Wie Katzen fernhalten?

Diskutiere Wie Katzen fernhalten? im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Was mich immer wieder wundert, ist, dass meines Wissens noch niemand mit einer Musterklage diesem Problem mit den Katzen beigekommen ist - oder...

  1. #101 Kasimir_RH, 10. August 2012
    Zuletzt bearbeitet: 10. August 2012
    Kasimir_RH

    Kasimir_RH Stammmitglied

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    Was mich immer wieder wundert, ist, dass meines Wissens noch niemand mit einer Musterklage diesem Problem mit den Katzen beigekommen ist - oder gabs das doch schon?
    Ich meine hier eine richtige Grundsatzklage, mit Top-Anwälten, erstklassig mit statistischem Material begründet, unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtslage (u.a. Tierschutz im Grundgesetz, EU-Fauna-/Flora-Habitat-Richtlinie, sonst. EU-Richtlinien usw.).
    Die Sachlage ist doch eigentlich eindeutig: Wildvögel sind prinzipiell streng geschützte Tiere, auch im heimischen Garten. Ausnahmen ergeben sich u.a. aus dem Jagdrecht. Für Privatleute sind sie mit wenigen Ausnahmen (Aufnahme und Pflege verletzter bzw. hilfloser Tiere, erwähntes Jagdrecht) im Grundsatz "tabu".

    Und so werden bei Bauvorhaben umfangreiche Verträglichkeitsstudien gemacht. Das eine oder andere Brutpaar verschiedenster Vogelarten hat schon Großprojekte zum Kippen gebracht. Unlängst wurde für ein einzelnes Uhu-Pärchen extra ein Tempolimit inkl. Blitzer zur Überwachung installiert. Gebiete werden abgesperrt u.a.m., zum Schutz verschiedener Arten. Und wenn jemand auf den Gedanken kommen sollte, sich einen Spatz oder eine Amsel als Haustier mit nach Hause nehmen zu wollen, ist das als illegale Entnahme aus der Natur strafbewehrt; selbst das Aufsammeln einer Vogelfeder oder eines herausgefallenen Eis ist strenggenommen nicht erlaubt ...
    ... und auf der anderen Seite werden millionenfach Vögel vermeidbar (!!!) getötet - denn Katzenhaltung und insbesondere das Freilaufenlassen ist schlicht nur einem Hobby geschuldet, ohne wirtschaftliche Notwendigkeit.

    Dass die Katze nichts dafür kann, trägt als Argument nicht. Sie ist vom Besitzer willentlich angeschafft worden, die meisten Katzen sind dafür gezüchtet worden (also zusätzlich erschaffen und nicht der Natur entnommen, wo man argumentieren könnte, draussen hätten sie ja auch gejagt, jetzt tun sie es halt im Garten). Zudem könnte es natürlicherweise nie auch nur näherungsweise so viele Räuber in der Kategorie von Katzen gegeben, wie zurzeit gehalten werden (das gibt die Natur von der Besatzdichte gar nicht her ...). Somit fungiert die Katze als Tötungswerkzeug, quasi als Waffenersatz, welches der Besitzer durch freies Laufenlassen in der Natur in Gang setzt. Auf den Vorsatz kommt es dabei nicht an, es zählt das Ergebnis, sowie das "wissentliche Inkaufnehmen" dieser Schäden.

    Was wiegt nun höher? Gesetze, die eben Vögel als streng geschützt definieren, oder das Hobby von Menschen?
    Mir geht es nicht darum, der einen oder anderen Seite ihr Hobby zu vermiesen.
    Was mich ärgert, ja wirklich ank....., ist diese Inkonsequenz, ja das geradezu groteske Missverhältnis: irrsinniger Aufwand auf der einen Seite zum Schutz weniger, auf der anderen Seite millionenfacher Aderlass. Das ist einfach widersprüchlich, und diese Widersprüche gehören aufgelöst. Entweder verabschiedet man sich von (vielleicht überzogenen?) Schutzstandards, dann können die Katzen bleiben, und es wird auch kein solches Gedöns gemacht, wenn mal Singvogel im heimischen Wohnzimmer landet, oder es wird eben konsequent im Sinne des Naturschutzes gehandelt. Und dann sind zig Millionen "Vogelräuber" nicht akzeptabel.

