Protestmails gg. Massentötung von Rabenvögeln

Diskutiere Protestmails gg. Massentötung von Rabenvögeln im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; - Raven: "So sieht objektive Information aus!" Oha! Die Ansprüche werden immer höher.:D...

  1. #141 VolkerM, 20. Dezember 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Dezember 2005
    VolkerM

    VolkerM Guest

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  3. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Wird es so (auch für Raven et al.) verständlicher? (siehe nachstehende Texte d. Min. f. Umwelt Niedersachsen):

    http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C4506994_N4478955_L20_D0_I598.html

    Über 90 Prozent der Fläche Niedersachsens werden intensiv genutzt. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Siedlung und Verkehr haben das Gesicht der Landschaft in den letzten 50 Jahren völlig verändert. Kleinstrukturen wie Hecken, Gräben, Säume, Böschungen sind vielerorts dezimiert oder ganz beseitigt worden. Gewässer wurden ausgebaut, Feuchtgebiete entwässert, traditionelle Nutzungsweisen aufgegeben, in Dörfern und Städten wurden Grünflächen bebaut oder "pflegeleicht" umgestaltet. Landschaften und Orte, die früher vielfältig und abwechslungsreich waren, sind heute ausgeräumt und monoton. Verkehrstrassen zerschneiden die Landschaft und führen zu Biotopverinselung. Die wenigen Gebiete, die noch einigermaßen naturnah sind, werden z.T. durch Erholungsverkehr stark beansprucht. Hinzu kommen flächendeckend stoffliche Einflüsse wie Stickstoffeintrag aus der Luft, saure Niederschläge, Düngemittel und Pestizide sowie toxische oder hormonell wirksame Stoffe, die zunehmend im Boden oder Wasser nachgewiesen werden.
    Die Bestandsentwicklung repräsentativer Arten ist für die biologische Vielfalt und den Zustand der Landschaft ein guter Indikator: Wie kommen die früher weit verbreiteten, landschaftstypischen Arten mit diesen Lebensraumveränderungen zurecht? Zeigen die Schutzbemühungen der letzten 25 Jahre Erfolg, nimmt die landschaftliche Vielfalt seit Verabschiedung des Bundesnaturschutzgesetzes (1976) wieder zu? Für den Indikator werden 24 repräsentative Vogelarten der Lebensräume Acker, Grünland, Wald, Siedlung, Moor, Heide, Binnengewässer und Küste herangezogen.
    Als Zielwert 2010 wurde von einem Expertengremium für jede Art die Bestandsgröße ermittelt, die bis 2010 erreichbar wäre, wenn ab sofort
     alle verbindlichen Naturschutzbestimmungen (Schutzgebiets-Verordnungen, internationale Verpflichtungen etc.) eingehalten werden,
     Land- und Forstwirtschaft sowie Siedlung, Industrie und Verkehr sich zügig in Richtung auf eine nachhaltige Nutzung entwickeln.

    Tendenzen

    Seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 1970 sinkt der Index. Dabei ist davon auszugehen, dass auch schon in den 60er Jahren erhebliche Bestandsrückgänge stattgefunden hatten. Ein leichtes "Zwischenhoch" im Jahr 1985 ist auf verstärkte Datenerhebung für den Brutvogelatlas Niedersachsen in diesem Jahr zurückzuführen. Der negative Trend ist in den Bestandsrückgängen weit verbreiteter Vogelarten begründet, die typisch sind für Acker (z.B. Feldlerche, Grauammer), Grünland (z.B. Kiebitz, Kampfläufer) und Siedlung (Gartenrotschwanz, Mehl- und Rauchschwalbe). Die Vogelarten der Normallandschaft in Niedersachsen zeigen also eine ungebrochen negative Entwicklung. Ihre Bestände sind im Mittel nur etwa halb so groß wie um 1970. Ursache für die Bestandsrückgänge ist die intensive Landnutzung in allen Bereichen (Land- und Forstwirtschaft, Verkehr, Siedlung und Freizeit). 20 Jahre nach Inkrafttreten des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes geht der Verlust an landschaftlicher Vielfalt, Biodiversität und Lebensräumen immer noch weiter. Eine Trendwende innerhalb der nächsten zehn Jahre wird von Experten für möglich gehalten, aber nur, wenn ab sofort das Naturschutzgesetz konsequent umgesetzt wird und alle Flächennutzungen sich zügig in Richtung auf eine nachhaltige Nutzung entwickeln. Im Verhältnis zum Etappenziel 2010 liegt der Wert 1999 bei 74 Prozent.


    http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C4666836_N4479834_L20_D0_I598.html

