noch eine Demo / Jagd pro und kontra

Diskutiere noch eine Demo / Jagd pro und kontra im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Sorry Homer... wenn ich deinen Text klaue :-) Original geschrieben von Homer ich persönlich bin kein Freund der Jagd und könnte mir selbst...

Status des Themas:
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  1. #101 Vogelfreund, 3. Januar 2003
    Vogelfreund

    Vogelfreund Foren-Guru

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    Sorry Homer...

    wenn ich deinen Text klaue :-)

    Diesen Beitrag kann ich 100 % unterschreiben !!!

    Die Jäger, egal ob alt und Jung schreiben ruhig und sachlich, versuchen Vorgehensweisen und Hintergründe zu erklären....

    Von der Gegenseite kommen nur Beleidigungen, Beschimpfungen und persönliche Angriffe...

    Ich selber esse für mein Leben gerne Fleisch und stehe dazu. Selber ein Tier töten könnte ich aber wohl nicht. Ich durfte damals bei meinem Opa immer zusehen, wenn Hühner oder Kaninchen geschlachtet wurden, das hat mir gereicht...

    Aber ich verfolge dieses Thema mit großem Interesse, nur geben die Jagd-Gegner hier ein sehr trauriges Bild ab. Wie soll man jemanden ernst nehmen, der statt Argumenten nur Beleidigungen liefert?

    Denkt mal drüber nach und versucht mal sachlich zu diskutieren, wäre schade wenn wegen sowas das ganze Thema im Müll landen würde.
     
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  3. #102 Coco´s Boss, 3. Januar 2003
    Coco´s Boss

    Coco´s Boss Guest

    Nixt da Ihr werdet mich nicht dazu kriegen hier zu explodieren, ihr Provokanten!
    Habe gerade die Wohnung vor Wut demoliert, aber hier im Net?? Neee ganz ruhig!
    Coool man.
    Also sach ich nix mehr!
    Endgültig!
    Ihr labert nur und seid ohne Argumente und Provoziert nur!
    Das könnte man noch 100 Antworten weitermachen!
    Tut lieber hier was konstruktives im VF.
    Da sieht man Euch nämlich nicht soo oft !
    Danke Anke!
    Joe.
     
  4. #103 Vogelfreund, 3. Januar 2003
    Vogelfreund

    Vogelfreund Foren-Guru

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    Hi Joe,

    sei mir ned böse, aber druck dir deinen letzten Beitrag mal aus und lese Ihn dir morgen mal in Ruhe durch.

    Und dann sag mir mal was an dem Beitrag sachlich war :-)

    Und wo deine Argumente sind :-)
     
  5. Malte

    Malte Guest

    Richtig Joe ganz Ruhig

    atme mal tief durch.

    Ich fände es sehr schade wenn du dich nicht mehr beteiligst.

    Zähle uns mal eine reihe von Gegenargumenten auf.
    Über die wir dann sachlich und wie vernünftige menschen diskutieren können.
     
  6. j-c-w

    j-c-w Foren-Guru

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    am besten wir schreiben alle heute nichts mehr.....................


    :~
     
  7. #106 Coco´s Boss, 3. Januar 2003
    Coco´s Boss

    Coco´s Boss Guest

    Nee, Nee Patrick.
    Das ist wirklich ne Unterstellung!
    Rosi oder ich ,so extrem unsere Meinung sein mag, haben nur einen vermeindlichen "Stand" angegriffen!
    Und das ganz sachlich!

    Also bitte.

    Find ich echt bescheiden von Dir!

    Kannst Du neutral lesen???
    Und ob Du das jetzt in den Müll beförderst ist mit Sch.. egal.
    Nur sollte man Neutral bleiben.
    Bisher ist es nur hier rumgeplätschert...
    Hab mich schon ein paarmal in Frieden hier verabschiedet und immem wird neu von einer Seite angefangen!
    Gegenrede hin oder her,
    Aber,Du kannst Fleisch essen soviel Du willst!
    Du kannst auch selber Kaninchen schlachten, wenn Du Deinen Ekel überwunden hast!"
    Nur spiele Dich deswegen nicht als Richter über Gut und Böse auf!
    Guten Abend!
    Joe.
     
