiner Weise gerecht.

    Die Schwierigkeiten, größere Psittazidenbestände (mit Exemplaren aus unterschiedlichen Gattungen und unterschiedlicher Arten) mit permanenten Zu- und Abgängen möglichst dauerhaft infektionsfrei zu halten, sind bekannt. Eine 100 %ige Sicherheit kann es natürlich nicht geben. Aber diese sehr banale und auf alle Lebensbereiche in dieser oder jener Weise übertragbare Erkenntnis kann und darf nicht als Begründung dafür hergenommen werden, (Standard)-Maßnahmen zu unterlassen, die nachweislich zu einer Herabsetzung von Infektionsrisiken einen wichtigen Beitrag leisten. Wer das abstreiten möchte, bewegt sich außerhalb jeder seriösen Sichtweise.

    Gerade von Halter/innen mit hohen Exemplarzahlen aus verschiedenen Gattungen mit unterschiedlichen Arten sowie permanenten Neuaufnahmen / "Urlaubsgästen" / Abgängen / muß und darf erwartet werden, daß Präventiv- und Nachsorgemaßnahmen nach allgemein be- und anerkannten Regeln erfolgen. Ein offen nachlesbar fragwürdiger Umgang mit Infektionserkrankungen in einem Bestand o. g. Kategorie (Anmerkung: Zu- und Abgänge in Teilen auch durch Vögel hier registrierter und schreibender Forenuser/innen) muß auch ebenso offen angesprochen werden (dürfen).

    Gruß
    Heidrun
     
  9. Papagilla

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    Hi Kentara,

    eine Frage hätte ich an Dich:
    gesetz den Fall ich hätte Geier mit erwiesener PBFD und PDD, würdest Du meine beiden zu Dir in eine 4wöchige Urlaubsbetreuung nehmen bzw. würdest Du mir Deine Tiere in Pflege geben? :zwinker:


    Was ich damit sagen möchte ist einfach, daß wir nicht viel gegen die Krankheiten tun können, aber wir sollten nicht aktiv dazu beitragen, das sich die Krankheiten ausbreiten! Und wie gehts am einfachsten? Wenn ich Dir gleich erzählte, daß ich kranke Tiere habe, die Deine u. U. anstecken könnten. Eine Urlaubsbetreuung/Kontakt zu anderen Vögeln ist damit aber nicht unterbunden, denn bei ebenfalls positiv getesteten Tieren ist es wurscht.


    LG
    Ilkan
     
  10. papugi

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    Hallo,
    wisst ihr das die tests fur PBFD nicht sicher sind?
    Die test-methoden sind nicht 100% deswegen sind wahrscheinlich manche vogel positiv, dann negativ in einem kurzen zeitraum. Ist es moglich das man denkt es ware das krankheitbild und es einfach die labormethode sein konnte?

    PCR ist eine sehr delikate sache.
     
  11. Kentara

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    Hallo,
    natürlich sollte man den Kontakt zu gesunden Vögeln unterbinden, wenn man weiß das diese krank sind. Darüber zu schreiben, finde ich auch okay und wichtig. Nur finde ich das es jedem selbst überlassen sein sollte, wie er damit umgeht. Leider werden Leute "persönlich" benannt und das muß nicht sein. Eine offene Disskusion über, was wäre wenn ist viel sinnvoller.
    Ich erzähle mal eine wahre Geschichte aus meinem Leben.
    Vor drei Jahren brachte uns der Tierschutz auf Mallorca einen Graupapagei in einem fürchterlichen Zustand, in einem total verdreckten Käfig, den man aus einem Stall geholt hatte. Der Graue hatte nur noch am Kopf Federn und am Körper nur Plunnen. Wir haben ihn in die Garage gepackt und ich habe Dr. Crosta angerufen. Dieser meinte ich solle sofort einen Test auf Beak and Fether desease machen lassen und das Tier separieren, was wir ja eh schon gemacht hatten. Daraufhin rief ich einen mir gut bekannten Rentner an, er uns seine Frau nahmen den Grauen und sie hatten auch keinen anderen Vogel.
    Nach ein paar Wochen wurde von Dr. Crosta ein Test gemacht und der Graue war positiv. In den nachfolgenden Monaten erholte er sich zusehens, er saß mit am Tisch, draussen und wurde gekrault und verwöhnt. Nach drei Monaten wurde wieder ein Test gemacht, Rudiline war "negativ", zudem ergab die DNA das Rudi eine sie ist.
    Er bekam daraufhin eine Voliere von 2x2x2 Metern auf die Terrasse gebaut und bekam einen Partner.......der nicht krank war. Wie hätte ich sie davon abhalten sollen??? Sie haben selbst entschieden.
    Den beiden geht es ausgesprochen gut, keiner kennt das Alter der beiden Vögel, es sind Wildfänge. Was ist richtig, was verkehrt?
    PBFD kann Jahrzehnte unentdeckt bleiben, genau wie andere Krankheiten auch. Unser Glück war, das der Graue so entsetzlich aussah, das wir sofort gehandelt haben. Ach ja, irgendetwas war da noch. Dr.Crosta meinte ich soll eine Feder rausziehen und ich sollte den Kiel anschauen, weiß aber nicht mehr genau,was es war.
    Wir haben wirklich Glück gehabt....

