Jagd

Diskutiere Jagd im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Wenn ihr vorort vergiften dürft, dann kann eigentlich auch kaum Jemand den schonenderen Einsatz von Falknern verbieten. wäre da der einsatz von...

  1. st68

    st68 Foren-Guru

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    wäre da der einsatz von falken, gegen die riesen kolonien von präriehunden, nicht der berühmte tropfen auf den heißen stein?

    sind die nicht ähnlich "undezimierbar" wie die kaninchen im (ehemaligen) australischen busch, der schon lange kein busch mehr ist, sondern eher wüste? da wurde auch noch kein praktikables mittel gegen gefunden, außer die "biologische kriegsführung". und selbst da laufen tierschützer sturm dagegen, obwohl jeder sehn kann, das es SO (seit jahrzehnten kahl gefressene landstriche) nicht weiter gehn kann.
    hab da bilder gesehn, wo man einen hektar steppe kaninchensicher eingezäunt hatte. im zaun wuchs üppig gedeiender busch/wald, außenrum gar nichts...
     
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  3. #382 Waschi, 5. Januar 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Januar 2006
    Waschi

    Waschi Guest

    Hallo

    Hm. Also, bei Falken würde ich das auch eher kritisch sehen (evtl. Gerfalken könnten vielleicht Prairiehunde fangen, Wanderfalken z.B. dürfte ein Prairiehund einen Pups interessieren:D )

    Aber Königsraufußbussarde und Habichte, das könnte was bringen. Es hängt halt sehr von der Situation vorort ab, ob es sinnvoll ist und beurteilen kann das am besten ein Falkner aus Kansas, der diese Form der Beizjagd kennt.
    Natürlich auch Glücksache, ob man da Jemand findet, der mitmacht und gut ist. es könnte also bestenfalls einen ähnlichen Effekt haben, wie das Einzäunen eines bestimmten Grundstücks, dass du da von Australien berichtest.

    Das man damit ein landesweites Prairiehunde- oder Kaninchenproblem lösen könnte, ist Quatsch. Klar. Aber im Einzelfall auf jeden Fall eine Überlegung wert, denn mit dem Vergiften bekommt man sie ja auch nicht in den Griff, schädigt aber zusätzlich noch anderes.

    Ein mehrfach am Tag über einer Fischzucht kreisender Seeadler z.B. reduziert die Verluste durch Kormorane auf ein Minimum, ohne, dass überhaupt einer gefangen wird. in DIESER Fischzucht.
    Die Kormorane suchen sich dann erstmal entnervt einen neuen Bolzplatz.:D
    Allerdings musst du erstmal einen Falkner finden, der sich dort bezahlbar hinstellt und einen zuverlässigen Vogel, dazu auch noch Seeadler, hat, der dafür zuverlässig genug ist und oft genug mitmacht.

    Es hängt immer sehr vom Einzelfall ab, ob was geht und Sinn macht.
    Zum Taubenvergrämen Falken in der Stadt ansiedeln ist zwar ganz nett für die Falken, die Tauben, die dort leben, stört es nicht die Bohne. Die brüten ein paar Etagen tiefer oft sogar am selben Gebäude.:D

    Um einen großen Junggesellenschwarm Krähen von einem ganz bestimmten Betriebsgelände auf dem sie im Spiel teure Sachen kaputt basteln, die sich dort anders nicht sichern lassen, im Winter abzuhalten, kann zweimal tägl. Falkner mit gutem Falken reichen und es müssen noch nicht mal unbedingt jedes Mal Krähen von ihm gefangen werden. Hauptsache, er jagt sie an und es wird da ungemütlich für den Jugendtreff.
    Das hängt z.B. natürlich auch davon ab, WARUM die Vögel dort Ärger machen.
    Von einer Mülldeponie mit reichlich Futter als das andere Extrembeispiel, bekommst du sie niemals so verscheucht (warum auch....)