    Je nach Art, Umfang und Nutzungsintensität von Siedlungs- und Verkehrsflächen wird der Naturhaushalt in der Regel so stark verändert, dass seine Leistungsfähigkeit entscheidend beeinträchtigt oder sogar zerstört werden kann (z.B. Werte und Funktionen von Boden, Wasser, Klima, Inanspruchnahme von Biotopflächen). Rund 11,7 Prozent der Gesamtfläche Niedersachsens werden zurzeit von Siedlungs- und Verkehrsflächen eingenommen. Die Umweltbelastungen gehen weit über die direkt in Anspruch genommenen Flächen hinaus (Zerschneidung von Landschaftsräumen, Lärm- und Schadstoffemissionen, Auswirkungen auf das Landschaftsbild). Die starke räumliche Ausdehnung von Wohn- und Gewerbegebieten beinhaltet zusätzliche Verkehrsmengen und Ressourcenverbräuche. Der Indikator Flächenverbrauch stellt daher eine Inputgröße dar, die die oben genannten Belastungspotenziale indiziert. Innerhalb des Flächenverbrauchs ist die Versiegelung von Böden besonders kritisch zu betrachten, da hierdurch alle natürlichen Bodenfunktionen beeinträchtigt werden.
    Um die natürlichen Ressourcen zu schützen ist es daher erforderlich, den Flächenverbrauch einzuschränken. Das Bundesumweltministerium hat in seinem Entwurf eines umweltpolitischen Schwerpunktprogramms (1998) eine Trendwende bei der Flächeninanspruchnahme gefordert. Bis 2020 soll die Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche bundesweit auf 30 ha/d reduziert werden. Das würde für Niedersachsen einen Flächenverbrauch von etwa 3,6 ha/d bedeuten.

    Anmerkung: Die (hoffentlich die "Objektivität" nicht allzu sehr beeinträchtigenden) Hervorhebungen (Fettdruck, Unterstreichung) stammen aus meiner Tastatur.:D
     
  4. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Simples Fazit:

    Ursachen erkannt. Nicht ursächlich "behandelt". An Symptomen herumgefummelt - und das auch noch mit nachweislich untauglichen (und etwas brachialen) Mitteln.

    Allseits noch einen schönen Nachmittag
    Volker
     
  5. #144 VolkerM, 20. Dezember 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Dezember 2005
    VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    taz Nr. 7698 vom 24.6.2005, Seite 12

    "Ob sich durch Fang und Massentötung tatsächlich die Populationen an Rabenkrähen und Elstern verringere, hänge nun von den Brutzahlen beider Arten ab, meint Grauer. Möglicherweise würde nun einfach mehr Nachwuchs großgezogen."

    Siehst Du Raven - Projektbetreuer Andreas Grauer (IWFo) zog schon am 24.06.2005 vorausschauend eine solche Möglichkeit (die ja dann auch zur Tatsache wurde) in Betracht. Das war natürlich rein subjektive Spekulation, die Deiner sachlichen ("nüchtern objektiven":D ) Sichtweise diametral entgegensteht. Wie konnte er nur eine solche, jeder aus Erfahrungen der Vergangenheit gewonnenen Kenntnis entgegenstehende, Entwicklung in Erwägung ziehen? Der hat sicherlich zu viel ideologiebeladenen und mit "tendenziösen Kommentaren" hantierenden Reicholf gelesen.:D :D
    Die wissenschaftlich wertvollen Beobachtungen des Leserbriefschreibers (Herrn Dau) zur Evolutionssensation an der "Franzosenschanze" solltest Du ihm allerdings nicht vorenthalten.:D
     
  6. Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Gemeint habe ich eigentlich, welche Prognose Ihr als Ergebnis für den Kiebitz- (und Krähen-) Bestand als Ergebnis der Fallenstudie abgebt. Und aufgrund welcher Untersuchungen sinkende Rabenvogel- und steigende Kiebitzzahlen, ggf. mit ursächlichem Zusammenhang, zu erwarten gewesen wären. Die holländische Studie kann’s ja nicht sein.
    Und was schließt Du dann daraus, wenn dabei keiner von den angeführten Gründen herausgekommen wäre, welche die Studie rechtfertigen könnten ?
    Das glaubst Du. Deine Auswahl solcher Quellen sagt aber schon so viel, dass sich jeder weitere Kommentar ohnehin erübrigt. Während Du Inhalte mit konkreten Zahlen wie bei Reichholf als tendenziös bezeichnest.
    Rennst Du bei mir offene Türen ein, wie hier nachzulesen:
    http://ww.vogelforen.de/showthread.php?t=63522&highlight=Windr%E4der
    Aber tendenziös (ob nun einmalig oder wiederholt) ist Dein Kommentar zur Windenergie hier auch.
     
