Ich möchte Graupapagei(en) halten und habe einige Fragen

Diskutiere Ich möchte Graupapagei(en) halten und habe einige Fragen im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Nur...wie stellst du dir das vor, die Tiere jeden Tag im Sommer morgens in die AV zu bringen und abends wieder reinzuholen ? Das setzt schon zahme...

  1. #61 Tierfreak, 28. Dezember 2009
    Zuletzt bearbeitet: 28. Dezember 2009
    Tierfreak

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    Genau dies ist der Grund, warum ich z.B. bisher noch keine AV habe ;).

    Mein Mohrenkopfhahn kam mit 17 Jahren recht scheu zu uns (ehemaliger Wildfang), er hat zwar viel Vertrauen zu uns aufgebaut, geht nun im Vogelzimmer beruhigt weiter am Boden spazieren, wenn ich ins Zimmer komme, bleibt auch sitzen, wenn man in seine direkte Nähe kommt, aber auf die Hand kommt er halt nicht und wird es vermutlich auch nicht mehr lernen...muss er auch nicht (er ist nun 21).

    Für ihn wäre es sicher unnötiger Stress, ihn täglich einzufangen und in eine Transportbox zu stecken, um ihn nach draußen zu tragen.
    Da unser Vogelzimmer im Dachgeschoß ist, kann ich leider auch nicht einfach eine AV ans Vogelzimmer anbauen. Auch im Erdgeschoss ist leider kein Zimmer frei, wo das möglich wäre.
    Bliebe letztendlich nur noch die Möglichkeit, ein richtig großes Schutzhaus mit anschließender AV zu bauen...mal schauen was die Zukunft bringt....

    Bisher bin ich mit der Lösung Vogelzimmer aber ehrlich gesagt auch sehr zufrieden und unsere vier Papageien fühlen sich dort auch sichtlich sehr wohl und sind gesund und munter.
    Vorteil von einem separatem Vogelzimmer gegenüber der Wohnzimmerhaltung ist auch, dass man dort ausgibiger lüften kann.
    Über weite Teile des Jahres habe ich das vergitterte Fenster im Vogelzimmer wirklich Tag und Nacht gekippt, nur wenn es extrem kalt ist, lüfte ich mehr nur stoßweise dann aber mehrfach über den Tag verteilt, damit der Raum nicht zu sehr auskühlt.
    Das Zimmer wird dann auch nur schwach geheizt, da in zu warmen Räumen die Luftfeuchtigkeit meist doch viel zu niedrig wird, was z.B. früher im Wohzimmer schnell der Fall war, wo man doch meist etwas mehr heizt, da man selbst ja nicht unbedingt bei nur ca. 15 grad auf dem Sofa hocken möchte :D.
    Dort muss man dann um so mehr mit Luftbefeuchtern usw. arbeiten um die Luftfeuchte halbwegs auf papageiengünstige Werte zu treiben, die Geräte müssen jedoch auch sehr regelmäßig und gründlichst gereinigt werden, damit sie nicht zu Keimschleudern werden ;).

    In einer AV ist wirklich vieles einfacher zu realisieren und an sich auch die beste Art der Papageienhaltung, wenn man mal alle Punkt betrachtet, aber es ist schon auch möglich Papageien im Haus zu halten, mit ensprechend Mehraufwand natürlich. Viele hier praktizieren dies ja auch und es klappt soweit bei vielen auch ganz gut ;).

    Unsere Papageien genießen z.B. auch den Freiflug im Erdgeschoss sehr, man merkt richtig wie sie sich über diese Abwechslung freuen, da jeder Raum ja wieder andere Anreize bietet. Sie kommen dabei gern von sich aus zu uns, um mit uns zu spielen oder sich auch mal nebenbei den Kopf kraulen zu lassen, wobei das in erster Linie ihre Partnervögel tun, wie es ja eigentlich auch sein sollte.
    Pino und Woody kommen schon meist freudig angerannt, wenn Freiflugzeit ist und man ins Vogelzimmer kommt und hoffen darauf, mit runter genommen zu werden. Wenn ich dann die beiden auf den Arm runtertragen möchte, kreist Mopadame Petri auch meist unruhig über meinen Kopf bis zur Vogelzimmertür herum, bis ich sie dann ebenfalls hole.

