UV-Lampe--> Bird lamp etc.

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  1. Alex13

    Alex13 Mitglied

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  3. #22 geier-004, 6. Juni 2011
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2011
    geier-004

    geier-004 Sittich-Dompteur

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    Ich nehme an Du meinst EVG = Elektronisches Vorschaltgerät.

    Daneben gibt es noch KVG = Konventionelles Vorschaltgerät und VVG = Verlustarmes Vorschaltgerät

    Für flackerfreies Licht benötigst Du zwingend ein EVG.

    Ja, das T steht für Tube = Röhre und die Zahl dahinter ist der Durchmesser in 1/8".

    Die gängigsten Durchmesser sind: T5 = 16mm, T8 = 26mm und veraltet bzw. für Sonderanwendungen T12 = 36mm

    Ansonsten ist es, wie Ingo bereits geschrieben hatte: es gibt einen Zusammenhang zwischen Länge und dem Durchmesser der Lampe und der Wattstärke bzw. umgekehrt.
     
  4. #23 Trucker_Dino, 6. Juni 2011
    Trucker_Dino

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    Das EVH für das verhindern des Flackerns bei Neonröhren ist, habe ich verstanden,
    nur was heißt die Übersetzung der Abkürzung korrekt ?

    habe ich selber in Post 14 schon beantwortet / verstanden.
     
  5. #24 geier-004, 6. Juni 2011
    geier-004

    geier-004 Sittich-Dompteur

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    Hallo Alex,

    Vögel sehen 4 bzw. teilw. sogar 5 Farben, d. h. entweder eine oder sogar 2 verschiedene UV's. Unter UV-Licht sehen die Farben der Vögel daher teilw. ganz anders aus als für uns Menschen. Z. B. sind Geschlechtsunterschiede in der Gefiederfärbung nur im UV-Bereich sichtbar. Darüber hinaus ist UV-Licht wichtig für die Bildung des Vitamins D3 aus den Vorstufen.

    Von daher ist es für die Vögel wichtig, dass sie UV-Licht bekommen. Unsere Fensterscheiben "schlucken" aber nun mal den UV-Anteil des Sonnenlichts und lassen nur den sichtbaren Anteil durch.


    Es ist allerdings ein Unterschied zwischen den Lampen, die es für Reptilien einerseits und für Vögel anderseits gibt, diese Lampen emittieren unterschiedliche Anteile an UV-A und UV-B-Strahlen.

    Von daher dürfen und sollen Reptilien-Lampen auch nicht für Vögel verwendet werden.

    Dazu hatten wir hier aber schon mal den einen oder anderen Thread, einfach mal danach suchen.
     
  6. Alex13

    Alex13 Mitglied

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    also was jetzt ... hat ingo recht oder geier 004 ? sind da wirklich unterschiede in der UV strahlung oder sind birdlamps zu schwach ? kann vielleicht auch noch jemand anderes Stellung nehmen ?
     
  7. #26 Trucker_Dino, 6. Juni 2011
    Trucker_Dino

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    Hallo Alex

    Ich hatte dir in deinem Thread "Vogelausflug" schon mal den älteren Link genannt.
    Hab' jetzt selbst mal grob durchgelesen.
    Als Zusammenfassung kann ich nur feststellen, das die Ausbeute der Lampen wohl generell nur als schwach zu bezeichnen ist.
    Und die meisten dieser Lampen, egal ob Röhre oder Strahler, nur im Terrarian-Bereich zu finden sind.

    Also für Vögel generell nicht geeignet sind.

    Macht es denn dann wirklich Sinn, solche Lampen für Vögel zukaufen ?
     