  8. Layette

    Layette Guest

    also Joe, du übertreibst maßlos!
    ich verstehe nicht, wie du allen ernstens behaupten kannst, du seist sachlich und die gegner unsachlich und kindisch!
    du bist der einzige der kindisch ist! und patrick brauchst
    du nicht so anzugreifen, denn er ist im gegensatz zu dir sehr ruhig geblieben!
    du bist der einzige, der nicht objektiv ist!
    ob man jäger gut findet oder nicht, du bist ein opfer deines eigenen hasses!
     
  9. Rena1

    Rena1 Guest

    jagdgesetz....!!!!

    :D :D :D

    Enzynklopadie....1838/brockhaus.....spricht geschichte/jagdrecht....

    das jagdgesetz beruht sich auf das jagdrecht....siehe suchmaschine "Jagdgesetz"...
    und wer mir jetzt sagen kann....????....§§§

    wäre interessant,....Danke!"
     
  10. Rosi.N.

    Rosi.N. Stammmitglied

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    Sachlich?

    Wer hat sich denn darüber aufgeregt das Theodor-Ludwig Wiesengrung Adorno zitiert wurde und fand dies zum kotzen?
    Ich habe es schon einmal gesagt bzw.geschrieben
    mache es aber gerne noch einmal deutlich .
    Von jeder Art von Sachbschädigung distanziere ich mich ausdrücklich ich säge keine Hochsitze an
    und lasse auch keine Pelztiere frei.Ich achte das Leben auch das der Jäger aber eben auch das der Tiere!
    Die Jagd auf Vögel ist leider bei uns teilweise erlaubt.Dies verstößt gegen die EU Vogelschutzrichtlinie.Es besteht kein Grund Jagd auf Vögel zu machen.Dort wo durch rastende Wintergäste den Bauern Schäden entstehen sollten diese entschädigt werden wie dies ja auch z.B.in NRW geschieht.
    Und noch einmal :Menschenrecht!
    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
    EGMR (große Kammer)Urteile vom 29.04.99
    sagt vereinfacht und laienhaft ausgedrückt das niemand dazu verpflichtet werden darf,zu dulden,dass auf oder mit seinem Eigentum etwas geschieht,dass er nicht billigt.So etwa,dass auf seinem Grundstück gegen seinen Willen Tiere gejagd werden.
    Durch dieses Urteil steht fest,daß das Jagdrecht in der BRD geändert werden muß ob die Jäger nun wollen oder nicht.
    rosi.n.
     
  11. aday

    aday Foren-Guru

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    Das vielzitierte Urteil

    Wenn man nicht mehr mit "Morden" Argumentieren kann, holt man halt etwas weiter aus. Das Gerichtsurteil ist sicherlich bei allen Jägern in Deutschland bekannt, aber auch das Gutachten. Es wird sich daher wohl diesbezüglich nicht viel ändern. Da können noch soviele Jagdgegner Land kaufen. Solange sie keinen stärkeren einfluß (den werten sie sicher NIE Erreichen), ausser versuchte Störung, auf die Jagdgenossenschaften erhalten, wird sich auch nichts in Hinblick auf die Jagflächen ändern. Selbst Flächen die in Besitz von Jagdgegnern sind, müssen gesetzlich gesehen bejagd werden, notfalls über Zwangsanweisung durch die Jagdbehörde.