    Viele Grüße, Waschi
     
  4. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Hier mal ein paar Zahlen (Jahresstrecken). Leider fehlen hier einige Tierarten :

    http://www.jagd-online.de/seite.cfm?020105

    Über 5 Millionen Tiere wurden erlegt, zuzüglich der hier nicht aufgeführten Arten, wie z.B. Möwen, Rabenvögel und auch Katzen
     
  5. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Im vorletzten Jahr (2004) wurden in Deutschland nach meinen Daten 3.865.821 Stück Wild erlegt, davon 3.143.782 Stück "eßbares" Wild (Schalenwild, Hase und Kaninchen und Federwild). Rabenvögel sind in dieser Zahl nicht enthalten (obwohl sie ebenfalls Wild sind) und 722.039 Stück "Raubwild" (Fuchs, Waschbär, Marderhund und Marderartige). Das sind von der Stückzahl her 81,3 % eßbares Wild und 18,7 % Raubwild. Vom Gewicht her würde sich die prozentuale Zahl bei den eßbaren Tieren noch deutlich erhöhen.

    Die Zahlen hinken ein wenig, weil auch viel Fallwild darin enthalten ist, das natürlich nicht mehr gegessen werden kann.

    LG
    Pere ;)
     
  6. Peregrinus

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    So siehts in vielen unserer Wälder aus, wenn man mal einen Kontrollzaun macht: Außen null und nichts, innen üppigste Vegetation und längst verschollen geglaubte Baumarten.

    LG
    Pere ;)
     
  7. st68

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    vor allem auch deshalb, weil diese präriehunde eher unterirdisch leben und von der natur schon ettliche strategien mitbekommen haben, wie man greifvögeln entkommen kann? krähen wandern dann wohl einfach ab, aber präriehunde werden das wohl nicht tun (oder tun können). sind die nagetiere nicht diejenigen die wirklich (im gegensatz zu den rabenvögeln) ihre verluste durch erhöhung der nachkommenrate ausgleichen können?

    kann man die nicht auch mit feldmäusekolonien vergleichen, wie sie bei uns vorkommen? auf meiner sommerweide (flugplatz) artet das nämlich auch langsam aus. wo ich früher noch mit höchstgeschwindigkeit des traktors mähen konnte, ist der boden inzwischen so uneben geworden das ich nur noch halb so schnell fahren kann. der boden ist durchlöchert wie ein schweizer käse und ein städig jagendes falkenpaar hat jährlich erfolgreich junge aufgezogen. ganz zu schweigen von den immer anwesenden anderen greifvögeln.
     
  8. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Woher hast Du denn "Deine" Daten ? 3,8 Mio ist definitiv nicht richtig
     
  9. #388 Milvus Milvus, 5. Januar 2006
    Milvus Milvus

    Milvus Milvus Guest

    Irgendwie driften wir vom Thema ab.. 8o
     
  10. st68

    st68 Foren-Guru

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    und woher hast du DEINE daten? stammen deine daten aus EIGENäugiger beobachtung? alles andere (so wurde mir hier schon oft erklärt) darf man nicht gelten lassen.
     
  11. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, Südwind. Das sind die offiziellen Streckenzahlen, allerdings vom Jagdjahr 2003/2004. Die von 2004/2005 dürften aber nicht erheblich abweichen.

    Ich warte auf die "richtigen" Zahlen von Dir!

    LG
    Pere ;)
     
  12. Peregrinus

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    Südwind hat Recht,

    ich hatte beim Zusammenzählen einen Fehler drin. Nehmen wir nun das vergangene Jagdjahr, so wurden etwa 5,1 Mio. Stück Wild erlegt (ist diese Zahl o.k., Südwind?). Davon gehören etwa 85,5 % zu den "traditionell eßbaren" Arten und etwa 14,5 % zu den "nicht eßbaren" (also Fuchs und sonstiges "Raubwild"), wohlgemerkt, bezogen auf die Stückzahl. Wenn wir berücksichtigen, daß Dachsschinken als Delikatesse gilt und so mancher Grimmbart eben doch in der Küche landet, dann verringert sich die Zahl der nicht gegessenen Tiere noch geringfügig.

