Frau Köhler - Diskussion Handaufzuchten

Diskutiere Frau Köhler - Diskussion Handaufzuchten im Aras Forum im Bereich Papageien; Hallo zusammen, da ich weiß, dass Volker am We nicht ins Internet geht, könnt ihr euch schon einmal hier ein Bild machen, wie Volker...

  1. Pe

    Pe 2,2 SWO

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    Hallo zusammen,

    da ich weiß, dass Volker am We nicht ins Internet geht, könnt ihr euch schon einmal hier ein Bild machen, wie Volker teilweise zu den Blaustirns geht, damit er so unbeschadet ohne Blessuren davon kommt :D

    Beitrag von 16.39 Uhr
     
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  3. #42 Frau Köhler, 25. Januar 2004
    Frau Köhler

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    Attacke...

    Hi Ann,

    wie ich Dir doch auch zustimmen kann.....
    doch am Marketing würd ich es nicht festmachen,dafür am falschen Umgang und Erwartungen ..Tier- Mensch.

    und an Anke

    ja liebe Anke (Papajule) ich dachte mir schon etwas in der Form wie es nach Dir Pe im Bild zeigte.
    Doch sind auch dort keine Auffälligkeiten(Besonderheiten) zu sehen. - eine Naturbrut muß den Menschen doch nicht lieben ?
    Warum sollte er ihn nicht attackieren,wenn er sein Terrain verletzt?
    Es kann aber auch sein,das eine solche Abneigung personengebunden ist,od er/sie einfach nicht "den" Menschen erriechen kann.
    (na ja es sind viele Gründe möglich,da kann uns Volker sicher besser Auskunft geben)
    Doch wenn es eine Handaufzucht sein sollte(können oben genannte Gründe natürlich auch der Auslöser sein),dann wunderts mich schon wenn die Amazone gleiche Verhaltensweisen zeigt, wie eine Naturbrut,wo er/sie doch so überhaupt nicht die Verhaltensweise von seinem Betreuer(Züchter der Handaufzucht) übernommen haben kann.
    Und was wollte Volker dann mit seinem Willen dem Tier gegenüber dokumentieren ?

    P.S. unseren Aras (egal Naturbrut oder Handaufzucht) würden auch alle Nackenfedern zu Berge stehen,wenn sie "so" Volker sehen würden.

    Spaß,Spaß,Spaß ... ist denn schon Fasching...?


    ...bei uns schneit es und schneit es und in Bayern sollen die Temperaturen ganz schön runter gegangen sein .
     
  4. #43 Frau Köhler, 25. Januar 2004
    Frau Köhler

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    Pe

    Hi Petra ,

    war gerade mal im anderen Forum vom www.papageier.de ,wo Du sehr viele Bilder reingestellt hattest.
    Bin stark beeindruckt und mir gefällt besoders wie Du die Gruppenzusammenstellung gemeistert hast.

    liebe Grüße
     
  5. Pe

    Pe 2,2 SWO

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    Komisch! Ich hatte die vierte Seite des Threads Venezuelas, mit dem Bild eingestellt. Das Bild aus dem Zusammenhang gerissen, ist so nicht aussagekräftig. Ann, kann man das wieder richten?

    Hallo Marlis,
    mit meinen Rotbugs habe ich sehr viel Glück. Sie sind aber auch geborene Abrissunternehmer, die immer für Arbeit sorgen :D
     
  6. #45 Frau Köhler, 25. Januar 2004
    Frau Köhler

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    Re Pe

    Hi Petra,

    na ja dann wirst Du ebend Bauunternehmer :D
     
  7. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hi Pe!

    Habe keine Ahnung wie das geht, sorry. Kansnt Du mal im Werkstattforum nachfragen oder Pat?

    @ Frau Köhler: Marketing erweckt doch eben diese falschen Erwartungen, die nicht erfüllbar sind. Dabei ist Marketing ein recht weit gefasster begriff: sei es wie Papageien in Filmen, Literatur, von Züchtern, in Zoogeschäften auf Vogelschauen etc dargestellt werden.

