Lebenserwartung von Grauen (realistisch)

Diskutiere Lebenserwartung von Grauen (realistisch) im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Moin moin! Zwei meiner vier Grauen sind jetzt um die neun Jahre alt, bei zweien ist, da Wildfänge, das Alter nicht genau festzustellen. Das...

  1. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    Zwei meiner vier Grauen sind jetzt um die neun Jahre alt, bei zweien ist, da Wildfänge, das Alter nicht genau festzustellen.

    Eine Untersuchung in den USA ergab noch erschreckendere Zahlen: demnach wird dort ein Großteil der Großpapageien höchstens 10 Jahre alt.

    Natürlich gibt es immer wieder Vögel, die trotz schlechter Haltungsbedingungen zumindest vergleichsweise alt werden. Bei den hier aufgeführten Beispielen muß man meiner Ansicht nach aber bedenken, dass es sich wahrscheinlich zum größten Teil noch um Wildfänge handelt.
    Meine persönliche Vermutung dazu ist auch: ein Vogel, der das Fangen und den Transport überlebt, verfügt meistens über eine sehr gute körperliche Konstitution.
    Ob die hier nachgezüchteten, z.T. handaufgezogenen Tiere damit noch vergleichbar sind, wage ich zu bezweifeln.
    Theoretisch sollte, unter optimalen Haltungsbedingungen, die Lebenserwartung der Vögel höher sein als im Freileben - das höhere Lebensalter gilt mit als einer der Indikatoren für artgerechte Haltung.
    Eher das Gegenteil scheint mir aber der Fall zu sein.
    Ob wir vielleicht vor einer ähnlcihen Entwicklung stehen wie bei den Wellensittichen?
    Ende der scheziger(Anfang der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde in der Literatur oft noch ein Durchschnittsalter von 16 Jahren für Wellensittiche angegeben.
    Selbst unter optimalen Haltungsvoraussetzungen scheint heute das die Ausnahme zu sein, in der Literatur wird als Lebenserwartung nur noch 10 bis 12 Jahre angegeben.

    Für mich gilt: je besser die Haltungsbedingungen, destso größer die Wahrscheinlichkeit, das ein Vogel ein hohes Lebensalter erreicht - auch wenn es immer wieder Ausnahmen geben mag.
    Die dürfen aber nicht zur Rechtfertigung für weniger gute Haltungsbedingungen (Einzelhaltung, kleine Käfige, fettreiches Futter herangezogen werden) herhalten, nur weil einzelne Individuen das scheinbar lange überleben (und eventuell auch lange leiden). Wer weiß schon, wie lange sie unter besseren Bedingungen gelebt hätten - vielleicht 60 statt 29 Jahre?
     
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  3. Birdslover

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    Hallo

    Ja das kenne ich. Auch ich hatte das vergessen, als meine Kanariendame starb. Ich war einfach zu traurig weil ich doch so gehofft hatte dass sie es schafft. Dabei hätte mich vielleicht ein "hohes Alter" etwas getröstet.

    Also, ich habe zwar keine Grauen mehr (sind bei meinem Ex geblieben) aber Koko war mind. schon 20 Jahre alt als ich ging. Das hatten wir mal ausgerechnet (Zeiten bei Vorbesitzer).

    Ob er noch lebt, weiss ich nicht. Ich hoffe es so. Jedenfalls sagt mir mein Ex nicht wie es den Grauen geht.

    Im Gegenteil: Einmal sagte er mir, Koko sei gestorben. Dabei war es gelogen.
     
  4. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Rüdiger,

    > Ob wir vielleicht vor einer ähnlcihen Entwicklung stehen wie bei den Wellensittichen?

    Weiss nicht. Wellis sind ja schon lange nur noch Inzucht nach Schaukriterien.

    Das dürfte bei Grauen nicht so sein. Dass Wildfänge, die die knallharte Selektion von Fang, Transport und Quarantäne überlebt haben, zu den härtesten gehören, scheint mir auch plausibel. Unserer lebt seit 33 Jahren in D, und noch haben ihn seine 'angefütterten' Zivilisationskrankheiten (Arteriosklerose, Nierenschädigung) nicht dahin gerafft.

    Ob die geringere Lebenserwartung von hiesigen Nachzuchten nun an Klima, Ernährung, Handaufzucht usw. usf. liegt, werden wohl nur Erfahrungen über Jahrzehnte zeigen.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
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