    lg
    Anita
     
  12. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hallo,
    ich bin auch der Meinung, dass man gar nicht vorsichtig genug sein kann im Umgang mit Infektionskrankheiten und wenn im Bestand eine solche Krankheit vorhanden ist, dann muss man daraus die entsprechenden Konsequenzen ziehen, um keine anderen Vögel zu gefährden, auch wenn das sehr weh tun kann.

    Bei einer meiner Wellensittichhennen wurde vor 3-1/2 Jahren PBFD festgestellt. Sie wurde positiv getestet, sie zeigte entsprechende Gefiederstörungen, auf einen weiteren Test habe ich daher verzichtet.
    Konsequenz: Es kommen keine neuen Vögel mehr rein, es gehen keine raus. Es kommen auch keine Vogelhalter rein und ich gehe zu keinen Vogelhaltern, die ihre Tiere in der Wohnung halten. Selbst wenn meine letzten drei mal irgendwann nicht mehr sind, kommen keine neuen Psittaziden in die Wohnung, denn wie soll man eine Wohnung frei von Viren , die lange überleben können, bekommen? Da muss man halt in den sauren Apfel beißen und den Egoismus der Vernunft unterordnen.
     
  13. Papagilla

    Papagilla Foren-Guru

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    Und jetzt stelle Dir mal weiter folgende Situation vor (Spekulation): die beiden Dir bekannten Rentner hätten Gefallen an den Geiern gefunden und hätten sich dazu entschlossen, eine "Urlaubsbetreuung" zu starten, weil sie Zeit, Geld und mittlerweile auch mehr Erfahrung haben. Sie hätten die vorhandene Voli entsprechend vergrößert, eine strikte Quarantäne aber nicht eingerichtet. Eine Übertragung der Krankheit hätten sie nicht ausschliessen können. Und dann komme ich zu Dir und frage nach einer super guten Urlaubsbetreuung - ich hätte vom Rentnerehepaar gehört. Würdest Du mir das Rentnerehepaar bei Deinem Wissenstand empfehlen?

    LG
    Papagilla
     
  14. Kentara

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    erstmal ist der Weg nach Mallorca denn doch sehr weit:D
    Nein, natürlich würde ich davon abraten.
    Die beiden hatten damals noch zwei Wachteln gekauft und die mit in die Voliere gesetzt, habe ich auch erst später erfahren. Der eine Graue ist dann wohl immer auf die Wachteln losgegangen und sie wollten die dann wieder abgeben. Ich habe ihnen gesagt, sie sollten die Wachteln töten (auch wenn sich das jetzt brutal anhört) und sie nicht weitergeben. Was letztendlich daraus geworden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Sehr wahrscheinich haben sie die beiden einfach freigelassen. Auch da weiß man nicht, ob die beiden Wachteln nicht auch angesteckt worden sind.
    Fakt ist aber doch der:
    Sollten die beiden Grauen einmal abgegeben werden, was ich nicht glaube, so haben sie ein einwandfreies Gesundheitszertifikat, weil der erste Test längst vergessen ist.
    lg
    Anita
     
  15. #34 mäusemädchen, 11. Dezember 2008
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    1 infiziertes Exemplar wird aus Bestand A in Bestand B verkauft. Nach 2jähriger klinischer Unauffälligkeit erkrankt das aus Bestand A zugekaufte Exemplar. Während dieser 2 Jahre hat Bestand B aber auch 2 Exemplare aus Bestand C angekauft, die weiterhin klinisch unauffällig sind. Davon wurde wiederum 1 Exemplar an Bestand D zu Zuchtzwecken abgegeben. In Bestand D werden nach einem weiteren Jahr 2 Jungtiere nachgezogen, wovon eines an Infektionskrankheit X verstirbt. Um Absatzeinbußen zu vermeiden, werden Informationen darüber nicht zugänglich. Zwischenzeitlich ist Bestand A aufgelöst. Die Haltung wurde aufgegeben. Die dortigen Exemplare gehen in Bestand E. Wer wen wann und wo infiziert hat wird bei Infektionserkrankungen mit langen Latenzzeiten und klinischer Unauffälligkeit mit zunehmender Zeit und Fluktuation immer schwieriger rekonstruierbar. Es wird eine Infektionskette in Gang gesetzt, deren Anfang und deren Ende nicht mehr absehbar ist. Ich hoffe, daß dieses kleine - durchaus nicht unrealistische - Szenario ein wenig zum Verständnis der Problematik beitragen kann.

