Neu in der Familie

Diskutiere Neu in der Familie im Kakadus Forum im Bereich Papageien; Hallo Ihr Lieben und erfahrenen Vogelfreunde, wir haben seit 2 Jahren 2 Vögel, zuerst war da unsere Gelbnackenamazone, dann kam ein Jahr später...

  1. angoer

    angoer Stammmitglied

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    Hallo Ihr Lieben und erfahrenen Vogelfreunde,
    wir haben seit 2 Jahren 2 Vögel, zuerst war da unsere Gelbnackenamazone, dann kam ein Jahr später ein Edelpapagei dazu. Das klappt auch seit 2 Jahren gut. Nun haben wir einen Kakadu aus schlimmen Verhältnissen dazu bekommen, er ist ca 30 Jahre alt und wurde von den Behörden in einer Messi Wohnung aus einem 30x30cm Käfig befreit. Wir haben ihn zur Probe für ca 2 Wochen. Leider giebt es auf einmal riesen Probleme zwischen dem Neuling und unserer Amazone. Die Amazone wurde vom Kakadu gebissen und hat seitdem Angst vor ihm. Das führt dazu, dass er sie andauernd jagt und den "Dicken Maxen" macht. Unsere Amazone ist zwar eigentlich stärker, aber traut sich wohl nicht. Der Edelpapagei ist von alledem nicht sonderlich berührt, der Kakadu hat Angst vor ihm, lässt ihn also in Ruhe. Und der Edelpapagei ist ein sehr ruhiger, jagt den Kakadu also nicht.
    Wie können wir es schaffen, dass der Kakadu die Amazone nicht immer jagt. Es wäre uns so wichtig, dem Kakadu ein gutes zu Hause zu geben, aber natürlich nicht auf Kosten unserer Amazone. Habt ihr Tips für uns?
    Vielen Dank im Voraus
    Liebe Grüße Andreas
     
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  3. #2 Angie-Allgäu, 4. Mai 2007
    Angie-Allgäu

    Angie-Allgäu Foren-Guru

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    Hallo Andreas;

    ganz ehrlich...
    Ich halte nichts davon drei völlig artfremde Vögel gemeinsam zu halten.
    So hast Du drei Einzelvögel und das ist für keinen artgerecht.

    Gerade Kakadus zusammen mit Amazone und Edel zu halten kann ganz schön ins Auge gehen. Kakadus haben einfach ein höheres Aggressionspotential.
    Ich habe hier einen kleinen GHK der jahrelang friedlich mit einer Amazone in der Voliere lebte. Tja... bis er der Amazone ein grosses Loch in den Schnabel gebissen hat.

    Wnn Du die Möglichkeit hast, würde ich für jeden einen artgleichen Partner holen und sie paarweise halten. Natürlich nur, wenn du die Mindestanforderungen erfüllen kannst.

    Ich finde es einfach klasse das du den Vögeln ein schönes Zuhause bieten möchtest und drück dir die Daumen das Dir das gelingt :zustimm:
     
  4. Mary

    Mary Foren-Guru

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    Hallo Andreas,
    finde es toll,das ihr dem Kleinen ein gutes Zuhaus geben wollt.
    Allerdings stimm ich Angi auch zu.Ich denke auch es wäre besser sie Artgleich zu verpaaren oder zu vergesellschaften.
    Sind die 3 nur beim Freiflug zusammen,oder auch gemeinsam untergebracht?
    Ich würde sie auf jeden Fall trennen wenn der Kakadu so agressiv gegen die Amazone ist,nicht das doch noch was ernstes passiert.
    Wie alt ist er,weißt Du das auch?
     