    Meine lieben es auch sich mit Papageienspielzeug zu beschäftigen, welches auch im Vogelzimmer vorhanden ist. Ich biete zwar auch fast ständig frische Zweige und Naturmaterialien parallel zum Knabbern an, was auch sehr gern angenommen wird, aber geeignetes Papageienspielzeug kommt halt bei meinen auch gut an, vor allem Pino und Petri wäre sicher enttäuscht, wenn sie nix mehr in der Art zum Spielen vorfinden würde, da sie besonders gern auch damit hantieren.
    Vieles an Spielzeug bastel ich aber auch unter anderem aus Naturästen selbst.
    Ich persönlich würde auch in einer naturnah angelegten AV ruhig das eine oder andere Papageienspielzeug zusätzlich anbieten.
    Je mehr Abwechslung da ist, um so besser, ist zumindest meine Meinung, kann aber natürlich jeder für sich entscheiden, wie er das handhabt :).

    Ja stimmt, solide sollte so eine Anlage schon gebaut sein. Vor allem würde ich zu doppelter Verdrahtung mit etwas Abstand raten, gerade wenn die Vögel evtl. auch mal über nacht draußen bleiben, damit Raubvögel, Mader, Katze und Co. die Vögel durchs Gitter nicht verletzten können.
    Wegen Untermietern wie Maus und Ratte sollte man auch schon ein gutes und durchschlupfsicheres Fundament schaffen.

    Wichtig ist es bei AV-Haltung auch, regelmäßig Kotporben untersuchen zu lassen, da sich AV-Vögel auch Würmer einfangen können, die z.B. durch Kot der von Wildvögeln in ihrer Voliere fällt, übertragen werden können, was bei Wohnungshaltung wiederum nicht wirklich nötig ist, da dort keine Wildtiere rumflattern oder laufen.

    Das die Grauen beim Freiflug in der Wohnung auch einiges zerstören können, ist auch einfach Fakt.
    Bei meinen hält es sich zwar auch zum Glück in Grenzen, aber bei den meisten Papageien muss man schon auf Dauer mit Schäden rechnen, die zum Teil je nach Vogel schon enorm sein können.
    Es wäre gelogen, wenn man da etwas anderes behaupten würde.
    Jeder muss da halt für sich entscheiden, ob er damit leben kann oder nicht. Bei Wohnungshaltung werden Lappen, Staubsauger und Co. auf jeden Fall nie arbeitslos und wollen regelmäßig mehrfach am Tage benutzt werden, das kann ich mit ruhigem Gewissen behaupten :D.

    Ich denke auch, dass diese Entscheidung jedem selbst überlassen bleibt. Man kann halt nur die Möglichkeiten aufführen und die Vor- und Nachteile aufzählen, damit jeder für sich abwägen kann, was für ihn in Betracht kommt oder nicht :).

    Das was Dorith bisher vor hat, hört sich für mich schon soweit gut an und ist sicher evtl. bei ihren Gegebenheiten auch noch ausbaufähig :zustimm:.

    Das mit dem Asthma würde ich allerdings auch sicherheitshalber mit einem Arzt vor Anschaffung der Grauen absprechen, bitte nehm das nicht auf die leichte Schulter. Nicht das es doch nachher daran scheitert.

    Ich und dir deswegen böse 8o ?....nee bestimmt nicht, ich weiß doch genau wie du es meinst, ich denk soweit kennen wir zwei und doch schon, gell :trost:.
     
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  3. Dorith

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    Hallo Clarissa,

    Ach weisst du, dafür gibts so ne kleine Ignore-Taste in meinem Kopf, die ich bei prolligem Gepöbel oder erhobenen Zeigefingern immer drücke... *breitgrins* ...das stärkt das mentale Immunsystem und alles wird gut! :D :D

    Sehr schöne Bilder! Ich werde mir für draussen zu gegebener Zeit sicher auch was überlegen, was hier machbar ist - alles mit Geduld und Besonnenheit, sonst macht man es dreimal. :nene:

    @ manuela:
    genauso isses! Und deshalb muss auch niemand gekränkt oder zickig reagieren, wenn ich seine Tipps und Ratschläge für mich und meine Tiere nicht umsetzen kann oder will - weil es halt einfach nicht passt. ;)

    Das ist alles abgeklärt (ich bereite mich in allen Richtungen so gut wie möglich vor) - ich lebe bereits seit über 20 Jahren damit und kenne auch die Ursachen, die auf mich zutreffen. Papageien und Vögel generell oder deren Stäube gehören definitiv nicht dazu.
     