    Aber hier mal Fakten:

    Das Urteil des
    Europäischen Gerichtshofes
    für Menschenrechte
    zum französischen Jagdrecht
    - Analyse und Vergleich mit der Rechtslage in Deutschland -
    Stand: Oktober 2000

    I.3.2 Zusammenfassung
    Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es im deutschen Recht - ganz anders als in Frankreich – für Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen und damit per definitionem jagdbar sind, ungeachtet von Jagd- und Schonzeitenregelungen, generell keine absolute Jagdruhe gibt und zwar gleichgültig, ob das Wild seinen Lebensraum in einem Eigenjagdbezirk hat oder in einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk. Die in § 1 Abs. 1 Satz 2 BJagdG verankerte Hegepflicht umfasst auch die Pflicht zur Hege durch Jagd. Dies wird durch die Abschussregelung nach
    § 21 BJagdG unterstrichen, die als Teil der Wildhege dazu beitragen soll, "dass ein gesunder Wildbestand aller heimischen Tierarten in angemessener Zahl erhalten bleibt und insbesondere der Schutz von Tierarten gesichert ist, deren Bestand bedroht erscheint" (§ 21 Abs. 1 BJagdG). Das in § 1 Abs. 2 BJagdG definierte Ziel der Hege, nämlich "die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes ..." zeigt zudem, dass Hege nicht nur dem Naturschutz dienen soll, sondern ebenso den besonderen Bedingungen der Kulturlandschaft und damit den Belangen der Land- und Forstwirtschaft Rechnung zu tragen hat. Diese Anforderungen lassen sich unter den besonderen Bedingungen der Kulturlandschaft in der Regel nur durch regulierende Eingriffe in die Wildbestände erfüllen.
    Im Rahmen der Hegepflicht, d.h. aber auch nur unter diesen Voraussetzungen und in diesen Grenzen besteht im deutschen Jagdrecht vom Grundsatz her eine Jagdpflicht für alle Grundeigentümer! Hier liegt aber zugleich der wesentliche Unterschied zum französischen Jagdrecht, das keine Hegepflicht kennt. Mit der gesetzlichen Verankerung der Hegepflicht stellt das BJagdG viel schärfer als das französische Recht das mit der Jagd verbundene Allgemeininteresse in den Vordergrund: Aufgabe der Jagd und des Jagdrechts in Deutschland ist es, den Schutz eines Teils der natürlichen Lebensgrundlagen im Interesse der Allgemeinheit zu ordnen, nämlich die Erhaltung des Wildbestandes i.S.v. § 1 Abs. 2 BJagdG sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen. Durch die Pflicht zur Hege wird die verantwortungsvolle Betreuung des Wildbestandes als Gemeinschaftsgut gleichermaßen in die Hände von Grundeigentümern und Jagdausübungsberechtigten gelegt. Die im französischen Recht bestehende Schädlingsbekämpfungspflicht bleibt dahinter weit zurück, da sie vom Ansatz her nur den Grundeigentümer zum Eingriff in die Wildbestände verpflichtet und dies erst dann, wenn es um den Schutz der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit, der Vermeidung bedeutender Schäden der Land-, Forst- bzw. Fischwirtschaft oder der Gewässer geht, oder um den Schutz von Flora und Fauna. Zudem geht die Schädlingsbekämpfungspflicht nicht automatisch zusammen mit dem Jagdrecht auf die ACCA über, sondern kann ggf. vom Grundeigentümer auf die ACCA oder einen Dritten delegiert werden.

    Gesamter Text:
    http://www.verbraucherministerium.de/wald_forst/eu-urteil-franz-jagdrecht.htm


    Speziel für Rosi.N
    Die EU-Vogelrichtlinie würde ich mir an deiner Stelle mal etwas näher ansehen, bevor du solche Behauptungen aufstellest:

    Auf die in meinen Augen etwas geschmacklose Benutzung eines solchen Zitates in diesem Zusammenhang, möchte ich nicht näher eingehen. Aber ich verstehe dies, da es ja nicht unüblich ist, wenn man verbal an der Wand steht, das Gegenüber zu ungewollten und überzogenen Ausdrücken hinzureisen.
    Befasst euch lieber auch mal mit der Geschichte, bevor ihr so leichtfertig mit solchen Worten um euch werft. Ein FDP-Spitzenpolitker müßte jetzt seinen Hut nehmen.

    mfg

    aday
     
  12. Homer

    Homer Foren-Guru

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    Hallo,

    da es das Zitat Rosi anscheinend sehr angetan hat, entschuldige ich mich für den Ausdruck.
    Trotzdem möchte ich klarstellen, dass ich so ein Zitat nach wie vor in diesem Zusammenhang nicht angebracht finde.
    Im nachhinein gebe ich aber zu die Wortwahl war nicht richtig.