  5. angoer

    angoer Stammmitglied

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    hallo Angie, hallo Mary,
    wie ich schon schrieb, der Edelpapagei und die Amazone leben in einem Käfig gemeinsam seit über einem Jahr und das gut und friedlich.Da gab es nie Probleme und wir denken schon, dass auch wenn es keine Liebe ist, es für die beiden gut war. Tja und der neue gefiederte Mitbewohner lebt ja nun erst seit 4 Tagen bei uns und wenn er es nicht so grausam gehabt hätte, wären wir ja nie auf die Idee gekommen. Wir haben ihn ja von unser behandelnden Tierärztin. Im Moment halten wir ihn natürlich in einem seperaten Käfig. Dieser steht dicht bei der Voliere der anderen beiden. Zusammen kommen die drei nur unter Aufsicht. In den nächsten Wochen wird ein Zimmer komplett umgestaltet und darin baue ich eine Voliere 3m breit, 1m tief und 2,60m hoch. die baue ich mit Trennwand, so können sie zwar miteinander schnäbeln und schwatzen aber nicht ohne aufsicht zueinander. Ach so Mary, er soll ca 30-40 Jahre alt sein. Die MIndestanforderungen für eie getrennte Artgleiche Haltung haben wir leider nicht. Erstens wohnen wir in einer Mietwohnung, so kann ich nichtfür 3 Paare eine gute Voliere bauen. Außerdem ist dies jetzt ein Versuch.
    Es wäre doch so schön, wenn wir das irgendwie hin bekommen und er bei uns bleiben kann, lieber in einem seperaten großen Käfig bei uns und nur unter Aufsicht mit den anderen zusammen, als irgendwo im Tierheim abgeben.
    LG Andreas
     
  6. #5 Angie-Allgäu, 4. Mai 2007
    Angie-Allgäu

    Angie-Allgäu Foren-Guru

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    Hallo Andreas;

    um was für einen Kakadu handelt es sich denn eigentlich?
     
  7. angoer

    angoer Stammmitglied

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    Ein kleiner Gelbwangenkakadu. Das Koriose ist ja, er ist kleiner als die Amazone, aber diese hat trotzdem Schiß vor ihm. Die süsse doofe Nuss8)
     
  8. Pico

    Pico Chefin einer Chaotenbande

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    Wie alt sind die beiden Vögel?



    Sicherlich nicht unbedingt tragisch, würde es auf Dauer bei 2 Arten bleiben.
    Nun eine Dritte und noch dazu besonders geschützte Art einzeln zu halten, halte ich für mehr als nur bedenklich.

    GW-Kakadus unterliegen dem Status "A" des Artenschutzabkommens und da gilt es besonders die Haltungsanforderungen einzuhalten bzw. umzusetzen.
    Es ist deshalb auch egal wie alt das Tier bereits ist.

    Da ihr in einer Mietswohnung wohnt........nach Eingewöhnung kann es durchaus zu einer extrem lauten Geräuschkulisse kommen.
    Und dann?

    Es wäre im Sinne des Vogels besser ihn gleich an einen Ort zu geben, wo er tatsächlich bleiben kann und auch die Chance auf einen artgleichen Partner hätte. ;)

    Ich kann allerdings auch nicht die Vorgehensweise der Behörde nachvollziehen, die diese "Probehaltung" überhaupt in Erwägung zieht.:nene:
    Das ist nichts Persönliches gegen Dich, sondern eine Frage die ich mir stelle, die durchaus berechtigt ist.
     
  9. bella

    bella Guest

    Heike, du hast mir aus dem Herzen gesprochen, genau das waren auch meine Gedanken.
    Ich würde empfehlen, den Vogel an eine Vermittlungsstelle zu geben und die bereits vorhandenen Vögel artgerecht zu verpaaren, anstatt noch einen dritten artfremden Vogel hinzuzusetzen. Solltest du daran Interesse haben, kann man dir an dieser Stelle mit Adressen, bzw. Telefonnr. weiterhelfen.
    Bei drei artfremden Großpapageien in einer Mietswohnung sind die Behörden meist wenig begeistert. Sind die Tiere bei der Behörde angemeldet? Ein Anruf von einem genervten Nachbarn genügt und schon hast du die Behörde und eine Menge Ärger am Hals. Ich kann vor übertriebener Tierliebe immer nur warnen, man tut den Tieren und sich selbst meist nichts Gutes damit.
     