    Un die meisten Erstbesitzer sind nun einmal recht unbedarft, was den Umgang mit diesen Tieren angeht. Wir versuchen hier im VF Einiges zu vermitteln, aber das ist doch meist, nachdem das Kind sozusagen in den Brunnen gefallen ist. Besser wäre es, wenn Käufer im Vorfeld auch die negativen Informationen, und eben nicht überwiegend die positiven Seiten geschildert bekommen würden.

    LG,

    Ann.
     
  8. #47 Frau Köhler, 25. Januar 2004
    Frau Köhler

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    Re Ann

    keine Frage ,die Erwartungen mancher Leute sind echt überzogen .

    Doch auch im VF sind genug Leute,die sich schon mal vorab informieren,nicht alle Leute könnt Ihr hier erreichen,aber viele .
    Was bemerkenswert ist,es werden immer mehr.
    Bleibt zu hoffen das Ihr weiter macht,in einer Weise,die uns allen nutzt.

    PS .dummerweise verbinde ich immer Marketing mit Geld,ist wohl so nicht richtig?

    liebe Grüße
     
  9. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Ach so, Marketing ist eigentlich nur die Vermarktung. Natürlich geht es da oft um Geld, denn es soll ja der Verkauf angekurbelt werden.

    Leider werden dafür auch oft Unwahrheiten erzählt. Genauswenig, wie sich meine Wohnung in eine karibische Insel verwandelt wenn ich Schokoriegel xyz esse, genauso bleibt ein Papagei eben kein süsses Küken, sondern wird erwachsen.

    Die unabsichtliche Werbung, man sieht immer wieder mal süsse witzige, sprechende (!) Aras in klitzekleinen Käfigen in irgendwelchen Filmen, verfälscht die Realität leider genauso.

    Schau doch mal einfach was jetzt mit Seewasserfischen passiert nachdem "Findet Nemo" rausgekommen ist. Ich denke, dass dies von den Walt Disney Studios nicht geplant war. Dennoch ist der Effekt derselbe.

    LG,

    Ann.
     
  10. VolkerM

    VolkerM Guest

    Schach und Handaufzucht....

    Guten Morgen Marlis,

    Ich möchte zunächst mal Dein Zitat ("Schachmatt - Volker") aufnehmen. Schach ist zwar ein schönes Spiel, erfordert jedoch ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Um in der "Schachsprache" zu bleiben: Die DAME hat nicht aufgepasst. Wie sonst käme sie zu der Annahme, dass es sich bei den von uns betreuten Vögeln vorwiegend (oder gar zur Gänze) um erfolgreich "resozialisierte" Handaufzuchten handelt. Wie sonst käme sie zu der Annahme, dass unsere Nachzuchtvögel von "Handaufzuchteltern" stammen.
    Die auf den Fotos zu sehenden Gruppen setzen sich aus Wildfängen, Naturbruten und auch Handaufzuchten (2 Venezuelaamazonen) zusammen.

    Die Erwartung des Postens von Fotos körperlich geschädigter (gerupfter) Vögel (aus unseren Gruppen) kann ich leider nicht erfüllen. Amazonen neigen bekanntlich weniger zum Federrupfen, sondern vorwiegend zu aggressiven Reaktionsmustern.

    Kleiner Gruß an Mäusemädchen: Wieder klar geworden. Gelle. Danke auch noch.


    Guten Morgen zusammen,

    Handaufzuchtvögel (speziell nach Erreichen der Geschlechtsreife und oft verstärkt durch vorherige Einzelhaltung) sind nur mit sehr viel Geduld, Mühe, Einfühlungsvermögen und "Nervenstärke" in Gruppen zu integrieren. In manchen Fällen ist es kaum (oder gar nicht mehr) möglich. Handelt es sich um Jungtiere, so erleichtert dies die Angelegenheit etwas.

    Welche Probleme die Integration handaufgezogener Papageienvögel verursachen kann, "dürfen" wir aktuell am Beispiel eines Rosakakadu erleben, der in eine Auffangstation vermittelt wurde.