  7. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Es ist zwar gerade erst Weihnachtszeit und bis zum nächsten Pfingstfest wird`s noch ne Weile dauern. Aber bis zur "großen Erleuchtung" müsste vorerst schon ein bissel stilles und entspanntes Nachdenken bei einem einzigen kleinen Weihnachtskerzlein genügen, um das "Oberstübchen" soweit zu belichten, dass folgende Erkenntnis darin Raum findet:

    Hätte das IWFo auch nur den geringsten objektiv nachprüfbaren Nachweis führen können, dass durch Fang und Tötung von 12.000 Corviden ein Bestandsrückgang derselben und/oder eine "Erholung" der Kiebitzbestände zu verzeichnen wäre, hätte die TiHo (respektive IWFo nebst zuständiger Fachministerien sowie beteiligter Jägerschaft) diesen "Erfolg"

    a)
    entsprechend öffentlichkeitswirksam "verkündet"

    und

    b)
    zum Anlass genommen das "vielversprechende" Projekt fortzusetzen.

    Manche Dingens sind einfach zu unkompliziert.

    Schöne Grüße
    Volker
     
  8. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Wenn du nur ein einziges Mal vollständig zitieren würdest...

    Ob sich durch Fang und Massentötung tatsächlich die Populationen an Rabenkrähen und Elstern verringere, hänge nun von den Brutzahlen beider Arten ab, meint Grauer. Möglicherweise würde nun einfach mehr Nachwuchs großgezogen. Genau diese Frage, wie sich der Bestand entwickelt, wenn in einem Landkreis gut 160 Krähenfallen aufgestellt sind, wolle das Projekt beantworten.

    Grauer hat genau das gesagt/getan, was von einem Wissenschaftler erwartet werden sollte, nämlich alle Möglichkeiten in Betracht gezogen und das Ergebnis offen gelassen. Wenn sich aus den Zwischenergebnissen und unter Einbeziehung der niederländischen Studie für die TiHo ergeben hat, dass eine Fortsetzung des Projekts nicht mehr sinnvoll erscheint, dann ist es so.

    Ich vermute, so manchem wäre es natürlich lieber gewesen, die Strafanzeigen wären durchgegangen und es hätte Urteile gegeben, die die Beklagten als bösartige Tierquäler hingestellt hätten und das Projekt wäre gerichtlich gestoppt worden. Wie schön man sich einen solchen "Erfolg" doch hätte an die Fahne heften können!

    Klar doch, bei dem Schein eines kleinen Kerzleins sieht man nicht viel mehr als die Bilder, die sich im "Oberstübchen" sowieso schon festgesetzt haben, und vermutet bei anderen den gleiche Drang, den man selber verspürt, nämlich sich und die eigene Meinung publikumswirksam öffentlich darzustellen, nicht wahr, Volker?
     
  9. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Ach Raven - wie schreibst Du so schön in Deiner ausgewogenen Art:

    " Wenn du nur ein einziges Mal vollständig zitieren würdest...

    Ob sich durch Fang und Massentötung tatsächlich die Populationen an Rabenkrähen und Elstern verringere, hänge nun von den Brutzahlen beider Arten ab, meint Grauer. Möglicherweise würde nun einfach mehr Nachwuchs großgezogen. Genau diese Frage, wie sich der Bestand entwickelt, wenn in einem Landkreis gut 160 Krähenfallen aufgestellt sind, wolle das Projekt beantworten."

    Und was machst Du mit Deinem eigenen Anspruch? Hängst einfach noch ein kleines Sätzlein dran, das den Kern der Sache (nämlich die von Herr Grauer in Erwägung gezogene Möglichkeit - s.o. - zur Erinnerung: um diesen Punkt ging es) in keiner Weise schmälert.

    Dein (und natürlich auch mein) Versäumnis sei hiermit nachgeholt. :D Hier der vollständige Text für unsere Leseratten