    Das ist doch ähnlich wie die Ausrede:"Was kann ich dafür, dass mein Wagen 200 PS hat? Da bin ich immer ruck-zuck auf 80 in der Stadt, das ist nunmal so bei einem solchen Wagen ...". Niemand käme auf die Idee, deshalb auf einen Strafzettel zu verzichten.

    Man muss sich halt einfach mal entscheiden, was man will, die Folgen seiner Gesetze wirklich zuende denken, und die Gesetze dann auch mit Konsequenz durchsetzen ...

    Und was das Räubern in fremden Volieren angeht: Ebenfalls wieder eine typisch deutsche Inkonsequenz.
    Einerseits alles bis ins Kleinste regeln, aber nichts wirklich konsequent.
    Auch hier ist das doch eigentlich eindeutig: Der Katzenhalter unternimmt mittelbar durch das Freilaufenlassen einen Angriff auf das Eigentum eines anderen, bzw. billigt das zumindest. Damit sollte er bei konsequentem Schutz des Eigentums (dieser Schutz ist aber bei uns leider recht löchrig, anders z.B. als in den USA ...) bei eindeutiger Beweislage zur Verantwortung gezogen werden können, sprich Schadensersatz. Gilt auch für Katzenhaufen und andere Schäden an fremden Grundstücken ...

    Auf dem Weg zur (eigen-)verantwortlichen, überwiegend privat organisierten und nicht fremdbestimmten Bürgergesellschaft hat unser Gemeinschaftswesen noch eine gute Strecke vor sich ...
     
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  3. Moni

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    Kasimir, das ist eine grundsätzlich gute Idee - aber wer wird das Geld dazu investieren wollen?
     
  4. FrauSpecht

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    Zitat Kasimir:
    "Die Sachlage ist doch eigentlich eindeutig: Wildvögel sind prinzipiell streng geschützte Tiere, auch im heimischen Garten."

    Wenns nur so wäre....
    Ein Nachbar von mir hat ohne zu fragen vertikal die Hälfte meiner aus heimischen Sträuchern bestehenden Hecke auf den seiner Meinung nach gesetzlichen Abstand abgeholzt. Und zwar Anfang JULI. Nachfragen bei Polizei und NABU ergaben folgendes: Das Naturschutzgesetz gilt nur für den Aussenbereich eines Ortes, d.h. jeder Depp kann in seinem Garten rumholzen wie und wann er lustig ist. Die Polizei war der Meinung, dass der Tatbestand nicht unter das öffentliche Interesse fällt, also keine staatliche Stelle sich dafür interessiert, es sei denn, ich würde in den abgesägten Ästen Nester von Vögeln finden....

    nächstes Zitat:
    " die meisten Katzen sind dafür gezüchtet worden (also zusätzlich erschaffen und nicht der Natur entnommen, wo man argumentieren könnte, draussen hätten sie ja auch gejagt, jetzt tun sie es halt im Garten"

    Tja, Du sprichst von Zuchtkatzen. Fragt sich, ob diese Tiere überhaupt noch in der Lage sind, die "Jagd" nach allen Regeln der Kunst auszuführen.
    Meine kleinste musste ich der Mutter mit ca. 10 bis 12 Wochen wegnehmen, weil sie Katzenschnupfen hatte und ein Auge zu verlieren drohte.
    Sie ist keine gute Jägerin, glaubs, sie sass schon hilflos vor vier um sie herum wuselnden MÄUSEN.

    Zitat
    "Einerseits alles bis ins Kleinste regeln, aber nichts wirklich konsequent."

    Ich befürchte, das ist Absicht.
    Und was den konsequenten Schutz des Eigentums in den USA anbelangt, der treibt dort auch reichlich Stilblüten.