    Homer
     
  13. Elma

    Elma Guest

    Hallo alle zusammen!

    Ich bin auch traurig über die Art der Diskussion.

    Also ich persönlich bin froh, dass es Jäger gibt. Ich wohne in einer ländlichen Gegend und hatte schon einmal das Problem, dass ich ein schwer verletztes Reh entdeckt hatte. Und dieses Reh war von einem Autofahrer angefahren worden, weil ich es etwa 100 Meter von der Hauptstraße und unmittelbar in Ortsnähe gefunden habe. Ich hatte dann sofort in der Revierförsterei den Fund gemeldet und ein Jäger hat das Tier von seinem Leid befreit.

    Ich kenne zwei Jäger und beiden traue ich keine niederen Charaktereigenschaften zu. Eher im Gegenteil, sie bedauern, dass die freigegebenen Abschusszahlen nicht erreicht werden, so dass es zu hohen Populationen an Wild kommt.

    Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass es auch Abartige unter Jägern gibt - aber ich kenne KEINE!

    Allen ein gesundes neues Jahr!
    Elma
     
  14. Erdsänger

    Erdsänger Europäer und Cardueliden

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    Jäger pro und contra

    Hallo,
    ich bin auch gegen jegliches Tiermorden und gegen die Jagd. In manchen Situationen ist es aber nun mal notwendig (z. B. Tollwut).

    Möchte mich hier aber nicht weiter äußern, da die Diskussion von einigen "Jagdgegnern" unsachlich und sehr beleidigend geführt wird. Der eine oder andere hätte wirklich allen Grund sich zu entschuldigen.

    Erdsänger
     
  15. Rosi.N.

    Rosi.N. Stammmitglied

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    noch ein Versuch

    Die Lebensumstände für Mensch und Tier haben sich in den letzten hundert Jahren drastisch geändert.
    Da heutige Jagdrecht berücksichtigt diesen Umstand in keiner Weise.
    Viele Jäger wollen in der heute üblichen Form nicht mehr jagen sind aber an Vorschriften und Gruppenzwänge gebunden.
    Auf der einen Seite wächst der Widerstand der Tier und Naturschützer aber auch der Waldbesitzer gegen einige Formem der heute üblichen Jagdausübung.
    Besitzstanddenken bei den Jägern und agressive Ablehnung der Jagd zeigt das es zu schweren Konflikten kommen muß.
    Dies sind besonders Konflikte zwischen Jagd und Tierschutz aber auch zwischen Jagd und dem Wiederaufbau naturnaher Wälder.
    Der Slogan "Jagd ist angewandter Naturschutz"
    kann bei dem zur Zeit geltenden Recht nicht greifen.
    Zumindest in diesem Punkt geben uns mehr und mehr Jäger Recht.
    Also können die Jäger die sich hier melden mir wenigstens in dem Punkt Recht geben daß es dringend Reformen braucht?
    Wenigstens haben sich ja hier einige klar gegen die Trophäenjagd im Ausland ausgesprochen.
    Was dieses traurige Kapitel angeht gehe ich keine Kompromisse ein.Das gehört verboten.
    rosi.n.
     
  16. Exxon

    Exxon Guest

    Baum gegen Bambi

    Agrarministerin Renate Künast bläst zum Halali: Um den Wald vor hungrigem Wild zu schützen, sollen künftig mehr Rehe geschossen werden.



