Die Geschichte unserer Lotte ( mit Paramyxo infiziert)

Dieses Thema im Forum "Graupapageien" wurde erstellt von Margaretha Suck, 13. April 2009.

  1. #4341 Margaretha Suck, 15. Februar 2016
    Margaretha Suck

    Margaretha Suck Foren-Guru

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    Hallo alle zusammen,

    für die lieben Geburtstagsgrüße für unser Lottchen sagen wir herzlichen Dank.

    Wer hätte das gedacht, dass sogar eine ACHT vor ihren Jahren steht. Wir haben diesen Tag auch ordentlich gefeiert. „Lotte hat Geburtstag - kommt Besuch - Mutter backt Kuchen – Lotte ist AAACHCHT Jahre alt alt alt, aaacht, aaachcht.“ Das war überwiegend ihr Wortschatz an diesem Tag. Leider musste man vor den neuen Spielsachen große Angst haben, die könnten ja beißen. Sie ist bei neuen Gegenständen äußerst vorsichtig, so wie fast alle Grauen.

    Zur Zeit geht es Lottchen recht gut, obwohl ich mir doch einige Sorgen um sie mache.
    Im letzten Halbjahr 2015 musste sie häufig spucken. Unser Jahrescheck bei Frau Dr. war für Anfang Oktober vorgesehen. Bei der Besprechung und Begutachtung der Röntgenbilder stellte sich heraus, dass im unteren Teil des Drüsenmagens sich fünf oder sechs runde Kügelchen befanden. Das Blutbild ergab, dass es keine Metallteilchen sind. Was kann es dann sein? Frau Dr. sagte, dass es sich höchstens um eine bestimmte Sorte von Plastik oder von ganz hartem Holz handeln kann, andere Arten würden sich nicht auf einem Röntgenbild darstellen.

    Vor einem Jahr sind wir in eine neue Wohnung gezogen, die LOTTEGERECHT eingerichtet wurde. Es ist mir ein Rätsel, was sich in ihrem Bäuchlein befindet. Lotte bekam diverse Medikamente, die das Ausscheiden bewirken sollen. Eine Kontrolle sollte nach sechs Wochen erfolgen. Voller guter Hoffnung, denn die Verdauung klappte unwahrscheinlich gut, fuhren wir nach Wahlstedt.

    Man mag es kaum glauben, es hatten sich zusätzlich noch zwei Teilchen in ihrem Kropf abgezeichnet, das Häufchen im Drüsenmagen war noch voll vorhanden. Auf diesen Bildern konnte man sehen, dass es keine Kügelchen, sondern längliche Teilchen sind. Aber was sind das für Partikel? Ich kann mir den Kopf zermartern so viel ich will, Lotti noch mehr beobachten als je zuvor, es ist mir schleierhaft. Die Folge waren wieder Medikamente bis zum 4. Januar dieses Jahres.

    Voller Hoffnung fuhren wir zu diesem Termin. Ich nahm noch ein Stückchen Plastikschiene mit, die als Nageschutz über jeder Türe angebracht sind. Dieses wurde zusammen mit Lotti geröntgt. Das Ergebnis, die Schiene stellte sich in einer anderen Farbe auf dem Bild dar, also ist es kein Plastik im Bäuchlein. Die Teile in Lottes Kropf sind verschwunden, die im Magen sind noch vollzählig vorhanden.

    Großes Rätselraten. Was befindet sich im Drüsenmagen und wie gehen wir weiter vor? Es gibt zwei Möglichkeiten der Entfernung. Eine OP die das Öffnen der Außenhaut und des Drüsenmagens beinhaltet. Die Außenhaut heilt recht gut wieder zusammen. Ein Problem ist die Magenwand. Diese wächst meist nicht so dicht zusammen, dass keinerlei Magensäfte durchsickern. Wenn das geschieht, stirbt der Vogel. Die Alternative dazu wäre eine Entsorgung durch den Schnabel, Kropf usw. Hier handelt es sich um eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit auch nach der OP.