  10. angoer

    angoer Stammmitglied

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    Man staunt doch manchmal " Über ALL DIE SUPER FACHLEUTE " hier

    Ich habe sicherlich nicht gleich in meinem ersten Thema in diesem Chat vor mich total unbeliebt zu machen, aber eines muss ich an dieser Stelle hier mal bemerken. Ihr nennt euch alle sooo erfahren und Tierlieb, da staune ich sehr über eure Ansichten. Der Kakadu den ich jetzt habe, hat ca 30 Jahre in einem Käfig 30x30cm gelebt. Die Tierärztin, die unsere beiden Vögel betreut, hat versucht ihn bei sich in einer großen Freivoliere aufzunehmen. Das ergebnis war eine fast tot gebissene Kakadu Henne. Wem also bitte wollt ihr irgend etwas darüber erzählen, dass nur ARTGLEICHE Haltung auch Artgerecht wäre. Schlimmer als er es in den letzten 30 Jahren hatte, kann er es wohl kaum treffen. Toll, dass ihr soooo sehr auf den Status A pocht, aber keinem von euch mal irgendwie die Idee kommt, dass er bei seinem soooo wichtigen Status 30 Jahre lang gequält wurde. Woher bitte bezieht ihr eure Erfahrungen in dieser Hinsicht. Wir lesen seit fast 3 Jahren das WP Magazin und eure Meinung genau wie absolut gegenteilige wurden da drinn schon nieder geschrieben. Ich gebe euch recht, dass von Anfang an für jeden Vogel das absolut optimale alles andere als eine Haltung unter Zwang und Vorstellung des Menschen wäre. Aber nur weil man glaubt eine Haltung sei im prinzipiellen nicht optimal, sollte man den Einzelfall nicht übersehen und vergessen darüber nachzudenken ob sich die Lebensbedingungen für den armen Kerl nicht vielleicht doch um ein vielfaches verbessert haben bei uns.
     
  11. angoer

    angoer Stammmitglied

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    ach so einen nachtrag habe ich noch, ich wollte ja nicht wissen ob ihr es toll findet wie schwer oder laut oder was auch immer es wird, sondern ich fragte nach Hilfe und Tips für die Eingewöhnung. Aber meine Frau scheint leider Recht zu haben, Menschen schauen nicht was andere brauchen, sondern nur was sie selbst für wichitg halten. Sie hatte mir abegraten hier um Rat zu bitten und mir genau das voraus gesagt, was gerade passiert, ich hoffe ihr helft mir noch dabei dass ich nicht auch dieser Meinung sein muss am Ende.
    Also um es auf den Punkt zu bringen, ich habe 2 ganz Konkrete Fragen. Erstens klappert der kleine fast immer an meiner Seite mit dem Schnabel und zappelt mit der Zunge dabei hin und her und zweitens geht er oft in Ecken, stützt den Kopf auf den Boden und drückt den Kopf in die Ecke, das gleich macht er auch wenn ich mit ihm schmuse auf dem sofa oder im Bett, er drückt den Kopf unter meinen Arm und drückt sich dabei in die ecken der Kissen. Kennt das jemand von euch und wenn ja haben diese beiden verhaltensweisen eine klare Bedeutung?
    Ich hoffe ihr könnt mir meinen etwas Verstimmten Ton verzeihen, aber das musste ich mal los werden.
    Liebe Grüße an alle
    Andreas
     