    "Vogeljagd auf ostfriesische Art
    Rabenvögeln geht es im Landkreis Leer an den Kragen. Forscher wollen untersuchen, ob die Reduzierung der Bestände zum Schutz bedrohter Vogelarten beitragen kann. Dies sei Vogelmord unter dem Deckmantel Wissenschaft, meinen Tierschützer
    VON JÜRGEN VOGES
    Ist es nun Forschung? Oder ist es einfach "Vogelmord", wie Tier- und Naturschützer meinen? Im Rahmen eines "Projekts Rabenkrähen- und Elsternfang im Landkreis Leer" sind im Nordwesten Niedersachsens binnen zehn Monaten über 10.000 Krähen und Elstern gefangen und erschlagen worden. Jäger haben die Vögel mit Hilfe von Ködern in mehrere Meter große Drahtkäfige, so genannte Norwegische Krähenfallen, gelockt. Nachts blendeten die Waidmänner dann die Tiere mit Taschenlampen und töteten sie "tierschutzgerecht durch Zerschmettern der Hirnkalotte mit einem Rundholz", wie Projektleiter Professor Klaus Pohlmeyer vom Institut für Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover am Montag betonte. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte da zu einem Symposium über das umstrittene Projekt geladen, und draußen demonstrierten Tierschützer gegen das "Abschlachten von Rabenvögeln in Ostfriesland".
    Wie es in einem noch unveröffentlichten Zwischenbericht heißt, den Professor Pohlmeyer und sein Mitarbeiter Forstwirt Andreas Grauer verfasst haben, ist es "der primäre Untersuchungsaspekt des Projekts, wissenschaftlich zu dokumentieren und zu analysieren, ob mit dem Norwegischen Krähenfang eine gezielte Bestandsreduzierung von Rabenkrähen und Elstern großflächig umsetzbar ist".
    Das Bundesjagdgesetz verbietet eigentlich die Vogeljagd mit Fallen und damit auch den Einsatz der Norwegischen Käfigfallen. Für wissenschaftliche Zwecke sind aber Ausnahmegenehmigungen möglich, und eine solche Genehmigung wurde Professor Pohlmeyer nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums erteilt. Das Projekt soll insgesamt drei Jahre lang laufen, wobei die Fangsaison jeweils von vier Monaten Schonzeit, von April bis Juli, für die Aufzucht der Jungvögel unterbrochen wird. Das Ministerium bezahlt die wissenschaftliche Auswertung des Projekts mit 63.000 Euro, die es aus Mitteln der Jagdabgabe zur Verfügung stellt, aus der das Land jagdfördernde und manchmal auch Naturschutzprojekte finanziert. Projektleiter Pohlmeyer nennt das zu Recht eine geringe Summe.
    Da trifft es sich, dass Pohlmeyer nicht nur das Institut für Wildtierforschung in Hannover leitet, sondern auch die niedersächsische Landesjägerschaft, bei der er mittlerweile vom Vizepräsidenten zum Präsidenten aufgestiegen ist. Das Töten der Vögel und auch die Zählung der Bestände hat die Kreisjägerschaft des Landkreises Leer denn auch kostenlos übernommen.
    Nach dem Zwischenbericht wurden 2004 in dem ostfriesischen Landkreis allein in den fünf Monaten Februar, März und August bis Oktober insgesamt 5.057 Rabenkrähen und 526 Elstern gefangen und erschlagen. In jeder der Norwegischen Fallen, die durch nach innen weisende Drähte an den Einfluglöchern zum Gefängnis werden, saß etwa alle zwei Tage ein Vogel fest.
    Quasi als Beifang erwischte es 234 Saatkrähen, Dohlen und Eichelhäher und zudem 34 Raubvögel, die laut Zwischenbericht allesamt unverletzt wieder freigelassen wurden.
    In den fünf weiteren Fangmonaten November 2004 bis März 2005 wurden nach Angaben von Forstwirt Grauer nicht wesentlich weniger Krähen und Elstern getötet. Die mehr als 10.000 bislang erschlagenen Vögel entsprächen etwa 20 bis 25 Prozent des Bestands der beiden Arten im Landkreis Leer. Ob sich durch Fang und Massentötung tatsächlich die Populationen an Rabenkrähen und Elstern verringere, hänge nun von den Brutzahlen beider Arten ab, meint Grauer. Möglicherweise würde nun einfach mehr Nachwuchs großgezogen. Genau diese Frage, wie sich der Bestand entwickelt, wenn in einem Landkreis gut 160 Krähenfallen aufgestellt sind, wolle das Projekt beantworten.
    Erst in zweiter Linie will die Untersuchung die höchst umstrittene Frage klären helfen, welchen Einfluss der Bestand an Krähen und Elstern auf Wiesenbrüter und Niederwild hat. Dazu wird allerdings nur in fünf Jagdrevieren des Kreises Leer der Bestand an Feldhasen geschätzt. In einigen Flussniederungen des Kreises werden bereits regelmäßig die Kibietznester gezählt, und der Rebhuhnbestand wird ohnehin landesweit von den Jägern taxiert. Die Jäger und Forscher hoffen offensichtlich, dass es in ihrem Revieren bald nicht nur weniger Rabenkrähen gibt, sondern auch mehr jagdbare Hasen und Rebhühner.
    Zwar würden sich Krähen und Elstern nach einer Schweizer Untersuchung nur zu 0,6 bis 0,8 Prozent von "Vogeleiern, Jungvögeln und Wirbeltieren" ernähren, ihr Einfluss auf einzelne Beutetierarten könne jedoch groß sein, heißt es in dem Zwischenbericht. Gerade diese Aussage, die Elstern und Krähen quasi zu Wilderern in des Jägers Revier macht, war auf dem Symposium in Hannover sehr umstritten. Der Leiter des renommierten Instituts für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland", Franz Bairlein, nannte es etwa "mitnichten begründet, dass Rabenkrähen Wiesenbrüter langfristig dezimieren".
    Der Naturschutzbund Nabu erschien erst gar nicht zu dem Symposium und erklärte stattdessen: "Das Projekt ist keine Wissenschaft." Im Zusammenspiel von Landwirtschaftsministerium und Landesjägerschaft gehe es vielmehr um die Einführung der Fallenjagd. "Das Etikett Wissenschaft wird nur benutzt, um die Grenzen des Jagdrechts zu verschieben", so der niedersächsische Nabu-Sprecher Ulrich Thüre. Es seien vor Beginn der Tötungen von Rabenkrähen und Elstern keine Analysen der Bestände von Wiesen- und Rabenvögeln durchgeführt worden, es gebe keine Paralleluntersuchungen auf Vergleichsflächen und zudem fehle auch noch eine Tierversuchsgenehmigung.
    Laut Projektleiter und Jägerschaftspräsident Pohlmeyer hat sich die Ethikkommission der Tierärztliche Hochschule Hannover nicht vorab mit dem Projekt befasst. "Die Ethikkommission ist in diesem Zusammenhang bedeutungslos, weil es sich um eine jagdliche Frage handelt", meinte der Wildbiologe: "Im jagdlichen Bereich gibt es keine Versuchstiere."
    Rein jagdlich gesehen müssten Rabenkrähe und Elster allerdings waidgerecht nach dem Bundesjagdgesetz und nicht per Falle und Ausnahmegenehmigung für die Wissenschaft erlegt werden. Mit dem durchaus erlaubten und waidgerechten Schuss auf diese Vögel tun sich aber nicht nur niedersächsische Jäger schwer. Die "Reduktion" der beiden Arten sei "mit der Schusswaffe aufgrund des ausgeprägten Fluchtverhaltens nur sehr schwer möglich", heißt es in Pohlmeyers eigenem Zwischenbericht. Das geduldige Ansitzen auf Krähe und Elster ist eben des Waidmanns Sache nicht."


