Garten als Lebensraum für Vögel

Diskutiere Garten als Lebensraum für Vögel im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Den Staudenknötrich sehe ich hier und da in kleineren Nestern, bzw. streifig entlang von Straßenrändern, Böschungen, an der Begrenzung einer...

  1. HansWilhelm

    HansWilhelm Mitglied

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    Den Staudenknötrich sehe ich hier und da in kleineren Nestern, bzw. streifig entlang von Straßenrändern, Böschungen, an der Begrenzung einer ehemaligen Mülldeponie, am Rand von Parkplätzen, also dort, wo vermutlich Gartenabfälle entsorgt wurden. Er wuchert sehr stark und vermag bei üppiger Nährstoffversorgung alle kleinwüchsigen Pflanzen zu unterdrücken. Seine Ausbreitungsdynamik in der Fläche, bzw. die Bildung von Tochterkolonien würde ich als eher gering einsdchätzen. An den Blättern finden sich Insektenfrßspuren. Das lässt hoffen, dass er in den hiesigen Ökosystemen auch schnell seine Gegenspieler findet. Vielleicht wird er auch von Säugern (Maus bis Rothirsch) gefressen, da ich ihn noch nie auf oder am Rand von Viehweiden gesehen habe.

    Hier bei uns sind mir noch keine echten Probleme mit dem Staudenknötrich zu Gesicht gekommen. Und wenn, dann kann man ja immer noch eingreifen, denn unsere technischen Möglichkeiten sind gewaltig. Probleme habe ich eher mit den Leuten, die die Naturschutzarbeit auf Neophytenbekämpfung reduzieren und oftmals den Eindruck von verunsicherten Spießernaturen abgeben, die ihre Labilität durch Wegbeißen von allem, was ihnen fremd vorkommt, überspielen wollen.

    Wie bei allen Neophyten würde ich sagen: Freundlich und mit lebendigem Interesse Willkommen heißen und bei der "Integration" helfen.
     
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  3. colchicus

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    Ich halte es mit den Neophten auch so: Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen. Was die Goldrute angeht, da geht in punkto Insekten ganz schön die Post ab.
    Nur beim Riesenbärenklau, der im benachbarten Tschechien sich auch über ganze Wiesentäler ausgebreitet hat, da tut man sich halt schon schwer zuzuschauen, wie die einheimische Vegetation vollkommen untergeht. Ich denke ein wenig muss man da schon differenzieren. Oder denken wir an die spätblühende Traubenkirsche.
    Es ist unheimlich spannend was im Bereich der Ruderalflora da auf einmal auftaucht, auch entlang der Autobahnen.
    Auch beim Springkraut zeigt sich an manchen Orten, dass vermutlich wieder eine "Normalisierung" eintritt.
    Ich gebe zu, dass ich an Feldrainen zu Gunsten der einheimischen Vegetation auch den Riesenbärenklau erfolgreich bekämpft habe. Ein Brennnesselhorst ist mir halt lieber und ein Altgrasstreifen bringt Deckung für den Märzhasen, ein Bärenklaubestand eher weniger.
     
  4. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Bahntrassen etc. ... ja!
     
  5. HansWilhelm

    HansWilhelm Mitglied

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  6. colchicus

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    Autobahnmittelstreifen !
    ebenso!
     
  7. Tiffani

    Tiffani Vögel ohne Lobby

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  8. Rud

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    Speziell bei Stau ...!

    ... und *hopp* das Netz rüber ...!
     
  9. #108 Rud, 20. März 2010
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2010
    Rud

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    Auch wenn man es sich noch nicht so ganz vorstellen kann - hier im Norden - der Frühling kommt ...
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    Eben noch im Schnee versunken ...
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    ... tut sich langsam etwas! Noch herrscht aber eine vermeintliche Trostlosigkeit ...
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    ... und bis zum "echten" Frühling - siehe unten und Post #7 Seite 1 - dauert es noch; Vorfreude ist die schönste Freude ... !
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    Aber "man" hat überlebt und schlägt sich so durch, bis vor kurzem bei Schnee, jetzt bei nasskalter Vorfrühlingswitterung: Rotkehlchen, Dompfaff, Schwanzmeise
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  10. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Eines hat mich vor wenigen Tagen erstaunt: Die Amseldichte in dem abgebildeten Gartenbereich! Die Reviere scheinen noch nicht bezogen zu sein, die Grenzen sind noch "offen". Bevor ich die Kamera anhob, um zu fotografieren, waren es zwölf Tiere; vier flogen weg (es sind nicht alle acht zu sehen).