  8. #27 Ingo, 6. Juni 2011
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2011
    Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Das ist mit Verlaub so nicht korrekt. Tiere, die den gleichen Lebensraum teilen, haben auch sehr ähnliche Ansprüche an die abiotischen Parameter. Die Sehphysiologie von Reptilien und Vögeln sind sich zudem -bis auf die zeitliche Auflösung- sehr ähnlich. Ähnliches gilt für den Vitamin D Stoffwechsel. Die Ansprüche an das UV-A/UV-B Verhältnis sind zwischen Vögeln und Reptilien daher nicht qualitativ unterschiedlich. Generell kann man daher sehr gut für Vögel und Reptilien die gleichen Lampen verwenden.
    Allerdings gibt es auf dem Markt neben guten Produkten leider auch viel Mist, absoluten Schrott und nur begrenzt sinnvoll einsetzbares -oft unter tollem Namen, mit schön bunter Verpackung und zu beachtlichem Preis.
    Viele Produktbeschreibungen sind zudem auch noch nachweislich und dreist gelogen (Beispiel: Neodymiumlampen. Bauartbedingt können die keinesfalls als Vollspektrumlampen bezeichnet werden und ebenfalls bauartbedingt haben sie absolut null UV-A oder UV-B -auf den Packungen steht fast immer ganz anderes)
    Aber Achtung: Teuer heisst gerade hier keineswegs automatisch auch gut!
    Man sollte daher niemals primär darauf schauen, für welche Anwendungen der Anbieter seine Leuchtmittel anpreist, sondern ob Spektrum, Abstrahlungscharakteristik, Energiedichte, Absolutleistung und Technologie für die gesuchte Anwendung passen.
    Eine Vogellampe braucht kein anderes Spektrum als eine Reptilienlampe. Es ist lediglich wichtiger, dass sie bis in den Sehbereich von 160Htz hinein flimmerfrei ist.
    Die Terraristik ist der Vogelhaltung bezüglich naturnaher Nachahmung abiotischer Habitatfaktoren um Längen voraus (vor allem, weil Vögel unter eigentlich unnatürlichen und suboptimalen Bedingungen viel länger überleben und sich sogar vernehren als Reptilien oder Amphibien) und daher wird man meist eher im Terraristikbedarf als im Vogelbedarf fündig, wenn man geeignete Volierentechnik sucht. Aber auch die Ladenausluchtungsbranche beitet viel geeignetes, da auch dort sonnenlichtähnliche Spektren für naturnahe Farbwiedergaben gefragt sind und wegen der Höhe der Schaufenster auch hohe Lichtintensitäten. UVB ist heir allerdings eher unerwünscht und daher meist nicht ausreichend vorhanden. Aber hier kann man druch Kombination gut kompensieren. Eine lampe ist ja sowieso keine Lampe. Wir wollen ja weder einen Sonnenfleck in der NAcht, noch das gleichmäßige Dämmerlicht unter einer Wolkendecke simulieren.
    Und zum Schluss nochmal mit allem Nachdruck: Gute Reptilienlampen dürfen, sollen und müssen in der Vogelhaltung eingesetzt werden, da es adäquate Produkte mit dem Vogellabel drauf einfach noch nicht gibt.
    Oft ist das dann eh nur ein Umlabeln. Die Arcadia Birdlamp gibt es mit identischer Charakteristik auch als Reptilenlampe und die Bright Sun UV könnte man besten Gewissens in Bright Sun Bird umbenennen.
    Ich wette, dann fände sie hier mehr Akzeptanz.
    Doch wie gesagt: Namen sind Schall und Rauch, auf die relevanten Leistungsparameter kommt es an und allein die sollten beim Kauf zählen.
    Verdächtig ist im übrigen immer, wenn ein Hersteller auch auf Anfrage keine detaillierten Spekten rausrückt und keien Angaben zu Chargenvariabilität machen will. Anbieter von Qualitätsprodukten haben nichts zu verbergen und drucken die relevante Info entweder gleich auf die Packung oder leifern sei geren auf Anfrage.
     
  9. Alex13

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    als unerfahrener UV-lampen (nicht) Experte, der sich nur auf logisches denken verlassen kann, ist dann Ingos meinung richtig und ich hab mich mal genauer umgeguckt auch vogelk. Tierärzte empfehlen eher Lampen als dem Reptilienbereich, weil sie ausgereifter sind, weil bei Reptilien teilweise eine Lebensnotwendigkeit besteht. Noch schreibt keiner vor, dass man sie haben muss, aber alle raten dazu.
     