  4. #63 MaKa, 28. Dezember 2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Dezember 2009
    MaKa

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    Meine beiden leben ja wie hier viele wissen, im Wintergarten. Er wird fast garnicht geheizt. Vor einem Fenster habe ich eine grosse Voliere. Fenster auf und die Grauen fliegen sofort hinein. Auch jetzt noch. Im Sommer mache ich die Volierenklappe vom Fenster aus zu. weil es zu heiss werden kann. Abends fliegen die Geier wieder in den Wintergarten und Fenster zu, Geier im geschützten Wintergarten. Es ist halt so wie ein Vogelzimmer. Wir werden geduldet im Wintergarten. Wer ein Zimmer übrig hat, sollte es nutzen. Man kann sich auch eine Sitzecke in einem Vogelzimmer schaffen. Wer 2 Graue hat braucht sich nicht sorgen, dass sie sich alleine fühlen. Hat man ein Eigenheim ist es noch einfacher. Man macht ein Fenster in eine Wand. Hat man das Vogelzimmer dann noch günstig, neben dem Wohnzimmer. hat man immer Unterhaltung. Und die Grauen nehmen am Leben der Mitbewohner teil. Zum Staub, naja er ist da. Grauer sind große Schmutzfinken. Futter wird sortiert und mit Liebe durchs Zimmer geschmissen. Ein Vogelzimmer kann man mit pflegeleichtem Boden ausrüsten. Und man braucht sie nicht einsperren. Sie haben einfach mehr Möglichkeiten.
     

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  5. Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Dank der freundlichen Hilfe einiger lieber Menschen hier :zustimm: und vielen, vielen Telefonaten in den letzten Tagen, fahre ich nun heute mittag mal Richtung HH, um mir ein Abgabepärchen anzusehn. Vielleicht ist es ja das richtige für mich. Ich bin schon sehr gespannt und auch ein bisschen aufgeregt. :) Es wäre natürlich ideal, wenn ich gleich zwei Vögel finde, die sich schon kennen und sich gut vertragen.

    Ich hab mir schon eine Liste zum Mitnehmen gemacht, auf was ich alles achten muss, bin aber auch dankbar, wenn ich hier noch Ratschläge und Tipps dazu bekomme.

    Auch wenn alles passt, werde ich die beiden noch nicht gleich mitnehmen, sondern erst dann abholen, wenn ich zu Hause alles für ihren Einzug vorbereitet und eingerichtet habe.
     
  6. Tueddel

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    Oh toll! Da drücke ich dir und dem Pärchen gaaaaaaaanz doll die Daumen (trotz meiner momentanen Sehnenscheidenentzündung), daß alles glatt über die Bühne geht. :zustimm:

    Hast du dir auch aufgeschrieben, nach möglichen Erkrankungen bzw. nach dem Gesundheitszustand der Tiere zu fragen? :)
     
  7. Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Hallo Tueddel,

    danke für's Daumendrücken und gute Besserung für deine Hand!

    Ja, das hab ich aufm Zeddel! :) Sollte ich die Vögel (falls ich mich für diese entscheide) evtl. noch auf die häufigsten Krankheiten testen lassen, bevor sie zu mir kommen?
     
  8. Rena

    Rena Guest

    hallo,dorith

    das wäre ganz wichtig....hast ja margerethas geschichte sicherlich gelesen.

    viel glück!:)
     
  9. #68 Tueddel, 29. Dezember 2009
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dezember 2009
    Tueddel

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    Tja, das ist immer so ne zweischneidige Sache.....
    entweder soll es der derzeitige Besitzer machen oder du musst es machen lassen und somit die Kosten tragen. Einige Leute haben kein Geld, noch vor Abgabe der Tiere diese untersuchen zu lassen.... :nene:
    Ich kann da schlecht einen Rat geben, entweder nimmt man sie so mit, wie sie sind, trotz etlicher Risiken, um sie von unwürdigem Zustand zu befreien, oder man handelt wie auf nem Basar.. *sorry*

    Ich würde mich riiiiiiiiesig freuen, wenn du diese beiden Abgabeseelchen zu dir holen würdest...... :beifall:


    Vor allem ist folgendes wichtig, aber das werden dir etliche Mitforisten/ Innen sicherlich auch schon gesagt haben, achte auf:

    * Atmung im Ruhezustand )
    * Atmung nach Flugzustand ) Aspergillose, Luftsackmilben.....
    * mögliche einseitige Vorwölbung des Bauchraumes = Leberschaden,
    * freie Nasenlöcher
    * häufiges Jucken, Kratzen, Milben oder Ekzeme oder....
    * Allgemeinzustand, -verhalten
    * Kloake angucken

    Lass dir einfach nichts anschwatzen, höre auf die "Untertöne" im Gespräch.

    Besser noch wäre es, du würdest jemand "Geierkundlichen" mitnehmen.....

    Wie auch immer, liebe Dorith, die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.....

    noch was nachsetzen muss:

    * Kotausscheidung angucken, sofern möglich .... gaaaaanz wichtig!!!!!!
     