    LG
    Pere ;)
     
  13. #392 Waschi, 5. Januar 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Januar 2006
    Waschi

    Waschi Guest

    Na,ja, aber wenn du jetzt zusätzlich, noch z.B. Mauswiesel als Hilfe hättest :D und gezielt mit abgetragenen Vögeln intensiv dort bejagen würdest, könnte schon vielleicht etwas dabei herauskommen, was dem Effekt nach einem Gifteinsatz nahkommt und dieser so entfallen kann und sowas suchen wir ja. Dass sie sich nicht vergrämen lassen, wie Vögel ist mir klar. Die Frage ist halt auch, ob sich überhaupt wer die Mühe machen würde und das kann, dort. Abgesehen davon, möchte ichs jetzt auch selbst gern wissen:D

    Viele Grüße, Waschi
     
  14. st68

    st68 Foren-Guru

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    wär doch aber trotzdem so wie der erfolg der handquetschmethode gegen blattläuse. und zwar nich in einem kleingarten, sondern in einer industriemäßigen großgärtnerei. zumindest für mein verständnis vom mittleren westen der USA und den präriehunden.

    und mauswiesel? sind das nich so was wie frettchen? die hab ich hier auch schon ab und zu mal gesehn. wieviel frettchen braucht man um 100ha wiese (annähernd) mäusefrei zu bekommen?
     
  15. Waschi

    Waschi Guest

    Hallo

    Auch Großgärtnereien setzen inzwischen teilweise gezielt erfolgreich Nützlinge ein. Wie gesagt, es hängt immer vom Einzelfall ab und ich hab nicht die geringste Ahnung, ob es in Punkto Prairiehunde geht. Aber warum nicht mal fragen und tüfteln?
    Es will ja keiner allen Ernstes ganz Kansas von ihnen befreien. Ich geh nach wie vor von der vergleichsweise offensichtlich nicht soo großen Kolonie bei Almut aus.

    Viele Grüße, Waschi
     
  16. Dagmar

    Dagmar Guest

    UFF!
    So, ihr wißt nun alle, dass ich diese Entwicklung nicht beabsichtigt habe, aber wenn ihr es drauf anlegt, dann möchte ich nun doch antworten:

    Almut schrieb:
    Du hast meine Frage von Deiner Warte aus nicht beantwortet.
    Welche Wertigkeit tritt denn für Dich ein, wenn man im Notfall nur einem helfen kann, dem einen Kind oder dem anderen, Almut?
    Ich kann diese von Dir ursprünglich inszenierte und von mir konkretisierte unsinnige Frage auch gerne ein wenig praktischer ausrichten:
    Was würdest Du konkret machen, wenn Du an der einen Hand einen Dir lieb gewonnen Menschen und an der anderen ein Dir liebgewonnenes Tier hättest und ein Auto Euch alle zu überfahren drohte? Wen würdest Du zuerst aus der "Schußlinie" ziehen?

    Almut schrieb:
    Ich denke, mit dieser Aussage meinst Du mich und die Insekten-/Fleischfütterung an Wildvögel. Ich finde es schade, dass Du mit einer ehrlichen Antwort nicht viel anfangen kannst. Ich denke auch nicht, dass ein solches "Weltbild", das in jeder Situation eine klare Antwort erlaubt, für einen Menschen möglich ist. Es gibt subjektive Grundeinstellungen zum Leben, nennen wir sie moralisch, ethisch oder wie auch immer. Ich kann von mir behaupten, eine ziemlich "gerade" (für mich recht klare und unbestreitbare) Grundeinstellung zu dem, was ich Leben nenne, zu haben.
    Das heißt aber nicht, dass es nicht immer wieder Situationen/Momente/Eindrücke in meinem Leben gibt und geben wird, in denen ich anfange diese vormals als "gerade" empfundenen Einstellungen zu bezweifeln. Und somit vielleicht auch zu überdenken. Und nicht immer findet sich für mich in diesem Dilemma eine direkte Antwort.
    Und das alles halte ich für positiv! Wer A sagt, muß nicht immer B sagen, A könnte auch falsch gewesen sein.
    Ich denke, dass gerade Momente der Ungewißheit und des Zweifels sehr fruchtbar für die eigene Weiterentwicklung sein können.
    Südwind hat diese Gefühle "ungute Gefühle" genannt. Finde ich recht treffend.
    "Ungute Gefühle" verunsichernm den menschen, "ungute Gefühle" hätte ,man am liebsten "weg". Aber so einfach ist das nicht immer. "Ungute Gefühle" brauchen ihren Raum, um zu "fruchtbaren Gefühlen" und somit zu einem "guten Gefühl" werden zu können.