  10. Alex13

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    ich hab jetzt einen neuen Punkt aufgegriffen:
    -Explosions-/ Brandgefahr.
     
  11. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Auf elektrische Sicherheit ist zu achten, klar. Ein Fehlerstromschutzschalter ist auch ein Muss.
    ich benutze seitdem sie auf dem Markt erschwinglich sind (also so seit 15/16 Jahren), Halogen Metalldampflampen (HQI und Co, die bright Sun gehört dazu) und natürlich auch alle Sorten Röhren. Aber auch Energiesparlampen, Mischlichtlampen etc.
    Derzeit habe ich in Kombination mehrere Tausend Watt solcher Lampen, vor allem T5 HO, HCI, CDM-XYZ, 12-14 Stunden am Tag brennen.
    Ich hatte schon ab und an mal einen durchgebrannten Brenner aber noch nie einen Unfall (auf Holz klopf).
    Also nach Vorschrift anschliessen, nicht schludern und alles wird gut.
     
  12. #31 geier-004, 6. Juni 2011
    geier-004

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    Hallo Ingo,

    sofern die Vögel und die Reptilien im gleichen Lebensraum, z. B. also die Wüsten Australiens leben, dann gebe ich Dir recht. Denn die Sonne emittiert ja auch die gleichen Strahlen.

    Allerdings gibt es doch Unterschiede zwischen z. B. Australiens und Afrika. Denn die Sonneneinstrahlung hängt ja nicht unerheblich von Entfernung vom Äquator ab.

    Von daher müsste es eigentlich Lampen z. B. für Australien geben, dann wieder welche für den Äquator und natürlich noch weitere.

    Stimme Dir uneingeschränkt zu.

    Hier wäre die Frage, was emphiehlst Du denn als Beleuchtung für z. B. australische Sittiche für eine Kombination.

    In meinem Fall sprechen wir über eine Volierenfläche von ca. 3m².

    Das wäre sehr nett.

    Bisher ist mir immer Aussagen bekannt, dass Reptilienlampen ein anderes UV-A/UV-B-Anteile haben als die Lampen für Vögel.

    Bzgl. der Arcardia werde ich dieses bei meinem nächsten Besuch im Zoo-Shop mal prüfen.

    Auch hier gebe ich Dir uneingeschränkt recht.
     