  12. #11 Chrissie, 8. Mai 2007
    Chrissie

    Chrissie für länger abwesend

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    Hallo Andreas!
    ZUerst einmal noch von mir ein herzliches Willkommen bei den Vogelforen. Ich möchte zu diesem Thread noch folgendes anmerken:
    Ich denke, keiner wollte Dich hier massregeln oder verurteilen. Die User, die sich hier zu Wort gemeldet haben, sind wirklich gestandene Kakaduhalter, die die Höhen und Tiefen einer Haltung durchgemacht haben und dadurch natürlich manch anderem Kummer ersparen wollen. Meine Meinung geht soweit, dass man nicht zuviele Arten mischen sollte, zum einen, bewohnen diese Vögel unterschiedliche Kontinente und sprechen dadurch "andere Sprachen", zum zweiten erfordert dass zb auch unterschiedliche Haltungsanforderungen (Futter, zt auch Luftfeuchte usw) Das sind für mich die wesentlichen Argumente, hauptsächlich bei einer Art zu bleiben, außer man hat die Möglichkeiten eines Riesengrundstücks mit ausreichend Anbaupotential.
    Trotz allem finde ich es gut, dass Du dem armen Kerl ein neues Zuhause bieten willst. Ich würde bei der Variante bleiben, sie getrennt zu halten, zumal der Kakadu aggressiv gegenüber anderen Vogelgenossen zu reagieren scheint. Du hast ja aber dafür ausreichende Massnahmen getroffen. Bleibe dabei und halte sie nicht zusammen.
    Zu Deinen Fragen: Das KLappern mit dem Schnabel ist ein sogenanntes "Beschwichtigungsverhalten", wenn meine das machen (meistens auf der Schulter oder auch untereinander) dann unterwirft sich der Vogel mit dem Klappern dem anderen, nach dem MOtto: "Ist gut jetzt, komm lass uns wieder Kumpels sein." Ich habe es zumindest bei mir noch nie als negatives Verhalten einstufen können. Vielleicht möchte er mit dem KLappern bei Dir sich auch "einschmeicheln", ich werte es als Vertrauensbeweis Dir gegenüber.
    Den Kopf verstecken in Kissen etc kann ich hier nur bei meinen Weibchen beobachten: Kissen, Pullis, Ärmel, überall muss der Kopf rein. Bei den Männchen beobachte ich hingegen, dass der Kopf auf dem Boden hin- und hergeschoben wird, meistens nach rechts und nach links. Aus meinen Erfahrungen werte ich das auch als spielerisches und positives Verhalten. Er zeigt damit deutlich, dass er sich bei euch wohlfühlt, sonst würde er nicht diese Signale setzen. Ich drücke euch alle Däumchen, dass ihr dem armen Kerl ein schönes und dauerhaftes Zuhause bieten könnt ohne grossen Streß. Würde mich weiterhin auch von Berichte von Dir freuen.
     
  13. #12 Hein, 9. Mai 2007
    Zuletzt bearbeitet: 9. Mai 2007
    Hein

    Hein Stammmitglied

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    Hi,

    mit der Deutung des Verhalten schließe ich mich Chrissie an, das sind gute Zeichen.

    Was ich nicht im geringsten verstehen kann, sind die Antworten, die in keinster Weise auf das Individuum Bezug nehmen, sondern nur das übliche 08/15 Gesülze runterbrabbeln.

    Wir arbeiten seit fast frei Jahren an einem vollkommen menschgeprägten Abgabe-Nacktaugen, der panische Angst vor anderen Papageien hat (saß wohl mal mit Aras zusammen, und der Spaß hat ihn einige Zehen und einen unbehandleten Beckenbruch gekostet) und sich im ersten Jahr bei uns nur auf einer Fläche mit Schuhkartongröße bewegt hat. Wir haben versucht, ihn zu vergesellschaften, und das hat nicht geklappt. Im Moment sitzt er bei unseren Nymphen; mit denen kommt er nach fast drei Jahren gut klar. Mit den Kakadus brauchen wir ihn nicht zusammenzusetzen.

    Das Einzige, was hier hilft, ist Geduld und Regelmäßigkeit. Für solche Tiere kann die Zwangsvergesellschftung tödlich sein. Wer hier also stereotyp nach Gruppenhaltung ruft, sollte sich erstmal vergegenwärtigen, wie das Tier drauf ist. Es gibt Tiere, die nach 20 Jahren Einzelhaltung im Schukarton begeistert in die Voliere mit Artgenossen stürmen und innerhalb von einigen Stunden ihren Partner und ihren Platz in der Gruppe gefunden haben.
    Es gibt aber ebensogut das genaue Gegenteil davon; Vögel, die unter Artgenossen verkümmern und eingehen.

    Also: Geduld, nichts erzwingen, den Vogel machen lassen. Er kommuniziert ja mit Euch, und er wird sich schon melden, wenn er was braucht. Mit einer Verpaarung oder Vergesellschaftung würde ich anfangen, wenn Ihr den Geier richtig einschätzen könnt; wie er sich Euren anderen gegenüber verhält, ob/wann er stark genug für eine Gruppe ist. Wenn er soweit ist, ist die Vergesellschaftung natürlich das Beste, was Ihr ihm tun könnt. Für mich gibt es nichts Schöneres, als Vögel, die mich nur zum Füttern, Wäsern und Putzen brauchen.

