Ein tödliches Geschäft

Diskutiere Ein tödliches Geschäft im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ich klinke mich jetzt aus, denn es sieht so aus, als wenn wir nun wieder mit dem Rabengemetzel anfangen. Das habe ich ja wirklich lange genug...

  1. sigg

    sigg Guest

    Ich klinke mich jetzt aus, denn es sieht so aus, als wenn wir nun wieder mit dem Rabengemetzel anfangen.
    Das habe ich ja wirklich lange genug über mich ergehen lassen müssen.
    Man liest sich
    Gruß
    Siggi
     
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  3. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Importe? Ist doch kein Problem (mehr)? Oder? Doch?

    Der WPT, Gilardi, Snyder, Chapman, Fernandez-Juricic und und und... sollten sich lieber wichtigeren Dingen widmen. Meint ihr nicht auch?

    Folgende "Feststellungen u.Einschätzungen" datieren aus 2005

    http://www.papageienschutz.de/texte/news/news.htm

    "Allein in diesem Jahr wurden am Frankfurter Flughafen mehr als 4.000 Papageien, Schlangen, Frösche, Spinnen und Schildkröten von Zollbeamten beschlagnahmt."

    http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02711/

    http://www.artenschutzbrief.de/index/menuid/1/reporeid/87

    "Bei den meisten Papageienarten führt der Fang für den Heimtierhandel zu dramatischen Bestandseinbrüchen. Zahlreiche neue Studien aus den Tropen zeigten, daß vor allem Bestellungen aus Europa die entscheidende Triebfeder für diesen Handel sind. Beispiele wie der kürzlich in freier Wildbahn ausgestorbene Spix-Ara oder das traurige Schicksal vieler asiatischer Kakaduarten belegen auf dramatische Weise, welch traurige Rolle der unselektive Massenfang beim Niedergang dieser wunderschönen Tiere spielt. Bestehende Kontrollinstrumente wie das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) sind nur teilweise durchsetzbar und versagen konsequent, wenn es um den Schutz bedrohter Arten in den Herkunftsländern geht. CITES Aufzeichnungen legen nahe, daß die Gesetze nicht auf aktuellen wissenschaftlichen Daten basieren, einfach zu umgehen sind, nur teilweise durchgesetzt werden, Zuwiderhandlungen allgemein toleriert und Sanktionen nur selten verhängt werden."

    aus 2003:

    http://www.a-w-c.org/de/artenschutz/newsjuli03.htm

    "Die auf den Vogelmärkten Indonesiens angebotenen Papageien stammen nahezu ausnahmslos aus freier Wildbahn. Zu den begehrtesten Papageienarten aus Indonesien zählen Gelbwangen-, Weißhauben- und Molukken-Kakadu, Edel- und Rotsteiß-Papageien sowie Loris. Existierende Fangquoten werden massiv überschritten, Fang- und Handelsverbote ignoriert.
    (...)
    Allein über 8.000 der vom Aussterben bedrohten Gelbwangen-Kakadus gelangten seit 1990 in den internationalen Handel, entweder direkt aus Indonesien oder über den Umweg aus Drittstaaten.
    (...)
    Deutschland als wichtiger Abnehmer trägt hierbei eine besondere Verantwortung."

    Zu lesen u.a. im vielen Usern zugänglichen Wp-Magazin Juli/Aug. 2005:

    "1991 ergab eine Feldstudie in Guinea, dass sich der Bestand von Timneh Graupapageien auf ungefähr 5.000-10.000 Individuen belief; eine Exportquote von 450 Vögeln wurde empfohlen. 1992 exportierte Guinea nahezu 11.000 Graupapageien, mehr als die gesamte geschätzte Population! Möglicherweise gehörten einige Vögel der Nominatform an und waren illegal aus Gabun oder Kamerun importiert worden. Trotz dieses klaren Beweises für eine Übernutzung und möglicherweise auch für den illegalen Handel akzeptierte das CITES Sekretariat 1994 die Festsetzung einer jährlichen Exportquote von 450 Vögeln. 2001 meldeten allerdings verschiedene Länder, dass sie 750 Graupapageien aus Guinea importiert hätten; 2002 waren es 600 und 2003 1.050 (zuzüglich 125 aus Äquatorialguinea)."
    (...)
    Doch der größte, viele Leben verschwendende und absolut skandalöse Handel – der mit Graupapageien – geht weiter; trotz der Tatsache, dass die Besorgnis über den illegalen Handel und über den Fortbestand des Handels überhaupt 2003 darin resultierte, dass der Import von Graupapageien in die Europäische Union aus Benin, Burundi, Liberia, Mali, Togo und Guinea eingestellt wurde. Wenn der Handel nicht zum Stillstand kommt, wird der Graupapagei so stark gefährdet sein wie die meisten großen Ara Arten.
    (...)
    1998 beispielsweise wurden, wie die Exportzahlen belegen, allein aus Guinea 23.619 Timneh Graupapageien exportiert!"

    "Offizielle" Zahlen ("legale" Einfuhren) -Gesamtzahlen der an die CITES gemeldeten Importe mit 900 und mehr Graupapageien in den Jahren 2001 bis 2003

    Importe von 2001 - 2003:
    Niederlande 21.510
    Südafrika 15.015
    Belgien 9.417
    Portugal 8.925
    Frankreich 4.030
    Großbritannien 3.400
    Singapur 2.319
    Spanien 1.050
    Deutschland 2.614

    Angebot eines niederländischen Züchters (2005):

    Venezuela-Amazonen (Importtiere): Bei Abnahme von 15 Stück (!!) = 70 Euro pro Stück (man/frau beachte: nicht pro Vogel - pro "Stück")

    einfach reingucken:

    http://www.regenwald.org/pdf/rdr-report0204.pdf

    "Auch den Graupapageien aus Kamerun und Sierra Leone droht die Ausrottung durch kommerziellen – und häufig illegalen – Handel. In beiden Ländern wurden seit 1995 die international genehmigten Exportquoten teilweise um mehr als 100 Prozent überschritten."


    "Die EU ist inzwischen zum grössten Importateur von Wildfängen geworden und die jetzige Gesetzgebung ist machtlos gegenüber dieser inakzeptablen Entnahme dieser wilden Vögel."

    meint der WORLD PARROT TRUST (WPT)

    u.a. hier: http://www.luxnatur.lu/luxnatur/parrot.htm

    Selbst der (in Europa wohl bisher wenig "nachgefragte" und in den Beständen stark rückläufige) Kleine Vasapapagei ist Gegenstand der Begierde, wie Jörg Asmus (ein jeder Polemik unverdächtiger Autor) feststellt:

    Asmus, J. (2002): Der Kleine Vasapapagei Coracopsis nigra, Gefiederte Welt 11/2002

    "Die Nachfrage auf dem internationalen Vogelmarkt ist für Kleine Vasapapageien zwar nicht sonderlich groß, aber dennoch wurden sie in der Vergangenheit in großen Stückzahlen gefangen. Dabei gehen die Vogelfänger sehr unvorsichtig mit diesen Papageien um. Viele der gefangen Vasapapageien sterben bereits kurze Zeit nach dem Fang, die Überlebenden werden dann häufig in sehr engen Behältnissen untergebracht, in denen sie bis zur Ankunft der Händler verweilen müssen, oft bis zu mehreren Monaten."

    Lantermann, W., H. Gäbert, A. Schuster (1997): Der Mohrenkopfpapagei, Müller, Bomlitz

    "Auf der einen Seite der massenhafte Import und Verkauf der Mohrenkopfpapgeien und andererseits die nur bedingte Eignung als Zucht- und Volierenvogel stehen in einem von der Fachliteratur bisher nicht weiter beachteten, aber dennoch bemerkenswerten und ungewöhnlichen Gegensatz."