  13. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Seien wir mal ehrlich: In der Praxis kümmert sich keiner darum, ob er nun Lichtintensitäten auf der Höhre von Sidney oder der Höhe von Kapstadt simuliert.
    Das ist in der Praxis letztlich auch irrelevant, da wir so genaue Simulationen gar nicht hinbekommen.
    Auch die modernste Vivarienbeleuchtung ist selbst heute noch nur ein Abklatsch der natürlichen Verhältnisse, wenn es um lichtdurchflutete Habitate geht.
    Wir schaffen es nie, in einer größeren Voliere allein durch Beleuchtung Helligkeite wie an einem Sonnentag in der Steppe hinzubekommen. Egal, ob die in Mecklenburg oder in Tansania liegt.
    Was wir aber schaffen können ist, eine auch für Vogelaugen (und Reptilienaugen) mit ihrem im Vergleich zu uns erweiterten Sehspektrum nicht farbverfälschende Beleuchtung hinzubekommen, die flackerfrei ist. Zudem könne wir kleinflächige Sonnenbadestationen zur Verfügung stellen, deren Lichtintensitäten tatsächlich denen eines Sonnenfleckes im Freiland entsprechen. Aber auch hier macht es keinen Sinn, sich Unterschiede in Abhängiggkeit von der geographischen Breite des zu simulierenden Ortes vorzunehmen. Diesbezüglich wären nämlich vor allem absolute Intensitäten relevant und hier ist unsere Handlungsfreiheit physikalisch begrenzt: Die Sonne ist so weit weg, dass wir in ihrem Licht keine Intensitätsunterschiede zwischen dem Violierenboden und der Volierendecke feststellen.
    Unsere Lampen sind dagegen nahe dran und daher wird die exponentielle Relation zwischen Abstand eienr punktförmigen Lichtquelle und Intensität höchst relevant. Die Helligkeit in 1m Abstand ist daher zB nur 25 % der Helligkeit in 50cm Abstand. Wir kommen also nicht umhin, mit unnatürlichen Helligkeitsgradienten leben zu müssen. Aber so schlimm ist das nicht. Wir simulieren ja in aller Regel auch nicht perfekt die unterschiedlichen Intensitäten im natürlichen Tagesverlauf. Als Ersatz können wir unseren Vögeln aber Sitzgelegenheiten in unterschiedlichem Abstand zum Sonnenspot anbieten und so wählen sie die ihnen jeweils zusagenden Helligkeiten eben selber.
    Eine weitere Limitation der Technik ist die Tageszeit- und Wetterabhängige Änderung der Lichttemperatur. Auch das simulieren wir in der Regel nicht.
    Sonnenlauf und Lichtfarbenverläufe naturnah zu imitieren wäre technisch nur mit so hohem Aufwandmachbar, das wir derzeit zwangsweise darauf verzichten. Manche Terrarianer simulieren zumindest Wetter und Lichtfarbenverlauf durch unterschiedliche automatische Dimmung oder Umschalten zwischen verschiedenen Lichtfarben. Aber schon das ist aufwändig.
    Ich denke, es ist schon ein großer Schritt erreciht, wenn alle Vogelhalter sich Gedanken über adäquates Lichtsprektrum, Farbtemperaturen, Helligkeits- und Lichtverteilungsparameter Flimmerfrequenzen sowie UVB Versorgung machen würden. Aber selbst davon ist die Mehrheit der Halter derzeit noch weit entfernt. Jede weitere Annäherung an natürliche Verhältnisse ist also momentan eher Kür. Das kann nichtsdestotrotz spannend sein, hier zu experimentieren.
    Die UVA/UVB Problematik aktuelle angebotener Lampen ist auch nicht an der Reptilienspezifität festzumachen. Es gibt solche Lampen halt derzeit vor allem für den Terraristikbedarf und nicht für den Vogelbedarf. Ich bleibe dabei: Was für die herps gut ist, ist für die Birds nicht schlecht. Bartagame und Wellensittich sonnen sich in Australien im Licht der gleichen Sonne und u.U. nur wenige m voneinander entfernt.
    Es gibt aber eben Reptilienlampen, die es mit dem UV Anteil übertreiben. UV ist halt ein Schlagwort, in aller Munde und eine Verkaufshilfe.
    Daher gibt es heute Lampen, die einen für viele Anwendungen deutlich zu hohen UVB Anteil aufweisen. Schlimmer noch, um das zu erzielen nehmen manche herstelelr signifikante Anteile unter 290nm in Kauf und dann ist Schluss mit lustig.
    Entsprechedn gibt es auch aus dem Terraristikbereich Berichte von Schäden durch solche Lampen.
    Mit eine Grund, warum ich oben gesagt habe: Name und vorgeschlagene Anwendung sind Herstellereklame und wenig praxisrelevant. Man sehe sich besser Spektren und Intensitäten an und entscheide anhand dieser.