    Almut, dieser Anspruch, den Du an Dich selber stellst
    ,
    der wäre mir persönlich zu eng. Ich finde, Du erwartest da ein wenig viel von Dir selber, von einem Menschenkind!

    Milvus schrieb:
    Danke Milvus für dieses Beispiel!
    Da wären wir doch wieder bei dem Thema, inwieweit sich die menschliche Art vielleicht ein wenig zurücknehmen könnte.

    Südwind schrieb:
    Sehe ich genauso! Und das ist jetzt hier keine Verschwörung militanter Tierschützer! Bevor jemandem ein solcher Gedanken kommen könnte. Sind ganz voneinander unabhängige Meinungen.

    Jon schrieb:
    Diese Aussage macht mich ziemlich wütend und auch fassungslos, Jon.
    Du wendest Dein Wissen im Bedarfsfall an. Ist ein verunglücktes Tier kein "Bedarfsfall"? Ist ein verunglückter Mensch "bedürftiger" als das verunfallte Tier? Ich gehe ja nicht soweit hier die unsinnige Frage zu stellen, was Du tun würdest, wenn ein verunfallter Mensch UND ein verunfalltes Tier gleichzeitig da liegen würden. Verstehe ich Dich richtig, dass Du nicht anhalten und einem verunfallten Tier Hilfe leisten würdest?
    Machst Du Dir beim verunfallten Menschen eigentlich auch Gedanken über etwaige Stresswirkung, ungewisse Heilungprozesse und somit der vermutlich satrk eingeschränkten Reintegration in die Gesellschaft? Der Mensch könnte schließlich eine Behinderung davontragen. Und wie schwierig gerade behinderte Menschen es in unserer Gesellschaft haben, brauch ich Dir glaub ich nicht zu erläutern.

    Jon schrieb:
    Nein, in diesem Fall hole ich nicht die Polizei. Was würde das nutzen???
    In einem solchen Fall bin ich sehr traurig, nehme die Taube von der Verkehrsstraße (sollte sie dort gelegen haben) und lege sie an den Seitenrand, so dass sie Aasfressern noch dienen kann, ohne dass diese vom Verkehr geschädigt werden.
    Was meinst Du mit dem Vergleich der Wertigkeit?
    Sähe ich einen toten Menschen in der Stadt wäre ich ähnlich traurig und betroffen, bestimmt wäre es ein anderes Gefühl, schockierender, weil man tote Menschen nicht so oft rumliegen sieht. Ich jedenfalls nicht. Ich würde in diesem Fall die Polizei rufen, aber nicht, weil der Mensch in meinen Augen "wertvoller" ist als das Tier, sondern weil ein toter Mensch Interesse bei der Polizei erzeugen würde und die Todesursache sicherlich verfolgt würde.

    Und daran würde mir liegen.
    Für die Taube würde ich mit einen solchen Einsatz seitens der Polizei übrigens ebenfalls wünschen. Dies ist und bleibt aber tatsächlich reine Wunschvorstellung.

    Jon schrieb:
    Sorry, aber dafür hätte ich gerne mal Beweise. Ich bin ja eigentlich kein Anhänger wissenschaftlicher Studien, aber das ist ja haaresträubend, was Du da schreibst. Wie kommst Du auf sowas???

    Waschi schrieb:
    Hmmm..., was ist mit dem Menschen, der so dämlich ist, vor ein Auto zu laufen??? Ist er biologisch gesehen aussortiert? Oder ist "Zivilisation" und "Kultur" nur etwas, was Tieren zum Verhängnis werden kann? Und wenn es Tier sowie Mensch Schaden zufügen kann, warum sollte der Mensch nur den Menschen vor Schäden bewahren?