    Auf dem "Angriffsfoto" ist eine männliche Blaustirnamazone zu sehen, die bereits etliche Vorbesitzer hatte. Das Foto wurde eigentlich zu dem Zweck aufgenommen, das Aggressionsverhalten von Amazonen zu dokumentieren. Diese Gruppe wird u.a. deshalb nicht von mir betreut, weil die ausgeprägte Dominanzaggression der betreffenden Amazone (gegen meine Person) dies kaum zulässt.



    Schöne Grüße
    Volker
     
  11. #50 Frau Köhler, 26. Januar 2004
    Frau Köhler

    Frau Köhler Stammmitglied

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    Re Volker

    Hallo Volker,

    eine Kugel ist nur endlich groß.Aber wer auf ihrer Oberfläche läuft,kann ewig wandern.

    Deine Theorie - ein Dilemma ?
    Beachte mal die Antworten zu Deiner Frage im allgem.Vogelforum.
    (Aggression..)

    Deine Bilder sind zusehr aussagekräftig,als es noch einer Antwort bedarf.
    Übrigens der neueste Knaller ist Dein Bild auf meinem Computer schon - als Bildschirmschoner -
    Und bei der Frequenz der Besucher in unseren Räumen,sowohl viele Züchter und Halter von Papageien,kannst Du sicher sein,das die Lacher auf Deiner Seite sind.
    Ob sie allerdings Dein Buch lesen wollen, darf bezweifelt werden.

    Schach spielen werd ich lieber mit meinem Nachbarn,einer der simultan an 15 Brettern spielt und hier deutschlandweit Seniorentreffen organisiert und Jugendgruppen leitet.

    An alle anderen User.

    kauft Euch mal das WP-Magazin vom Jan/Feb 2004 vom Arndt-Verlag es steht wieder ein schöner Artikel drin von Hildegard Niemann. "Ruhe,bitte !"
    Hier wird auf etwas aufmerksam gemacht.....
    unerwünschtes Verhalten durch erwünschtes Verhalten .

    Zum besseren Verständnis für alle, in unseren Räumen werden mindestens 5-20 Papageien/Sittiche von anderen Haltern täglich von mir betreut.Wir haben hier Gruppenhaltung/-unterbringung
    von sich völlig unbekannten Tieren und einen ständigen Wechsel,da die Halter der Tiere auch nur begrenzt Urlaub erhalten,doch auf eine gute Unterbringung während Ihrer Abwesenheit Wert legen.
    Es kommt doch sehr auf den Umgang an und wer zu uns kommt, erhällt auch eine umfassende Beratung.

    vorerst die letzten Grüße
     
  12. Raymond

    Raymond Guest

    Hallo Frau Koehler,

    ich werde mich hueten hier was zu schreiben.
    zum einen ist mein fachwissen nicht gross genug um mit ihnen oder Volker "mit-zu-halten" und zweitens ist hier nicht ein beitrag von ihnen wo einem nicht ihr fachwissen sondern ihre "ironie" in's auge springt.
    die vermutung liegt nahe das sich dadurch wenig andere beteiligen werden.

    LG
     
  13. VolkerM

    VolkerM Guest

    Argumentationsdschungel ?

    Guten Tag Marlis,

    mir ist nicht erfindlich, wie Du daraus, dass "unsere" Amazonen auf den Fotos nicht gerade unglücklich dreinschaun, zu der Folgerung gelangen kannst, dass meine Aussagen in Bezug auf Handaufzucht-Vögel nicht stimmig seien (Zitat: "Deine Bilder sind zu sehr aussagekräftig, als es noch einer Antwort bedarf.").