    Ich würde ihn keinesfalls jetzt in der Eingwöhnung wieder abgeben - das wäre ein guter Weg, ihn zu traumatisieren.
    Nach den paar Tagen kann man noch nicht allzuviel sagen, wie das Verhältnis der drei zueinander sein wird, so eine Spezialistin haben wir auch (auch ein Abgabevogel aus Katastrophenhaltung): sie war keine 10 Minuten bei uns, da ist sie los und hat alle der Reihe nach verdroschen. Wir sind erstmal nicht dazwischen, da es nicht sonderlich schlimm aussah, sondern wie eine normale Prügelei. Unsere Maus hat also jedem zur Begrüßng eine "Ohrfeige" versetzt, und seitdem ist Ruhe. Sie wird von den anderen respektiert und ist die Chefin - und genau das hat sie wohl mit der Aktion bezweckt.
    Also ersmtal beobachten, wie es sich entwickelt. Wenns zu übel wird dazwischengehen und die Prügelknaben trennen. Ich halte übrigens nichts von Strafmaßnahmen wie Einsperren oder so; der Vogel weiß nach 2 Minuten nicht mehr, weshalb er jetzt einsitzt. In der Situation schnell trennen, kräftig anschnauzen, und gut ist.
     
  14. Pico

    Pico Chefin einer Chaotenbande

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    @Hein,

    es mag sein, das mein "08/15" Gesülze nicht dem entsprach was erwartet wurde.

    Aber worauf hätte man detailierter eingehen sollen?
    Das der Vogel bereits einer Henne zugeführt wurde....Wo stand dies bevor ich geantwortet habe?

    Und heißt es zwangsläufig das dieser Vogel ein Killer ist und nicht doch einer Henne zugeführt werden kann?
    Es steht nichts darüber, wie der Hahn der Henne zugeführt wurde, wie die Vergesellschaftung abgelaufen ist.

    Ging nur um die Rettung eines Vogels aus einem 30x30 Käfig und wie man ihn mit noch 2 anderen Arten harmonisch in einer MIetswohnung zusammenleben lassen kann und im Grunde schon die ersten Diskrepanzen mit der einen Art auftretebn.

    Es mag sein, das mein Geschreibe sich mehr auf Dinge beschränkt hat, die nicht speziell auf die Bedürfnisse eines einzelnen Menschen eingegangen sind.

    Ich werde zu oft und tagtäglich mit Schicksalen solcher Vögel konfrontiert, als das ich nun noch Vorschläge machen kann wie eine dritte Vogelart in einer Mietswohnung den Rest seines Lebens glücklich werden könnte, obwohl bereits sichtbare Probleme auftreten.

    Und wie so etwas in der Regel endet, sollte auch Dir mehr als nur bekannt sein.
     
  15. Mary

    Mary Foren-Guru

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    Hallo,
    zu Deinen 2 Fragen kann ich mich nur Chrissie und Hein anschließen.
    Bestimmt will Euch hier keiner den Vogel oder Eure Haltung madig machen.
    Für so ein "altes" Tier ist es sicherlich nicht einfach sich an die neue Situation zu gewöhnen.So wie Du schreibst,war er/sie ? ja nu 30!!!! Jahre oder länger eingepfercht ohne jeglichen Kontakt zu anderen Vögeln.
    Ich würde sie auch weiterhin nur unter Aufsicht beim Freiflug zusammen lassen,und ansonsten getrennt halten,also so wie Ihr es schon handhabt.
     