    Waschi schrieb:
    Wüßte mal gerne, ob es vielleicht Wesen gibt, die ähnliche Gedankengänge bzgl. der "Menschenart" haben. Fände ich sinnvoll! :zwinker:

    Nachdenkliche Grüße,
    Dagmar
     
  17. st68

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    sehe ich genau so! und ich denke mal die jäger hier auch. da drängt sich aber ernsthaft die frage auf: WIE können wir das ändern? mehr krankheiten, mehr hunger, mehr kriege, mehr... ?
    ich denke mal da würde das gleiche helfen, wie die harten jagdgegner hier die natur retten wollen, nämlich weniger regulation und mehr auf das gesetz des stärkeren setzen. wer zu schwach ist muß weichen.
     
  18. #397 Vogelklappe, 5. Januar 2006
    Vogelklappe

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    Dort werden Fleischrinder zur späteren Schlachtung gehalten.
    Die meisten Häuser sind nicht sehr stabil gebaut. Unterhöhlungen verbessern nicht die Stabilität. Akut geht es aber um eine Weidekolonie.
    Nein, da steht auch nur etwas von meinem Bezug zu dem Land.
    Gar nicht. Wir müssen damit zurecht kommen.
    Z. B. Menschen und Tiere gleichzusetzen.
    Nein, Auswandern war die Lösung eines Teils meiner Vorfahren, nicht meine. Wie Jon schrieb, es gibt kein „Lummerland“ mehr, in das man auswandern könnte. Eine sehr konkrete Situation habe ich mit den Präriehunden genannt.
    Unbestritten. Ich sage ja nur, dass ich mit derartigen unklaren Antworten nicht zurecht käme.
    Das widerspricht sich. Wenn man etwas genau weiß, handelt es sich nicht um einen Irrtum.
    Dazu gehören zwei, vor allem einer, der immer wieder den Ball annimmt.
    Bezüglich Jagd ist aber doch schon ziemlich eindeutig, was gemeint ist ? Notwendigkeit (kann gesehen oder bestritten werden) und Nutzung (wird oder wird nicht zugestanden).
    Wenn alle nach wissenschaftlichen Kriterien erhobenen Ergebnisse besagen, dass Rabenvogelbejagung nicht sinnvoll ist, finde ich schon, dass das auch beim Jagdverhalten eine Rolle spielen sollte. Ansonsten hast Du natürlich Recht, Stefan, mit Deiner jeweiligen Perspektive.

    Danke Waschi, ohne Dich wäre ich nicht so schnell auf Iltisse gekommen. Vielleicht kann man tatsächlich welche ansiedeln.
    Etwas kleiner als die alte Bundesrepublik bzw. die heutigen westlichen Bundesländer mit ca. 2,7 Mio. Einwohnern. Allein die Weite macht es fast unmöglich, auf Dauer alles so „eng“ zu sehen.
    Genau. Als konkretes Beispiel, damit nicht alles so abstrakt diskutiert wird.
    Dem Kind, das damit die größeren Überlebenschancen hat. In der Hoffnung, richtig entschieden zu haben.
    Du kennst doch die Antwort, Dagmar. Immer dem Menschen. Das mag daran liegen, dass ein Tier nie den gleichen Stellenwert von „lieb gewonnen“ erreichen kann wie ein Mensch. Es liegt auch daran, dass ich mir umgekehrt das gleiche wünsche. Daß mich niemand wegen seines Lieblingstieres verrecken lässt, obwohl er mich hätte retten können.
    Ja, wir waren schon an diesem Punkt. Wenn Du einer Krähe 10 Hühner(herzen), 1 Rind(fleisch) und viele Würmer fütterst, rettest Du dieses eine Leben und schreibst ihm damit eine höhere Wertigkeit zu als den verfütterten Lebewesen. Für Dich ist das nicht so, weil Du glaubst, einen guten Grund zu haben. Die Krähe kam in Deine Obhut, nicht das Huhn. Aber Du rechtfertigst damit den Tod des Huhns für etwas anderes, uneigennütziges. Der Jäger macht das auch, nur stellt er (auch) seinen eigenen Nutzen voran. Niemand kann sagen, Dagmar, ob es der Welt wirklich etwas bringt, diese eine Krähe zu retten.
    Nein. Aber andere Tiere würden dem verunfallten Tier gar nicht helfen. Damit es passt, musst Du Dir nun den Beinbruch in der Serengeti und nicht das Verkehrsopfer vorstellen.
    Wenn es nun noch so wäre, daß Jäger nur die schwächsten - ganz uneigennützig - aus Populationen "erlösen" , hättest Du glatt einen guten Punkt, st68.
    Ich möchte Dir noch etwas erzählen, Dagmar. Im November rief ich den Notruf an, weil eine Taube zwischen der linken und mittleren Spur der Stadtautobahn saß. „Das ist zu gefährlich für die Beamten dort anzuhalten“ wurde mir gesagt. „Nein“ entgegnete ich, „hätte ich Ihnen gesagt, dort steht ein Kind, würden Sie keine Sekunde zögern. Es ist die Wertigkeit, die Sie einem Lebewesen zuschreiben, die bestimmt, welches Risiko Sie für vertretbar halten. Sonst nichts.“ Dann habe ich aufgelegt.
     