    Vielen Dank für die Sachlichkeit, Kasimir
     
  5. Toffi87

    Toffi87 Mitglied

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    @ Ines

    Ja, es handelt sich um eine Gemeinschaftsvoliere. Wenn ich dürfte hätte ich noch eine zweite Voliere angebaut, aber die Eltern sind damit (noch) nicht einverstanden.

    Das die anderen Tiere die Sitzplätze wegschnappen kann gut sein, glaub ich aber aus diesem Grund nicht, das die meisten in Nestern schlafen und der Innenraum öfters mal Generalüberholt wird, also neue Sitzmöglichkeiten an verschiedenen Höhen und mit verschiedenen Dicken (alles nur Naturprodukte). Der Schlafplatzangebot ist eigentlich, in meinen Augen, mehr als genug. Zudem kommt es ja, das die Tiere IMMER im Sommer draußen kampieren, egal wie es drin aussieht bzw. wie viele Äste da drin hängen.

    Futter gibt es Grundsätzlich nur drinnen. Sie müssen also zum fressen rein fliegen. Die werden sich wahrscheinlich kurz vor der Dämmerung noch einmal den Bauch vollschlagen und dann wieder rausfliegen. Ich kann den Vogel ja nicht vorschreiben was er tun und lassen soll. Anscheinend fühlen sie sich draußen so wohl das sie einen Angriff in kauf nehmen oder aber sie fühlen sich drinnen so schlimm das sie gar nicht rein wollen. Wobei sie Tagsüber auch oft drin hocken und vor sich hindösen.
    Vielleicht liegt es auch an ihrer Lieblingspflanze (Zypresse) die draußen wächst. Die Sittiche sitzen da immer drin und ruhen sich aus - die sieht man teilweise gar nicht mehr.

    Bin jedenfalls mehr oder weniger beruhigt das ihr mit den Katzen auch so eure Probleme habt. Auf die Frage meiner Nachbarin vor einiger Zeit, nachdem ich sie darauf angesprochen habe das ihre Katzen meine Tiere jagen..."Ja, was soll ich denn machen...soll ich sie nachts einsperren?" hätte ich mit JA antworten sollen. Jedenfalls hat man dann wieder nach ausreden gesucht..."Meine Katzen tun denen nichts, die schauen nur...". Das scheint so ein typischer Mutterschutzinstinkt zu sein. Wie das Kind das ein anderes Kind in der Schule schlägt oder mobbt, die Mutter davon aber überhaupt nichts wissen will, da ihr "Timi" ja ein ganz braver ist und so etwas niemals machen würde.


    Grüße
     
  6. gritters

    gritters † 9. Juni 2015

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    Diese Argumente ziehen sich hier durch das Forum wie Gummi und werden immer wieder gebracht. Einer/Eine hat es mal geschrieben, also muß es richtig sein.
    Ich will es nicht verharmlosen, aber es ist übertrieben.
    Ich selbst habe seit vierzig Jahren Außenvolieren. Habe aber nach der hier im Forum vorherschenden Meinung alles falsch gemacht.
    1. In all den Jahren keine Doppelverdrahtung. (Bei einer sogar nur Kunststoffdraht)
    2. Nicht vollkommen überdacht - nur zu 1/3
    Dafür aber Elektrozaun, auch über die Volieren.
    Natürlich Schutzhaus, und natürlich die Sitzstangen so anbringen, das unter der vorhandenen Überdachung - wenn nicht im Schutzhaus - dort übernachtet wird.
    Gegen die Beutegreifer von oben - ich habe da zum Glück im Moment keine Probleme - habe ich in der Vergangenheit ein Netz gespannt.
    Kot von Wildvögel: Auch hier wird meiner Meinung übertrieben.
    Für mich überwiegt der Vorteil der nicht ganz überdachten Voliere, so wie es auch Ines geschrieben hat. Vor allem im Frühjahr wenn die Vögel ein Sonnenbad nehmen - was sehr zur Gesundheit beiträgt. Aber vielleicht bin ich auch ein wenig anders gestrickt, durch die Vögel die ich halte. Weichfresser!
    In meinen Volieren soll es so aussehen wie auf den beigefügten Bildern. Den Anhang Buffon aust.jpg betrachten Den Anhang buffoni.jpg betrachten
     