    Du schreibst: "Deine Theorie - ein Dilemma?" Nun ja, ich möchte nicht behaupten, dass die Thematisierung der Disposition handaufgezogener Papageienvögel zu (je nach Haltungssystem in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität zu erwartenden) psychischen und/oder physischen "Auffälligkeiten" m e i n e "Theorie" ist. Allerdings kann ich auf Grund eigener Erfahrungen und Erfahrungen anderer Halter sowie einer intensiven Befassung mit den "Grundlagen des Verhaltens" die Kernaussagen der Arbeiten (Theorien?) von Prof. Kummerfeld, Werner Lantermann, Prof. Kaleta, Stefan Luft, Ralf Sistermann, Harsfield u.a. - um hier nur einige "Theoretiker" zu nennen - bestätigen.

    Dass Du die attackierende Amazone als Bildschirmschoner verwendest finde ich super. Vielleicht reift dann bei der EINEN oder dem ANDEREN (potenziellen Interessenten an der Haltung von Großpapageien) die Erkenntnis, dass die agonistischen Verhaltensweisen unserer "gefiederten Freunde" durchaus unangenehm sein können.

    Ich teile (uneingeschränkt) Deine Ansicht, dass wohl die Mehrzahl der Züchter kein gesteigertes Interesse an der Lektüre einer kritischen Hinterfragung der Handaufzucht zeigen wird.

    Find ich ja toll, dass Dein Nachbar Simultanschach an 15 Brettern spielt. Damit kann ich freilich nicht aufwarten. Iss aber auch nicht so arg themenrelevant.

    LG
    Volker
    :s
     
  14. Franciska

    Franciska Guest

    Pro und Contra Handaufzucht

    Hallo an alle,

    eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr in diese Thematik einklinken. Aber nachdem ich nun das Forum seit längerem beobachte, dache ich mir, sagst auch mal was dazu.

    Ich denke es gibt immer ein Pro und Contra für Handaufzuchten, sowie es ein Pro und Contra für fast alles gibt. Da sich die Wissenschaftler immer noch um diese Thematik streiten, und nicht auf einen Nenner kommen, sollte man auch beide Seiten richtig beleuchten. Das Handaufzuchten mehr Kosten liegt wahrscheinlich auch daran, dass es wesentlich zeitaufwendiger ist. Ich glaube nicht, dass jemand nur aus Spass und Tollerei Handaufzuchten hat um mehr Gewinn zu erzielen. Wenn man die Kosten für die Arbeit und das Spezialfutter rechnet denke ich ist ein erhöhter Preis auch gerechtfertigt.
    Sowohl Handaufzuchten als auch Naturbruten können krank sein.

    Ich denke so wie es bei den Menschen ist, kann die Krankheit den Einen treffen und den Anderen nicht. Wenn wir unsere Vögel richtig halten und auch richtig und abwechslungsreich ernähren ist es egal ob es eine Handaufzucht war oder nicht, denn die Gene spielen auch eine grosse Rolle.
    Da bei gewissen Tierarten die natürliche Population nicht mehr oder fast nicht mehr vorhanden ist, finde ich es durchaus auch sinnvoll für die Arterhaltung Handaufzuchten zu haben. Wenn die Elterntiere nicht füttern oder aggressiv gegenüber ihrem Nachwuchs sind. Dies ist zwar ein Eingriff in die natürliche Auslese, aber so kann man zumindest den Fortbestand der Art gewährleisten.

    Da hier im Forum sehr gerne über die Züchter hergefallen wird, denke ich man sollte Sie auch mal in Schutz nehmen. Denn sie sind die Einzigen die eigentlich die Arterhaltung gewährleisten.
    Wenn es die Züchter nicht gäbe, dann würde es dieses Forum gar nicht geben. Denn wenn wir mal ehrlich sind, besitzen die wenigsten hier Wildfänge,sondern sie haben laut ihren eigenen Aussagen Nachzuchten und dies setzt nun mal einen Züchter voraus.

    Auch muß ich mal kurz sagen, dass mir bei einigen Forenusern der Ton recht mißfällt. Ich denke wir machen hier Erfahrungsaustausch und kein Streitforum. Ich kann nicht verstehen, dass man einen Rechtsanwalt einschaltet, wenn hier jemand seine Meinung äußert. Das ist ja als wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt. Mir fehlen dazu einfach die Worte.