    Aber ich bitte Dich trotzdem sehr, Deinen Anspruch auf "vollständiges Zitieren" nicht zu intensiv auszuleben. :D Sonst wird die ganze Chose etwas unübersichtlich.

    Trotz des ernsten Themas: Dein "argumentatives Gezappel" trägt nicht wenig zu meinem Amusement bei.:D

    Wie ist das nun aus Sicht der Rabenvogelfachfrau "Raven"? War die Tötungsaktion trotzdem sinnvoll? Ggf.: Mit welcher Begründung?

    Einen schönen Abend wünscht
    Volker
     
  10. VolkerM

    VolkerM Guest

    Noch ein kleines "Gute-Nacht-Häppchen"

    Es ging aktuell nicht (mehr) um die angebliche oder tatsächliche "Ergebnisoffenheit" des Projekts. Es ging schlicht und einfach darum, dass auch ein Projektbeteiligter die (nun eingetretene) Möglichkeit der "Bestandsauffüllung" nach einer Reduktionsmaßnahme in Erwägung gezogen hat(te) und dass eben diese populationsdynamischen Gegebenheiten mit stets "neu" vorgetragenen Seltsamkeiten (hier) - u.a. von Raven - in Zweifel gezogen wurden.

    Aber immerhin. Es sind ja Fortschritte erkennbar. :D Trotz aller ideologisierender Pamphlete der "Fachwelt" kapriziert sich unser aller Raven wohl nicht mehr auf die absolute Gegenposition, sondern sucht ein bissel Ablenkung von den unbequemen Fakten im Aufwärmen schon des öfteren durchgekauter Aspekte. Trotzdem: Respekt.

    Schöne Grüße
    Volker.
     
  11. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Wie schön, dass ich dir auch mal eine Freude machen konnte :D Es muss ja auch deprimierend sein, wenn die Collagen aus Zitaten und Arbeiten anderer garnicht so recht ankommen. Und frustrierend, wenn es aktuell nichts mehr über die Leerer Studie zu berichten gibt und man auf 6 Monate alte Beiträge zurückgreifen muss, um das Thema am Kochen zu halten.

    Wenn du mal Neues zu berichten hast, schau ich hier wieder rein, aber auf deiner ich-habe-Recht-Schiene werde ich garantiert nicht mitfahren und sonst wohl auch keiner, der deine Beiträge länger verfolgt hat. Außer denen, die sowieso schon drauf sind natürlich.
     