  7. Toffi87

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    Zitat: Ein Nachbar von mir hat ohne zu fragen vertikal die Hälfte meiner aus heimischen Sträuchern bestehenden Hecke auf den seiner Meinung nach gesetzlichen Abstand abgeholzt.

    Waren die Sträucher auf deinem Grundstück? Das wäre mir ja neu das ein Nachbar dann einfach mal sipp, sapp machen kann. Ich glaub es geht los. Sichtschutz ist doch wohl erlaubt, "egal" wie hoch er ist, oder nicht? Wenn natürlich das Gehölz Anzeichen eines baldigen umfallens macht, dann sieht das evtl. anders aus. Meine Mum hat ja sogar panik das irgend wann der Nachbar kommt und sagt das wir unseren Mammutbaum da wegmachen sollen. Versteh aber nicht wieso sie auf diese Idee kommt, da er weder Schattiert noch im weg ist und (noch) nicht mal so groß wie das Haus ist.

    Grüße
     
  8. Toffi87

    Toffi87 Mitglied

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    Was sind denn das für schöne Tiere? Die sind bestimmt nicht ganz billig, oder?

    Zu dem Netz oben. In welchem Abstand hast du das denn gemacht? Netze haben ja die Angewohnheit bei Nässe durchzuhängen und wenn sich dann noch eine Katze oder Marder oder sonst was oben drauf setzt biegt sichs noch mehr durch und der Angreifer hat evtl. eine Chance an die Tiere zu kommen.

    Grüße
     
  9. FrauSpecht

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    Ja freilich auf meinem Grundstück. Natürlich darf der Nachbar das nicht einfach so machen, aber mein "Recht" würde ich nur auf dem Weg einer Privatklage kriegen.
    Die Grenzabstände für Hecken und Bäume sind landesrechtlich geregelt, die Höhen auch, musst nachsehen, was dein Bundesland vorschreibt.
    Grüsse
     
  10. Moni

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    @Gerhard, Du hast natürlich recht - allerdings ist meine Aussage keine gummiartige Wiederholung ;), sondern eigene Erfahrung. Elektrozaun haben wir auch, nachdem trotz Überdachung nachts öfters mal Besuch auf der Voliere war.
     
  11. Yefi

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    1.
    2.
    Was passiert wohl, wenn alle Katzenbesitzer ihre Katzen zur Jungtierzeit einsperren?
    In den Monaten würden sich herrenlose Hauskatzen in den frei geworden Revieren breit machen. Zumeist unkastrierte, herrenlose, Hauskatzen. Und was würden die wohl machen, ausser fressen und schlafen? Sich vermehren....

    3.
     
  12. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Dann könnte man die aber prima einfangen, wissend, dass man keine erwischt die einen Besitzer hat. Außerdem, soooo Unmengen von herrenlosen Ex-Hauskatzen, wage ich mal zu behaupten, gibt es gar nicht.

    Zu Wikipedia - welche Katze? In welcher Menge? Wie ist der Zusammenhang aus dem Du das gerissen hast?
     
  13. tamborie

    tamborie Guest

    Welche frei gewordenen Reviere, Katzen sind doch Rudeltiere?!?!
    Yefi wat denn nu?
    Mal so und mal so, gerade wie Du es brauchst?