    Witzig ist allerdings, das derjenige der hier den Thread verursacht hat in seinem eigenem Thread dann rumjammert, das "gewisse Leute ins Genick springen".

    Wenn man im Glashaus sitzt sollte man bekanntlich auch nicht mit Steinen schmeissen.

    So jetzt habe ich mir den Ärger mal von der Seele geschrieben, und vorsorglich ich will niemanden ins Genick springen.

    LG

    Franciska
     
  15. tamborie

    tamborie Guest

    Re: Pro und Contra Handaufzucht

    Ich denke jeder kennt meine Meinung über Handaufzuchten.
    Ich denke mal das Problem von Handaufzuchten sind nicht die Kosten.
    Das Handaufzuchten mehr Gewinn bringen sollte wohl unbestritten sein.
    Anders wäre auch die Menge der Handaufzuchten gar nicht zu erklären.
    Es mutet schon seltsam an wenn ich für ein Kongo in good old Germany 750- 1500 Euro (tatsächlich gesehen!!) bezahle, bekomme aber eine Handaufzucht in Holland oder Belgien für 350-500 Euro.
    Zur Info: Das Handaufzuchtfutter ist meist dasselbe was auch in Deutschland gegeben wird.
    Womit begründen sich die hohen Preise bei uns?
    An der Art kann es nicht liegen, fast jede Handaufzucht ist in diesen Ländern um 50% billiger.
    Hierduch haben sich bereits genügend Geschäftemacher gefunden, die Tagesblätter sind voll davon. Fahre ich hin, bekomme ich alles zu sehen, nur nie die Zuchttiere.
    Die Vögel werden von solchen Händlern in den Beneluxländern mit 3-6 Wochen gekauft, dann bekommt man sie sogar schon ab 200-250 Euro.
    Wer jetzt noch behauptet dies sei kein lukratives Geschäft dem ist auch nicht zu helfen. Dies ist ein Markt, bei dem sich sogar sehr gut verdienen lässt!

    Die eigentliche Verarsche ist aber der Betrug am Kunden, ihm wird sugeriert hier bekäme er ein "Kinder- Ersatz", was sich hätscheln und täscheln lässt, zumindest bis zur Geschlechtsreife.

    Dies betrifft die allerwenigsten Arten!!

    Dies tue ich hier andauernd, lediglich für mich ist kein Züchter welcher bestrebt ist Mengen an Handaufzuchten zu produzieren, sowas nenn ich Produktionsstätten!

    Richtig, wobei ich aber Handaufzuchtzüchter und Ammenzüchter ausschliesse, dies brauchen wir nicht.
     
  16. #55 Frau Köhler, 28. Januar 2004
    Frau Köhler

    Frau Köhler Stammmitglied

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    Re: Re: Pro und Contra Handaufzucht

    Hallo Tamborie,

    wollte eigentlich mich hier nicht mehr melden,denn es wird immer andere Aussagen geben und im Internet kann man auch nicht alle erreichen und schon gar nicht umstimmen - das allein bringt die Zeit -.

    Habe aber auch für Dich noch eine kleine Anmerkung:

    Was machst Du am Billigkauf von Papageien fest ?Eine gleiche Qualität ? einen gleichen Kostenaufwand ?(bei unterschiedl.Besteuerung und Lohnkosten u.v.a.)

    Warum meinst Du sind unsere Züchter(gleich ob.Handaufzucht od. Naturbrut) meist schon Rentner oder Hausfrauen/-männer.?
    denn ....
    Ein Durchschnittsverdienst/Jahr liegt um die 36.000 €,nach Deiner Rechnung zzgl.Kosten(30% BWA) und darauf die MwSt 16%(denn bei einem solchen Gewinn ist es Einkommen und kein Hobby) kommen nocheinmal 18.280,00 € .
    Wenn ich also Tiere im Wert von 54.280 € umsetzen wollte ,um ein Einkommen zu sichern ,dann müßte ich mindestens 54 Tiere verkaufen im Wert von 1000 €. (entspricht einem Gelbbrustara)
    Und genau das tut sich keiner an.

