Spätes Glück?

Diskutiere Spätes Glück? im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo zusammen, es ist jetzt schon über zwei Monate her, dass ich mich hier mit Eurer Hilfe etwas schlauer darüber machen konnte , ob und wie ich...

  1. Pandi

    Pandi Mitglied

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    Hallo zusammen,
    es ist jetzt schon über zwei Monate her, dass ich mich hier mit Eurer Hilfe etwas schlauer darüber machen konnte , ob und wie ich wohl für meine 20-jährige, handzahme Henne Biba einen passenden Partner finden kann. Nach langer Suche hat es nun geklappt. Letzten Samstag kam ein sehr netter, 30-jähriger (hoffentlich) Hahn zu uns.:prima: Aber die Realität nach den ersten Tagen sieht zumindest nicht so aus, als ob das so ganz einfach würde. :( Ich weiß, dass es völlig unrealistisch ist, zu erwarten, dass eine voll auf ihr Herrchen geprägte Henne sehr schnell mit einem 30 Jahre allein und in EInzelhaft gehaltenen Wildfang sofort um den Hals fällt. Es grenzt schon an ein Wunder, dass Billy (so heißt der alte Knabe) unter diesen Bedingungen so unheimlich fit geblieben ist (kein Rupfer, kein Schreier). Aber nach den ersten Annäherungen der beiden zeigt sich eine große Unsicherheit und das Interesse an ihrem neuen Gefährten ist äußerst begrenzt, so lange ich mich im Zimmer aufhalte. Die beiden wohnen im Moment noch in ihren Käfigen, die durch einen großen Kletterbaum Marke Eigenbau getrennt sind. Mit etwas Nachhilfe von mir ist es gestern erstmals gelungen, beide Vögel auf den für sie fremden Kletterbaum zu bringen. Nachdem ich die Käfige weggezogen hatte waren sie auf "neutralem Boden" und gingen schließlich mit weit ausgestreckten Hälsen, aber ohne aufgeplustert zu sein aufeinander zu. schon bei der ersten Berührung der Schnäbel ergriff Biba die Flucht.
    Kann mir jemand sagen, was ich unternehmen kann, damit sich die beiden zumindest als Artgenossen und Gesellschafter akzeptieren?
    Danke im Voraus für jeden Tipp.
    Pandi
     
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  3. Pucki

    Pucki Bea

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    Hallo Pandi!
    Seit letzten Samstag?Hast du mal nachgerechnet?Das sind 6 Tage! :zwinker:
    Was hast du erwartet?Ich finde das hört sich schon super toll an das sie überhaupt mit langen Hälsen aufeinander zugegangen sind.Nach 30 Jahren auf einmal ein Vogel-ein Wunder das er nicht in Ohnmacht gefallen ist! :zustimm: Er kennt doch nur Menschen und nach soooooooo langer Zeit hält er sich wohl auch für einen.Ich würde mich wenig einmischen,die beiden viel alleine lassen damit sie sich in Ruhe aneinander gewöhnen und einfach abwarten.Hast du hier mal gelesen-manche brauchen Jahre bis die erste Annäherung geschieht.Unser Grauer hat sich nach 4 Wochen erst eingelebt.Was sind da 6 Tage?Bitte dräng sie zu nichts-jetzt heißt es einfach "ganz viel Geduld"!
    Ich drücke dir die Daumen,lieben Gruß,BEA
     
  4. czehnder

    czehnder Ori, das Blumenmädchen

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    Lass ihnen Zeit

    Hallo Pandi
    Mein Hugo (30 Jahre Einzelhaltung) und meine Peppi (20 Jahre Einzelhaltung) brauchten 10 Monate Zeit, bis sie sich lieben lernten. Zuerst gingen sie wie die Verrückten aufeinander los. Lange Zeit dachte ich, dass das nie was wird. Allmählich haben sich aber ganz ganz kleine Fortschritte gezeigt, so dass ich einfach abwartete. Und siehe da, irgendwann war der eine beim andern im Käfig und es wurde geschnäbelt. Heute sind die beiden ein grosses Liebespaar.

    Lass ihnen einfach viel viel Zeit und mische Dich möglichst wenig ein, damit sie sich aufeinander konzentrieren können.