    Tam
     
  14. #113 IvanTheTerrible, 10. August 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Post 96
    Warum also ein Dach?
    a) Keine Angriffe von oben auf die Vögel, nachts Eulen, Katzen Marder etc.
    b) Kein Kot von Wildvögeln fällt in die Voliere, Wildtauben, Sperlinge..etc.., Übertragungen von Krankheiten durch Kot der Wildvögel wird eingeschränkt, Würmer, Kokzidien (Oozysten) etc.....
    c) Kein Vogel der draußen übernachtet, aus welchen Gründen auch immer, kann von einem Dauerregen, Sturm etc.....draußen überrascht werden und durchnässen, etc.....
    Meine Vögel baden auch in Badeschalen und sind nicht auf Regen angewiesen. Sie nutzen sie alle.
    Weiterhin haben die Volieren Betonboden, zur Sicherheit gegen Ratten und andere die sich von unten Zugriff auf das Innere der Voliere verschaffen können.
    Weiterhin habe ich keine Lust bei Naturboden im Falle einer Wurm- oder Kokzidienerkrankung den Boden danach spatentief zu auszuwechseln, weil im Naturboden die Oozysten und Wurmeier lange überleben können und es zu erneuten Reinfektionen kommen kann.

    Also sind hier handfeste Gründe eben für eine solche Bauweise gegeben, wenn einem die Sicherheit und Gesunderhaltung der Vögel "am Herzen liegt!"
    Das verstehe ich dann unter einer planvollen Unterbringung.
    Ivan
     
  15. Toffi87

    Toffi87 Mitglied

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    Von der Hygiene ist ein Betonboden oder ein mit Fliesen ausgestattete Voliere wohl am besten, aber ganz ehrlich, wie sieht das denn aus? Natur und Vogel sind unzertrennlich mit einander verbunden. So sterile Volieren mag ich überhaupt nicht. Der Vogel muss in der Natur auch klar kommen, wieso sollte es in einer Voliere anders sein die mit Naturboden ausgestattet ist? Auch habe ich, seitdem ich dieses Hobby betreibe noch nie einen Fall von Wurmbefall oder anderen grausamen Krankheiten machen müssen. Die Voliere wird öfters im Jahr gereinigt und ein, zweimal desinfiziert.

    Von dem Urlaubsort, wo meine Eltern immer hinfahren gibt es einen älteren Mann der auch Vögel hält, u.a. Tauben. Das was jetzt kommt habe ich so gehört, was ich davon halte ist was anderes...Er macht den Boden fast nie sauber. Dort würde viel Kot usw. rumliegen und die Tiere werden nie krank. Er höre immer von anderen was sie alles den Tieren ins Trinkwasser mischen (Antibiotika und der weiß was noch alles) damit die nicht krank werden und dennoch werden sie es. Ich denke das liegt dann irgend wann an der ich nenne es mal Verweichlichung der Tiere sowie der Imunität für die Hilfsmittel. Ein gewisser grad an Schmutz ist in Ordnung, solange er nicht überhand nimmt. Früher haben sie auch das Brot gegessen wenn es in den Dreck gefallen ist und tranken Wasser aus Seen und wer weiß was noch alles. Die Generation sind jetzt meine Großeltern und sind mit ihren 80 Jahren noch rüstig und relativ Gesund. Heutzutage wird bei jedem kleinsten weh wehchen sofort der Notarzt konsultiert, damit sich auch ja nichts entzündet und bla bla. Lass die Tiere, Tiere sein und versucht nicht die Gesundheit zu steuern. Die Natur macht das schon.


    Der Badeteich bei mir draußen, der mit einer Umwelzpumpe ausgestattet ist, damit das Wasser sich nicht absteht wird 2 bis 3 mal im Jahr gereinigt. Von oben fallen Sachen von der Eiche dort rein oder von Tieren die auf der Eiche rumgeistern. Dennoch trinken die Tiere, warum auch immer, lieber das Wasser als das Frische was es jeden Tag gibt. Das selbe Phänomen wie bei Hunden und Katzen, woran liegts?