    Also kommen beide Behandlungsmethoden für uns nicht in Frage. Lottchen geht es zur Zeit recht gut. Sollte sich ihr Zustand zu einem späteren Zeitpunkt negativ ändern, dann muss man natürlich weiter überlegen was zu tun ist.
    Dieser kleine Vogel hat so viel Kampfgeist bewiesen und alle Hürden genommen. Acht Jahre hat sie geschafft und ich hoffe, es folgen noch viele weitere. Sie hat es so verdient.

    Ich schicke ein paar neuere Aufnahmen von Lottchens neuem Zuhause an Susanne, die diese für mich einstellen wird. Im Forum hat sich so viel geändert, mein erster Beitrag war verschwunden und ist nicht mehr zu finden. Aber es gibt ja die liebe Susanne!!!

    Nun sage ich nochmals vielen Dank und sende ganz liebe Grüße von

    Lottchen und Margaretha
     
  2. AdMan

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  3. #4342 *Rockabella**, 15. Februar 2016
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    Nachdem ich mir die ganze Geschichte von Lottchen durchgelesen habe, denke ich auch oft an die kleine Maus. Ich wünsche ihr nachträglich auch noch alles Liebe zum Geburtstag, vor allem viel Gesundheit und dass ihr die komischen Dinger in ihrem Drüsenmagen schnell wieder los werdet. Gib ihr ein Küsschen von mir :blume:
     
  4. charly18blue

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  5. #4344 aramama, 16. Februar 2016
    Zuletzt bearbeitet: 16. Februar 2016
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    Wow, wie sieht das Lottchen wieder so groß und proper aus! Ein Gefieder wie Samt und Seide!
    Ich hoffe,dass die "Dinger" in ihrem Drüsenmagen genauso verschwinden wie die im Kropf...
    Danke für die Bilder!
     
  6. charly18blue

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  7. papugi

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    hallo,
    bei mir waren drei ( 8 30 morgens) lustig am quatschen bis sie lottchens stimme horten..plotzlich war totale stille...
    nach paar minuten fing es von neuem an und sie quatschten mit.
    Lotte hort sich "franzosisch " an. :D ausser dem "niessen".
     
  8. 93sunny

    93sunny Moderatorin
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    Hallo Margaretha,
    es ist so schön, von dir und Lottchen zu lesen. Die Bilder und das Video sind toll.
    Ihr seid in eine sehr schöne Wohnung gezogen, die herrlich liegt mit Blick ins Grüne, eine echte Bereicherung.

    Ich hoffe sehr, dass diese mysteriösen Teile im Drüsenmagen keine weiteren Probleme bereiten.

    Für dich und Lottchen weiterhin alles Liebe und Gute! Es wäre wunderbar, wenn du dich wieder ab und zu melden würdest, liebe Margaretha!
     
  9. watzmann279

    watzmann279 Foren-Guru

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    Ich lese ja nur mit
    aber ich finde es so spannend mit den beiden
    wünsche den zwein noch alles gute
    die bilder sind sehr schön u. das video supi
     
  10. #4349 Margaretha Suck, 15. Oktober 2016
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2016
    Margaretha Suck

    Margaretha Suck Foren-Guru

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    Hallo alle zusammen,

    lange ist es her, dass ich über uns berichtet habe, aber es ist in den letzten Monaten so viel Unerfreuliches geschehen, das ich euch nicht vorenthalten möchte und das sicherlich einige zum Nachdenken anregen wird.

    Es begann im späten Frühjahr mit einem trockenen Husten bei mir, der nicht abklingen wollte. Hinzu kam ein Gefühl von ständiger Müdigkeit, Abgeschlagenheit, gefolgt von Schmerzen in allen Gliedern.

    Woran denkt man? An einen grippalen Infekt, so wurde ich auch behandelt. Trotz Medikamente verschlimmerte sich mein Zustand dahingehend, dass es mir nicht mehr möglich war, meine Arme zu heben, um Lotti zu füttern. Nach der Gabe jedes Löffels musste ich mich hinsetzen, dann erneut Anlauf nehmen. Es war die Hölle.