    Frag doch mal einen Züchter wie oft er im Urlaub war ?Oder besser noch frag seine Familie wie zufrieden diese mit der Zeiteinteilung ist (od das was noch davon übrig ist).

    Ein Rentner hat doch seine geregelte Rente,warum sollte er sich den Stress mit den vielen Tieren antun ?,doch nicht um reich zu werden - das ist doch paradox.
    Kann es nicht sein,das sich diese Leute dem Hobby verschrieben haben,genauso wie es Menschen geben sollte ,die den Hund nicht nur als Blindenhund od. Wachhund halten ?

    Oh ja,wenn ich bedenke das neueste Bestrebungen vom BNA-Präsident Forderungen von Entbürokratisierungen für Vogel-und Reptilienhalter im Raum stehen !

    Wie da sind;

    Wegfall der Meldepflicht für alle geschützten Tierarten,da sie sich als Kontrollinstrument des Artenschutzes nicht bewährt hat,immense Kosten verursacht und uneffektiv ist.

    ...ach ja wollen wir nun wieder Wildfängen alle Tore öffnen?
    (einschl der mitgebrachten Risiken ?)
    Billiger sind sie doch allemal !--
    -auch billiger wie in Holland od. Beneluxländer-

    Bitte lesen auf Seite 4 der "Papageien 1/2004" Arndt-Verlag

    Ich glaube es ist an der Zeit,das wir alle mehr aufeinander zugehen,als uns überhaupt nichts mehr zu sagen haben.

    Jüngere Züchter können die Signale der älteren Züchter sehr genau empfangen und sind um die weitergegebenen Erfahrungen glaube ich dankbarer,als es hier einer nachvollziehen kann.

    Liebe Grüße
     
  17. Franciska

    Franciska Guest

    Hallo Tamborie,

    ich muß Marlis total recht geben. Wenn man einen solchen Verdienst anstrebt, dann müsste man eigentlich ca. 25 - 30 Paare Gelbbrustaras halten, die auch kontinuierlich jedes Jahr mindestens zwei Eier legen. Einen solchen Züchter kenne ich nicht.... und ich kenne einige....... Von den Unterhaltskosten einer solchen Menge und dem Raum und Platzbedarf, bei vorgeschriebener artgerechten Haltung, brauchen wir gar nicht reden.

    Auch muß mal klar gesagt werden, dass in der freien Marktwirtschaft Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Wenn es Leute gibt, die Handaufzuchten kaufen, dann gibt auch immer wieder Züchter die diese Nachfrage befriedigen.

    Du sagst selbst du sprichst von den "Händlern", also nicht von den Züchtern. Und das sind nach meiner Meinung zwei total verschiedene Stiefel. Ein Händler ist immer auf eine hohe Gewinnerzielung aus. Der Züchter und insbesondere der Hobbyzüchter wohl eher kaum. Alleine ein Paar zuchtreif zu bekommen birgt einige Schwierigkeiten mit sich. Insbsondere aber auch Geduld und einen guten Geldbeutel. Nicht jedes Paar brütet auch. Die Preise varieren auch in Deutschland. Nehmen wir nur den Preis für einen Grünflügelara. Dort spielt sich die Spanne von ca. 1100,-- bis 1800,-- Euro ab, alles deutsche Nachzuchten. Nimmt man dagegen einen Zoohändler der von Lloro Park die Vögel importiert. Dann ist der Preis dort bei satten 2.400 Euro anzusiedeln. Und man glaubt es kaum es gibt auch noch Leute die kaufen die Tiere. Obwohl sie eigentlich mit einem verhältnismäßig geringeren Aufwand ein ebensolches Tier wesentlich günstiger bekommen würden und dabei handelt sich es auch noch um eine DNZ.
    Hier ist der Unterschied zwischen Händler und Züchter sehr deutlich zu erkennen.

    Ein Hobbyzüchter ist sicher nicht auf den zu erzielenden Gewinn aus, denn dann wären die Preise wesentlich höher......