    Viel Glück
    Christine
     
  5. Pandi

    Pandi Mitglied

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    Hallo Bea,
    Du hast ja Recht und spätestens nach Christines Reaktion ist mir klar, dass ich überhaupt keinen Grund zur Klage habe. Ich wollte ja auch nur ein paar Tipps von erfahrenen HalterInnen haben. Denn ich fände es schon ganz toll, wenn sich das Verhältnis meiner beiden Süßen bis zum Juni etwas entspannt hätte, weil wir dann in eine neue, kleinere Wohnung umziehen. Es ist für mich völlig klar das für einen echten Graupapageiennarr wie mich auch in der kleinsten Hütte Platz für die Vögel sein wird. Aber ich möchte die Toleranz der Familie nöglichst nicht auf eine zu harte Probe stellen.
    Also: Im Moment sieht es nicht mehr so toll aus, nachdem Billy heute bereits zweimal Biba aus dem Kletterbaum vertrieben hat. Sie ist nach einer Rachitis im Nestlingsalter etwas behindert (kann nicht richtig fliegen) und ergriff sofort die Flucht, als Billy nun doch ziemlich agressiv auf sie los ging. Ich nehme an, dass das bei ihm Revierverteidigungsverhalten ist und werde deshalb versuchen, Biba morgen außerhalb "seines" Reviers aber in der Nähe zu plazieren.
    LiebeGrüße
    Pandi
     
  6. czehnder

    czehnder Ori, das Blumenmädchen

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    Hallo Pandi
    Hier noch einige Gedanken zur Verpaarung.

    Es ist sicher mal wichtig zu wissen, ob Du nun wirklich einen Hahn hast oder nicht. Dann würde ich wenn möglich, die Käfige und den Kletterbaum total neu einrichten, so dass keiner Revieransprüche geltend machen kann. Ich hielt meine beiden bestimmt 7 Monate lang in eine Voliere, die durch einen doppelten Draht getrennt war, so dass sich beide immer sehen konnten, ich aber keine Angst haben musste, dass sie sich die Zehen abbeissen. Genau das hätte Hugo nämlich liebend gerne gemacht. Er ging auf Peppi los wie ein Irrer. Ich habe mich bei seinen Angriffen nicht einmischen müssen, weil Peppi ja in Sicherheit war. Natürlich hat sie sich zu Beginn total erschrocken aber das legte sich bei der 3ten Attacke. Was mich wichtig war, ich konnte immer ganz ganz kleine Fortschritte beobachten. Zuerst, wie Peppi immer mutiger wurde und nicht mehr die Flucht ergriff, kaum kam Hugo angeschossen. Dann haben sie eine Zeitlang durch das Trenngitter wie die Bekloppten miteinander gekämpft, will heissen, es wurde richtig aufeinander losgehackt. Aber auch da konnte keinem etwas passieren. Irgendwann habe ich dann mal die eine, dann die andere Türe geöffnet und mich mit einem Handtuch bewaffnet, dass ich sofort hätte eingreifen können, wenn einer am Gitter gehangen hätte und der andere angerast kam. Irgendwann hat sich dann Hugo in Peppis Revier gewagt und nach erstem Jagen hat sich dann auch das gelegt. Irgendwann sassen beide ohne Stress im gleichen Käfig. Das war für mich der Zeitpunkt an dem ich ihnen eine neue Unterkunft gemacht habe und sie einen Neustart beginnen konnten. Und es war wirklich unglaublich. Von der ersten Minute wurde im neuen Heim geschnäbelt und gleich das Haus bezogen. Ich konnte nur noch zusehen und meinen Tränen freien Lauf lassen.
    Ich denke, Du siehst, wenn die beiden nur aufeinander los gehen. Man spürt das auch. Beobachte gut was sich tut und schau zu, dass Du dabei nicht allzusehr störst. Denn Du bist natürlich für Bibi der Partner, der auf jeden Fall verteidigt werden muss.
    Bin gespannt, was Du uns demnächst zu berichten hast.
    Liebe Grüsse, Christine
     
  7. Pandi

    Pandi Mitglied

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    Biba und Billy

    Hi Christine,
    Deine Hinweise sind unheimlich interessant und ich danke Dir sehr dafür. Jetzt werde ich im Rahmen meiner beschränkten Möglichkeiten mal versuchen, etwas daraus zu machen. Ein Trenngitter ist aus räumlichen Gründen nicht möglich und deshalb werde ich - im Zweifel Biba, weil sich Blly nicht per Hand bewegen lässt - auf eine separate Sitzgegenheit plazieren, die weit genug entfernt ist, um Billys Reviergerlüste zu beruhigen. Und außerdem werde ich nun doch möglicst bald versuchen, Billy ein Feder zu klauen, um festzustellen, ob er denn nun ein Er oder auch eine Sie ist.
    Pandi
     
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