    Das blutige Ritual fand in einer Vollmondnacht statt. 17 Jahre war Hermann Graf Hatzfeldt alt, nun sollte er in den Kreis der Männer aufgenommen werden - und seinen ersten Rehbock schießen. Der junge Graf fügte sich widerwillig: "Mir tat die arme Kreatur Leid, die nur zum Vergnügen ermordet wurde." In den folgenden Jahren verweigerte er sich der Jagd.
    Nachdem der studierte Ökonom jedoch Ende der sechziger Jahre das Gut der Eltern im rheinland-pfälzischen Wissen übernommen hatte, griff er alsbald doch wieder selbst zur Flinte. "Nicht aus Leidenschaft, sondern aus Einsicht in die Notwendigkeit", erklärt Graf Hatzfeldt, heute 61, seine Wandlung. Für einige Jahre verdoppelte er sogar die Abschüsse von Reh- und Damwild, weil die Tiere die jungen Triebe der Bäume allzu gierig abfraßen.

    Mit dieser Strategie liegt der Gutsherr ganz auf der Linie der deutschen Natur- schutzverbände. Die Ökogruppen wollen schon seit Jahren das Bundesjagdgesetz ändern, doch bisher waren sie an der einflussreichen Lobby der traditionellen Jäger und Waldbesitzer gescheitert. Jetzt hat die grüne Ministerin Renate Künast die Ökopositionen durchgesetzt. Auf ihr Betreiben wurde im Koalitionsvertrag festgelegt: "Wir werden das Jagdrecht unter Berücksichtigung einer naturnahen Waldbewirtschaftung und unter Tierschutzaspekten novellieren."

    Was harmlos klingt, wird im Wald zu viel Blutvergießen führen. Denn für Rehwild sind wertvolle Baumarten wie Tanne, Eiche, Esche oder Ahorn echte Delikatessen. Sie knabbern die jungen Bäume an, so dass der Wald von unten abstirbt und sich nicht selbst verjüngen kann. Ein forstliches Gutachten aus Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr ergeben, dass in den Jagdrevieren die ungeschützten Leittriebe bei 71 Prozent der Eichen, 59 Prozent der Tannen und 32 Prozent der Buchen mittel bis stark verbissen sind. Experten schätzen die jährlichen Schäden bundesweit auf mindestens 150 Millionen Euro.

    Mitte Dezember trafen sich Vertreter der deutschen Ökoverbände im Verbraucherschutzministerium mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Matthias Berninger und drängten erneut auf eine schnelle Gesetzesänderung. Das künftige Jagdleitbild soll lauten: Wald vor Wild, Baum vor Bambi. Die Konsequenz: Die Zahl der jährlichen Reh-Abschüsse muss deutlich erhöht werden, derzeit liegt sie bei einer Million Tiere pro Jahr. Berninger sagte zu, etwa Mitte nächsten Jahres würde ein Entwurf für ein neues Jagdgesetz vorliegen.

    Die Dringlichkeit der Novelle begründen die Ökoverbände auch damit, dass das geltende Paragrafenwerk sich in den Grundzügen an dem 1934 von Hermann Göring erlassenen Reichsjagdgesetz orientiert.

    "Vor allem die Trophäenlieferanten werden durch die überlieferten Jagdvorschriften gehätschelt", kritisiert Elisabeth Emmert, Bundesvorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes. So sind die Jagdzeiten des Rehbocks reine Trophäenschusszeiten. Nur vom 1. Mai bis 15. Oktober darf der Bock umgelegt werden, also während der Periode, in der er sein Geweih trägt. Im Winter, wenn er den Kopfschmuck abgeworfen hat, wird er für die nächste Saison geschont. Der Ökojagdverband fordert mit guten Chancen auf politische Umsetzung durch Künast, dass die männlichen Tiere vom 1. Mai bis 31. Januar, unabhängig von der Trophäenzeit, gejagt werden können.