    Die Zollfahnder (siehe S. 18) - (k)ein Einzellfall?
    http://www.zoll.de/e0_downloads/d0_veroeffentlichungen/artenschutz_der_zoll_im_einsatz.pdf

    Sogar die (auf dem Papier) streng geschützten Amazonen von St.Vincent werden weiterhin illegal gefangen und in den Handel gebracht. Mittels DNA-Abgliech will man dem Problem zu Leibe rücken:

    siehe u.a. hier: http://www.sciam.com/article.cfm?articleID=0006DF41-A667-1C75-9B81809EC588EF21&pageNumber=2&catID=4

    "Amato says that over the course of their studies he and Russello have already uncovered some birds that were said to be products of captive breeding but in reality were not. As he is quick to point out, such a finding could be merely the result of poor record keeping. But it could also be an attempt to launder an illegally caught wild bird through more respectable channels. At the August meeting of the Society for Conservation Biology, Amato and Russello planned to suggest a powerful application for the new technology: that no permits be given for birds moving from one area to another until a feather sample is submitted to verify its pedigree."

    Zu Amazona finschi:

    "The lilac-crowned parrot is one of the most common Mexican parrots in illegal cross-border trade with the US and is regularly confiscated by both Mexican and US authorities. Coupled with low reproductive rates, habitat loss and degradation, and insufficient domestic protections, continued international trade spells disaster for this species. Currently, only 7,000-10,000 individuals remain in the wild."

    http://conductor71.members.beeb.net/trade_ban.htm

    THE WILD PARROT TRADE: STOP IT! - von Rosemary Low

    "In July this year the Indonesian organisation KSBK (Animal Conservation for Life) issued a report on the parrot trade in Indonesia. In the province of North Maluku, for example, 15,000 parrots are trapped annually."

    Im Jahr 2002 = 2196 Venezuela-Amazonen-Exporte allein aus Surinam!

    Auch "lesenswert":
    Desenne, P., and S.D. Strahl, 1991, Trade and the conservation status of the family Psittacidae in Venezuela, Bird Conservation International, 1 (2): 163-169.

    Die beliebten Blaustirns sind ebenfalls noch gut dabei !!

    Die Listung ist fortführbar.
     
  4. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    und wird auch noch (ein bissel) fortgeführt:

    Help Stop the Trade in Endangered Wild Species in Indonesia (11. September 2005):
    hier:
    http://www.api4animals.org/actionalerts?p=130&more=1

    "Approximately 115,000 parrots are trapped each year in the wild in Papua and Maluku, including the highly endangered palm cockatoo (Probosciger atterimus), black headed lory (Lorius lory) and yellow crested cockatoo (Cacatua galerita). "

    Import? Kein Problem?

    Die spinnen - die "Macher" von PsittaScene!

    Alles Hirngespinste. Lest selbst:
    http://conductor71.members.beeb.net/african_grey.htm

    Wozu also Aktionen oder Petitionen gegen Importe in den Ursprungsländern "dem Freileben entnommener" Papageienvögel unterstützen?

    Das Problem ist doch nicht (mehr) existent! Oder?

    Überteibungen aus einem längst vergangenen dunklen Jahrzehnt:

    http://forests.org/archive/africa/nigtrapp.htm

    Wozu also Aktionen, Petitionen und ähnlichen Blödsinn gegen Importe "dem Freileben entnommener" Psittaciden unterstützen?

    Wie schrieb ein User so treffend:
    "Es ist aber noch mehr Unsinn bzw. Blödsinn zu behaupten es gäbe entsprechende Massenimporte aus bestimmten Regionen der Welt."
     