    Gruß
    Heidrun
     
  16. papugi

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    Anita,
    Dr.Crosta meinte ich soll eine Feder rausziehen und ich sollte den Kiel anschauen, weiß aber nicht mehr genau,was es war.
    Wir haben wirklich Glück gehabt....


    die feder hatte am ende des kiels wie eine zuschnurung (pincement).

    Ich habe diese aber auch bei unternahrung und anderen krankheiten wie canidada albicans auch gesehen.
     
  17. Papagilla

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    Hi Anita,

    aber Du merkst sicher selbst worauf das hinausläuft: es bleibt doch gar nicht aus, Personen/Auffangstationen/Vermittlungen namentlich zu nennen, wenn es diese Krankheiten da gibt!

    Keiner denunziert diese (Personen/Auffangstationen/Vermittlungen) - im Gegenteil!
    Ich möchte nicht wissen, wieviele Geierhalter infizierte Tiere halten und froh wären, wenn diese () offen sagen würden: ich/wir haben kranke Tiere, ich nehm´ Deine/n Geier gerne (zur Urlaubsbetreuung) auf, wenn auch er positiv auf xyz getestet ist! Oder ich hab hier ein an xyz erkranktes Tier, das sucht einen Partner etc. Gesunde Tiere möchte ich nicht aufnehmen, da die Ansteckungsgefahr ist und bleibt.

    Wenn ich dann dennoch mein Tier dort hingeben will oder mir von dort einen Partnervogel hole, ist das dann mein Bier (bzw. das des Geiers). Aber es ist dann MEINE FREIE ENTSCHEIDUNG!

    Ich möchte das jetzt mal ganz krass ausdrücken, auch wenn der Vergleich vielleicht etwas hinkt:
    wenn ich mir heute ein gebrauchtes Auto kaufe, ist der Verkäufer verpflichtet mich über evtl. Unfallschäden zu informieren wenn ihm diese bekannt sind. Tut er das nicht, kann ich ihn dafür belangen.

    LG
    Papagilla
     
  18. Divana

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    das sind dann aber nur Personen/Auffangstationen/Vermittlungen die man hier aus den Foren kennt. Was ist denn mit den ganzen Massenzüchtern die keine Tests machen. Die auch nicht in Foren schreiben? Wie will man die erreichen? Wie will man wissen ob dort Krankheiten vorhanden sind, und wenn ja welche? Diese ganzen Züchter von Papageien, die vielen Vogelsammler und Wiederverkäufer.

    Ich denke die Leute die hier in Foren sind ist nur ein ganz kleiner Teil der Sittich und Papageienhalter. Natürlich muss man über diese Krankheiten sprechen, aber ist das nicht schon seid Jahren ein wichtiges Thema?
    Würde es nicht langsam Zeit das man sich überlegt wie man diese Viren eindämmen kann? Und das nicht nur bei den Leuten hier und in anderen Foren, auch bei den Massenzüchtern, Wiederverkäufern, Händlern und
    Zoohandlungen.
    Und genau da fängt alles an zu kippen.
    Beispiel. Der Zoohandel kauft Wellensittiche ein, ca 20 Stück für je
    5 Euro vom Massenzüchter, macht 100 Euro. Das der Händler den Test
    pro Welli macht und bezahlt bezweifele ich sehr.

    Es ist immer leicht zu sagen, so und so müsste es laufen, aber die Realität
    sieht ja immer ganz anders aus, und viele Dinge sind nicht durchführbar.

    Da wird mir gesagt ich würde den Kopf in den Sand stecken, nur weil
    ich die Realität sehe.
     
  19. papugi

    papugi Foren-Guru

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    Wenn mangel an geld, kann man sehr gut vogel in gruppen teilen , blut, kot, feder in gruppen sammeln und DNA testen lassen. Naturlich bei vogeln die zusammenleben.

    Wenn negativ..super! wenn positiv, da muss man eben sich was ausdenken.

    Wenigstens ist der erste screening gemacht.

    Bei den agas, wellis u. nymphen ware das ja schon ein superforschritt.
     