    In dem kann ich Marlis nur beipflichten. Und ich bin froh, wenn sich auch die Züchter einmal zu Wort melden. und uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen.


    LG

    Franciska
     
  18. #57 Frau Köhler, 28. Januar 2004
    Frau Köhler

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    Hallo Franciska

    Danke

    habe heute die Tageszeitung aufgeschlagen und gelesen:
    von Korrespondent W. Germund aus Bangkok

    Im "Hühnergürtel" von Thailand,einem 50 -250 Km breiten Streifen mit vielen Geflügelfarmen rund um die Hauptstadt,haben die Behörden mitlerweile 24 Millionen Hühner ... versenkt.In den Elendsvierteln von Bangkok,in denen in fast jeder Hütte Hühner leben,ist jedoch bisher niemand aufgetaucht,um die Bewohner über die Gefahren der grassierenden Vogelgrippe(Virus H5N1) aufzuklären.

    Billiglohnländer stellen keine Gefahr bei der Übertragung von Viren dar ... heute ist es Thailand,gestern war es China und morgen Europa ?

    Wenn die Zeit nicht ganz schnell uns einen Denkvorsprung verschafft ,wird es wohl nicht mehr lange dauern und wir brauchen keinen Gedankenaustausch mehr!!!
     
  19. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Ein Durchschnittsverdienst ist eben das - ein Durchschnitts verdienst. Die bedeutet, dass sehr viele Menschen mit ihrem Verdienst z.T. erheblich darunter liegen.

    Und es macht einen erheblichen finanziellen Unterschied, ob der Züchter pro Jahr von einem paar 2 Junge (angenommenes Gelege ist eines pro Jahr mit zwei überlebenden Jungen) oder 8 Junge (Handaufzucht mit 3-4 Gelegen pro Jahr mit 2-3 Jungen) bekommt.

    54 zu verkaufende Jungtiere, um bei Deinem Beispiel zu bleiben, bedeutet also bei einer naturnahen Aufzucht 27 Zuchtpaare, die durchgefüttert werden müssen, im Vergleich zu knapp 7 bei Handaufzucht.

    Da bei einer Handaufzucht regelmässig gefüttert werden muss, ist es naheliegend anzunehmen, dass der Durchführende nicht vollzeitlich berufstätig sein kann, also die überwiegende Mehrzahl der Züchter, die Handaufzuchten betreiben bei weitem nicht an Dein angesetztes Gehalt von €54.280 Euro herankommen.

    Ob sich die Handaufzucht für die entsprechenden Vermehrer (Um Tambories zutreffender Sprachwahl zu folgen) lohnt, oder nicht, möge sich jetzt jeder selbst beantworten (ich hoffe ich motiviere mit dieser Analyse nicht weitere Personen zur Handaufzucht 8o).

    Das ist sehr richtig. Nur beruht diese Nachfrage m. E. auf irreführenden Werbeversprechen.

    LG,

    Ann.
     
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  21. #59 Frau Köhler, 28. Januar 2004
    Frau Köhler

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    Re Lily

    Nein Lily,

    auch so ist es nicht, denn es ist kein Gehalt,
    sondern der Umsatz,der zu erbringen ist,um davon noch die Krankenkasse in voller Höhe,die Rentenbeiträge in voller Höhe und natürlich die Einkommenssteuer zu begleichen.
    (Das wirst Du doch auch denen gönnen,die kein Arbeitnehmerverhältnis haben.)



    Und wieviel Hände hast Du ,um in einer kurzen Zeitspanne 54 Tiere mit Hand zu füttern ?Bei den Gelbbrustaras sind z.B mind. 4 Monate zu füttern und leider liegen die Brutzeiten nun mal auch bei einer Entnahme der Eier alle in einem Abstand von ca. 2-4Wo.

    Nicht auszudenken ,wenn ich mir vorstelle andere Papas/Sittiche
    die nur die Hälfte kosten oder gar ein Viertel.
    Dann wären es 108 Tiere oder wie Deine Preise 216 Tiere.