  12. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Was tut sich da nur zwischen linkem und rechtem Ohr? :?

    Was meinst Du?

    War denn nun die Tötung von 12.000 Rabenvögeln trotzdem sinnvoll?

    Füllen sich Corvidenbestände nach solchen Reduktionsmassnahmen rasch wieder auf?

    Konnte man das vorher wissen?

    Wie geht es Dir eigentlich bei dem Gedanken daran, dass 12.000 Vögel letztlich ohne Effekt und Sinn gefangen und getötet wurden?

    Oder liegt der tiefere Sinn vielleicht in dem Sätzlein "(Wiederholtes) Probieren geht über (gewissenhaftes) Studieren"?

    Schöne Grüße
    Volker
     
  13. Dagmar

    Dagmar Guest

    @ Raven: (so mag ich Dich eigentlich nicht nennen, wieso vergibst Du Dir diesen Namen, passt so überhaupt nicht zu Deinen Einstellungen, aber egal jetzt):
    Wie kommst Du darauf, dass andere auf irgendeiner Schiene "mitfahren"? Es soll auch Menschen geben, die ihre Meinung ganz selbständig ausgebildet haben! :)
    Na ja, und "drauf" sind hier bestimmt nicht alle, die für die Rabenvögel argumentieren, ich jedenfalls nicht. :zwinker:

    Grüsse,
    Dagmar
     
  14. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Hallo Dagmar (ich meine Dagmar von der Wildvogelhilfe), guten Morgen zusammen,

    ja, der Nickname "Raven" entbehrt in der Tat nicht einer gewissen Absurdität.

    Für Raven ist die Tötung von 12.000 Rabenvögeln - natürlich in Relation zu den wirklich wichtigen und weltbewegenden Ereignissen - = "(...) dies kleine Randproblem in Leer (...)"

    War natürlich ironisch gemeint - versteht sich.:D

    nachzulesen hier:
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=84326&page=75
    (Posting Nr. 742)

    Eine Weile zuvor war unser Raven schon ein bissel "aufgeklärter" und hat sogar eine "(un)durchsichtige Verquickung" zwischen TiHo und Jägerschaft erkannt.

    Zitat:
    "Deshalb:
    Protest gegen die Krähenfang"Studie" ja, unter der Prämisse, dass das Vorhaben anscheinend in mehreren Punkten nicht so gehandhabt wird, wie es von einer wissenschaftlichen Untersuchung zu erwarten wäre; ferner aufgrund des Einsatzes der tierschutzwidrigen und verbotenen Massenfangfalle; ferner aufgrund der (un)durchsichtigen Verquickung zwischen der TiHo und der Jägerschaft, die ein neutrales Ergebnis kaum erwarten läßt."

    nachzulesen hier:
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=78460&page=33
    (Posting Nr. 326)

    Späterhin dann dies:
    "Es ist doch logisch, dass man zunächst mit der Falle Erfahrungen sammeln will, um sie dann ggf. zum Schutz der Wiesenbrüter einsetzen zu können."

    nachzulesen hier:
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=84759&page=57&highlight=rabenv%F6gel
    (Posting Nr. 566)

    Wg.. hinlänglich bekannter und dokumentierter (und auch im "Fall Leer" erneut eingetretener) populationsdynamischer Auswirkungen von Reduktionsmassnahmen
    schrieb Rabenfachfrau Raven dies:

    "Das ist doch reiner Blödsinn!
    Mehr Eier legen sie nicht.
    Mehr Brutplätze gibt es auch nicht."

    nachzulesen hier:
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=84759&page=54&highlight=rabenv%F6gel
    (Posting Nr. 540)

    Eine etwas realistischere Sichtweise auf die konkreten Auswirkungen im LK Leer liest sich so:

    "Dass die Fallen den entsprechenden Erfolg haben werden, glaubt Johnny Prinz, Naturschutzbeauftragter des Landkreises Leer und Vogelexperte, nicht. In seinem, etwa 4.300 Hektar großen Beobachtungsgebiet, hätten die Rabenkrähen seit Einführung der Fallen einfach mehr Junge bekommen: "Es gibt seitdem einen fünf Mal so hohen Brutertrag der Rabenkrähen. Die Natur steuert gegen", so Prinz. Die Populationsdichte bleibe so erhalten."

    kompletter Artikel hier:
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=84759&page=19&highlight=rabenv%F6gel
    (Posting Nr. 185)

    Aber zweifelsfrei ist "Raven" eine hohe argumentative Flexibilität und "Lernfähigkeit" zu attestieren. Die Konstanz und Stringenz ihrer "Argumentationslinie" ist duchaus beachtlich.:beifall:

    Zurück zu den Realitäten:

    Das meint die "Niedersächsische Ornithologische Vereinigung":

    "Die Schutzbemühungen des Landes Niedersachsen für den Erhalt überlebensfähiger Bestände werden selbst in den Zentren der Vorkommen derzeit als nicht ausreichend angesehen. Das Land Niedersachsen wird somit seiner hohen Verantwortung zum Erhalt der Wiesen- und Weidevögel nicht gerecht. Aus naturschutzfachlicher Sicht wird eine Intensivierung der flächenbezogenen Naturschutzaktivitäten des Landes gefordert."