  10. Dorith

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    Also an den Untersuchungskosten soll es nicht scheitern, die würde ich übernehmen, wenn ich dann (zumindest soweit dies möglich ist) weiss, ob die Tiere gesund sind oder ob sie Krankheiten in sich tragen, die beobachtet und/oder behandelt werden müssen.

    Mein Gedanke war, dass es besser wäre, wenn das vor ihrem Einzug bei mir noch gemacht wird, damit sie nicht gleich nachdem sie hier ankommen schon schlechte Erlebnisse mit TA-Besuch und unangenehmen Untersuchungen haben müssen.

    Was wären denn "auffällige" Anzeichen bei der Atmung, die auf eine Erkrankung hindeuten?
     
  11. Tueddel

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    * schweres, schnelles, geräuschvolles Atmen, wie bei einem Menschen, dem nach schnellem Lauf oder Überanstrengung die Puste ausgeht
    * Geräusche wie Bronchialasthma mit Pfeifen, Piepsen
    * veränderte, heisere Laute, als wenn ein Mensch Stimmbänderentzündung hätte
     
  12. Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Einen "Geierkundigen" habe ich hier leider nicht zur Hand, ich muss mich also auf meine eigenen Instinkte und auf das verlassen, was ich über Papageien bisher weiss und gelernt habe.

    Bei meinen Hühnern, Enten und Gänsen früher wusste ich immer sofort, wenn mit einem irgendwas nicht in Ordnung war - auch bei nur sehr dezenten Anzeichen. Aber Papageien sind ja nun mal keine Hühner... :p
     
  13. Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Danke Tueddel, dann werde ich darauf ganz besonders gut achten.
     
  14. Tueddel

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    DAS sag ich meinen beiden ja auch immer.........., wenn die den halben Tag lang ihr "Put putputput" oder Entengequake von sich geben.... *lach* :D
     
  15. Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Ich sag nur - echtes Bauernhof-Feeling, auch ohne Hühner- und Entenhaltung. :D
     
  16. Tueddel

    Tueddel Stammmitglied

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    Och, ja nicht nur das.................
    wenns danach geht, hab ich auch noch Pferde und Schweine, Schafe, Hunde (grosse + kleine), Katzen in meiner Wohnung....... :zwinker:
     
  17. Tierfreak

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    Hallo ihr Lieben,

    ich hab hier mal vorbeugend gegen evtl. weitere mehr persönliche Streitereien einige Beiträge entfernt/bearbeitet, worin es nicht wirklich um dieses Thema ging. Ich bitte um Verständnis :trost:.

    Ui, dann möchte ich auch mal Daumen drücken :).
     
  18. CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo Tueddel,

    die von dir genannten Dinge in Richtung Aspergillose mögen indirekt schon korrekt sein. Dennoch gibt es auch Aspergillose, die man nicht erkennt. Ich selbst spreche hier aus eigener Erfahrung, da meine Lisa ein Flugkünstler gewesen ist, die niemals nach langen und schnellen Flügeln gehechelt hat und dennoch zeigte das Gutachten nach ihrem Tod, dass sie an einer Aspergillose mit verkapselten Granulom gelitten hat. Das war für mich ein Schlag ins Gesicht, denn mit allem hatte ich damals gerechnet, aber niemals mit Aspergillose.

    Dorinth:
    Graupapageien kann man beim ersten begutachten nicht wirklich einschätzen, da sie Fremden gegenüber i.d.R. extrem schüchtern sind. Sie verhalten sich da anders als sonst. Es kann sein, dass sie sich zurückziehen oder vor lauter Nervosität mit zittern und aufplüstern anfangen.

    Du solltest halt fragen, ob sie jemals bei einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt wurden und wenn ja, warum und was dabei herausgekommen ist.
    Ob ein PBDF und Polyoma-Test vorliegt, der nach Möglichkeit noch aktuell ist.

    Wenn du die Möglichkeit hast, dann schaue dir das Gefieder an, ob es glänzt oder eher stumpf ist.

    Frage unbedingt nach den bisherigen Gewohnheiten der Papageien nach. Ich finde, wenn man schon Papageien von jemanden nimmt, was ich im Übrigen sehr toll finde, dass du dir Abgabetiere anschaust, dann sollten sie zukünftig auch noch etwas von den alten Gewohnheiten beibehalten dürfen.

    Dorith, du musst dich unbedingt nach einem vogelkundigen Tierarzt erkundigen, denn Bauernweissheit hilft bei Papageien nicht und Papageienkrankheiten sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Du solltest dir auch eine kleine Notfallapotheke zulegen, worin z.B. Blutstillende Watte, Traumeeltabletten, Arnika D6, Bachblüten (Rescue), Wattestäbchen, Einmalspritzen, Verbandsmull, Holzstäbchen, Kamille-, Fenchel- und Salbeitee, Traubenzucker und Betaisodona enthalten sein sollte.

