Lipom-OP ja oder nein?

Diskutiere Lipom-OP ja oder nein? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ich bin in Entscheidungsnöten, was meine 5jährige Welli-Henne Emma angeht. Sie hat ein riesiges Lipom (sehr weich, wie mit Flüssigkeit gefüllt)...

  1. wellifan

    wellifan Foren-Guru

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    Ich bin in Entscheidungsnöten, was meine 5jährige Welli-Henne Emma angeht. Sie hat ein riesiges Lipom (sehr weich, wie mit Flüssigkeit gefüllt) von unterhalb des Kropfes bis zum Bauch und ist die letzten Tage recht schlapp. Gut, sie ist auch gerade heftig in der Mauser, aber wenn möglich, liegt sie meistens auf einem Brettchen auf dem Bauch, frißt aber normal, Kot ist auch ok. Leichte Atemgeräusche hat sie schon seit einiger Zeit, war aber bislang dennoch munter und frech. Nun denke ich, dass etwas passieren sollte. Meine TA hat von einer OP abgeraten, sie operiert aber generell nicht gerne bei so kleinen Vögeln udn rät da eigentlich prinzipiell ab. Was sind eure Erfahrungen? Wie groß ist die Gefahr, dass der Vogel bei einer solchen OP stirbt? Welcher TA kann so etwas mit dem geringstmöglichen Risiko? Kann man so ein weiches Lipom evtl nur punktieren? Ich würde auch mit ihr weiter weg fahren, wenn es irgendwo Spezialisten dafür gibt, Kosten sind auch zweitrangig. Ich möchte sie nur nicht in den sicheren Tod schicken, wenn die Gefahr zu groß ist...
    Was meint ihr?

    Viele Grüße,
    Petra
     
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  3. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Hallo,
    Lipome-speziell im Brustbereich- können so groß werden, daß sie Organe verdrängen.
    Deshalb leidet der Vogel sicherlich unter Atemnot und wird schneller müde.
    Punktieren kann man ein Lipom nicht; es muß ganz herauspräpariert werden.
    Das Problem ist halt immer die Narkose-Inhalationsnarkose birgt die wenigsten
    Risiken. Trotzdem solltest Du die OP auf alle Fälle bei einem Tierarzt (oder Klinik) machen
    lassen, der so etwas schon öfter durchgeführt hat. Gerade, wenn das Lipom in Kropfnähe beginnt
    muß man unheimlich aufpassen, diesen nicht zu verletzen.

    Ines
     
  4. #3 ole olesson, 5. Dezember 2003
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    Meine neue TÄ hier in Suhl will das (die OP) ...

    Moin Petra

    ... auch nicht tun!

    "FdH" war die einzige Antwort, die ich ihr bei Schilderung des Falles entlocken konnte ...

    Sie begründet das damit, dass das Lipom ohnehin wiederkehren wird.

    Das trifft auch meiner Erfahrung nach zu.

    Bei meiner Erika (OP im Mai 2000) hat die neue Geschwulst bereits im gleichen Jahr auf der anderen Brustseite zu wachsen angefangen.

    Zudem besteht nicht nur wegen der Narkose ein enormes Risiko bei einer solchen OP.

    Der Doc in der Tierklinik, der Erika in 2000 operiert hat, hatte mich, was ihre Überlebenschancen betrifft, ausdrücklich vorgewarnt:

    "Stellen Sie ich vor, Ihnen würde mit einem Schlag ein so großer Teil Ihres Körpergewichtes entfernt ...

    Ob Ihr Kreislauf das so mitmachen täte?"

    Dennoch habe ich die Tatsache, dass ich sie damals habe operieren lassen, nicht bereut.

    Sie hat danach ihr erstes und einziges Ei gelegt ... glücklicherweise von ganz oben in den Sand, sonst hätte ich mich auch noch um eine ZG bemühen müssen!

    Jetzt aber hätte ich zu große Angst, dass sie das in ihrem Alter nicht noch einmal übersteht.

    Schließlich ist auch Erika kein junger Hüpfer mehr (6 Jahre) ...
     
  5. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Also daß mit dem "FdH" ist Unsinn-ein Lipom ist eine tumoröse Zubildung und die
    kann man nicht aushungern. Wenn ein Lipom schon die Atmung beeinträchtigt muß es
    weg.--Vorher sollte man aber übrigens mal abklären, ob es sich wrklich um ein Lipom handelt.
    Wenn sich das ganze irgendwie "puffig" anfühlt (Haut darüber wie Pergament) ist Eile geboten-
    dann ist es kein Lipom sondern eher ein Luftsackriss-also bitte mal nachgucken.--
    Eine fluktuierende Schwellung kann auch durch eine Peritonitis hervorgerufen werden
    (aufgrund von Eileitererkrankungen,nach Legenot etc.).--
     
  6. #5 ole olesson, 5. Dezember 2003
    ole olesson

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    Aushungern geht auch nach meiner Erfahrung nicht, aber ...

    Hi Spatz1967

    ... bei viel Bewegung wird das Dingen ganz erheblich dünner.

    Das ist sicher!!!

    Dummerweise bewegt sich der so "beschwerte" Vogel nicht gern freiwillig.

    Dann muss man etwas nachhelfen mit Flugtraining oder "Knabberwäscheklammern" aus Weichholz an nur mühsam erreichbarer Stelle oder ???