  16. angoer

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    Hallo Ihr LIeben,
    und das "Lieben" meine ich wirklich ernst. Als erstes Danke für eure Antworten auf meine Fragen, wenn dem so ist, das dies "Wohlfühlbekundungen" sind, na dann bin ich ja noch ein Stückchen glücklicher mit dem süßen Zwerg.
    Ich werde einfach der reihe nach in einem Stück antworten, und jeder muss sehen mit welchem Text er angesprochen ist.:idee:
    Also um ganz klar zu sagen, Streit habe ich hier nie gesucht, eher war es ein wenig die Angst, dass es nicht klappen könnten und zum Zweiten natürlich die Verunsicherung. ich gebe aber schon zu, dass ich mich etwas angegriffen gefühlt habe, aber das Thema ist ja nun abgehakt wie ich denke.
    Nach den ganzen Texten hier haben wir heute noch einmal unsere Tierärztin angerufen und um Rat gefragt. Erstens vertrauen wir ihr zu 100% und zweitens kennt sie den Kakadu ja, denn sie hatte ihn ja eine Weile bei sich. daraus kann ich übrigens ganz klar sagen, wenn sie es nicht Richtig angegangen ist mit dem Eingewöhnen in ihre Voliere, dann würde es mich sehr sehr wundern. Sie ist eine absolut erfahrene Papageienärztin, hat schon Bücher geschrieben und ist in Fachkreise sehr angesehen, sogar in der WP war sie schon benannt. Nun aber zum Thema, also nach einem langen Telefonat muss folgendes fest gestellt werden. Der Vogel ist in seinem Alter zu Menschen bezogen und nicht mehr mit anderen Kakadus zu halten. das giebt nur Mord und Todschlag. Sie hat uns den Vogel gegeben, weil sie weis, dass wir erstens alles für unsere Tiere tun, damit es ihnen gut geht und damit der Vogel in seinen noch kommenden Lebensjahren vielleicht ein nicht ganz Artgerechtes, aber schönes Leben hat. Und eines können wir garantieren, dafür tun wir alles mögliche. So bauen wir jetzt zum Beispiel die gesamte Wohnung um, damit die 3 eine große Voliere in einem seperaten Zimmer haben , so dass wir sie viel besser raus lassen können und sie in diesem Zimmer fast alles an Dummheiten anstellen dürfen was sie wollen. Liebe Chrissie, die neue Voliere ist natürlich mit trennwand doppelt gedrahtet geplant, und dies wird zu 90% auch so bleiben, aber sobald wir zu hause sind dürfen die 3 natürlich unter Aufsicht raus. Auch das Gespräch mit der Ärztin ergab, in einer Voliere mit Trennwand und viel Zuneigung durch uns, kann sein zukünftiges Leben nur besser werden. Und mit waaahnsinnig viel Glück könnte es sogar irgendwann zu unbestimmter Zeit mal zwischen den dreine gut gehen, aber selbst wenn sie nie zusammen in einer Voliere ohne Trennwand sein werden, wird sich der Kakadu trotzdem wohl fühlen. Nach all diesen Gesprächen, vielem lesen hier im Forum, haben wir uns nun erst einmal entschlossen es zu versuchen, diese Woche werde ich die Volierenelemente bestellen, wenn ich die Preise verglichen habe und in 2 Wochen bekommt er seinen Chip und die Tierärztin meldet ihn offiziell als ein Familienmitglied bei den Behörden an. Ich bin dankbar für jeden Tip, jeden lieb gemeinten Hinweis. Denn ich denke, der kleine hat es einfach verdient sich wohl zu fühlen. Und wenn alles gut geht wir er bei uns steinalt und glücklich. So nun erst mal Schluß mit diesem Roman, wow ist der lang geworden und das Beste ist, die ganze Zeit schmust der Kakadu beim schreiben mit mir und turnt fröhlich auf mir rum.
    Also an ALLE noch einmal Liebe Grüße
    Andreas
     
  17. angoer

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    Leider ein Fehlschlag

    Leider müssen wir den Versuch abrechen. Der kleine ist süß, ich komme mit ihm wunderbar klar, wir lieben uns regelrecht und schmusen sehr oft. Leider geht er jedoch alle anderen Familienmitglieder an. Egal ob meine Frau oder mein Sohn, die er schon mehrfach gebissen hat.Und auch unsere Amazone, hat vor ihm leider keine Ruhe wenn wir im gleichen Zimmer sind. Ich bin mit ihm immer in ein anderes Zimmer gegangen damit er möglichst viel Freiflug und Beschäftigung hat, aber darunter leidet natürlich mein Familienleben. Schade es macht mich sehr traurig den kleinen Frechdachs wieder abgeben zu müssen und ich kann nur hoffen unsere Tierärztin ein gutes ZUhause für ihn finden wird.
    Mir ist egal, ob die jenigen, die das schon von Anfang an wussten sich jetzt nur bestärkt sehen in ihrer Meinung, ich bin einfach nur tief traurig.
    :traurig:
     
  18. #17 dunnawetta, 21. Mai 2007
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2007
    dunnawetta

