Ohne Worte - Wolf

Diskutiere Ohne Worte - Wolf im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Nur kurz: Natürlich nicht "erst", wenn es die Städter betrifft. Ich ging damit nur darauf ein, dass Du meintest, Städter werden nie einen Wolf...

  1. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Nur kurz:

    Natürlich nicht "erst", wenn es die Städter betrifft. Ich ging damit nur darauf ein, dass Du meintest, Städter werden nie einen Wolf sehen.
    Stadtwölfe sind weltweit eben eigentlich kein seltenes Phänomen.
    Du hast das mit Deinem Zitat schlicht aus dem Sinnzusammenhang genommen. Es war letzlich nur eine Auflistung von Folgen, was passiert, wenn Wölfe sich sehr sicher fühlen: 1) Sie werden auchin den Städten präsent sein 2) (adäquate) Regulierungmaßnahmen können Sinn machen.

    Und das hier sehe ich ganz genauso: "Schäden durch Wildtiere gehören zu den „normalen“ Umweltrisiken, wie auch Hagel, Gewitter und Trockenheit"
     
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  3. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    In Deutschland wird nur dann nach dem Verursacher geforscht, wenn es einen Wolf erwischt hat. Andersherum leider nicht.
     
  4. eric

    eric Guest

    Vielleicht noch interessant:

    CH letzter einheimischer Wolf erlegt 1871

    Bis 1988 erlegt: 3

    Seit 1988 unter Schutz. Erlegt seit da: Mit Bewilligung 9. Ohne: mind 2, Verunfallt mind 3.

    Seit der unter Schutzstellung, wurden fast die Hälfte aller eingewanderten Wölfe auf Anordnung erlegt!
    Eine Wolfsfamilie mit Nachwuchs scheint sich im Augenblick zu behaupten.

    Nur zwei Jahre nach der unter Schutzstellung wurde bereits der Erste mit Bewilligung erlegt. Praktisch jeder der ersten Einwanderer wurde erlegt, überfahren oder beschossen. Trotz Schutz.
     
  5. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    dann möchte ich die Wiederansiedlung dieses Umweltrisikos nicht auch noch von meinem Geld bezahlen. Das ist nämlich dann eine eklatante Ungleichbehandlung "normaler Umweltrisiken": Bei Sturm-, Hagel-, Schneekatastrophen und anderen "normalen Umweltrisiken" gibt es Hilfsaktionen und zum Teil Entschädigungen.
    Wenn der Wolf ein normales Umweltrisiko darstellt, dann sollte man mit den von ihm zu befürchtenden und angerichteten Schäden auch genauso umgehen ...
     
  6. eric

    eric Guest

    Es siedelt ja auch niemand Wölfe an. Die kommen von selbst! Und ja, auch in Deutschland gibt es offenbar die Möglichkeit Entschädigungen zu bekommen.

    Zentrale Schadenshotline für Tierhalter bei Übergriffen durch den Wolf:
    Telefon: 0172/5641700
     
  7. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Nun bleib doch mal auf dem Teppich! Bei Katastrophen gibt es evtl. Entschädigungen. Man könnte glatt meinen, bei dir kämen ständig Dutzende von Wolfsrudeln vorbei, belagern und besetzen dein Grundstück und Haus und du hättest keine Bleibe mehr.
     
  8. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    "In Deutschland wären es demnach rund 243 Wölfe (Stand August 2014) 25 Rudel (der Großteil in Sachsen!), 7 Paare und 13 Einzeltiere."
    Nach Schätzungen sind seit 2006 ca. 17 Tiere dem Verkehr zum Opfer gefallen und 7 erschossen worden. Also kein Vergleich mit den Schweizer Verhältnissen.

    Jaein. Es gibt aber diverse geförderte Wolfsprojekte, Wolfsmanagement, Wolfsberater usw. Und was die Entschädigung angeht - siehe Hessen und du kannst einen drauf heben, dass da die anderen Bundesländer ratzfatz nachziehen werden. Davon ab, dass die Gutachter natürlich oft von den Pro-Wolf-Beratungsstellen kommen und NULL Interesse daran haben Präzedenzfälle zu schaffen in denen Entschädigung gezahlt wird.
     
  9. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Ist das dann das Ausmaß bei dem es einem zustünde gegen die Wiederansiedlung des Wolfes zu sein?
     
  10. eric

    eric Guest

    Finds toll, dass es nicht überall so ist wie bei uns im Wallis, wo man gleich jeden Wolf um die Ecke bringen möchte.

    Aber auch Ihr habt auf 320 000 Einwohner gerade mal einen Wolf. Irgendwie sollte das doch tragbar und kein Problem sein.

    Es ist auch mehr eine Wiederbesiedlung durch den Wolf , als eine Ansiedlung.
    Also wenn denn dereinst tatsächlich dutzende von Wolfsrudeln dich belagern, darfst du von mir aus getrost gegen Wölfe sein.
     