    So erreiche ich bei Erika zeitweise immer mal wieder sogar eine gewisse Steigfähigkeit.

    Wenn sie genug Platz hat, kommt sie momentan sogar allein in zwei "Schüben" vom Boden auf die Gardinenstange.

    Aber das wird sich sicher auch wieder ändern, denn die letzte Gewichtsabnahme verdankt sie dem Setter meines kleinen Bruders, der dauernd vor den Volis sitzend Vogelkino geguckt hat ...

    Danach hat die Bande sich eine ganze Zeit auch ohne Hund im Zimmer nicht mal rausgetraut, als das ganze Vogelgetier längst mit mir in Suhl war.
     
  7. wellifan

    wellifan Foren-Guru

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    Hallo und danke für Eure Antworten!
    Bin jetzt immer noch unentschlossen, aber wenn es so bleibt oder gar schlimmer wird, muss ich wohl oder übel handeln. Meine TA hatte auch davor gewarnt, den Vogel abnehmen zu lassen, denn das Lipom ist ja einfach eine gutartige Geschwulst und wenn der Vogel unter dem Lipom abgemagert ist, erdrückt es ihn quasi... Sie ist bis auf dieses Ei auf ihrer Brust auch nicht fett, frisst aber schon ganz gerne..
    Ich habe jetzt aus Euren Antworten herausgehört, dass die OP sehr gefährlich und das Risiko sehr hoch ist, seufz....
    Kennt Ihr einen TA, der da fit ist und dem man vertrauen kann? Oder eine Klinik? Wenn die INhalationsnarkose die beste ist, wird sie auch generell angewendet oder muss man extra danach fragen? Ich würde auch quer durch Deutschland fahren, wenn es Emma hilft. Das mit der großen Menge Körpergewicht hat meine TA auch gesagt, sie meinte, da müsste man ja praktisch den halben Vogel wegschneiden.
    Ach es ist ein Elend, ich würde mir solche Vorwürfe machen, wenn sie bei der OP stirbt :(

    Liebe Grüße,
    Petra
     
  8. wellifan

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    PS: Spatz, es ist ganz sicher ein Lipom, das sie nun seit zwei Jahren hat und das langsam, aber stetig wächst. Ein Ei hat sie noch nie gelegt, ich denke also nicht, dass es etwas mit Legenot zu tun haben könnte.

    Liebe Grüße,
    Petra
     
  9. #8 Spatz1967, 7. Dezember 2003
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2003
    Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Ist schon besser, wenn man den Wunsch nach der Inhalationsnarkose anspricht-
    habe neulich im Fernsehen einen Tierarzt gesehen, der eine Anästhesie noch per
    Injektion durchführte :( Die Inhalationsnarkose ist geringfügig teurer (kostet etwa 10 Euro
    und ist zeitabhängig). Vorher bitte auch drauf achten, daß der Allgemeinzustand des
    Vogels eine OP noch zuläßt (wenn der Vogel stark abgemagert oder ausgetrocknet oder
    erschöpft ist, muß er auf die OP vorbereitet werden und gegebenenfalls schon vorher beim
    Tierarzt oder in der Klinik bleiben).

    P.S.: Mannheim ist doch eigentlich nicht weit von Frankfurt-wenn Du in den Tierarztlisten
    keinen Vogeltierarzt in der Nähe findest, ruf doch mal bei der Tierklinik Hach dort an;Frau Dr.
    Christiane Haupt ist auch eine gute Vogelärztin.
     
  10. wellifan

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    Hallo Spatz,

    danke für die Infos, werde mich in der Frankfurter Klinik mal kundig machen. Emmas Allgemeinzustand ist gut, sie ist eigentlich recht lebhaft und frißt sehr gut, ist nur leider durch ihren Umfang etwas behindert. Allerdings ist sie schon fast 6, ich weiß nicht, ob das Alter da schon eine Rolle spielen kann?

    Liebe Grüße,
    Petra
     
  11. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Ein Alter von 6 Jahren ist eigentlich kein Hinderungsgrund für eine OP-wichtig ist halt nur,
    daß der Vogel sonst gesundheitlich in Ordnung ist und Du-wie gesagt-einen OP-erfahrenen
    Tierarzt findest. Und das Ende der Mauser sollte man besser abwarten.
     
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  13. wellifan

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    Vielen Dank für den Tipp, Spatz - das Ende der Mauser werde ich auf jeden Fall abwarten (im Moment sieht sie aus wie ein kleines Stachelschweinchen...) und dann hoffe ich, dass es nicht so kalt ist, sonst warte ich lieber noch ein bisschen. Nachdem sie drei Tage fast nur auf dem Bauch liegend verbracht hat, ist sie seit gestern wieder die Aktivität in Person - wirft das Bällchen, schmust mit den anderen, zerlegt die Voliereneinrichtung - kann es sein, dass ihr das wenige Fressen die drei Tage doch irgendwie Erleichterung verschafft hat? Habe sie mal abgetastet - mager ist sie unter dem Lipom nicht...

    Viele liebe Grüße,
    Petra
     
  14. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Solange die Brustmuskulatur nicht soweit abnimmt, daß das Brustbein hervorsteht, schaden geringere
    Futtermengen nicht. Bloß hungern sollte ein kleiner Vogel aufgrund der höheren Stoffwechselrate nicht.
     
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