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    Hallo Andreas,
    irgendwie tut es mir in der Seele weh, wenn Du jetzt von wieder abgeben sprichst. Versteh das jetzt bitte nicht als Vorwurf. Ich hab zwar keine keine großen Kakadus, sondern "nur" die Miniaturausgabe, aber ich versteh das Dilemma dieses Kakadus und Deins nur zur gut. Ich bin quasi 14 Jahre lang mit meiner verstorbenen Nymphin Flori "verheiratet" gewesen, die bei mir (nach 10 Jahren Einzelhaltung in einer anderen Familie) zwar auch andere Nymphen kennengelernt hat, sich aber definitiv an mir "festgemacht" hat. Insofern kann ich, denke ich, mitreden, obwohl die großen Kakas nun doch wieder ein anderes Kaliber sind.
    Der Kerle hat Dich als seinen Partner ausgewählt. Damit erklärt sich, daß er so ungnädig auf den Rest der Familie reagiert. Die TA hat höchstwahrscheinlich recht, daß eine Vergesellschaftung / Verpaarung mit anderen Kakas ziemlich illusorisch ist. So wie es aussieht, ist er menschenfixiert und Du hast die Ehre, der Auserwählte zu sein. Das heißt, Du hast aktuell die Wahl zwischen Pest und Cholera: Wenn Du Dich dazu entscheidest, ihn wieder abzugeben, wird er trauern. Wie sehr, kann ich Dir so aus der Entfernung nicht sagen, von Flori weiß ich, daß es bis in die Nähe von Krankwerden gegangen ist. Wenn er bei Euch bleibt, bedeutet das, daß Du für ihn, wann immer Du greifbar bist, die Nummer eins bist und er das auch umgekehrt erwartet. Das bedeutet Verantwortung weit über das normale Maß des ein "Haustier- habens" hinaus , sich Einlassen-Können auf die emotionalen Bedürfnisse des Kakadus, in gewisser Weise das Wegfallen oder Schwinden zwischenartlicher Grenzen (Kakadu/ Mensch und umgekehrt). Dein Kaka wird Dich als Artgenossen (ok, mit Einschränkungen, Mensch hat nun mal größere Füße und Probleme damit, um die Küchenlampe zu fliegen...) sehen und entsprechende Erwartungen an Dich stellen. Die größte Chance für Dich wird darin liegen, eine andere Art tatsächlich zumindest ansatzweise verstehen zu lernen. Ich bin mittlerweile soweit, die Pfiffe meiner Nymphen annähernd entsprechend deuten zu können und mitunter die "richtigen" Antworten geben zu können.
    Wenn Du ihn behältst, wird das Beste, was Du vielleicht erreichen kannst sein, sein, daß er Ama und Edel soweit toleriert, daß sie ihm egal sind. Auf eine Vergesellschaftung mit den anderen Papas, insoweit, daß sie etwas miteinander anfangen können, würde ich nicht hoffen. Die gegenseitige Toleranz unter den Papas wird aller Voraussicht nach nur funktionieren, wenn ihm definitv klar ist, daß Du zu ihm "gehörst".
    Ich wünsche Euch eine gute Lösung für Euer Problem.
    Liebe Grüße
    Anne
    P.S.: Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, zuerst ausgibig mit ihm allein zu schmusen und dann peu a üeu gemeinsam den Kontakt mit der übrigen Famile aufzunehmen. Damit meine ich jetzt nicht, daß jeder hautnah Kontakt zu dem Kaka haben sollte, ich denke da eher an eine langsame Gewöhnung und evt. Clickertraining.
     