  11. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Dann muß ich es bis dahin wohl ohne deinen Segen... damn :)
     
  12. harpyja

    harpyja Foren-Guru

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    Wer setzt denn Wölfe aus?

    Wenn man den deutschen Jäger zur einheimischen Fauna dazurechnet: Möglicherweise... ;)
     
  13. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Wenn ich bei Erdbeben oder Hagelschlag eine Entschädigung will, muss ich mich vorher dagegen spezifisch versichern. Warum soll ich bei Wolfsschaden automatisch entschädigt werden?
    Freilaufende Katzen töten regelmäßig Haustiere. Allein bei mir mehrere Fische und zwei Vögel.
    Werden die deshalb auch nur eingesperrt?
    Werden die Habichte ausgerottet, weil sie sich ein Huhn greifen, wenn sie Gelegenheit dazu haben?
    Werden Marder und Wiesel grimmig verfolgt, weil sie ab und zu regelrechte Blutbäder in Hühnerställen anrichten?
    Will jemand Wildschweine ausrotten, weil sie gar nicht mal selten in Maisfeldern marodieren und großen Schaden anrichten?
    Oder wegen dem irren Keiler der vor einiger Zeit in meiner Gegend Autos demolierte und mehrere Menschen ins Krankenhaus brachte (ich glaube, der wurde nichtmal überregional bekannt. Hätte sich ein Wolf, der nichtmal halb so viel wiegt, wie jener kapitale Bursche, ähnlich verhalten, er hätte es wohl bis in die Tagesschau geschafft)?
    Das einzige Alleinstellungsmerkmal des Wolfes in diesem Vergleich ist die Größe der potentiellen Beute. Wohlgemerkt: Nicht der Wert. Ein Rassehuhn kann ein vielfaches von einem Wollschaf kosten. Also warum soll es gerade den Wolf mit aller Härte treffen?
     
  14. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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  15. #54 Azrael, 17. September 2014
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2014
    Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    1. Weil man sich dagegen nicht versichern kann.
    2. Wildernde Katzen dürfen sogar ausdrücklich geschossen werden! (wildernde Hunde nicht mehr, weil man ja aus Versehen einen Wolf erwischen könnte)
    3. Marder und Wiesel werden durchaus in Fallen gefangen und... dem Jäger gebracht
    4. Wildschweine werden sogar mit großen Drückjagden angegangen und frag mal einen Jagdpächter was er an Schadensgeld abdrückt wenn die Schweine das Feld geplättet haben.
    5. Hühner kann man durchaus rundum einnetzen - auch von oben gegen Habichte. Aber zeig mir mal eine Überdachung für 6ha Weidefläche auf einer Streuobstwiese... Oder einen transportablen 2,10m hohen E-Zaun für bewegliche Schäferei.

    PS. zu 2.: Das geht soweit, dass wenn man sieht wie ein Hund eine tragende Ricke hetzt, auf dem Amt anrufen, die Sichtung melden, sowie den Abschuß des wildernden Hundes beantragen muß.
    Heißt: Sichtung Samstag früh 3:00 Uhr - Anruf beim Amt (muahahahaa) - warten auf Abschußfreigabe - Freigabe Mittwoch. Der Hund samt gehetztem Reh sind selbstverständlich die gesamte Zeit als Standbild eingefroren... Wolfsschutz geht halt vor normalen Tierschutz.
     
  16. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Man wird sich dagegen versichern können. In anderen Ländern zahlt die versicherung des jeweiligen Jagdpächters.
    Und keine der von Dir genannten anderen Maßnahmen ist bestandsgefährdend oder bestandsgefährdend gedacht.
    Und keine einzige Katze wird erschossen oder auch nur eingesperrt (leider), weil sie einen geliebten Kanarienvogel gefressen oder auch nur veranlasst hat, sich in Panik in der Volier ezu Tode zu stoßen.
     
  17. eric

    eric Guest

    Azrael, hast du denn schon mal Probleme gehabt oder besteht Gefahr, dass dies demnächst passieren könnte?

    Wie gross wär denn der Schaden wenn eines gerissen würde so Versicherungstechnisch? Ich seh grad die sind für so ab 50 Euro zu haben.

    Also das Risiko ist klein, dass was passiert. Man kann zusätzliche Schutzmassnahmen ergreifen etc. ich seh jetzt das Problem nicht ganz.

    Ganz so ängstlich bist du doch sonst nicht und bei jährlich über 4000 Verkehrstoten in Deutschland hast du da doch auch keine Hemmungen in einen Wagen zu steigen.

    Deine Existenz ist auch nicht von den Schafen abhängig, also wenig Grund da gleich die grosse Wolfshatz betreiben zu wollen.
     