  5. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    http://worldparrottrust.org/trade/declaration3.htm

    "For example, the Senegal parrot (Poicephalus senegalus) is the most heavily traded of all birds on CITES Appendix II, with an average of 44,ooo birds traded annually from 1998-2001, of which 85-90% are imported by EU nations (cf. CITES.org). To date, there have been no systematic field surveys or scientific assessments of population trends for this species and yet the combined export quotas for 2004 stand at over 44,000 birds (CITES 2004)."

    siehe den letzten Satz (Zitat) des vorhergehenden Postings.....
     
  6. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Zu Poicephalus robustus (aus dem Jahr 2000):

    http://www.5050.co.za/inserts.asp?ID=4721

    "Unfortunately they are taken from the wild and sold on the black market as pets, and also for medicinal use in the ever-growing muti trade."

    Zur Entnahme neotropischer Papageien aus den Nestern und den zu erzielenden Preisen auf dem "Schwarzmarkt" und zum Einfluss dieser "Geschäfte" auf die Bestandssituation siehe hier:

    http://www.cnr.berkeley.edu/~beis/Pubs_PDF/pub_docs/PoachCB.pdf

    An dieser Feldstudie waren so "unglaubwürdige" Menschen wie Wright und Toft maßgeblich beteiligt.
     
  7. Detlev

    Detlev -

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    Hallo Volker,
    Du schüttest das Kind mal wieder mit dem Bade aus. Natürlich ist das Abfangen von Papageien oder das Ausnehmen von Nestern grundsätzlich ein Problem. Nur zum einen gibt es je nach Art oder Region durchaus unterschiedliche Gefährdungen, zum Andern hat das Ganze auch nicht in jedem Fall was mit Import/Export zu tun, einige Tiere werden regional verbraucht, bei anderen Arten ist die Entnahme kein Problem, weil die Populationen stabil sind oder eh einige Papageien als Landwirtschaftsschädlinge getötet werden ohne die Populationen zu gefährden.

    Natürlich ist es sinnvoll etwas gegen Massenimporte (oder Massenexporte) von Wildfängen zu tun aber halt nicht mit so blödsinnigen Argumenten wo gleich ganze Gruppen von Papageienfreunden - unter denen es sicher jede Menge Leute gibt die mehr Kompetenz besitzen und das Hobby schon länger ausüben als die forenbekannten Nörglerinnen - als Schuldige dargestellt werden. Noch dazu, wenn die Mehrheit von deren Arten nicht das Problem bei den Massenimporten sind.

    Gruesse,
    Detlev
     
  8. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Hallo Detlev,

    "Nur zum einen gibt es je nach Art oder Region durchaus unterschiedliche Gefährdungen...."

    Das ist unbestritten so.

    "... zum Andern hat das Ganze auch nicht in jedem Fall was mit Import/Export zu tun..."

    Auch richtig.

    "... Noch dazu, wenn die Mehrheit von deren Arten nicht das Problem bei den Massenimporten sind."

    Das stimmt allerdings nur bedingt. Beispielsweise Mohrenköpfe und Graupapageien - deren (offizielle) Im- bzw. Exportzahlen zwar im Verhältnis zu den 80iger und 90iger Jahren rückläufig sind - erfreuen sich durchaus nach wie vor einer hohen Beliebtheit bei Halter/innen.

    "... unter denen es sicher jede Menge Leute gibt die mehr Kompetenz besitzen und das Hobby schon länger ausüben als die forenbekannten Nörglerinnen - als Schuldige dargestellt werden. "

    Mir geht es nicht um Schuld, sondern einfach um die Feststellung, dass nach wie vor von zu vielen Arten (auch von den "gängigen" Arten) zu viele Exemplare legal (und vermehrt auch illegal und/oder unter Ausnutzung bestimmter rechtlicher "Grauzonen") aus der Natur entnommen werden. Daran gibt es nichts zu deuteln.

    Du wirst bemerkt haben, dass ich mich jeglicher Wertung in Sachen "Schuld" enthalten habe.

    "Es ist aber noch mehr Unsinn bzw. Blödsinn zu behaupten es gäbe entsprechende Massenimporte aus bestimmten Regionen der Welt."