  19. Chrissie

    Chrissie für länger abwesend

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    Habe gerade diesen Post gelesen und mir gings auch durch Mark und Bein. Ich finde Deine Offenheit gut, Andreas, denn das zeigt immer wieder, dass Kakaduhaltung kein Zuckerschlecken ist und es die ganze Person erfordert. Selbst, wenn man ein Pärchen oder eine Gruppe hält, ist es eine Umstellung fürs ganze Leben. Ich sehe es ähnlich wie Anne, wenngleich man Nymphies nicht mit Kakadus vergleichen sollte. Der Biss und eine Attacke eines Kakadus sind eine ganze andere als die eines Nymphen (bitte nicht verkehrt auffassen).
    Wenn es Deine Kraft und Energie zulässt, gib bitte den Kakadu nicht ab. Versuche Dich in die Lage des Vogels zu versetzen: Er hat nach jahrelangem Knast eine schönes Leben mit Dir gefunden, ist glücklich und zufrieden. Jetzt wird er plötzlich aus dem Paradies entrissen und er weiss nicht, was er falsches getan hat. Das sind oftmals Auslöser, dass ein Vogel sich anfängt, sich zu verstümmeln oder zu rupfen oder andere Verhaltensstörungen aufweist. Kakadus sind hochintelligent und hochsensibel. Du würdest ihm buchstäblich das Herz brechen, da bei einer Rückgabe sein Partner, nämlich Du, ihm entrissen wirst. Wie würde es Dir ergehen, wenn Du von Deiner Frau getrennt werden würdest? Ich kann verstehen, dass es Streß momentan bedeutet, aber ein solcher Kakadu braucht viel viel Zeit, das lässt sich nicht in ein paar Wochen kompensieren. Gib bitte noch nicht auf. Selbst solch "verbogene" Kakadus haben bei sehr viel Geduld und Liebe eines Halters wieder ihr Gleichgewicht gefunden. Der Tipp mit dem Clickertraining ist ein guter Ansatz, hier gibt es ja ein Clickerforum, in dem Du Dich mit Gleichgesinnten austauschen kannst.
    Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr einen Weg finden werdet, euren Kakadu doch nicht wieder abgeben zu müssen.
     
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  21. Mary

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    Ach Andreas,
    das tut mir schrecklich Leid.Aber Anne und Chrissie haben Recht.
    Der arme Kleine hat es bisher nie gut gehabt,nun ist er im Paradies und hat einen Freund (Dich) gefunden,die er selbstverständlich gegen Alles und Jeden verteidigt.
    Bitte gebt ihm noch ne Chance.Ich weiß,das sich das in der Situation nicht leicht umsetzen lässt,denn es braucht viel Gedult und Zeit.
     
  22. angoer

    angoer Stammmitglied

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    So leicht geben wir nun doch nicht auf

    Erst mal ein ganz liebes danke für eure Beiträge,

    heute morgen war ich nun bei unserer Tierärztin um den kleinen wieder zurück zu bringen. Sie hat sich die ganze Geschichte angehöhrt und war doch ganz schön erschrocken. Es stimmt auf jeden Fall,Chrissie, dass der Biss eines Kakas mit allem was wir bisher kennen nicht zu vergleichen ist. Und unsere Ama ist auch nicht ohne. Das Problem des Angreifens ist ja das eine, das des Schreiens, wenn wir ihn nicht aus seinem Käfig lassen das andere. Ich kann meine Frau schon verstehen, wenn sie das auf Dauer nicht aushält, gar kein Familienleben mehr, ständig die Angst der kleine wird sie gleich wieder anfallen und beissen, oder stürzt sich mal wieder auf die Ama. Die Versuche mit dem Ausgiebigen schmusen alleine haben wir durch, haben leider nicht geklappt. Nun hat unsere Ärztin nur noch eine Variante um uns und dem kleinen zu helfen. Eine Hormonbehandlung. Auch hier wird es bestimmt wieder welche hier geben, die dies absolut ablehnen, aber ich glaube das zukünftige Wohl des Vogels steht absolut im Vordergrund. Unsere TA sieht diese Behandlung sehr skeptisch und nur als allerletzte Notlösung. Und solch eine Situation herrscht bei uns. Die Hormonspritzen werden 2 mal im Jahr gegeben und der Vogel wird insgesammt ruhiger und verliert seine Aggressievität. Dadurch ist ein Anfang des Zusammen Lebens möglich und selbst wenn dann nach einigen Monaten die Hormone nachlassen, könnte es sein, dass ein gemeinsames Leben absolut möglich ist. Natürlich bleibt in jedem Fall die Trennwand in der Voliere, zur Sicherheit. Vielleicht muss ich nochdazu sagen, meine Frau und ich sind voll berufstätig und da bleibt leider nicht die Zeit sich jeden Tag mehr als 3 Stunden mit den Vögeln in getrennten Zimmern zu beschäftigen. Wenn die Spritze es schafft, dass wir wenigstens alle in einem Zimmer sein können ohne dass er die anderen angeht, dann ist ja schon alles gut. Übrigens, hat er meine ungeteilte Aufmerksamkeit immer gehabt, schon die reine Anwesenheit meiner Frau hat zu Aggressievität geführt.Nun bin ich gespannt auf eure Antworten.
    LG Andreas
     
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