    Zeigt ein Papagei mal Veränderungen in seinem Verhalten, ist es oftmals schon zu spät.

    Ach und eine Rotlichtlampe solltest du auch haben.
     
  19. Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Hallo Monika,

    vielen Dank für die wertvollen Infos. :)

    hab ich gleich auf meinem Zeddel notiert! :)

    das hab ich auch schon gemacht - der ist zwar etwas weiter weg, aber vielleicht finde ich ja noch einen mehr in meiner Nähe.

    sowas hab ich (wegen meiner Hunde und Katzen) auch schon - sogar eine große. :) Ausser blutstillende Watte, Salbeitee und Arnika D6 ist von deiner Liste auch alles drin, den Rest besorge ich noch.
    Betaisodona - vertragen die Vögel das denn, wenn sie das ggf. mit dem Schnabel aufnehmen, wenn man es mal auftragen muss? Es ist jodhaltig. Bei Katzen z.B. darf man es nicht anwenden.
     
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  21. CocoRico

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    Hallo Dorith,

    bei der Anwendung von Betaisodona (flüssige Form!!) soll man ja nur einen Tropfen auf eine Wunde träufeln und nicht mehr. Der Rest verschwindet dann ohnehin im Gefieder.

    Mein Bibo verträgt es sehr gut, da er aufgrund seiner Flugunfähigkeit schon hinundwieder mal abstürzt und dabei eben auch auf eine Narbe fällt, die er vom Babyalter her noch hat und diese dann auch mal an einer Ministelle aufgeht. Mein vogelkundiger Tierarzt hat dies bei ihm aber auch schon gemacht.

    Noch etwas, da du ja beabsichtigst, ein Paar zu nehmen, die bereits vergesellschaftet sind, ist die Gefahr wegen PBDF und Polyoma nicht so "tragisch", wenn es positiv ist als wenn du eben einen Vogel kaufst und dann den nächsten. Beim letzteren wäre es eben schlimm, wenn einer gesund ist und durch den anderen diese Krankheit bekommt.

    Zu Aspergillose ist noch zu sagen: Die meisten Papageien, man spricht von ca 90 %, bekommen früher oder später diese Krankheit. Sie ist absolut weit verbreitet und daher sollte man schon von Vornherein damit anfangen, alles in Erwägung zu ziehen, dass diese Krankheit nicht so schnell ausbricht. Darunter gehören z.B. keine Teppichböden, tgl. Mobilar feucht abwischen, die wischbaren Böden feucht wischen, tgl. komplettes Körnerfutterwechsel, regelmässiges säubern der Volieren, Freisitzen, .... und ganz wichtig, mehrfach Stoßlüften und bei erträglichem Wetter ab nach draußen mit ihnen (aber das hast du ja auch vor).

    Dorith: Ich habe hier eine behinderten Vogel sitzen, der nicht fliegen kann, nun auch auf dem linken Auge blind ist und dennoch ist er ein lebensfroher Papagei und ich bin absolut stolz auf ihn, weil er mit seinem Leben so toll zurecht kommt.
     
  22. Dorith

    Dorith Papageien- und Gartenfan

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    Teppichboden hab ich schon wegen meiner Hunde nicht :) Decken, Bettchen und Körbe werden alle 10 Tage gewaschen. Böden z.T. mehrfmals täglich gewischt, einmal tgl. auf jeden Fall. Futterwechsel ist auch klar - der Rest geht an die Wintervögel. ;) und am Lüften bin ich hier eigentlich ständig, da ich selber auch ein Frischluft-Fan bin.

    Gehandicapte Tiere habe ich bei meinen Katzen und Hunden auch dabei. U.a. eine Katze, die von Geburt an komplett blind ist (durch ein Pilzmittel, das der Katzenmutter während der Trächtigkeit verabreicht wurde), bestens damit zurechtkommt (wie eine Fledermaus) und am Fenster sitzend sogar Fliegen fängt!!! Der Ausdruck "nicht lebenstauglich", der leider immer wieder mal auftaucht, ist für mich ein rotes Tuch. Solange ein Tier Freude am Leben hat und nicht leidet, so lange sehe ich keinen Grund, sein Leben beenden zu lassen. Wenn man seine Tiere kennt und gut beobachtet, weiss man ganz genau, wie sie sich fühlen.

    So ... und jetzt geht's auf die nebelige Piste... Ich berichte dann später.
     
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