    Diese Aussage ist unzutreffend - es sei denn, Du definierst "Masse" an völlig anderen Quantitäten als dies üblicher Weise geschieht.

    Insofern: Es lag nicht in meiner Absicht, "das Kind mit dem Bade auszuschütten". Das habe ich auch nicht getan.

    Randnotiz: Was sich derzeit in Indonesien sowie Ost- und Mittelafrika (auch auf Grund völlig überforderter und korrupter Regionalregierungen) in Sachen "Naturentnahmen" tut, sollte mehr als bedenklich stimmen. Ganze Schutzgebiete werden aus dem bisherigen Status ausgenommen, Ranger entlassen etc.

    Schöne Grüße
    Volker
     
  9. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,
    Lauf mal über Vogelausstellungen, wo Züchter ausstellen. Ein großer Teil der ausgestellten Papageien sind australische Arten oder Farbmutanten und bei beidem gibt es wohl kein Problem mit Wildfängen. In einigen Foren der Vogelforen wird man fast ausschließlich auf Züchter und Halter dieser Arten treffen.

    Da kommen wir der Sache schon näher: Es gibt Regionen mit großen Problemen aus Gründen des Abfangs und andere Regionen mit großen Problemen mit Habitatveränderungen.

    Und wenn ich mir ansehe welche Arten die top ten unter den Haltern in Foren anführen (lassen wir durchaus die Wellis und Nympfensittiche beiseite) dann landet man auch bei Arten bei denen es massive Probleme gibt z.B. Graupapageien. Und wollen wir wetten: unter deren Besitzern ist die Empörung besonders groß...

    Und wenn Du schon Indonesien ansprichst, auch da kann man erfolgreich sein, auch wenn sicher noch viel mehr nötig ist (nebenbei: bitte beachten den Fang für die regionalen Märkte, denen mit Importverboten in die EU nicht beizukommen ist):
    http://www.papageienfonds.de/projekte/asienorangeh.htm

    Im übrigen kann ich mich an keinen Beitrag in diesem Thema erinnern der uneingeschränkte Massenimporte haben wollte - das ist doch erstaunlich bei den bösen Züchtern und Haltern die doch angeblich so ein Massenphänomen sind.

    Gruesse,
    Detlev
     
  10. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Guten Morgen Detlev,

    Du schreibst:
    "Lauf mal über Vogelausstellungen, wo Züchter ausstellen. Ein großer Teil der ausgestellten Papageien sind australische Arten oder Farbmutanten und bei beidem gibt es wohl kein Problem mit Wildfängen."

    Auch das ist zutreffend. Allerdings sind Vogelausstellungen nicht der "Umschlagplatz" für sog. Großpapageien (wie beispielsweise Graupapageien, Amazonen, Aras, Kakadus). Insofern sind diese Ausstellungen absolut kein Gradmesser dafür, was (und wie viel) an größeren Arten im Angebot (Handel) ist - und folglich auch nicht dafür, was (und wie viel)
    an größeren Arten importiert wurde.

    Importe (gemeint sind die "legalen") bedürfen gewisser Voraussetzungen seitens der Importeure. Ein europäisches Hauptimportland ist nach wie vor Holland. Schau Dich mal bei den dortigen Anbietern (Papageien(Groß)handel) um und Du wirst erstaunt sein.

    Du schreibst:
    "Da kommen wir der Sache schon näher: Es gibt Regionen mit großen Problemen aus Gründen des Abfangs und andere Regionen mit großen Problemen mit Habitatveränderungen."

    Absolute Zustimmung.

    Du schreibst:
    "....dann landet man auch bei Arten bei denen es massive Probleme gibt z.B. Graupapageien."

    Eben.

    Du schreibst:
    " Im übrigen kann ich mich an keinen Beitrag in diesem Thema erinnern der uneingeschränkte Massenimporte haben wollte - das ist doch erstaunlich bei den bösen Züchtern und Haltern die doch angeblich so ein Massenphänomen sind."