    Auch soll die Zahl der zum Abschuss freigegebenen Rehe nicht mehr limitiert werden. Zurzeit legen die Jagdbehörden in den Landkreisen fest, wie viel Wild in einem Revier getötet werden darf. Die Quote beträgt im Schnitt neun Rehe pro 100 Hektar Wald. Dem Waldbesitzer soll künftig, wie auch schon bisher, eine Mindestabschusszahl vorgeschrieben werden; wie viel er darüber hinaus erlegt, soll er nun selbst entscheiden.

    Im Ministerium wird zudem geprüft, ob den Jägern im Winter die "Notfütterung" der Rehe verboten werden sollte. Die bisherige Praxis führte dazu, dass sich während der vergangenen 100 Jahre die Reh-Population auf heute mindestens zwei Millionen Tiere verzehnfacht hat. Die Forstleute können die Bäume nur noch mit Zäunen vor der Wildplage schützen. Die Schutzgatter haben eine Länge erreicht, die mehrfach den Erdball umfassen würde.

    Die traditionellen Waidmänner nehmen das in Kauf. Ihr Deutscher Jagdschutz-Verband wehrt sich heftig gegen die angekündigten Änderungen. "Wir wollen die Natur nachhaltig nutzen und auch noch in den nächsten Jahren Wildbret ernten können", wettert Constantin Freiherr Heereman, der als amtierender Präsident des Vereins die Vorhut der 300 000 organisierten Jäger bildet.

    Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und langjährige Vorsitzende des Agrarausschusses, Peter Harry Carstensen, warnt, mit der Union sei eine Änderung des bestehenden Bundesjagdgesetzes nicht machbar. "Besser als das Prinzip Wald vor Wild ist doch Wald mit Wild", sagt der leidenschaftliche Waidwerker. Im Übrigen würden die Jäger durch die Hege viel für das Allgemeinwohl tun. Carstensen: "Wer am Wochenende durch den Wald spaziert und Rehe sieht, der freut sich doch."

    ANNETT CONRAD


    Im Original hier nachzulesen

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,229201,00.html
     
  17. aday

    aday Foren-Guru

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    noch mehr zum Schmunzeln

    Wie einig sind sich die Jagdgegner? Selbst ihre Verbände sind Untereinander zerstritten.

    angeprissen vom:

    Vogelschutz-Komitee e.V.
    das Buch zum Thema Jagd

    Weidwerk in der Zukunft
    http://www.vogelschutz-komitee.de/buchweidwerk.htm

    Ein kleiner netter Bericht zu der Fachtagung die zu diesem Meisterwerk führte:
    Fachtagung vom 22.-24. Oktober 1999, Göttingen
    Ein Bericht dazu
    http://www.djz.de/kasten/kasten_2982.html


    Auslandsjagden:
    Es war einmal,
    ganz viele böse Jäger schossen ganz viele gute Elefanten. Zum Glück gab es ganz liebe Naturschützer, die dafür sorgten, das diese Tiere nicht mehr gejagd wurden.
    Viele Jahre später waren auf einmal ganz viele, diesmal aber böse Elefanten da. Was war passiert? Was war zu tun?
    Die lieben Naturschützer von damals gestanden ihre Fehler ein und entschuldigten sich offiziel (zumindest einige) und gaben zu, das nur eine Angepasste Bejagung für das Überleben der Elefanten dienen kann.
    Und so kammen auf einmal wieder einige der damals bösen Jäger und bezahlten dafür Geld, den Menschen in Afrika zu helfen, vor den Elefanten, die ihre Felder verwüsteten und mit dem Geld den Schutz durch Personal und Material zu gewährleisten.


    persönliche Anmerkung:
    Ich persönlich halte nichts von diesen Jagden auf Elefanten usw.. Sehe darin aber eine Möglichkeit vor Ort zu helfen.
    Lösungsmöglichkeit?:
    Gebt den Elefanten doch die Pille und vepulvert dafü euer Geld, anstatt es für eure "Mega-Party-Demos" auszugeben.