    Bei einer Person ? also wirklich was soll das ?
     
  22. VolkerM

    VolkerM Guest

    Ganz langsam, sachlich und (hoffentlich) deutlich....

    Laut Veröffentlichung des "Industrieverband Heimtierbedarf e.V." werden in Deutschland 4,9 Millionen Ziervögel (Stand: 2001) in privaten Haushalten gehalten. Allein die Umsätze an Futtermitteln für Ziervögel summierten sich im Jahr 2001 auf 98 Millionen Euro. Hinzu kommt ein Umsatz von 59 Millionen Euro für Bedarfsartikel. (Industrieverband Heimtierbedarf e.V., Daten und Fakten, Heimtierhaltung, INet-Publikation: www.ivh-online.de/htm/presse/wir/struktur.htm ) Aus diesen Zahlen - und ohne Berücksichtigung der Umsätze mit der "lebenden Ware" Vogel - ist ersichtlich, dass auch der "Markt" rund um den Vogel einen ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor, mit allen daraus resultierenden Interessens-Konflikten, darstellt.

    Wie gering das Wohlbefinden der Tiere selbst und wie hoch dagegen die "Wirtschaftlichkeit" gewichtet wird, zeigt eindrucksvoll die von A. Fergenbauer-Kimmel aus einem unveröffentlichten Vortragsmanuskript zusammengefasste Sichtweise des Züchters J. Stoodley: "(...) dass jeder Papagei, der bei ihm in zwei aufeinanderfolgenden Jahren bei der Fortpflanzung versagt, d.h. nicht legt beziehungsweise nicht befruchtet, als "überflüssiger Ballast" verkauft wird." Fergenbauer-Kimmel merkt hierzu an: "Solche gewerbsmäßige Handaufzucht ist entschieden abzulehnen" (Stoodly, J. (1986): Papageienzucht mit Hilfe des Inkubators, Vortrags-MS, I. Intern. Papageienkongr., Puerto de la Cruz, Teneriffa -unveröffentlicht- ; zitiert in: Fergenbauer-Kimmel, A. (1992): Edelpapageien, Horst-Müller-Verlag, Walsrode, S. 41-42).

    Zur Deckung des hohen Bedarfes an "zahmen" Jungvögeln bedienen sich nicht wenige Züchterinnen / Züchter zwecks Steigerung der "Produktion" und Reduzierung der "Ausfallraten" einer hochtechnisierten Ausstattung. Einige Zuchtanlagen in Deutschland sind auf Grund ihrer Größe, des Angebotes und der Ausstattung durchaus mit "Zuchtfarmen" in den USA vergleichbar. Die Möglichkeiten des WWW nutzend, wird die kostspielige Ausstattung auf den betreffenden Pages werbewirksam als Beleg für "Professionalität" präsentiert. Exemplarisch für die Verkaufsstrategie kommerzieller Zuchtanlagen sind nachstehend zitierte Passagen aus der Präsentations-Page einer (deutschen) Papageienzucht:
    "Wir geben fast das ganze Jahr über Jungtiere vieler Arten (...) ab. (...) Die ab Ei oder ab der 5. Woche von Hand aufgezogenen Jungtiere sind (...) alle superzahm zu jedermann. Sie können sofort angefasst werden und sind zum Teil bei Abgabe auch schon sprechend (...). Bei Bedarf übernehmen wir auch Handaufzuchten für Sie ab Ei."

    Abschließend:
    Schaut Euch doch einfach mal im Netz nach KOMMERZIELLEN ZUCHTANLAGEN um. Ihr werdet nicht wenige Fotos ultrasteriler Zuchtboxen (Reihe an Reihe) mit erkennbar durchorganisierten (profitorientierten) Abläufen finden. WIR reden (bzw. ich rede) hier nicht von der/dem "kleinen Züchter/in". Schaut ruhig auch mal ins "Ausland". Deutschland ist nicht der Nabel der Papageienwelt.

    Schöne Grüße
    Volker
     
Thema:

Frau Köhler - Diskussion Handaufzuchten

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