    Das herabgefallene Laub des vergangenen Herbstes scheint eine Unmenge von Regenwürmer zu ernähren, denn in so großer Zahl habe ich die Amseln auf den Nachbargrundstücken bisher nicht beobachten können. Nun sind Amseln nicht gerade die Rarität unter den Gartenvögeln ...
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  11. lady-li

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    Ich habe noch nie soviel Vogelfutter verbraucht, wie in diesem Winter.
    Bis zu 40 hungrige Vögel fanden sich gleichzeitig an den Futterstellen ein.

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    Ich weiß nicht, ob die Buntspechte ohne Meisenknödel überlebt hätten.

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    Die Wacholderdrossel setzt sich sogar gegenüber den streitsüchtigen Amselhähnen durch.

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    Gestern kam der erste Igel aus dem Winterschlaf und nahm ein Sonnenbad.

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    Natürlich bekommen die Igel hier auch ein "Startermenü" !

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  12. #111 Rud, 24. März 2010
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2010
    Rud

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    Vermutlich zahlreiche nicht ... !

    Eine kleine "Geschichte": Bekannte betreiben diese leidige Sommerfütterung, die u.a. ein Paar Mittelsprechte im Frühjahr
    und Frühsommer an das Futterhaus band. Sie kamen mehrfach am Tage im 2 bis 4 stündigen Rhythmus; irgendwann dann
    auch mit einem (!) Jungvogel - die anderen waren wohl schon in der Nisthöhle an Fettleber gestorben.

    Dann "kam" der Sperber, und innerhalb von 2 Wochen lagen die Federn der drei hübsch am Boden ... ein Greifen konnte
    ich beobachten, was heißt beobachten: Ein Schatten, schnell wie ein Wimpernschlag, der sich plötzlich mit dem Specht
    in den Fängen auf dem Boskop niederließ ... unglaublich elegant!

    Ohne Fütterung, wären vielleicht ein oder zwei der Mittelspechte davongekommen; ihr Auftauchen nicht so berechenbar.
    Vielleicht ...

    Übrigens, @Lady-li: Ich auch Buntspecht ... vor der mittlerweile auf den Stock gesetzten Hasel. Im Vordergrund die
    Samenstände von Sedum spectabile, einem absoluten Schmetterlingsmagnet bis spät in den Herbst hinein!

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  13. Tiffani

    Tiffani Vögel ohne Lobby

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    OK Rudi...
    Was schlägst Du vor wie könnte man, abgesehen vom Sommer, im Winter füttern dass die Vögel die wir schützen wollen, nicht so schnell eine Beute der Greifvögel werden.
    Gibt es überhaupt eine Lösung?
    In der Natur würde sie ja auch immer wieder an ihre Stammplätze fliegen, bis diese abgeerntet wären...:idee:
     
  14. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Das Beste sind strukturreiche Biotope. Dort braucht niemand so schnell hungern.
     
  15. #114 Rud, 25. März 2010
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2010
    Rud

    Rud Foren-Guru

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    Wenn man füttert in meinen Augen kaum ... denn eine Fütterung bedingt ggf. hohe Vogelzahlen und verspricht immer gute Beute (schon für Nachbar´s Katze ...). Nicht falsch verstehen, @Tiffani, ich bin nicht gegen den Sperber, im Gegenteil - er hat dieser künstlichen Haltung/Erhaltung schlicht ein rasches Ende bereitet ... wenn es die Katzen gewesen wären, hätte ich übrigens anders geurteilt!

    Spannend wird es doch, wenn die Fütterung einen Stellenwert einnimmt, ohne die die betreffende Population nicht mehr lebensfähig ist - ich bin sicher, dies galt für die Mittelspechte, denn sie waren quasi ganztätig entweder an der einen oder der anderen Futterstelle (zwei Grundstücke weiter) - ihr Lebensraum: Gärten mit nur einigen älteren Bäumen! So glich das Ganze einer Art Parkhaltung mit Freiflug.