    (Dr. J. Melter, Bohmter Str. 40, 49074 Osnabrück, A. Welz, Wulfter Str. 7, 49635 Badbergen,
    G. Voskuhl, 1. Wiek links 65, 26871 Papenburg)

    Schlussendlich. Na ja - und "drauf" bin ich auch nicht.:D

    Schöne Grüße
    Volker
     
  15. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    "Meinungsvielfalt" (am Beispiel einer einzigen Userin):

    Raven:
    "Örtliche Krähenprobleme sind ein Thema (ähnlich der Stadttauben),
    das Abschlachten tausender Rabenvögel unter dem Deckmantel einer wissenschaftlichen Studie ist eine ganz andere Sache, und gegen diese wenden wir uns hier, und zu Recht, wie ich meine."

    nachzulesen hier:
    http://ww.vogelforen.de/showthread.php?t=78460&page=5&highlight=massenfalle+rabenv%F6gel
    (Posting Nr. 49)

    Dr. Wilhelm Irsch (Ministerium f. Umwelt / Saarland) hatte es in voller Übereinstimmung mit Ravens "Altmeinung" seinerzeit so formuliert:

    "Was ist an neuen Erkenntnissen zu erwarten, was über das hinausgeht, was bereits bekannt ist....(...) Die Populationen können schnell regulieren. In Bayern hat man in den vergangenen Jahren Tausende Kormorane geschossen (...) Es sind genau so viele da wie vorher."

    nachzulesen hier:
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=79136&page=16
    (Posting Nr. 156 u. 157)

    Aber die Meinung von Raven hat wohl (beschleunigt durch die Einflüsse der widerlichen Projektkritiker/innen) eine evolutionäre Wandlung erfahren, die der Dau`schen Evolutionssensation an der Franzosenschanze kaum nachsteht.:D

    Sodele: Und nun endgültig ein FROHES FEST und ruhige Tage
    Volker
     
  16. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Habe ich es nicht gesagt:
    Nein, auf diese persönlichen Angriffe werde ich nicht weiter eingehen, mich kannst DU nicht mehr provozieren.

    Genauso ist es, Volker. Zu Anfang habe ich dir vertraut, dass du sauber recherchierst und objektiv informierst. Leider hat sich sehr bald herausgestellt, dass dem nicht so ist und du lediglich Zitate sammelst, um deine eigene Meinung damit zu unterstützen. Wobei du deine Meinung nicht als Meinung, sondern als die einzig gültige Wahrheit verkaufen willst.
    Dies ist auch der Grund, weshalb deine Ausarbeitungen in Sachen Naturbrut von meiner Webseite geflogen sind.

    Wünsche allen, auch denen, die mich nicht ausstehen können, ein friedliches Weihnachtsfest.
     
  17. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Raven: "...mich kannst DU nicht mehr provozieren."

    Das liegt auch nicht in meiner Absicht. Ich möchte nur vermeiden, dass "Neuleser/innen" auf Grund Deiner "aktuellen" Beiträge evtl. ein etwas schräges Bild hinsichtlich des Leeraner Projektes erhalten. Man/frau kann ja unmöglich erwarten, dass sich Neu- und/oder Gelegenheitsleser/innen nachträglich durch die ganzen Beiträge wühlen. Das zu meinen Absichten.

    Raven: "Zu Anfang habe ich dir vertraut, dass du sauber recherchierst und objektiv informierst."

    Das ist (war) sehr nett von Dir. Aber Du solltest (sollst) nicht "mir vertrauen", sondern DAS verstehen (wollen), was ganz viele Menschen (darunter auch ganz viele ständig mit der Thematik befasste "Fachleute") auf Grundlage fundierter Kenntnisse zum Thema gesagt/geschrieben haben und weiterhin sagen/schreiben. Davon abgesehen waren/sind Deine "logischen" Ableitungen und Schlussfolgerungen sehr oft etwas unstet und "wirr" (siehe die vorstehenden Postings).

    Raven: " Dies ist auch der Grund, weshalb deine Ausarbeitungen in Sachen Naturbrut von meiner Webseite geflogen sind."