  18. #57 Azrael, 17. September 2014
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2014
    Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Sachsen ist Wolfsland - früher oder später wird es also passieren. Wenn eines gerissen wird, ist es extrem schwer an Entschädigung zu kommen (um die es mir vorrangig gar nicht geht - man überfährt ja auch kein Kind und sagt dann: "hier haste 'nen Fuffie für ein romantisches Essen und Kerzen, mach halt ein Neues!") Da kommt der Experte, guckt 100m dumm in die Gegend und will am Ende doch lieber keinen Präzedenzfall schaffen. Alles schon dagewesen.

    Wir sind allerdings in der Planung uns Herdbuch Bluefaced Leicester aus England anzuschaffen - Kosten pro Schaf 600 Pfund + Papiere + Transport etc. Das ersetzt dir kein Mensch! Und was die Schutzmöglichkeiten angeht wurde ja hier schon erklärt, dass ein HSH nur in abgelegenen Gebieten möglich ist (weil er eben auch auf Menschen übergriffig werden kann) und bei wechselnden Standorten eine sprungsichere Einzäunung schlicht nicht möglich ist. Ein Wolf überspringt die verfügbaren 1,20 / 1,50 hohen E-Zäune aus dem Stand.

    Ich fahre übrigens nicht Auto :) U. a. auch aus Angst. Und nein, meine Existenz wäre sogar ohne Schafe billiger, aber siehe Kind... :+streiche Oder um ein altbekanntes Zitat abzuwandeln: Ein Leben ohne Schafe ist möglich, aber sinnlos :jaaa:

    Und bevor jemand rumschlaumeiert über meine Einzäunung: auf dem rechten Bild stehen links und rechts Hürden. Die sind zum Engstellen - nicht zum Einzäunen!
     

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  19. eric

    eric Guest

    Und genau so gut kann man auch sagen: Eine Welt ohne Wölfe ist möglich, aber sinnlos :zwinker:

    Punkto Sachsen ist Wolfsland:

    Die Schweiz ist etwas mehr als doppelt so gross und etwa ähnlich dicht bevölkert.
    Wir haben dauernd Luchse ( hab die auch regelmässig und dauernd in der Gemeinde). Wölfe noch nicht sooo viel ( nächster Wolfsriss, da kann ich vom Haus aus hinübersehen). Bären haben wir auch gelegentlich. Adler sowieso etc.
    Trotzdem hat zumindest hier in meiner Gegend, keiner desshalb grad Panik.
    An die Luchse hat man sich gewöhnt. Da war am Anfang auch ein Geschrei da. Passieren tut höchst selten was.

    Einer der Wölfe ist letzthin offenbar quer durch die Stadt Zürich spaziert, bis er in Schlieren unter den Zug kam. Gemerkt hat niemand was davon. Ein Luchs hat schon mitten in der Stadt eine Zeitlang regelmässig nachts Spaziergänge in der City gemacht. Passiert ist gar nichts.

    Natürlich kann mal etwas passieren. Natürlich kann mir auch ein Ziegel auf den Kopf fallen. Trotzdem kann zumindest ich ohne weiteres damit Leben.
     
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  21. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Ich auch - zumindest fiele er dir auf den Kopf - wäre mein Kopf befallen, machte es mir schon etwas aus. Davon ab hielte ich es für besser den losen Ziegel vorab zu entfernen... Präventiv, womit sich der Kreis schließt. :grin2:
     
  22. Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Azrael schreibt jetzt schon seitenweise über Entschädigungen falls mal was passiert. Anscheinend hat er nur Dollarzeichen in den Augen. Die Allgemeinheit soll ihm im Falle eines Falles also seinen Schaden bezahlen. Warum eigentlich? Schließlich ist seine Schafhaltung nichts als ein Hobby und trägt in keiner Weise zur Wirtschaft bei. Für die Allgemeinheit also nutzlos. Warum soll jemand der etwas nutzloses tut auch noch Entschädigung bekommen? Schließlich bekommt man als Autofahrer wenn einem ein Wildschwein ins Auto läuft ja auch was gehustet. Auch von der Versicherung denn die übernehmen nur Schäden durch Haarwild. Und wenn der Marder mein Auto demoliert bekomme ich auch nichts. Geschweige denn wenn er den Dachboden ruiniert. Soll man jetzt sämtliche Marder ausrotten? Für ganz normale Risiken des täglichen Lebens wird man nicht entschädigt. Es ist völlig egal durch welches Wildtier man geschädigt wird, außer wenn man sehr gut versichert ist trägt man den Schaden als normaler Bürger immer selber. Und das muß auch für Leute wie Azrael gelten, schließlich ist es keine Angelegenheit des Staates sein Hobby zu schützen denn es trägt in keinster Weise zu irgendwas bei, weder zur Kultur noch zur Kunst oder der Wirtschaft.
     
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