    Da ich den Ärzten erzählte, dass im Vogelbestand einer Freundin TBC vorhanden ist, ich die Tiere mehrfach versorgt hatte, wurde ich zum Röntgen geschickt, danach in die Röhre, ohne eindeutiges Ergebnis. Es folgten Gänge zu HNO Ärzten, Orthopäden und Neurologen, alles ohne negativen Befund.

    Nachdem ich immer weiteren Gewichtsverlust hatte (in 4 Monaten 39 KG abgenommen), keinen Appetit mehr hatte und nur noch hinfällig war, kein Antibiotikum half, gesellte sich noch furchtbare Luftnot dazu. Jeder Schritt, jeder Ton waren eine Qual.
    Meine Blutergebnisse wiesen einen hohen Entzündungswert aus, verbesserten sich jedoch nicht durch die Gabe von einem anderen Antibiotikum. Hinzu kam noch, dass sich Wasser in der Lunge gebildet hatte.

    Auf den Rat hin von Susanne Ochsendorf erzählte ich meiner Ärztin von dem Aufenthalt von Paulachen bei uns (die unter anderem an der Papageienkrankheit erkrankt war) und bat darum, einen Rachenabstrich untersuchen zu lassen. Dieses war der beste Rat meines Lebens.

    Das Ergebnis der zweimaligen Abstrichuntersuchung lautete positiv auf eine Chlamydia-pneumoniae-Infektion, die mit dem Antibiotikum Doxycyclin behandelt werden muss.

    Auch sei eine Meldung an die Behörde erforderlich, ebenso wie eine Untersuchung meiner Lotte. Beides wurde erledigt, die Meldung durch meine Ärztin, Lottchens Untersuchung durch Frau Dr. Zsivanovits. Leider wurde auch sie positiv untersucht und musste auch zweimal täglich über 21 Tage mit Doxycyclin behandelt werden.

    Selbst 1 ½ Jahre nach Paulachens traurigem Tod war es möglich, bedingt durch mein schwaches Immunsystem, dass die Krankheit bei mir ausbrach. Es geht uns jedoch schon wesentlich besser, ein Rest ist jedoch vorhanden, der mit starken Medikamenten behandelt werden muss. Lottchen ist ganz ok.

    Ohne den Hinweis von Susanne, der ich mein Leben lang dankbar bin, wären wir nie auf die Idee gekommen, diese Symptome mit Paulachen in Verbindung zu bringen. Ein guter Rat: Jeder, der einen neuen Vogel in seinen Bestand aufnimmt, oder nur in Pflege, der sollte sich alle Testpapiere vorher vorlegen lassen und sich nicht mit Versprechungen, alle Untersuchungen sind gemacht und negativ ausgefallen, die Belege werden nachgereicht, begnügen.

    Ganz liebe Grüsse und einen schönen Sonntag
    wünschen
    Lottchen und Margaretha
     
  11. #4350 papugi, 15. Oktober 2016
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2016
    papugi

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    Hallo Margaretha,
    es freut mich wieder etwas von dir zu horen...da habt ihr aber beide gluck gehabt mit der diagnose der chlamydia war wohl schon hochste eile geboten das diese endlich gemacht wurde...

    Lottchen hat die ja besser abgekampt als du ...was heisst das du auch dein immunsystem starken musst...
    da gibt es auch kleine angenehme tricks dafur wie z.b. kleine gesundheitsbomben wie aronia, sanddorn usw die man in allen formen nehmen kann auch in "naschis" =smoothies..."

    Es ist kaum glaubhaft wie das alles gekommen ist..nur von einejm vogel der womoglich schon wegen der krankheit in so einem schlechten zustand war.

    Welch ein gluck das Susanne richtig gedacht hatt...eine kluge frau! :beifall:
    Sie ist bestimmt deine gute fee die dir eine zweite lebensschanze gegeben hat...:blume:

    Wunsche dir das du bald wieder in besserer form bist als vor all dem geschehen...(nur musst du naturlich etwas daran arbeiten :zwinker:)

    ganz ganz liebe grusse und vielen dank das du daruber schreibst denn viele neue besitzer machen die test immer noch nicht bei ihren neuen vogeln...
    Celine
     
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