    Abgesehen davon ist ein zu kalter Boden gift für jedes Tier. Der Boden meiner Innenvoliere ist gefliest und mit etwas Sand abgedeckt. Nach zwei Versuchen chin. Zwergwachteln dort zu halten habe ich es dann aufgegeben. Ich wunderte mich immer warum die Tiere den Winter nicht überlebten. Der Grund war der zu kalte Boden. Die Tierchen sind daran zu Grunde gegangen. Daraufhin habe ich jetzt auf die Fliesen 6 cm dicke Styroporplatten gelegt und darauf noch einmal Spanplatten aufgebracht. Ich habe seither keine Wachteln mehr gehabt die nur auf dem Boden leben, aber ich denke das deren Überlebenschance dadurch um einiges gestiegen ist.

    Ein anderer Bekannter hat sich ein Gewächshaus bauen lassen bzw. hat dort mit gebaut. Als Fundament hat er ein Streifenfundament gewählt und keine Platte. In dem Gewächshaus hat er neben den Gewächsen auch Vögel und Wachteln und es geht ihnen prima. Das irgendwelche Tiere sich da mal rein gebuddelt haben habe ich auch nicht gehört. Ein Fundament muss sowieso mindestens 60 bis 80 cm tief sein. Welches Tier buddelt sich denn fast 2 meter irgend wo rein? Das ist doch verschenkte Energie.

    Grüße
     
  16. #115 IvanTheTerrible, 10. August 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Sind nun unsaubere und schlecht konzipierte Volieren der Maßstab?
    Frei nach dem Motto, aber beim Nachbarn sind die Bedingungen und die Volieren noch schlechter?
    Oder je mehr Dreck, je seltener werden die Vögel krank?
    Kann doch wohl nicht wahr sein, oder?
    Wieso muß ein Fundament 60-80cm stark sein?
    Bei mir ist die Betonplatte knapp 20cm dich und darunter liegt 15cm Kies, aber es geht auch ohne Kies. Und wie ein Schädling sich durch den Beton graben kann, muß man mir erst mal zeigen.
    Wieso ist kalter Boden Gift für Tiere, denn in einer AV ist der Betonboden kein Grad kälter als der Rasen vor der Voliere.
    Oder baut jemand ein Kühlgerät unter den Beton?
    Eine Voliere hat auch Waschbetonplatten 50 x 70cm auf verdichteten Boden verlegt. Auch sicher.
    Was du hier so schreibst läßt sich doch alles spielend widerlegen!
    Ich habe mich immer nach besten Volierenbauern orientiert, nicht nach den Schlechtesten. Sollte auch der Normalfall sein, meine ich mal?
    Tatsächlich würde ich manche Voliere, die mir hier schon untergekommen ist, nicht mal als Karnickelstall benutzen.
    Sicher gibt es im Forum auch vorbildlich gebaute Volieren, meist sind das Leute die sich ausschließlich von den Bedürfnissen der Vögel haben leiten lassen....!
    Ivan
     
  17. Toffi87

    Toffi87 Mitglied

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    Ach, iwo. Dreckige Volieren sind überhaupt nicht der Maßstab. Das war lediglich ein Beispiel. Wer will schon in seinem eigenen Dreck leben? Sicher niemand.

    Eine Bodenplatte als Fundament muss nicht so tief sein. Das gilt eigentlich für Einzel- und Streifenfundamente. Die Tiefe deswegen damit sie Frostsicher sind. Das heißt dass das darunter stehende Wasser nicht dauernd einfriert und wieder auftaut. Dadurch kommt es zu Setzungen. Gerade die Außenkanten einer Bodenplatte sind auch kritisch, da sie den ständigen Witterungseinflüssen standhalten müssen. Es ist daher meist so das die Randbereiche der Platten oft abplatzen und dann irgendwann die Bewehrung zum vorschein kommt und diese verrostet.

    Das Problem bei Beton ist, das er eine gute Wärmekapazität und eine schlechte Wärmeleitung hat. Dadurch hält der Beton die Kälte sowie die Wärme. Ist die Platte im Winter durchgefroren kann der Vogel diese auch nicht aufwärmen. Beim organischen Boden bzw. bei organischen Bestandteilen wie z.B. Gras geht das dann schon eher.