    Ein Beispiel: Licht zwischen 320 und 350 nm wird weder vom Vogel gesehen, noch hilft es bei der Vitamin D Synthese. Ein starker Peak hier ist also ebensowenig relevant, wie eine komplette Lücke in diesem Teil des Spektrums. Oder: Ein Peak mit Maximum bei 320 nm kann zB zu der korrekten Bezeichnung 10% UVB Anteil führen. Die Peakschulter bei 305 nM ist aber dann wohl so um die 20% des Gesamtpeaks. Demnach wären statt 10% nur 2% UVB für die Vitamin D Synthese nutzbar. Oder ganz allgemein: Für eine Unterstützung der Vitamin D Synthese sind signifikante UVB Anteile (im subtropischen Natursonnenplatz sind es ca 400µW/m2)zwischen 295 und 310 nm unabdingbar und Spektralanteile unter 290 nm sind ein absolutes no go.....etc pp.
    Für Vögel kommt noch hinzu, dass Ihr Federkleid den Zugang der UVB Strahlung zu größeren Hautflächen verhindert und so die Wirkung reduziert. Im Freiland sonnenbaden Vögel daher aktiv, indem sie ihr Gefieder so aufplustern und abspreizen, dass Sonnenlicht auch sonst verborgene Hautstellen erreicht.
    Dieses Sonnebadeverhalten wird aber nur durch hohe Lichtintensitäten gekoppelt mit Strahlungswärme ausgelöst. Eine Lampe mit hohem UVB Anteil aber geringer Helligkeit löst das nicht aus und kann so ihr eigentlich ausreichendes UVB nicht "an den Vogel bringen". Abhilfe ist hier, einen hellen Sonnenspot mit dieser Lampe so zu kombinieren, dass beide die selbe Fläche bestrahlen.
    Man sieht, ein wenig Mitdenken ist angesagt.
    Im vergleich zum Status quo der meisten Vogelhalter ist ein Fortschritt aber leicht zu erzielen. Imemr noch glauben Vogelhalter nämlich gerne vor allem ihrem Auge, das uns aber in Zusammenspiel mit unserm Hirn völlig falsche Lichtverhältnisse vorgaukeln kann -altes Waldaffenerbe- und bezüglich Farbwahrnehmung und zeitlicher Auflösung natürlich weit hinter dem Vogelauge zurücksteht. Objektive Anqalyse von Lichtparamtern ist unserem Auge daher schlicht nicht möglich.
    So leben immer noch viele Vögel, die aus lichtdurchfluteten Habitaten stammen dauerhaft bei Zimmerhelligkeit, werden mit mit 100Htz flackernden T8 Röhren spärlich beleuchtet, müssen unter UVA freier Beleuchtung starke Farbverfälschungen hinnehmen und bekommen weder UVB Bestrahlung noch eine Vitamin D Supplementation über das Futter. Das ist leider alles die Regel und nicht die Ausnahme. Es ist daher leicht, es besser zu machen und auch eine einzelne Röhre mit UVA Anteil und EVG ist ein Fortschritt. Aber das Ziel sollte doch eher sein, es so gut wie möglich zu machen. Und da ist eben in den oben umrissenen Grenzen doch einiges machbar.
    Allerdings besteht dann auch wieder die Gefahr zur Übertreibung: Selbst ein Steppenbewohner möchte auch ein schattiges Plätzchen haben und ein Waldbewohner mag zwar in jedem Fall einen kleinflächigen hellen Sonneplatz, ist mit einer schattenlso hell ausgeleuchteten Voliere aber sicher viel unglücklicher als mit normaler Helligkeit in Fensternähe. Also immer zweimal denken, bevor man handelt.
    So, ich muss weg, aber zum Schluss noch kurz zu der spezifischen Frage nach der 3 Quadratmeter Voliere: Natürlich hängt das vom Standort, vorhandenen Fensterflächen und der Sitichart ab. Aber auch davon, ob das nur eine zeitweise Unterbingung von Vögeln ist, dei einen großen Teil des Jahres in Freivolieren leben oder der Daueraufenthalt. Ich gehe mal von normalem Wohnraum mit kleinflächigen Fenstern und dauerhaft dort untergebrachten Steppenbewohnern aus.
    Dann wäre meine Empfehlung die folgende: Zwei T8 HO Vollspektrum von je 80W (Ich empfehle Narva Biovital oder Truelight) mit Doppel ellipsoid Reflektor. Nicht mittig, sondern an einer Seite nahe beieinander angebracht. Dazu zwei weit auseinanderliegend installierte Bright Sun UV Desert 70 W (auch die 150 W wäre hier nicht verkehrt) mit EVG und Sitzästen mit verschiedener Entfernung von der Lampe im Lichtkegel angebracht. Auf dem höchsten darf der Vogelkopf 15 cm unter der Lampe sein. Das darf ruhig alles ganztägig brennen. Manchem ist ja schon das zu teuer, daher sei nicht unerwähnt, dass es auch OK ist, nur die Röhren ganztägig in Betrieb zu haben und die Bright Suns nur Stundenwiese zuzuschalten. Bewährt wäre zB 1 Stunde morgens und dann noch einmal 3-4 Stunden ab Mittag. Man kann auch mal Tage- oder Wochenwiese auf die Spots ganz verzichten und simuliert so eine Schlechtwetterphase. Soweit mein Vorschlag. Natürlich nur eine Möglichkeit, aber sicher keine ganz verkehrte.
     