    Exxon:
    gut recherchiert.
    Damit ist unsere Ministerin auf der Linie der "Grünen Jäger" (ÖJV). Eine kaum beachtete und nicht sehr beliebte Randgruppe der Jägerschaft. In der Politik würde man sie als Kleinstpartei bezeichnen, die die 5% Hürde nicht erreichen würde.
    Merkwürdig ist nur, das diese Jäger am liebsten jedes "Bambi" abschiessen würden, damit die armen Bäume nicht verbissen werden und das am liebsten fast das ganze Jahr über.

    mfg

    aday
     
  18. #117 Coco´s Boss, 5. Januar 2003
    Coco´s Boss

    Coco´s Boss Guest

    Und?
    Wo sind wir hier eigendlich??!
    1 Mio abgeschossene Rehe im Jahr?
    Und immer noch nicht genug??

    Sind wir hier bei den VF oder wird das hier zum Sprachrohr der Jäger??

    Ich dachte das wäre hier ein Forum wo User sind ,die Tiere lieben.

    Davon haben leider, sehr wenige sich hier zu Wort gemeldet!

    Traurig.

    Immer schön kuschen und ja, jeder unangenehmen Diskussion aus dem Weg gehen.
    Traurig....
    LG.
    Joe.
    Auf wiedersehen.
     
  19. Rena1

    Rena1 Guest

    warum....

    so angriffslustig....joe ?

    natürlich wir tierliebhaber wollen,das nicht sehen....ich bin auch gegen das töten.....auch bin ich kein vegetarier/veganer.

    aber die realität müssen wir uns auch vor augen halten,da kommen wir nicht drumrum...;)
     
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  21. #119 Coco´s Boss, 5. Januar 2003
    Coco´s Boss

    Coco´s Boss Guest

    Jede Realität,
    kann und wird pausenlos geändert
    und ist dann Vergangenheit!

    Zum Wohle der Tiere!

    Oh wie Weise.
    Der Spruch ist aber von mir und nicht abgekupfert!
    LG.
    Joe.
    :0-
     
  22. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hallo,

    ich bin bisher nur stiller Mitleser gewesen, aber nun juckt es mich doch in den Fingern...
    Sind wir das Sprachrohr der Jagdgegner? Wer hat den thread gestartet?
    Nicht nur die Tiere, sondern die Natur insgesamt, hoffe ich. An die Jagdgegner: löst euch doch mal bitte von dem "kleinen-süßen-Bambi-Bild" Habt ihr noch nie einem kleinen süßen Kälbchen in die Augen geschaut? Wo ist der Unterschied zwischen Reh und Rind, Feld- und Stallhase, Wild- und Hausschwein? Ich sags euch: erstere können ihr Leben in freier Natur verbringen! Am liebsten würdet ihr natürlich jede Tötung von Tieren verbieten, aber ihr wißt, daß dies absolut unrealistisch ist - der Mensch hat sich im Laufe der Evolution nicht zum Vegetarier entwickelt, sonst hätte er ein anderes Gebiß und ein anderes Verdauungssystem. Einzelne können sich umstellen, aber auch sie leben nicht von dem, was ohne Zutun des Menschen in der Natur wächst, Gras, Kräuter, Büsche, Laub, usw.
    Dürfte kaum artgerecht sein und für mich nur ein Beispiel mehr, wie Menschen versuchen, der Natur ihren Willen aufzuzwingen.

    Sich nicht an einer Diskussion zu beteiligen, weil einem das nötige Hintergrundwissen, die belegbaren Zahlen und Fakten, fehlen, hat nichts mit kuschen und aus dem Wege gehen zu tun, sondern zeugt von verantwortungsbewußtem, nicht ausschließlich gefühlsbedingtem Handeln!
    Deswegen kommen in dieser Diskussion auch die Befürworter der Jagd wesentlich besser weg als die Gegner!
     
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