    Nochmals: Du wirst von meiner Seite in diesem Thread keine Schuldzuweisungen finden. Darum geht es mir nicht.

    Schöne Grüße
    Volker
     
  11. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,

    Auch bei Großpapageien findet man dort mit viel Stolz präsentierte Nachzuchten, werden da überhaupt noch Wildfänge präsentiert wie es früher allgemein üblich war? Ich finde eigentlich muss man das loben, loben und nochmal loben. Natürlich sind Vogelaustellungen kein Gradmesser für das was im Handel ist, aber dafür was beim organisierten Teil der Vogelzüchter in den Volieren sitzt und warum man vielleicht nicht diese Leute pauschal anpissen sollte auch wenn man vieles bei Vogelzüchtern nicht toll findet und es manches A..... darunter gibt wie halt bei den Endverbrauchern, Tierschützern etc. auch.

    Gruesse,
    Detlev
     
  12. jacky82

    jacky82 Foren-Guru

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    kleine zwischenfrage, stimmt dies wirklich? (finde leider wenige unzureichende informationen) dürfen mohrenköpfe trotz dem pflichtring, der uns züchter bei diesen und anderen häufigen arten (z. b. pflaumenkopfsittich) aufgebrummt wurde, weiterhin offizell nach deutschland importiert werden??? wäre für mich ganz interessant zu wissen.
    wie ist die handhabe seit diesem jahr???
     
  13. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Hallo Detlev,

    Du schreibst:
    "Ein großer Teil der ausgestellten Papageien sind australische Arten oder Farbmutanten ...."

    Du schreibst weiter:
    "Auch bei Großpapageien findet man dort mit viel Stolz präsentierte Nachzuchten"

    Beides stimmt. Allerdings ist es so (wie von Dir zutreffend angemerkt), dass "ein großer Teil der ausgestellten Papageien" (...) australische Arten und Farbmutanten" (sind) und eher selten (und in geringer Zahl) "mit viel Stolz" Großpapageien (auf Vogelausstellungen) präsentiert werden.

    "Verkaufspräsentationen" von Großpapageien sind eigentlich in nennenswertem Umfang ausschließlich bei überregional organisierten Schauen (Messen) unter Beteiligung entsprechend großer "Fachfirmen" (aus dem Bereich von Papageienzucht- und handel) vorzufinden.

    Auf Veranstaltungen kleiner (regionaler) Vereine und/oder Züchtervereinigungen sind in aller Regel Sittiche, Agaporniden, Kanarienvögel etc. zu sehen (und käuflich zu erwerben). Von einer der wenigen Schauen mit Präsentation einer höheren Anzahl von Großpapageien liegt mir Fotomaterial vor. Diese Schau fand im Ruhrgebiet (und unter maßgeblicher Beteiligung einer allseits bekannten Adresse) statt. Bei den präsentierten (und angebotenen) Arten handelte es sich nicht ausschließlich um Nachzuchttiere.

    Du schreibst:
    ."..man vielleicht nicht diese Leute pauschal anpissen sollte."

    Nochmals: Darum geht es (mir) absolut nicht.

    Schöne Grüße
    Volker
     
  14. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Hallo Jacky,

    frag einfach mal nach. Telefon- und Faxverbindung siehe unten.

    Vogelgroßhandel - Import - Export - Marche (gehört übrigens zur allseits bekannten "Fressnapf-Kette")
    Heinsberg
    Tel: 0 24 52/6 20 65
    Fax 0 24 52/6 64 64

    Werbespruch: " Die zuverlässige Einkaufsquelle für den Zoofachhandel! Ständig neue Importe aus aller Welt."

    Aras, Venezuelaamazonen, Gelbwangenamazonen, Weißstirnamazonen, Timneh-Graupapageien, Salomonenkakadus, Mohrenkopfpapageien, Stanley-, Blaßkopfsittiche, Schildsittiche, Bergsittiche

    Hallo Detlev,

    das ist einer der relevanteren "Verkaufswege".