    Das belastet mich wirklich sehr.:D

    Wünsche allen, auch denjenigen, die es sich eigentlich verdient haben, dass man/frau sie nicht ausstehen kann, ein besinnliches Gedenken an 12.000 sinnlos getötete Raben
     
  18. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Meine Absicht ist es, eben diese Neuleser und Neuleserinnen darauf hinzweisen, nicht alles unbesehen zu glauben, was hier von Volker & Co. geschrieben wurde. Dennoch werde ich mir nicht die Mühe machen, und alle die Beispiele herauszusuchen, wo du, Volker, mich (und andere) unvollständig und in falschem Zusammenhang zitiert hast, um mir eine Meinung zu unterstellen, die so nicht wahr ist. Es heißt zwar, der Zweck heiligt die Mittel - aber Alle Mittel??

    Ich HABE verstanden, und ich teile viele der Schlussfolgerungen dennoch nicht!
    Es war wohl deine Absicht, meine Gedanken als "wirr" darzustellen, wie anders soll man sonst eine "Zitatensammlung" aus Antworten, die sich auf bestimmte Postings beziehen und zwischen denen längere Zeiträume liegen, verstehen?
    <darunter auch ganz viele ständig mit der Thematik befasste "Fachleute"> Schön, dass du Fachleute in "" gesetzt hast, die meisten der 'ganz vielen' beschränken sich sowieso auf das Zitieren von und der Zustimmung zu Helb & Co.

    Im übrigen scheint bei dir das verstehen wollen sehr schwach entwickelt zu sein: Kleiner Ratschlag: Eine eventuelle Mail-Anfrage bitte etwas verständlicher und weniger wirr formulieren (als die Texte (insbesondere) Deiner letzten Postings). Dies war an aday adressiert, Beitrag #11 Ich habe jedenfalls keine Probleme, adays Beiträge zu verstehen. :D
     
  19. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Raven: "(...) "Zitatensammlung" aus Antworten, die sich auf bestimmte Postings beziehen und zwischen denen längere Zeiträume liegen..."

    Antworten beziehen sich meistens auf "bestimmte Postings".:D
    Die "bestimmte(n) Postings" kann jede/r User/in jederzeit nachlesen und in den "längeren Zeiträume(n)" dazwischen sind Deine Beiträge bedauerlicher Weise auch nicht "erhellender" gewesen. Im Gegenteil: Es ließe sich noch manches "Ravenschmankerl" finden.

    Ich stelle Deine Gedanken keineswegs als "wirr" dar. Dafür sorgst Du schon selbst.

    Wie dem auch sei: 12.000 Rabenvögel tot. Die Fallen haben gut funktioniert. Bestände nicht reduziert. Kiebitze auf dem alten Niedrigstand.

    Wahrlich ein sinnvolles Projekt und wirklich eine durch nichts zu rechtfertigende Kritik.

    Du tust mir irgendwie fast schon wieder leid.


    .
     
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  21. Dagmar

    Dagmar Guest

    Hallo zusammen,

    Ich finde diesen Satz von Dir, Volker, so treffend, ich möchte mich anschließen.
    Und eine Momentaufnahme von einem dieser Wesen zeigen, um die es hier geht - Wesen, die neugierig auf das Leben sind, für die es viel zu entdecken gibt, die sich an ihrem Leben erfreuen und an diesem hängen - und die sinnlos abgeschlachtet werden/wurden.
    Dies ist mein Beitrag zum besinnlichen Gedenken an 12000 sinnlos getötete Raben. Und mich macht das sehr sehr traurig! :+sad:

    [​IMG]

    Dagmar
     
  22. #160 mäusemädchen, 23. Dezember 2005
    mäusemädchen

    mäusemädchen -

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    Traum eines kleinen Raben
    von Daniel Trowski

    Wenn ich bald so wie alle Raben
    wird' viele eigne Kinder haben,
    dann feiere ich in meinem Nest
    ein richtig schönes Weihnachtsfest.

    Nicht Zank und Streit
    stehn da bereit und keine Hungersnot.
    Der Rabengott bringt feierlich
    für jeden ein Stück Brot.

    Und auch die Katze feiert mit
    an diesem Freudentag.
    Der Rabengott will auch von ihr,
    daß sie den Nächsten mag.

    Dann geb' ich meiner Kinderschar
    viel echte Zärtlichkeit.
    Was ich selbst nie erfahren hab',
    warme Geborgenheit.

    Ich Narr, was sitz' ich hier und träum
    vom schönsten Fest der Erde,
    wo ich doch heute noch nicht weiß,
    ob ich's erleben werde.

    Doch bleibt's daß alle guten Taten,
    nur Hoffnung haben zu geraten,
    wenn's stille Träumer wie mich gibt,
    die Gott am allermeisten liebt.​
     
Thema:

Protestmails gg. Massentötung von Rabenvögeln