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  21. #39 Kentara, 11. Dezember 2008
    Zuletzt bearbeitet: 11. Dezember 2008
    Kentara

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    die Feder ließ sich in jedem Fall ganz leicht rausziehen und es war -glaube ich- kein Blut d'rin, das jetzt nur so weit ich mich erinnern kann.....Und ja, die winzigkleine Feder war auch krumm, d.h. der Federkiel. Als ich ihm die Feder beschrieben habe, hat er auch sofort gesagt untersuchen lassen. Leider war Dr. Crosta nur zweimal im Jahr auf Mallorca, deswegen fand der Test dann auch erst Wochen später statt. Werde ihn nochmal anrufen und ihn genau fragen, denn das ist bestimmt auch nicht schlecht, das zu wissen.
    Unterernährt war er mit Sicherheit auch, er hatte ganz einfaches Hühnerfutter im Napf.....Mag da gar nicht mehr d'ran denken.
     
  22. Kentara

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    suma "ab"surdum
    @ MM
    wie soll man Deiner Meinung nach infizierte Vögel finden?
    Person x bringt Dir einen Papagei und legt Dir ein "frisches" Gesundheitszeugnis vor. Nimmst Du dann den Papagei oder sagst Du:"Nein der könnte ja auch nur Träger sein"!
    Fragst Du ihn nach einer Kropfbiopsie, die an die 200 Euro kostet, nach Röntgenbildern?
    Fragst Du ihn nach anderen Tieren, die auch dort wohnen und ob du auch bitte sämtliche Kropfbiopsien und Röntgenbilder sehen kannst?
    Fragst Du nach Eltern und deren Tests, weil manche Viren und Bakterien können auch schon vor dem Schlupf im Ei gewesen sein?
    Und das alles, nachdem Du weißt, das es keinen Test gibt, der 100%ig genau ist, nachdem Du weißt, das auch bei sehr seltenen Papageien im Nachtzuchtprogramm es immer wieder zu allen möglichen Krankheiten kam! Und die Leute, die das betreuen machen alles um die Tiere zu testen und nachzuzüchten!
    Die Wissenschaft über die Vögel ist längst nicht soweit wie beim Menschen und selbst da gibt es z.B. Aids, was auch nach so vielen Jahren immer noch Millionen Menschen hinraft. Katzen sterben am sogenannten Katzenaids, gegen Leishmania wurde auch noch nichts gefunden.
    Glaubst Du wirklich, ein Privathalter kauft sich einen Papageien und läßt Röntgenbilder, Kropfbiopsie ect machen? Ist nicht! Somit kommt dieser Papagei, wenn es schlecht läuft, in eine Auffangstation oder zu einem anderen Halter, wo auch immer. Da der Vogel nie regelmäßig untersucht wurde und die Tests eh nicht genau sind haben wir doch schon den Kreislauf.
    Da es mehr Privathalter gibt als z.B. Auffangstationen ist doch das ein Punkt, der genauso beachtet werden muß!
    Als Rechenbeispiel.....
    angenommen ich hätte eine Auffangstation und hätte 50 Vögel...
    Röntgenbilder (PDD), Kropfbiopsie, normale Tests hätten mich dann je Vogel 310 Euro gekostet. Das mal 50 würde bedeuten ich hätte grade mal läppische 15500 Euro bezahlt. Bei 100 Vögeln reden wir schon von über 30.000 Euro.
    Das alles mit der Ungewissheit, das die Tests vielleicht nicht ausgesagt haben, was sie hätten aussagen sollen.
    Wozu soll sich ein Mensch das antun? Dazu kommen ja noch einige andere Kosten, Futter, Heizung, TA ect....
    Glaubt irgendeiner, das die Leute, die ihren Vogel abgeben gleich noch 500 Euro dazulegen? Ich nicht!
    Fragt doch mal bitte bei einem Züchter ob der Vogel den ihr kaufen wollt, all diese Untersuchungen hat und natürlich auch die Eltern. Der lacht nur noch oder legt den Hörer auf.
    Es gibt "keine" Sicherheit und das ist meine Meinung, denn in einem Stück Fleisch beim Metzger kann man die Bakterien auch nicht sehen, auch nicht die klitzekleinen Hormonbeigaben und anderes.
    Trotzdem lieben wir doch unsere Geier, die fragen uns doch auch nicht ob wir vielleicht was haben. Wenn wir ihnen ein schönes zuhause geben, gutes Futter, viel Flugraum und wir sie nicht einfach weitergeben, werden sie mit Sicherheit alt ohne vorher grau zu werden (Graue ausgeschlossen).
    Verantwortung wäre hier ein Thema. Was wird wenn ich alt/krank werde? Wer kümmert sich dann? Zu den anderen Sachen ist die Wissenschaft gefragt, z.B. einen allumfassenden Test zu erfinden, womit 100%ig jegliche Krankheit nachgewiesen werden kann, leider gibt es den aber nicht.

    lg
    Anita
     
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