    Schöne Grüße
    Volker
     
  15. #54 VolkerM, 25. November 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. November 2005
    VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF):

    "Selbstbeschränkung im Handel mit Heimtieren:"
    (Stand: 2004)

    "Graupapageien und Mohrenkopfpapageien sollen nur als erkennbare Jungtiere importiert werden." Anmerkung hierzu von mir: ??????????!!!!!!!!?????????

    Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (WA) - Stand: 5.7.2005)

    Poicephalus senegalus ist in Anhang II eingestuft.

    "Die Einfuhr eines Exemplars einer in Anhang II aufgeführten Art erfordert die vorherige Vorlage (...) einer Ausfuhrgenehmigung (...)"
     
  16. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Hallo Detlev,

    siehe einen gerade aktuellen Beitrag wg. Vogelschauen und dortigem "Angebot":
    http://ww.vogelforen.de/showthread.php?p=1050296#post1050296

    M.E. durchaus repräsentativ:

    Vogelschau in Wuppertal

    "Am 26.11. und 27.11.05 findet die offene Wuppertaler Stadtmeisterschaft in Verbindung mit der LV-03 Schau statt. Gezeigt und bewertet werden Kanarien, Cardueliden, Exoten und Wellensittiche."

    Nochmals: Solche Schauen zählen nicht zu den "Vertriebswegen" für importierte Großpapageien.

    Mit diesem abschliessenden Postig möchte ich es bewenden lassen.

    Schöne Grüße
    Volker
     
  17. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,
    Das ist doch positiv oder? Und importiert muss ja nicht Wildfang bedeuten, Großzüchter sitzen ja auch im Ausland oder? Die letzten Schauen auf denen ich war zeigten *auch* die von dir angesprochenen Großpapageien bis hin zu Hyazintharas aber eben auch und mit besonderm Stolz halt Nachzuchten.

    Da wir uns offensichtlich einig sind, dass wenn man schon meint das Papageienhaltung sein muss, die Tiere dafür aus Nachzuchten stammen sollten können wir es dabei bewenden lassen.

    Gruesse,
    Detlev
     
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  19. tamborie

    tamborie Guest

    Die Aussage ist falsch, Marche gehöre zur Fressnapfkette.
    Übrigens kann ein Frainchise-Unternehmen keine Kette sein!!!!
    Beispiel Schlecker!!!

    Du wirfst hier verschiedene Unternehmen in einem Topf.
    Jeder Zoohändler kann sich der Fressnapfkette anschliessen, in Form von Frainchising.
    Hierbei muss er allerdings das Erscheinungsbild von Fressnapf annehmen und auch die strengen Richtlinien von Fressnapf übernehmen was den Verkauf von lebenen Tier anbelangt. (Keine Importe etc., außer Zierfische)

    Letztendlich bedeutet dies, Marche hat sich mit seinem Ladenlokal der Fressnapfkette angeschlossen.
    Der Großhandel stellt einen separaten Bereich dar und kann nicht Fressnapf angeschlossen sein, insofern hat der Vogelgroßhandel von Marche nichts mit Fressnapf zu tun.

    Gruß
    Tam
     
  20. Coolietta

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    Mal ne kleine Zwischenfrage - sehe ich das richtig, dass die jedem, der Ihnen einen Buchfinken in einem Käfig bringt, 1000 Euro zahlen?

    "ACHTUNG: Für die Überstellung eines mit einem Buchfinken besetzten Kleinkäfigs zwecks Weitergabe an die zuständigen Behörden zahlt das Vogelschutz-Komitee eine Prämie von 1.000,-- €uro pro Käfig."


    *sofort Buchfinken und kleine Käfige besorgt*

    Wie doof ist das denn???
     
Thema: Ein tödliches Geschäft
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