  14. Alex13

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    danke Ingo,
    für deine Doktorarbeit :zwinker: jetzt sollte allen Wellibesitzern klar sein wie sie es am Besten machen und warum, ich denke, jetzt ist die Diskussion zu ende.
    Schön, dass jetzt alles klar ist :D
     
  15. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Ich verstehe Ironie durchaus, wenn ich sie sehe.
    Aber das Thema ist komplex und wenn man nicht sehr viel Zeit und Textplatz hat, kommt man um ein paar Fachbegriffe nicht drumherum. Ich kann hier weder ne halbe Stunde oder länger tippen, noch ein Büchlein schreiben. Also wirds kurz, kondensiert und knapp...na ja, relativ. :D
    Aber zusammen mit dem Eingangs gesagten sollten sich zumindest die wesentlichen Aspekte des Inhalts meines letzten Postings bei sorgfältigem Lesen schon erschliessen lassen.
    Wenn nicht: Nachfragen. Ich stehe hier immer unter Zeitdruck und kann halt nicht anders,. als einfach draufloszutippen, wie mir der Schnabel gewachsen ist.
    Aber auf präzise (!) Fragen gebe ich auch präzise Antworten.
    Wenn Euch meine Ergüsse nicht interessieren, kann ich mich aber auch zurückhalten. Man erreicht in der Praxis leider doch sehr wenig.
     
  16. Alex13

    Alex13 Mitglied

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    das hast du falsch verstanden, ich danke dir sehr für deinen Hilfreichen Ausführlichen Text :zustimm: ich habe nichts ironisch gemeint, das ist sehr informativ und es ist schön, dass du dich so gut damit auskennst :D
     
  17. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Na dann....;)
     
  18. #37 DeichShaf, 8. Juni 2011
    DeichShaf

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    @Ingo: Ich habe bei mir die "große" Röhre Arcadia Birdlamp unter der Decke hängen. Der Sitzabstand der Wellis dazu darf frei gewählt werden und reicht von 5 Zentimeter bis mehrere Meter. Sonnenbade-Verhalten beobachte ich selten. Aktiver sind die Pieper aber, wenn die Lampe eingeschaltet ist. UV-Licht kommt also (je nach Sitzposition) doch ein wenig bei den Vögeln an.

    Der UVB-Anteil ist nicht nur von Anfang an sehr gering (im Vergleich zu HQI), er lässt auch über die Betriebsdauer nach. Das gilt selbstredend für alle Arten von Leuchtstofflampen; auch die mit E27-Schraubfassung.


    Die Empfehlung zu HQI würde ich liebend gerne selbst anwenden. Ich grüble aber seit geraumer Zeit über der Frage, wie ich wirksam Verbrennungen und andere Verletzungen bei den Piepern verhindere. Ich befürchte, dass die Geier oben auf den Lampen landen werden und sich dabei schlimm verbrennen. Ein Schutzkorb muss also her. Hast Du da vielleicht auch eine Kaufempfehlung und Anregungen für eine Deckenmontage?
     
  19. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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  21. Alex13

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    ohh,
    mir ist grad ein Ploblem eingefallen: Unser Käfig ist nur ein Käfig ( H 90 cm; B 80 cm ; L 50 cm)... wie bring ich da die UV lampe am Besten an damit die kleinen sich auch vom UV licht zurückziehen können ?
     
  22. #40 Gelbseite, 8. Juni 2011
    Gelbseite

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    Hallo , ist diese Lampe auch geeignet hat Sie ein EVG Vorschaltgerät?
    Oder sollte ich etwas anderes kaufen?
     
Thema: UV-Lampe--> Bird lamp etc.
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