  19. st68

    st68 Foren-Guru

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    in amerika gibts keine iltisse? wie stehts da mit dem artenschutz, dort, wo die natur nicht an diese tiere gewöhnt ist, einfach welche anzusiedeln? da haben die menschen doch schon in früheren zeiten sehr viel unheil angerichtet, oder?

    ich meinte nicht den menschlichen jäger, ich meinte das übliche gesetz in der natur "der stärkere frisst immer den schwächeren. oder der stärkste bekommt immer am meißten vom futter ab, und der schwache muß dann eben verhungern. so will es die natur.
     
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  21. Peregrinus

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    Vergeßt bitte nicht, daß die Beutetiere den Bestand ihrer Prädatoren bestimmen, nicht umgekehrt! Weder mit Mauswieseln, Turmfalken und Mäusebussarden gegen Wühlmäuse noch mit Klapperschlangen, Schwarzfußiltissen, Königsbussarden und Präriefalken gegen Präriehunde ist ein nennenswerter Erfolg zu erreichen. Die Mäuse haben einen 4-jährigen Vermehrungszyklus (wie das bei den Präriehunden ist, weiß ich nicht), da ist es ziemlich Wurscht, ob es ein paar Prädatoren mehr oder weniger gibt.

    Das kannst Du so nicht vergleichen, Dagmar: Der Mensch weiß, dass ihm geholfen wird, und er lässt sich helfen. Natürlich hat es auch ein Mensch nicht einfach, sich wieder zu integrieren, speziell wenn er mit einer erheblichen Behinderung leben muß, aber er wird in der Gesellschaft weiterleben können. Ein Tier weiß nicht, dass man ihm nur helfen will, es hat immer noch seinen Fluchtinstinkt bzw. wenn das nicht mehr möglich ist, auch einen „Angriffsinstinkt“. Es ist also einem erheblich höheren Streß – oder sagen wir besser einem anderen Streß – ausgesetzt als ein verletzter Mensch. Das Tier fürchtet um sein Leben, wenn ihm der Mensch zu nahe kommt. Ein behindertes Tier wieder in die Natur zu entlassen bedeutet meist den sicheren Tod, zumindest aber ein jämmerliches und kurzes Leben.

    LG
    Pere ;)
     
  22. #400 Vogelklappe, 5. Januar 2006
    Vogelklappe

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    Die Iltisse, die sich ausschließlich von Präriehunden ernähren, gibt es kaum noch. Außerdem würde ich ohne den örtlichen Wildbiologen gar nichts ansiedeln. Das ganze bringt natürlich nur etwas, wenn man sich entscheidet, die Komplette Weide nicht mehr für Rinder zu brauchen.
    Das habe ich schon verstanden, aber letztlich verhält er sich ja genau so, indem er aufgrund seiner Überlegenheit anderen Arten gegenüber immer mehr Lebensraum beansprucht.

    Präriehunde ziehen Klapperschlangen nach sich, als Mitbewohner, nicht als Freßfeind, jedenfalls nicht im eigenen Bau. Die Schwarzfußiltisse sind 100 %ig auf Präriehunde als Beutetier angepasst, im Gegensatz zu anderen Prädatoren.
     
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