    Man kann sich nach eigenem Ermessen dafür entscheiden, so meine Sicht, sich an den Tiere freuen, vielleicht sogar etwas für den "Artenschutz" tun - obwohl auf diese Weise, ohne Lebensraumschutz eben eher Einzelindividuen in einer für sie eigentlich ungeeigneten Umwelt erhalten werden, naja, oder man lässt es eben ...

    Wenn dann der Sperber von Seiten des "Geflügelhalters mit Freifluganspruch" verfolgt würde, sehe ich persönlich dass allerdings kritisch! Jenes praktizieren und propagieren @Colchicus und andere mit Ihren Rebhühnern und Fasanen bezogen auf Habichte und Bussarde ... nur zur Erinnerung.

    Ich versuche es auf "meinen" Land tatsächlich auf klassische Weise und beobachte, was sich ansiedelt.
    ... und es kommt auch nur vor, wer sich hinreichend ernähren kann - und hinreichend schützen; geringe Populationsdichte ist ein sehr wirksamer Schutzmechanismen in der Natur!

    Aber welcher Weg nun beschritten wird, das liegt wirklich in der Entscheidung jedes Einzelnen, ist einmal mehr einer dieser Punkte, die kaum diskutabel sind.

    Gruß
     
  16. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Und der neueste "Artnachweis" ... die werden in diesem Jahr wohl im kleinen Erlenbruch unterhalb des Grundstücks brüten.
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  17. lady-li

    lady-li Banned

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    Ja Rud, das ist ein schwieriges Thema...
    Ich füttere die Wildvögel im Winter (oder rette Igel) weil ich mich an der Vielfalt in meinem Garten freue.
    Dazu kommen noch die ungewollten Sommerfütterungen, wenn ich im Sommer den Rasen mähe. :D
    Da lungern die Amseln nämlich rum und fressen alles, was der Rasenmäher aufgescheucht hat.
    Aber ich gönne auch jedem Greifvogel seine Beute.

    Übrigens : Ich bin mir sicher, daß "meine" Spechte mir einen Vogel zeigen würden, wenn ich im Sommer mit Meisenknödeln daher käme ! :D:D
     
  18. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Und genau aus diesem Grund schließe ich aus dem Verhalten der Mittelspechte, eben dieser extremen Futterplatzbindung, dass sie sich dort ohne die Fütterung dauerhaft gar nicht halten konnten ...
     
  19. colchicus

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    :beifall: Na da hast aber wieder mal einen Spruch losgetreten!
     
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  21. #119 Rud, 26. März 2010
    Zuletzt bearbeitet: 26. März 2010
    Rud

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    Hallo @Colchicus, ich muss zugeben, beim Formulieren habe ich geschmunzelt, richtig, und hoffe Du auch, etwas ... ! (wollte Dir jetzt eine PN schicken, dass ich Dich hier erwähnt habe, aber Du warst schneller!)

    "Geflügelhalter mit Freifluganspruch" - das ist nicht von schlechten Eltern!

    Inhaltlich brauchen wir nicht zu diskutieren, die Umstände sprechen für sich: Winterfütterung, Reduktion der Habichtbestände, Reduktion der Bussarde (auch/gerade der Winterzieher - Aufschrecken der Hühner (eben dem Geflügel) durch Jungbussarde und Schlagen jener aufgescheckten durch Habichte; Du siehst, ich habe seinerzeit aufgepasst). Ich suche hier und jetzt aber keine Zitate raus ... ! :zwinker:

    Muss weiterarbeiten ...

    Gruß
     
  22. #120 Rud, 2. April 2010
    Zuletzt bearbeitet: 2. April 2010
    Rud

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    Wildkrokus

    Knapp 60 dieser "Tuffs" von Crocus tommasinianus oder Crocus neapolitanus , vermutlich der
    Erstgenannte, habe ich gesetzt; insgesamt sicherlich über 600 Einzelpflanzen ... Es ist diese sehr
    frühblühende und helle Sorte. Deren Zwiebeln teilen sich nicht nur gut, sondern sie säht sich vor allem
    sehr gut selber aus! Zur Freude frühfliegender Insekten ... und damit der Vögel!
    Und woher sie stammen? Von einem seit Jahren verlassenen Grundstück in der Nähe, auf dem bald die
    Bagger anrollen!
    Manchmal kann man das nächste Jahr kaum erwarten
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Thema: Garten als Lebensraum für Vögel
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