    Mein Haus steht auch auf Waschbetonplatten die mit Randsteinen umfasst wurden. Das Haus steht dann noch auf sehr Widerstandsfähigen Holz und ist daher unterlüftet. Die Kälte kann also unter das Haus wandern, was ein erkalten bzw. erwärmen des Bodens durch Strahlung und Konvektion mit sich führt.
    Und, natürlich schaft es kein Tier der Welt sich durch den Beton zufressen. Vielleicht hatte ich das falsch verstanden, aber ich bin davon ausgegangen das der Beton der direkte Fußboden der Voliere ist. Oder steht das Haus darauf und dieses hat einen eigenen Holz- oder was auch immer Fußboden?

    Sollte ich noch einmal die Möglichkeit einer neuen Voliere haben, würde ich diese wie das Beispiel des Gewächshauses machen. Also ein Streifenfundament wo das Haus dann darauf steht. Der Boden kann dann direkt als Bepflanzung herhalten und die lästigen Töpfe sind dann Geschichte.

    Grüße
     
  18. #117 IvanTheTerrible, 10. August 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Da man bei allen Betonplatten ein Gefälle einbezieht, gilt dann auch für den Untergrund, außer bei Kies, ergo gibt es kein gefrorenes Wasser.
    Der Vogel kann auch keinen Naturboden aufwärmen, also bestimmt das die Umgebungstemperatur. Da Innenvolieren/Schutzräume schlechter zu reinigen sind, haben alle Leute als Bodenbelag Buchholzgranulat oder ähnliches. Oder beziehen das einige Bauherren nicht in die Planung mit ein?
    Wo also liegt das Problem, wieso kalte Füße bei Wachteln?
    Wieso Haus? Die AV ist kein Haus, lediglich der Schutzraum befindet sich meist innerhalb einer Garage oder eines Anbaus.
    Noch einmal, die Volieren haben Beton- oder Waschbetonplatten!
    Zusätzlich kann ich die AV's noch komplett verschließen, indem ich lichtdurchlässige Doppelstegplatte außen anbringe.
    Da dringt nicht mal eine Schneeflocke bei Sturm in die Voliere.
    Viele Wege führen nach Rom...man muß ja nicht gerade über Peking anreisen.
    Ivan
     
  19. Yefi

    Yefi Mitglied

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    Wo soll ich das denn gesagt haben?

    Schau dir mal die Tierheime an, die wissen nicht wo hin mit den Jung- und Streuner-Katzen.
    Das Zitat ist aus dem Artikel über HAUSkatzen.
     
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  21. Morgan

    Morgan Mitglied

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    Wo die Nahe nach RLP kommt
    Das war jetzt ein Versehen, dass Katzen Rudeltiere sind, oder?
    Katzen sind KEINE Rudeltiere. Definitiv nicht.
     
  22. Inez

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    Am Ende der Welt. Wortwörtlich auf französisch.
    Kann mal bitte jemand dem Toffie helfen?
    Können wir uns kurz von den Mörderkatzen trennen und den *ich hab die allerschönste und vor allem die allersicherste Voliere*-Beiträgen?
    Damit helfen wir Toffie nicht.

    kurze Zusammenfassung:

    vergesellschaftete Sittiche (Toffie, was hast da noch mit bei?) in einer Voliere mit Schutzraum. Wie groß, wie viele Vögel, wie viele verschiedene Arten?

    Drei davon - Abteilung Grassittiche, 2 Arten (Glanz und Schön) - gehen - ok, fliegen - nachts nicht in den Schutzraum und werden beim Schlafen erschreckt von wem auch immer, vermutlich Katzen und drehn verständlicherweise auf Panik.

    Kann sich bitte mal einer der erfahreren Vogelhalter (nein, ich bin keiner und gleich gar nicht in der Vergesellschaftung verschiedener Arten) mal damit beschäftigen:

    WARUM die drei nachts nicht reinwollen?

    LG
    Ines

    Dann würde das Problem vom Ansatz her betrachtet werden.
     
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